Archiv der Kategorie 'culinaria anima'

Der schwarzen Olive Hingabe bedeutet die Erkundung unterschiedlichster geschmacksintensiver Größen, die ihrerseits Ergänzung finden bei Berggewächsen unterschiedlichster Provenienz (plus Steuerflüssigkeit)

kleine schwarze olive und kalamataolive
Zu glänzen vermögen beide Sorten

Zur Ausprobierung stehen mittlerweile wieder Original griechische Oliven bereit, geschuldet einem Aufenthalt mit Reisemitbringselkapazitäten, einmal sehr leckere Kalamataoliven, die allerdings noch ein klein wenig in Salzlake vor sich hindämmern müssen, um ihren Erfolg in geschmackstechnischer Hinsicht vollendens auf die Probe zu stellen.

rigani aus den bergen
Bergpflückware (gerettet vor den gierigen Ziegen!)

Die kleinen schwarzen gerade mal einen winzigen Centimeter großen Exemplare hingegen müssen schon gewässert werden, um den Salzgehalt wieder in annehmbare Bahnen zu lenken.

ueber allen gipfeln ist ruh
Ruhsam unter den Wipfeln

Diese kleinen Oliven werden kaum noch angebaut in Griechenland, sind regional aber beliebt, etwas bitter aber auch geschmacksintensiver als herkömmliche, aus den etwas größeren Koroneikioliven wird eines der besten Olivenöle gefertigt, fruchtig, stark im Geschmack, leichte Schärfe — also genau das richtige kräftige Olivenöl für Gemüsegerichte :-)

jetzt heisst es warten
Frisch angesetzte Salzlake

Der mitgebrachte Jahresvorrat muss allerdings noch ein wenig ruhen, das Öl ist noch etwas zu scharf, nur allzu hartgesottene Mitmenschen tunken bereits jetzt ihr Brot ordentlichg rein. So in einem Monat wird die erste größere Probierration verkonsumiert, dann wissen wir auch, ob die neue Quelle eine gute Qualität hat.

olivencentimeter
Geschmackliche Größenunterschiede

An Rigani wurde diesmal etwas aus Nordgriechenland und vom Peloponnes mitgebracht, leider nicht selbstgepflückt, aber versicherungshalber keine Zuchtware, riechen tut es schon mal gut, die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen werden noch erkundet, der Geruch jedenfalls verheißt schon mal Phantastisches — er dringt durch mehrere Lagen Tüten hervorragend durch, ein Qualitätsmerkmal :D

riganistrauch aus griechenland

Und zu guter Letzt noch aufbereitungswürdige klare Flüssigkeit, die Saison der reifen Frucht, die vorgesehen war, ist scheinbar vorbei angesichts der nur verdörrt aufzufindenden Exemplare, aber es geht ja auch anders ;-)

alcool
Soll ja der beste sein

Genüsslich wird also auf grünere Ware zurückgegriffen werden für erfrischende Momente eisgekühlter Servierkunst.

steuer bezahlt
Steuer bezahlt

Lieblingsspeisung satt und de te fabula narratur als musikalischer Hinweis

wg lieblingsspeisung
Immer wieder gern

Da Wiederholungen mitunter wahnsinnig mundend sich zu präsentieren wünschen, war es mal wieder Zeit und so durfte die WG-Lieblingsspeisung kredenzt werden, zwar ohne die Nordseekrabben, aber dafür mit Blattpetersilie, und Wein und die pappige Nudelvariante (wird nicht mehr erworben) tat der der guten Laune keine Untat an und sowieso spielte den Abend im Dauerlauf eine neue musikalische Entdeckung, Bandista aus Istanbul mit einer schönen Mischung aus Ska, türkischen Klängen aus Bouzouki und Klarinette, Dub und Rumba und und und…

bandista de te fabula narratur
Neue Pressung samt Vorwortauszug

Die Band, die auch soziale Kämpfe musikalisch unterstützt, spielt auf gegen Nationalismus, türkische Militärs und überkommene Verhältnisse, ein mitreißender Mix, der live noch besser kommt, die haben einfach Spaß auf der Bühne, können süper-gut mit ihren Instrumenten umgehen, und zeigen das auch :-)


Bandista

Die Band tourt zur Zeit u.a. durch die BRD und Österreich (Termine auf den Websites) und ein Besuch ist angeraten ;-) Da die erste Auflage der Debüt-CD schnell ausverkauft war, können auf der Bandseite von Bandista Lieder runtergeladen werden, ansonsten freut sich die Kombo bestimmt auch über Käufe ihrer zusammen mit den Stücken ihrer neusten EP neu aufgelegten CD auf ihren Konzerten.

