Archiv der Kategorie 'Katastrophalia'

Die/der eingeschlafenen Rubrik zu neuern Höhenflügen zu verhelfend ist Dank der gebührt dem wässernden Octopus (zwei Versuche incl.) — außerdem Hilfestellung, sofortige

oktopusroh
Noch putzig

Erst nach ausgiebiger Absuchung der Fischtheke waren unter einem Berg Eis einige kleine Octodingsda (was ist eigentlich der Plural von Oktopus? Die im heimatlichen Besitz sich wortreich präsentierenden Wörterbücher kennen diesen Modebegriff nicht, eine sofortige große Datenbankabfrage bracht nur die kryptische Auskunft „Na octopussi natürlich. hab grad mit kl Duden mücke erschlagen :-) muß dringend schlafen“) auffindbar, die sofort geordert wurden und bereits gierig der Erwartung als frisch gebratene Aufdeckung mit Rigani und Zitrone harrten — bis festgestellt werden musste, dass die auserkorene große Bratpfanne anderweitig in Beschlag genommen worden war, sodass die Wahl auf die ebengroße Schmorpfanne fiel, die nun im Nachhinein betrachtet nun so gar keine gute Wahl war, als sie mittels wahrscheinlich auch noch nicht heiß genug gewordenen Öls die Oktoppedingsda empfing.

octopustomatenoelmitstueckchen
noch zweitunversucht

Wässerte sofort unglaublich, dem Ungemach wurde versucht durch Umdisponierung mit Hinzugabe eines Restes Kochwein zu entgehen und nach Betrachtung der schon harten Konsistenz wurde ganz auf eine Tomatensauce gesetzt, um wenigstens etwas zu retten, also auch noch Tomaten schnell reingeschnippelt, half allerdings auch nicht mehr so richtig.

versuchte rettung
Rettung für die Rubrik

Also anderntags neuen Versuch gestartet um mit noch mehr Tomaten, Zwiebeln, Frühlingszwiebelgrün, Knoblauch, Pfeffer, Salz, Rigani und Wein noch etwas zu bewerkstelligen, Oktopus wurde zwar gefühlt etwas weicher durch stundenlange liebevolle Erhitzung, aber eigentlich reichte es trotz Streckung mit Nudeln nur für die Rubrik Katastrophalia — immerhin auch etwas, war die dieses Jahr doch schon ziemlich unterstrapaziert ;-)

Verschlagen experimentierend aufgetragene Versuchsanordnung und gescheiterte reihenweise versetzte Sommergetränke mit Anleihen an einhergehende Ausklänge (auftretende Beschwingtheit)

Frappé Baileys
Noch in Erinnerung — Frappé Baileys

Quasi den Sommertemperaturen entsprungen war der Wunsch beim Lesen der Kommentare bei Barbaras Spielwiese sich doch den ersten Frape des Jahres zu genehmigen, als heimeliger Anklang an zwar vorhandene Sonneneinstrahlung an diesem Nachmittage wurde Rücksicht auf die doch auch kalt hereinziehende Erinnerung an die eben doch noch nicht vergangene Jahreszeit genommen und sich der Brûlée-Variante (φραπέ brûlée!) erinnert, die sich als ausgesprochen gute Entdeckung erwiesen hatte und doch mit einem kleinen Schuss Baileys zu versetzen sein möge.

frappe halb und halb mit karamell versuchsreihe
Frappé brûlée Baileys

In Griechenland wird das ja auch gerne serviert, der Sahne-Alkohol, nicht das gebrannte Kaffeegetränk, also ran, müsste perfekt harmonieren.

versuchsreihe x1
Frappé Baileys brûlée

Erst normalen Greek Frappe gemacht und ein kleiner Schwubs rein, schon mal gut, also noch mit Zucker bestreut und entsetzt festgestellt, dass offensichtlich die Bailys-Zugabe die feine und durchaus feste Struktur unnachgiebig zerstört und der Zucker sich kontinuierlich Richtung Boden zu verabschieden drohte, was für die Bunsenbrennerbedienung beschleunigte Vorgehensweisen bedingte, die leider nicht den Erfolg zeitigten, der zugedacht worden war.

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Baileys reingemixt und versackt die Zuckerstreusel

Also dann mit extra Häubchen versehen, was zwar besser aber den dann doch werkelnden Zerstörungseffekt im Untergrund nicht aufhielt und ein Absacken verursachte, ebenso die zusammen mit Kaffee und irischem Sahnezeug gemixte Variante; Verflucht, es konnte gemacht werden, was wollte, nix funktionierte.

versuchsreihe x6
Irgendeine Variante

Da inzwischen schon eine leichte Beschwingtheit feststellbar war, wurde die Ausprobierung größerer Gläser, um den Effekt des Versinkens abzumildern auf spätere Stunden verlegt, irgendwann ist es dann doch zu früh für derlei :D

igittigittigittigittttttt — was Grünes im Essen (Schmetterlinge)

Uwäah… irgendeine gut meinende Person hat einen Beutel Brüsseler Sprossen, eine Abart der ansonsten ganz schmackhaften Kohlgewächse, herangekarrt und sich gedacht, dass die Rubrik katatstrophalia mal wieder gefüllt werden müsste, die sich doch ein klein wenig vernachlässigt vorkommt, aber gleich so was, etwas hübsch Angebranntes, oder was Versalzenes, das wäre doch geeignet gewesen.
Na ja, zumindest um die grünen Teile herum konnte die Restbestückung noch etwas probiert werden, glücklicherweise war der Geschmack nicht so sehr eingezogen ;-)

was gruenes im essen
Schmetterlingsnudeln mit Rosenkohl zu verhunzen ist ein gar schwer Verbrechen b-(

Recycling ganz anderer Art — nämlich Kartonbücher — sind groß im Kommen, mittels Restbeständen werden in Lateinamerika billig Bücher hergestellt. Aus ausrangierten Verpackungen für Milchflaschen, Mehl oder Kartoffelchips-Tüten entstehen so Buchcover.

Es existieren sogar schon Kartonbuch-Verlage, die Eloisa Cartonera oder MBurukujarami Kartonera heißen und der Nachfrage kaum hinterherkommen. Und etwas fairer sind die Preise von den Verlagen auch, die die PapiersammlerInnen erhalten, und gedruckt wird was gefällt. :-)

Der Unnützlichkeit Trieb bevorzugende Kauf- und Handhabungsmöglichkeiten zeitigten sich zwar nicht akkurater Schnitttechnik — dennoch erwies sich damit die Einleitung der Großfruchtgewächssaison nicht minder schlecht und nachfolgend war der dezente daraus folgende Geschmack appretierenderweise wieder im Einklang, um eine Zwischendurchkredenzung zu Tisch zu bringen (Käse fehlt)

resultat kern und matschige mangoreste

Es ist natürlich unvernünftig sich immer bei diesen kleinen Küchentools in den Bedarfsläden herumzutreiben, dass da nur auf dumme Gedanken gekommen wird, hat sich dann im Kauf eines Mangoentkerners gezeigt. Die um 25 Cent heruntergesetze Apparatschaft zeigte sich dann auch gleich das Einkaufspersonal willig machend und obendrein gab es eine schöne Anleitung mit in Würfeln geschnittenen Mangostückchen dazu, das ist den Preis allemal wert.

mango entkerner bereit

Nun, blöde Würfel, da kann ja gleich Schöneres draus werden — zumal die auch noch danach von der Schale befreit werden müssten. Hah, besser Schale vorher abmachen und dann die Gerätschaft ansetzen und wie vorgesehen einmal Zack runterdrücken, um wunderschöne längliche Mangostreifen zu fabrizieren.

mango geschaelt mit resterkennung

Nun ja, hat schon seinen Grund, dass es andersrum beschrieben stand, die Mango matschte etwas im unteren Teil durch die weiter oben ausgeübte Drucktätigkeit, außerdem war die Schälung der Ortung der Position des Mangokernes nicht zuträglich, was zusätzliche Auswirkungen nun wiederum auch auf den oberen Teil hatte.

Das Resultat war also weniger für formschöne Dekoration zum vorzüglichen Zwischendurchjoghurt geeignet, dabei war der Himmel so böse grau den kern der mango entfernen und ein wenig Sonnenschein höchst angemessen.