Statthafte Gepflogenheiten (kurze Zwischenmeldung)

zu tisch

Hach, das könnte noch länger dauern, das Grünzeug unvergleichlich gut, das achtarmige Genussteil vorzüglich zart von der Holzkohle frisch herübergereicht und die Sonne dezent den Teint auffrischend zu kühlender Flüssigkeit, das gibt es nur dort — vorausschauende Fesselung ;-)

markthalle

marktfisch

nussauswahl

octopus auf eis

loewenzahn gekocht und mit olivenoel tsalz zitrone serviert

zarter octopus gegrillt lecker

meeresabendduft zu erheischen

käse gegrillt

kaffeekaltgetraenk

Ein im höheren Bereich der Küche dahinschwelgendes Köstlichkeitsgefühl als schmackhafte Folge von deftig geschmorten Kaninchen mit Kartoffeln in allerköstlichster Rigani-Zitronen-Weinsauce (mit erquicklichen Resten, Rumpfriemelei incl.) ist schon traumhaft köstlich — superköstlich sogar!

wahnsinnig leckeres kaninchen mit halben kartoffeln in weinsauce mit zitrone und rigani
Am Morgen danach — unbehandelt aber unverschämt gut eingezogen

Beschreiben lassen sich die wohlfühligsten Köstlichkeitsmomente des Verspeisens delikatester Auftischung sowieso kaum, vorweg nur — es war einfach nur köstlichster Natur. Die Sinne schweifen kurz ab, die Sauce zerstösst alles bisher kennengelernt zu haben Geglaubtes auf ein Minimum des Vorhersehbaren, eine noch abschweifend nachklingende Explosion allerfeinster Geschmacksnuancen lässt sich schwer einfinden in die weitere Verkostung noch aufzutischender Spezialitäten.
Und dann heißt es das Gericht photographisch als jpg einfangen, den Moment des Verzaubers ablichten und präsentieren. Da das meistens eher im dunklen Teil des Tages geschieht heißt es sich behelfen, meist reicht eine schnöde routiniert dahingehaltene Baulampe, manchmal wird ein klein wenig nachgeholfen.

Optimal also die Speisung für den Photoevent im Kochtopfblog, dunkle Momente sind farbenprächtiger zu gestalten und das Riesenphoto ist zu verkleinern. Einige sehen in groß so richtig schön brillant aus, nach der Verkleinerung ist der Charme verflogen, bei anderen ist es genau umgekehrt. Am besten sind die durchschnittlichen Bildchen.

leckeres kaninchen bearbeitet mit allerlei vor allem mit rigani zitrone und wein
Studienobjekt 2

Beabeitet wird das mit irfanview, einem kleinen kostenlosen Programm, welches auch gleich einen ganzen Packen Bilder auf einmal angenehm verkleinern lässt. Zu mehr Rumpfriemelei kann dann auf ein paar Angenehmlichkeiten zurückgegriffen werden. Andere Blogs haben da schon einiges zum Besten gegeben. Unnötig allzu viel zu wiederholen.

Die Photodaten:
Bild-Orientierung: 1blogevent food-o-grafie #4
Kamera: Sony K800i
Belichtungszeit: 0,0333333
F-Zahl: 2,8
ISO-Wert: 80
Belichtungsabweichung: 0
Messmodus: 2
Lichtquelle: 3
Blitz: 16 (war ohne Blitz)
Weißabgleich: 1
Abstandsbereich zum Objekt: 1

Bei dem Bild haben wir im Programmpunkt Farben verändern nur den Helligkeitsfaktor auf 5 verschoben, Rot mit +2 und Grün mit -2 versorgt, die Gammakorrektur nach 0,90 verschoben und die Farbe etwas unnatürlich, aber wahrscheinlich ansprechender auf 63 Sättigung verschoben. Das Resultat dann auf 470 Pixel verkleinert und hier ist es nun.

Das Foto ganz oben ist hingegen gänzlich unbehandelt, dafür ist die schöne Weinsauce dermaßen lecker über Nacht eingezogen, dass es nach Fertigung der Fotografie ganz geschwind unter nehr oder minder lauten „kööööstlich…“-Rufen auch nicht mehr lange gehalten hat, und das ist ja das Wichtigste ;-)

leckeres kaninchen unbearbeitet mit allerlei vor allem mit rigani zitrone und wein
Studienobjekt 1 — das Original

Zubereitet wird die Köstlichkeit ganz simpel. Wichtige Voraussetzung ist griechischer Oregano — Rigani genannt, eine würzig-scharf schmeckende Sorte, die aus Wildpflückung herstammend generell gute Kochresultate zeitigte; also perfekt auch für dieses unwiderstehliche Foodblog-Rezept.

Gutes Olivenöl wird mit reingemahlenem schwarzen Pfeffer in einer großen Schmorpfanne erhitzt und Kaninchenkeulen werden angebraten, gepfeffert, gesalzen und riganisiert und wenn sie eine schön braune Farbe zeigen wird mit einem Schuss Weißwein, gerne etwas trocken und mineralisch schmeckend (wie z.B. diesen hier), abgelöscht; die Keulen ein paar mal drehen und wenn der Wein verkocht ist darf noch mal etwas frischer Pfeffer und Rigani drüber.
Längs geschnitte Kartoffeln werden im Öl angebraten, es sollten nur so viele wie halbwegs flach reinpassen zugegeben werden.
Genommen haben wir die feste Kartoffelsorte Ditta (oder so ähnlich), die Biokartoffeln passten hervorragend hierzu :-); die Kartoffeln dann auch noch mal salzen und riganisieren und ein kleiner Schwubbs Wein hinzu auf höchster Flamme erhitzen und Deckel drauf, nach ein paar Minuten auf Klein runterschalten und dann köcheln lassen.
Ab und an mal umrühren und kurz bevor die richtige Konsistenz zur Verspeisung auftritt noch mal Rigani drüber und den Saft von 1 bis 1 1/2 Zitronen, Deckel dabei so ca. 10 Minuten noch drauf lassen und dann servieren.

schlunzig mit weinsauce verschmolzene kartoffeln und so was von leckerer rigani-zitronen-beigabe aber auch
Schlunzig mit Weinsauce verschmolzene mittelkräftig zergehende Kartoffeln und so was von leckerer Rigani-Zitronen-Beigabe aber auch

Und es schmeckt soooo köööööstlich, die Weinsauce mit dem Riganigeschmack ist unvergleichlich und wird von der Zitrone auf das allerbeste unterstützt. Ausschlecken erlaubt, es darf nichts verkommen, es wäre ein wahrer Frevel.

Zutaten waren:
Kaninchenkeulen
Bio-Kartoffeln, festkochende (Ditta)
Bio-Olivenöl, ein gutes kräftiges!
Wild-Rigani, Salz, Pfeffer
Bio-Zitrone
Öko-Weißwein (Penedes)

Was es nicht Alles gibt — gar aus Glas statt Korkkorken und nachfolgende Sender

weinstoepsel mit plastikzeugs drumherum
Weinstöpsel ohne Korkambition

Ok, gehört und gelesen war schon so einiges von den kleinen Verschlüssen, die Müffelproblematik von verdorbenen Weinen durch Korken war des Öfteren auch schon hier zu beobachten gewesen. Nun war aber die Überraschung trotzdem groß, als so ein Glaskorken in einer Flasche Wein unter Alufestverschluss sich herausschälte.

Der Spieltrieb setzte natürlich gleich ein und auch zwanzig mal rauf und wieder raus machte der Plastik(?)-Ummantelung um den unteren Teil (Glas auf Glas kommt nicht gut) nicht den Garaus.