Umdisponiert und sich des seit einer Woche einiger Zeit lagernden Teilkürbisstückes erinnert, prima. Zarte Scheiben unterschiedlicher Dicke abgeschnitten, fein leicht nussiger Muskatkürbis (oder doch ein anderer? RezkonvSuite klärt auf), und in frisch gepfefferten Olivenöl langsam ohne Spezialgrillpfanne angebraten. Die Matschmango nach einiger Zeit hinzu und auf muskatkuerbis
kleinerer Stufe weitergebraten.
Machte sich vorzüglich, wenngleich sich ob des hierzulande erhältlichen nur mässigen Mangogeschmackes noch eine Zutat eignen würde, also gefrorene Himbeeren noch kurz hinzu und dann auf leicht schwächelnden Rucola gebettet.

muskatkuerbis geschnitten
Akkurate Schnitte sind das Wichtigste beim Kürbis

Die Mischung aus süßer Mango, sich im Verhältnis dazu neutraler bewegendem Kürbis und des frischen Salates mit der süßsauren Himbeerzugabe war super. Ziegenfrischkäse hätte sich sich bestimmt auch noch als Zugabe geeignet, aber der war aus unerfindlichen Gründen nicht erworben worden (damit ist es sogar vegan). Gibt es bald wieder, ist ja noch genug Kürbis da ;-)

muskat kuerbis gebraten mit mango und himbeeren auf rucola
Der Klecks Himbeere muss sein

p.s.

Mango-Schälen geht natürlich auch so, so oder so

Wiederentdeckte Erdbeeren in wunderschöner weißer Pracht und das Bekenntnis eine Anschaffung als Option des Vornehmbaren ernsthaft in Betracht zu ziehen

wiederentdeckte erdbeeren in weisser pracht
Griffbereite Praktikabilität passé

Ah, dass draußen gelagerte Erdbeeren, jene lustige süßen Rotfrüchtchen, bisweilen in kühlerem Ambiente besser aufgehoben sind, ist eigentlich eine Binsenweisheit bei diesen Temperaturen.

Allerdings korrespondiert das nicht unbedingt mit den natürlichen Gegebenheiten der hiesigen Vorratshaltung. Die Kühlgelegenheit quillt immer über, allerlei Käsesorten aus aller Welt (na gut, aus vorwiegend südeuropäischen Ländern), diverse Gemüseeinkäufe, Pasten, Saucen, Oliven, Weinflaschen derer viele und was sich sonst noch so findet, muss einen Platz haben, aber bisweilen gestartete Expeditionen in das Innere zaubern immer noch neues hervor — der Eiß des Unachtsamen:

Eine schöne weiße Pracht, nicht unschön zu betrachten, gar flauschig schon und der Beschluss, dass nun ein größeres Modell her muss, schnellstens, Notstandbeseitigungsmaßnahme.

Von nicht ungefähr habhafter und daher sanfter Betulichkeit im Hinblick auf die Schütthaltung bedacht war es im zweiten Anlauf und dabei sogar mit einer interessanten Variation geglückt — buntes rotgelbgrünes Geschick

junger mangold leicht frittiert
Erste junge Mangoldblattkunst

Die glücklich sich schätzende Auberginenzeit macht sich hier immer mit reichlich Exemplaren bemerkbar, die sich zwar sehr schick machen auf dem Küchenregal oder wo sonst noch Platz für das Gewächs ist, bisweilen ist aber einfach die Handhabbarkeit im Kochglück etwas reduzierterer Natur.

Bei Spülkönig & Kitchenqueen war neulich so eine leckere Kreation aus Malaga zu sehen. Hauptbestandteile dabei waren Auberginen und Honig, Wein und Ausbackteig. Müsste sich machen lassen; feinfein, also ran, die Exemplare, zeigten auch schon leichte runzlige Schwächen außenrum.

aubergine in leichtem backteig mit honig-wein-mischung versehen
Natürlich mit reichlich Olivenöl versehene Tapaskost mit Honig-Wein-Sprengsel

Die Zubereitung ist etwas ausgefeilter, als die Auberginen bisweilen auf den Tisch kommen.