Ploppt zwar nicht so schön wie ein aus Kork gefertigter Verschluss, aber er macht sich dafür mit einem dezenten Hauch bemerkbar, das bedeutet natürlich, dass es sich um exklusive Wein-Ware handelt.

In unserem Falle um einen vom Weingut Klaus Knobloch, der in so ziemlich jedem Bioladen angeboten wird (Preisspanne so von 6,60 bis 12,95), einem Achat aus der sogenannten Edelsteinserie, eine Rebe bleibt nur hängen am Trieb und zaubert so die wein verschluss aus glas als stoepsel hurragute Qualität des Weißen Burgunders hervor.

Leicht perlig und nicht zu kalt genossen, ein eher leichter, verspielter und raffinierter Wein (uns fallen grad nicht passenden Vokabeln ein, was wohl auch daran liegt, dass der alle ist) zum so trinken , welche will darf auch ausgewählte kulinaria katastrophalia-Spezialtäten dazu genießen ;-)

Was aber mit den lustigen Glasstöpseln anstellen, wenn sie sich anhäufen und schon sämtliche zur Verfügung stehende Fläschchen damit bestückt worden sind. Sammeln? Verschenken? Kunstwerke bauen? Die alten Korken aus Kork durften ja immer in eine Kiste oder sonstwo in der Küche rumfliegen bis sich dann endlich erbarmt wurde und sie zur Restverwertung wanderten.

Und eigentlich brauchen wir auch keine Glaskorken — für anfallenden Restwein wird ein Vakuumverschluss benutzt, der den Wein ein paar Tage länger haltbar/genießbar macht, eine famose Erfindung.

wein stoepsel aus glas
Entzückend!

Überraschung auch, dass es neuerdings einen Nachfolgesender von Radio Multikulti gibt. Der Berliner Sender war bekanntlich zum Jahresende plattgemacht worden, weil Informationen für MigrantInnen in der Hauptstadt nicht mehr wichtig sind (die dürfen schließlich nicht wählen), eines der Argumente für die Schließung war ja die angeblich zu geringe Zuhörerinnenzahl (wobei nur die deutschen ZuhörerInnen gezählt und hochgerechnet worden waren). Das Problem dürfte der nun freudig entdeckte Nachfolgesender zwar auch noch haben, aber den gibt es (bisher) auch nur im Internet:

plakat_resize2
wieder da

radio multicult 2.0 startet als das Internetradio so langsam durch und stellt nach Anfangsschwierigkeiten ein immer ansprechender werdendes Programm auf die Beine. Zwar hakt es hier und da noch ein wenig, die Ansagen wirken manchmal etwas bemüht; es steht aber auch kein Etat mehr zur Verfügung mit dem sich der Sender das bisherige Personal leisten kann, sondern es wird ehrenamtlich gearbeitet. Die alte Bandbreite der Musikauswahl macht das aber wieder wett :-)

Ein Versuch wird auch gleich gestartet. Sendungen in einigen Sprachen können am Computer oder Internetradio per Klick auf eine deutsche oder englische Version umgeschaltet werden. Noch nicht ausprobiert, klingt aber interessant.

φραπέ — feinporige Avancen zu schmelzend sich darbietenden Sonnenstrahlen an zu erschmeckenden Kaffeenuancen zubereitend wusste sich das für solche Gelegenheiten Vorgesehene erquicklich genießen

griechischer frappe
Cremige Versuchung

Die Frappe- Zubereitung ist genau wie die des Griechischen Kaffee so eine Sache für sich. In jedem Café weiß die meist imposante Standmixmaschine nur eine Variante zu schätzen, die kühlende Erfrischung bringt. Erfunden worden sein soll der Café Frappé in der Not als kein frischer Kaffee greifbar gewesen sein soll. Instantkaffee musste herhalten — als Ersatz geschüttelt mit Zucker und mit Spuren kalten Wassers. Und so kam, was kommen musste: Ganz Griechenland schlürft das Zeug (meist durch einen Strohhalm) und so hat das kalte Kaffeegemix des Sommers koffeinhaltige Heißgetränke längst abgelöst b-)

Und natürlich ist es angeraten bei südeuropäischen Hochsommertemperaturen auf eine professionelle Getränkedarreichung nicht zu verzichten und Pulverkaffeerasch unseren Frape-Standmixer einzuweihen, der sich wirklich erstaunlich perfekt zeigt auch in der Fertigung sehr feinporigen festen Milchschaumes.

Mit einem Mini-Handmixer dürfte das vorgesehene Rezept frape-stabstand-mixerauch zu befolgen sein, aber erstens haben wir sowas nicht in unserer kulinaria-katastrophalia-küche und sowieso wäre das ja auch nicht dasselbe ;-)

Milchschaum übrigens, um noch mal vom Thema abzuweichen, wird ansonsten ja dem Milchschäumer unserer Espressomaschine auch ganz vorzüglich mittelporig und für die Hervorzauberung von cremiger Milch, die doch schon Avancen an Sahne erkennen lässt, wird auch des Öfteren gerne die Kaffeedrückkanne genommen, die wesentlich besser als ein schlechtes wackliges Milchaufschäumhandteil das passende Resultat zustandebringt. Mit dem Mixstandgerät geht das natürlich viel besser und eigentlich können wir uns gar nicht vorstellen, wie ohne so ein Gerät ein Sommer überstanden werden kann #:-s

Die richtige Instant-Kaffeesorte (auf gar keinen Fall normalen Kaffee!) wurde dann auch gleich mit dem Kauf des Gerätes geordert, die Eiswürfel lagen tiefgefroren bereit (mit ganz viel Luftblasen) und so waren zumindest die notwendigen Zutaten vorhanden, die zum Gelingen dabei sein sollten.
Ein, zwei Löffel Pulverkaffee werden sodann mit ein wenig Wasser aufgefüllt, wobei der griechische Pulverkaffee dann doch deutlich kräftiger schmeckt und besser geeignet ist. Nach Bedarf Zucker hinzu und dann cremig mixen (vergrößert ruckzuck das Volumen!) bis ein fester Schaum entstanden ist, den dann in ein typisches hohes Glas füllen.

frappe-mixer
Die Luxusvariante hat natürlich eine hoch und runter fahrenden Mixbecherhalterung, die mittels Hebel bedient wird; also ganzganz einfach…

Mit etwas Milch (in Griechenland wird sehr gerne eklige Dosenmilch verwendet) und Wasser auffüllen. Da scheiden sich wieder die Geister, die einen wollen mehr Milch, die anderen rein gar keine. Einfach mal ausprobieren, was geschmacklich am besten mundet und für die kühle Überraschung dürfen dann auch gerne die bereitgestellten einzweidrei Eiswürfel rein. Das hinterlässt auch nur eine winzige kleine Spur. Passend dann eigentlich auch noch ein Strohhalm und das alles mit extra Wasserglas servieren und hurtig ausschlürfen! :-)

Da dann auch noch reichlich Schaum hängen bleibt, ist es auch überaus passend noch mit Wasser nachzugießen und so zumindest im Kafenion ein weiteres Getränk billig zu erschleichen ;-)

wasser und pulvercaffee nach mixvorgang
Auch die Verteilung der großen Luftlöcher ist erstaunlich — wenngleich sich die kleinen viel besser zusammenzuschließen wissen

Dazu kann dann das neue Wölckchenschema beobachtet werden, welches sich herausbildet hierzulande — denn da wären nicht etwa Foodblogs, die sich zu vernetzen wissen, sondern Strickblogs und dann die Blogsport-Blogs. Da schau her — ganz selbstreferenziell! :D [via playground]

frappe mit milch und eiswuerfelzugabe
φραπέ

Noch mal die Zutaten:

Instantkaffee
Zucker
Wasser
Milch (auch Kodensmilch möglich)
Eiswürfel
Strohhalm

Auf die Schnelle:

1-2 Teelöffel Kaffee und ev. Zucker mit etwas Wasser aufschütten, mixen, voluminöses Ergebnis mit Milch und/oder Wasser aufgießen, Eiswürfel und Strohhalm rein. Fertig!