Die in Scheibenformat geschnittene Melanzani aus einer schönen dunkelvioletten Rundfrucht herstammend wurde gesalzen und gesalzen, was leider einmal zuviel des Guten war. Der Hinweis bei S&K , die Scheiben ordentlich abzuspülen, war wertvoll, ward aber nicht gemacht.

manchmal haben auch auberginen ein bewegendes innenleben
Manchmal haben auch Auberginen ein bewegendes Innenleben ;-)

Aber erst mal weiter im Kochvorgang. Derweil wurde nämlich schon mal der Ausbackteig angerührt. Ganz nach Rezept mit fast einer Flasche Bier, etwas Mehl, einem Ei (ist aber eigentlich nicht unbedingt nötig) und etwas Salz und vielen schönen Safranfäden. Kann auch bei gewünschter festerer Außenumrundungsstruktur mit mehr Mehl angerührt werden.

ausgebackenes junges mangoldblatt mit teigausformungen
Ausgebackene Spuren entzücken das jung Mangoldblatt

Die erste Bratung dann schön in Form und Farbe, der Eintauchteig war eher dünnflüssiger und beschenkte die runden Scheiben mit einem die Eierfrucht schon herauskommen lassenden leichten Behang.
Die erste Probeverkostung war dann eher der nicht so eingeübten Nichtverzückung gewidmet — total versalzen, Würg, da half auch nicht die aus Orangenblütenhonig-Malaga-Wein (es ward eine portugiesische Möglichkeit in Anspruch genommen) kreierte Übertröpflegelegenheit.
Uuhh, also schnell die restlichen Scheiben ganz, ganz brav abgespült um wenigstens die nächsten zwei Fuhren genießen zu können.
Das Resultat war dann auch wesentlich angenehmer als die Salzversion, irgendwie war da doppelt gesalzen worden :-( , naja die Rubrik Katastrophalia muss auch mal wieder gefüllt werden.

fluessiger safranfaden ausbackteig zu mangoldblatt
Safranfaden wissen durchgezogen sich gebenden Mangold neues Glück zu bescheren

Nicht ganz so passend war zu den gebratenen Auberginen die Honig-Wein-Mischung, war doch zu süß als alleinige Zugabe, mit etwas herberen Ahornsirup kommt das bestimmt besser oder im Zusammenspiel mit etlichen anderen Tapas.

Da vom angerührten Teige noch viel da war, wurde einfach mal ausprobiert da hindurchgezogene Mangoldblätter zu braten — Exzellent kann nur gesagt werden, da hinzu passt tröpfelnderweise die Sauce optimalst, sehr lecker in dieser Variation. Also wanderten auch noch der Rest der vielen bunten gelben, grünen und roten jungen Mangoldblätter (die gerne mit Stiel gebraten werden können — auch wenn einige das nicht glauben können) in die safranversetzte Ummantelungsflüssigkeit, die inzwischen durch die längere Ziehzeit noch gelber glänzte. Ganz überfamos lecker!

roter mangold leicht mit safran und so umbacken
Und weil es schön ist auch noch das rote Mangoldblatt :-)

Zutaten:

Auberginen, violett
Mangold, jung und bunt
Bier
Mehl
Ei
Salz
Olivenöl
Orangenblütenhonig
Malagawein (hier verwendet als Ersatz ein portugiesischer Likörwein)

Kulinarische Köstlichkeiten — anderenorts

deep fried mars sold here
Für einen ganz kurzen klitzekleinen Moment…

Instantbrühe und Kaufmaultaschen oder wie mit Foodblogs Geld gemacht wird

Schon seit einiger Zeit macht sich leichtes Unbehagen breit, wenn so mancher Foodblog besucht wird. Die Menge an geschalteten Werbeanzeigen nimmt stetig zu und so wird ein kurzer Artikel oben, unten und nochmal groß an den Seiten umrahmt. Unaufällige Reklame findet schließlich kaum Beachtung.

instantbruehe und kaufmaultaschen
Instantmittelmaß klappt nie geschmackstechnisch

Eine beliebte Masche einiger Neunmalkluger ist es, den Feed anderer Blogs ungefragt für sich zu nutzen, vielleicht merkt es keineR.