Der Biss wie von Sinnen ganz kräftig und doch von so zarter Eleganz mit kaum zu bändigen zu wissender Glückseligkeit des Erschmeckens allerfeinster Aromen, das Durchströmen sich wechselseitig und wider der sich als köstlichster Mittelpunkt herausstellender einfachster Genüsslichkeit getragen von einer Woge wundervoll in Erscheinung tretender Ausrufe des sich steigernden Erkostens, verführerisch umgarnt einzig und allein von sorgsam entschälter Knospe, der durch Zugabe reinen goldgelben Olivenöles und würzigem Salzes nur noch gesteigert werden konnte — verwegen!

getrieben vom verlangen

Ein zarter Hauch weiß von den Sünden der Vergangenheit, die zart umschließend die Erinnerung an Sinnliches wachhält, zu berichten, von vollkommen sich hingebender Wahrnehmbarkeit genüsslicher Leidenschaften, die bekanntlich das Einfache sind, was so schwer zu machen ist.

rote versuchung
sich entblätternde Versuchung

Die schon fortgeschrittene Lage ausnutzend kann die in der Einfachheit liegende wundervolle Oberfläche sich offenbaren, noch ganz zugeknöpft, etwas zugetrocknet, bereit sich dennoch zu öffnen, die erhaltene Pracht in Facetten sich im Munde anschmeichelnden Erkostens.

Vielfältigste Ausführung weiß zu berichten von allesamt nur eines erschmecken lassen Wollens: Wildes, scharfes Prickeln auf der Zunge, unbändiges Verlangen nach reiner die Einzigartigkeit erst auf die Höhe treibender Genüsslichkeit. Verführerisch geradezu schon erschnuppernd und doch zaghaft zurückhaltend, die Folgen schon jetzt vor Augen und dennoch begierig davon angezogen. Unruhe steigert sich in Gewissheit, die verächtende Moral weiß sich gekonnt in Szene zu setzen, der Genuss erst zu erlangen, vollständig, bei Befreiung von der andere Kost bevorzugenden Predigt.

suendige offenbarung
scharfe Verköstigungshöhepunkte, schlicht, einfach wunderbar…

Die reine Form gerne verschmähend, umso angezogener vom Zusammenspiel ergänzender Köstlichkeiten die zaghaft sich äußernde Freude, zusammengeführt erst mitsamt köstlichen goldgelben reinen Olivenöles, welches schmelzend mittelschwer auf der Zunge liegt, bebend kommt der Hochgenuss erst zur Geltung vorsichtig reibend aufgetragen auf knuspriges von Spuren heißer Berührung gezeichneten Weißbrotes, umschwärmt von prickelnden groben Meersalzes. Verzückend andauernd die überschwänglichen Rufe über solcherlei verzaubernde Kostbarkeit.

Eine verspielte Raffinesse bisweilen auch dazu gereichte Tomaten, nur nicht in dieser Zeit, in Verwickelungen nicht uninteressanter Art, die vielseitig sich gebend durchaus auch zu entzücken wissen.

Der zu verköstigenden Erschmeckung verbotenen Tuns Gewissheit verschaffend wird sich in unbändigem vom Inneren ausbreitenden Glücksgefühl überwunden Geglaubten erneut zugewandt, Widerstände, die vielfältig sich gebend, nur das Zurückdringen bezwecken, das Hinübergehen in überwunden Geglaubtes, in widrige Umstände, die Lebensfreude nur Verachtung gegenüberzusetzen weiß. Die ein Lächeln der Frohn nur bieten kann gegen ungehemmtes Erschmecken des Geheimnisvollen. Das zu erkosten, die Front der Genüsslichkeit entzweit sich hierüber, erklimmt mitnichten bebende Wonne, schreckt zurück und weiß erst beim Biss in die Ursprünglichkeit zu sich selbst zu finden. Verwegen!

blogevent aphrodisische gaumenfreuden

Kulinaria Katastrophalia reicht zum Blogevent Aphrodisische Gaumenfreuden:

Knoblauch, Olivenöl, Salz und Brot, geröstet, zärtliche Umkosungen und wilde Sehnsucht

suendige versuchung

nochnachzutragendesübrigesundratigesundleckerkönnteesauchnochwerdennurmalsonebenbeiangemerkt

nahdran tintenfisch in balsamico blattpetersilie olivenoel auf sugo an pfefferkartoffelscheiben
Blattpetersilie und Balsamico ergänzen moralische Überlassenschaften

Es war noch was da anderntags (kommt etwas nachträglich) und deshalb war es schicklich sich dem hinzuwenden, dem übervollen im Tatendrange vollgeschnippelten Kartoffelscheibenbehältnis, der kleinen TintenfischübriglassausmoralischenGründen und so wurden wiederum Pfefferkartoffelscheiben kredenzt und anwesender Besuch konnte nur murmeln das er soo leckere Kartoffeln noch nie gegessen habe, was jetzt mal so einschleimtechnisch auch nicht ganz ungeschickter Natur war, schließlich wollte er auch noch gereichten Schafskäse und schnell angefertigtes Sugo probieren, die durch Pulpo kleingeschnippelt und Stäbchengerecht in Olivenöl angebraten und mit Balsamico abgelöscht und Blattpetersilie versehen Anklänge an diese Zubereitung gab (mit den kleinen Kalamares-Tuben und diesmal weggelassenen Knoblauchstückchen schmeckt es deutlich besser in dieser Zusammensetzung). Dazu schlicht Wasser und Brot.

Bei Genussmousse ist gerade Raterunde, es wird köstlicher Speck offeriert für fröhliche Ergebnisse; angeblich sind geographische geistesblitzliche Kenntnisse von Nutzen — auch soziologisch-kulinarische Bekömmlichkeiten sind vermutlich bei dermaßen kleinen Tipps vonnöten.

Da wollen wir nicht passen. Barbaras Spielwiese wirft Literatur um sich und dies wird zum Anlass genommen aus dem Geschriebenen eine ebenso reichhaltige Raterei zu veranstalten. Diejenigen, die es zuerst schaffen, bekommen eine kulinarische Raffiniertheit von uns serviert — und damit es nicht durch Googelei allzu schnell erratbar ist wurden die Namen geändert (ganz klassisch also) und ein zeithistorisches Dokument von eben jener eingeforderten Satzstelle an hier reingesetzt. Dann mal ran: Von welcher Person ist es und wie heißt es, das Werk :D

XYZ, dem die ironische Zuspitzung des Gesprächs auf diesem Punkt nicht behagte, beschloß sofort, was er bei solchen nur leicht versteckten Herausforderungen immer tat, sein Gegenüber durch Übertreibungen ins Leere laufen zu lassen. So erwiderte er gelassen: „Natürlich. Alle 600 erhaltenen Komödien, ebenfalls die Epen, die Geschichtswerke und die Schriften zum Theater. Dannach werde ich sofort die 400 Komödien von Tirso de Molina in Angriff nehmen. Darüber hinaus habe ich aber noch weitere tausend Stücke im Auge.“

tintenfisch in balsamico blattpetersilie olivenoel auf sugo an pfefferkartoffelscheiben
Das Sugo süppte ein wenig

p.s. ehrlich gesagt ist das auch nicht von Seite 123 (so weit ist der Lesefortschritt noch nicht vorgedrungen, sondern von Seite 29, aber das ist doch auch ganz schön und so muss dem Lesedrang nicht vorgegriffen werden). Auch fraglich, ob die letzte Aussage als ein Satz oder mehrteiliges Konstrukt Verwendung finden kann. Als klärenden Ausgleich gibt es dafür aber auch noch den 4. Satz der Seite, der nicht minderer Tippgebung ist:

Er habe sie sorgfältig gelesen, ungemein interessant gefunden, in ihrer Zielsetzung grandios und erhaben, jedenfalls die tiefere Absicht der Denkschrift verstanden, und da er gebeten worden sei, eine Stellungnahme über ihren Wert und zu ihren Umsetzungsmöglichkeiten zu verfassen, bitte er seine Kollegen — er sagte jetzt tatsächlich „Kollege“, wohl um auf ihre gemeinsame Leidenschaft für spanische Kunst zu verweisen — um Entschuldigung, wenn er ihn um einige Auskünfte ersuche, die leider nun einmal notwendig seien, aber auch das Vergnügen in sich schlössen, sich mit einem Kenner klassischer spanischer Literatur unterhalten zu dürfen.