Andere versuchen es mal auf eine andere Weise wie ein Verlagskochportal, welches sich gleich ganz die Rechte an den eingestellten Texten sichern wollte, oder es wird um fremde Inhalte geworben, manchen schieben auch einen Art Kochwettbewerb vor bei dem eigens Beiträge anderer direkt im Rezeptblog veröffentlicht werden, um die eigene Seite mit Inhalt zu füllen. Letzteres Modell stammte von Huettenhilfe, einer Rezepteseite, und fand aber wohl nicht so recht Anklang im Kochblog-Universum, das schließlich daraus besteht eigene Blogs zu führen.

Also neue Idee her. Über Küchenschürzen für Kochbilder, bis zum sogenannten „Fremdkochen“.

Jetzt darf wieder auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden, aber das Rezept samt Foto wird als Kochbuch bei huettenhilfe eingebunden. Ein paar Kochbücher werden ausgedruckt und es darf im eigenen Blog darüber berichtet werden. Anscheinend ein netter Service, der aber schlichtweg andere Texte für die eigene Seite vermarktet; ohne Bezahlung versteht sich.

Die Verlinkungen geben Traffic und einen höheren Pagerank, der dann bekanntlich auch mehr Geld für die zahlreichen Werbeanzeigen bringt. Dafür ist seit einiger Zeit auch nicht mehr Blogbetreiber XY, sondern eine eigens gegründete GbR verantwortlich, die auch ein eher als gescheitert zu betrachtendes Berlinportal „betreibt“ oder gar dies im Angebot hat.

truebe aussichten
Vermarktet: truebe Aussichten

Im Werbeprojektvermarktsnetzwerk GLAM Media, an dem sich Burda jetzt stärker beteiligt, liest sich die Ausnutzung der Kochkreativität, die dann auch Geld bringt, dann so:
(…) auf Huettenhilfe.de findet jeder das geeignete Gericht. Zudem sorgen die zahlreichen Mitglieder für ein ständig wachsendes Archiv an neuen Rezepten.

Und nicht nur das. Es können jetzt freiwillig Fotos auf der mit eigens zur Verfügung gestellten Bannern zu bewerbenden Seite Rezeptbuch (auch eine huettenhilfe-Kreation) eigenständig eingestellt werden. Läuft die Seite erst mal, dann kann sich an an fünf Fingern abgezählt werden, wann die erste Werbung auftaucht oder das GLAM-Netzwerk zuschlägt.

Aber auch beim Gärtnerblog, der die monatlichen Kochevents ausrichtet, fragen wir uns, ob es sein muss, dass so viel Werbung geschaltet wird. Um es nochmal klarzustellen, es geht nicht darum, ob ein kleiner Blog jetzt ein bißchen google-Werbung hat, sondern um das Übermaß, das Ausnutzen, die Kommerzialisierung der Kochblogszene.

Das sind jetzt auch nur Beispiele, es gibt aber etliche v.a. neu konzipierte Kochblogs, die förmlich dannach schreien, alsbald mit Werbung vollgepackt zu werden, wenn sie es nicht schon sind.

Zwar kann es sein, dass es einfach die Bloganbieter sind die (wie etwas bei uns) die Schaltung vornehmen und die Einnahmen für sich verbuchen, dennoch dürfte es genügend Möglichkeiten geben, sich dem zu entziehen. Manche Blogs sind auch merkwürdigerweise über mehrere Links zu erreichen, wohl kaum aus Spaßesgründen.

Und der Spaß vergeht leider so langsam… :-(

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Den köstlich zu erschnuppernden Duft förmlich vor Augen, war die Raspelarbeit ein umfänglich schnell zu bewerkstelligendes Zwischenstadium, das dann zwar viel Kerne übrigließ, aber ansonsten wenig Kürbis, was nicht weiter schlimm zu sein schien da auch kleine Portionen statthaft sind und angesichts dessen kam auch Wilder Fenchel recht und derart vervollständigend auch Rundkornreis und es schien schon vollkommen unter Hinzufügung allerbesten Bio-Olivenöles als ein wenig Unachtsamkeit, nein eher eine Unaufmerksamkeit, sich einschlich, die grauenvoll zuzuschlagen beliebte und sofort eingeleitete Rettungsversuche waren zwar erfolgsversprechend und lieferten eine gewünschte, die Strukturen überaus ansehnlich zu betrachtende Zutatengrundlage, die kaum aus dem warmen Ofen gezogen mit einer schönen Oberflächenstruktur nur Bestes vermuten ließ und dann war da verdammtermaßen so ein Unterton in der geschmacklichen Wahrnehmung, der… (aber lest selbst)

kuerbis reis auflauf mit wildfenchel
Schön anzuschauen und doch…

Einige Kürbisse lachen schon der Vorfreude entgegen und so war Gelegenheit auch mal auf eine bewährte Zubereitungsmethode zurückzugreifen, die immer wieder entzückt und weil die Quelle des wilden Fenchelgewächses passenderweise noch vorhanden ist, war es Zeit für schmackhaften Kürbis-Reis-Wildfenchel-Auflauf mit köstlichem Olivenöl und weißen Zwiebeln (selbstverständlich alles aus biologischem Anbau) und dezent beigefügtem Meersalz (sonst nichts weiter). Wenn es lieber griffbereite Kleinkost sein soll — einfach darauf zurückgreifen.

wilder fenchel und raspelmoeglichkeit
Wildfenchel und Raspelmöglichkeit

Zuvor natürlich eifrig raspeln und feststellen, dass eine wertvollen Platz wegnehmende elektrische Raspelapparatur manchmal doch nicht sooo schlecht wäre. Schnellstens helfende Hände machen aber auch da sympathischerweise die Angelegenheit zu einer heiteren Kürbisschnitzelweitwegwurfangelegenheit, das schafft keine Maschine.
Ein Mixer ist nicht so statthaft, weil es möglichst längliche Streifen sein sollen, die sich später um den hinzugefügten Reis schmiegen sollen. Aber auch für solcherlei Gerätschaften gibt es Rezepte. Bei Bedarf darf sich der Kürbiskerngestaltung gewidmet werden.

kuerbis vorbreitungsstadium

Rundkornreis nach Belieben zufügen zu den orangen Kürbisteilen, die aber schon etwas nach Kürbis schmecken sollten (sonst wird das nichts mit der Speise); währenddessen Zwiebeln und die Stiele des Fenchels kleinschneiden und mit Olivenöl und ein paar Fenchelspitzen andünsten und hinzugeben, noch salzen und schon etwas probieren — schmeckt wunderbar.

rundkornreis und gerasplter kuerbis
Fein abgestimmt und auch schon so lecker zu erschmecken

Dann schon mal, bevor es in den Backofen kommt, vorköcheln lassen und Bitte! sich nicht abklenken lassen #-o Es war zwar nur ein Hauch einer nicht den Kochvorgang beachtenden Unaufmerksamkeit, die aber war offensichtlich ausreichend die untere Schicht unschicklich anzuschwärzen. Sofort eingeleitete Rettungsversuche konnten zwar 94 Prozent der Rettung zuführen, was erst mal zum Aufatmen führte, aber sich als fatal herausstellen sollte.

Zwar gelang Alles ansonsten perfekt, die Reis-Kürbisstruktur phänomenal gut, der Biss saftig, der Kürbis gut herausschmeckbar und leider auch so ein fieser kleiner Brandton, der die geschmackliche Komposition empfindlich störte. Es konnte zwar noch gegessen werden, ein richtiges geschmackliches Erlebnis schmeckt allerdings anders. Anderntags zugefügter Auflegekäse zum Überbacken brachte auch keine Besserung. Ach, Rubrik Katastrophalia, war ja schon lang nicht mehr gefüllt worden, muss offensichtlich auch mal trotz Raspelmühe sein :-(

oberflaechentruktur kuerbisauflauf
Die goldgelbe Oberflächenstruktur zeigt sich von der besten Seite

Zutaten:

Kürbis, am besten ein schön nussig schmeckendes Exemplar
Rundkornreis
Wilder Fenchel oder Dill
Meersalz
(nach Belieben auch noch Zwiebeln)

ganz vergessen in der Aufzählung: allerbestes Olivenöl!

und natürlich genügsame Aufmerksamkeit ;-)