Profund anzumerken, das Allerallerbeste und geschenkliche Tippgebung

Immer dann, wenn sich so alles dem Ende zuneigt, dann wird mehr oder weniger besinnlichen Rückblicken gerne auf die Sprünge geholfen. Da passt es prima in das Konzept, dass zorra vom Kochtopf und sandra von Un Tocco di Zenzero das allerbeste, das schmackhafteste, das delikateste, das… kurzum das beste Rezept des Jahres 2007 suchen und so darf sich ungehemmt ein Rezept, welches selbstverständlich den hohen Ansprüchen Genüge tut und nur dieses, aus dem reichhaltigen Fundus ausgesucht werden, um es zur Sammlung foodblogger´s recipe collection 2007 beizusteuern. Unser erwähltes ist erratbar und sichtbar dann dort.

foodbloggers recipe collection
best recipe of 2007

Unsere Katastrophen-Highlights hingegen kommen dann Anfang nächsten Jahres wieder mal zum Zuge (vielleicht ergibt sich die Tage ja noch was angebranntes ;-)

Die Finger verbrannt hatte sich ja neulich so ein kommerzielles Portal, welches nun motivlich Schadensbegrenzung zu betreiben versucht nachdem über merkwürdige Zustände berichtetet wurde. Aber so richtig die Realitäten anerkennen dazu reicht das Durchringvermögen dann leider doch nicht.

Dabei macht sich die Präsentation allerlei leckerer und informativer Bücher durchaus bezahlt, so wie die ausnahmsweise vorgenommene kleine Empfehlung, die wir mal auf die Schnelle aussprechen nur mal so für den Fall, dass ev. noch kleinere Geschenke benötigt werden (es soll ja Leute geben, die immer alles auf die letzte Minute zu erledigen wissen — sympathische ZeitgenossInnen übrigens ;-) ).

Das Gourmet Handbuch von Udo Pini ist ein profundes Ding, dickseitig und voller Informationen zu diesem und jenen mit netten Textchen und bebilderten Veranschaulichungen, also was für die ganze Wohngemeinschaft. Zwar gibt es da ein paar kleinere Fehlerchen wie neulich nachahmend bemerkbar, als von uns nach der Lektüre voreilig die Taro als Yam abgebildet war und ein paar andere Bilder sind leicht ersichtlich auch vertauscht (bei der Masse fällt das aber auch kaum auf).
Aber obacht — nicht alles was konsumierbar ist findet sich dort wie z. Bsp. das Thema Hanf anschaulich zeigt, welches auf Hanföl reduziert wird. Dabei konnte doch bei Küchenlatein anschaulicherweise gesehen werden, was so alles mit dem Kraut so ersprießlich anzustellen ist.
Was allerdings die Empfehlung trotzdem so unschlagbar macht ist nicht nur der äußerst preisgünstige Erwerb, sondern es findet sich so wunderschön alles darin, was die angeberische Seite jedes Foodblog so zum Erblühen bringt.

gourmet handbuch
Profunde Für-den-Kochblog-geeignete-Literatur zum Angeben incl. kleinerer Fehlerteufelchen

Schließlich kann nach dem Genuss des Buches unumwunden altkluges Zeug abgeschrieben werden, um es als auf dem eigenen Mist gewachsen präsentieren zu können. Da blüht doch das Interesse auf :D Also schnell zuschlagen in der kleinen Buchhandlung eures Vertrauens.

Übrigens noch herzlichen Glückwunsch an Fragiole & Cioccolato, die für den Blogevent Topinambur mit lecker anzusehenden Zucchiniblüten das Gemüse der Wahl zuzubereiten wusste und Pasta con Topinambur, Fiori di Zucca e Mandorle kreierte.