mord und totschlag

mord und totschlag

Streitigkeiten über Wahlergebnisse enden nicht selten in handfesten Gemengenlagen. Aber auch das Vorfeld weiß spannende Unterhaltung zu liefern — schließlich erfordert die Handhabung einfachster Bestandteile auswahltechnischer Art bisweilen einiges Geschick.

Im Wahlkampf ist zum Ende hin gar ein Wahlzettel mittels eines zumeist dokumentensicher anzubringenden Kreuzchens auszufüllen. Das ist anstrengend und überfordert viele und bringt tatsächlich Regierungen dazu, auf sogenannte Wahlcomputer zu setzen. Die sind zwar von den Ergebnissen her nicht ganz echt, dafür lässt sich aber praktikabel das entsprechende Ergebnis fabrizieren.

Kein Wunder also, dass von Politikern, die auch gerne Kinder in Haftanstalten sehen würden, gerne auf solcherlei zurückgegriffen wird. Und weil solch ein Treiben bitteschön nicht beobachtet werden soll (wo kämen wir da auch hin) wurden jetzt WahlComputer-BeobachterInnen drangsaliert und von Ordnungsamtkräften aus der städtischen hessischen Gefahrenlage des beschaulichen „das Fremde“ nicht mögenden Obertshausen wegeskortiert.

Kyritz hingegen, eine kleine brandenburgische Hansestadt, verfügt eigentlich außerhalb der provinziellen Gemütlichkeit nur Bekanntheit über den angebotlichen Warenbestand der Biersorten; historisch verbürgt sich die Stadt für das Jedermannsbraurecht. Wahrzeichen ist deshalb die mit dem Konsum einhergehende Tätigkeit, die auch die Stadt veranlasst Stellenausschreibungen anzubieten.
Ob das Bier dem Geschmack wohlgesonnen ist? Alleine vom Originalitätswert her dürfte sich das Angebot eigentlich nicht lohnen. Schmeckt also wahrscheinlich. Vorliegender Bierdeckel der Brauerei Dessow zumindest war so von Entzücken ob der Werbestrategie geprägt, dass vergessen wurde ein Glas zu ordern. Beim nächsten Mal dann.

blograllye umami
Blograllye Umami

Genüsslichkeiten anderer Art wendet sich die molekularküche zu, die sich der fünften Geschmacksrichtung Umami im Birthdayjahr 2008 mit einer Blograllye widmet. Also dem, was natürlich vorkommend so lecker schmeckt und in Pulverformat nur Kopfschmerzen bereitet.
In Shiitake-Pilzen ist das Wundermittel anscheinend reichlich vorhanden. Dazu fällt uns doch bestimmt noch was ein ;-)

Unser Mandarinello-Rezept aus dem Kulinarischen Adventskalender ist zur Zeit ebenfalls in Liköransatz gebracht worden. Leider funktioniert die Kommentarfunktion bei wagwag nicht richtig, ansonsten hätten wir jetzt noch den Tipp gegeben, dass das phantastische Getränk nach zwei Wochen im Gefrierschrank durchgezogen noch viel harmonischer mundet (wenn er denn so lange hält).


3 Antworten auf “mord und totschlag”


  1. Gravatar Icon 1 Bolli 28. Januar 2008 um 16:47 Uhr

    und dreimal Kölle Alaaf!

    Mit Bier kann man mich jagen ( ähnlich wie mit Herrn Koch….), habe irgendwann einmal die Tagesproduktion einer Brauerei an Kölsch getrunken und seitdem geht gar nichts mehr…..

    Der Bierdeckel ist genial!

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 28. Januar 2008 um 20:51 Uhr

    Karneval? Ist es schon soweit :d
    Koch? Wer ist Koch? — der ist schon bald weg vom Fenster, er weiß es nur noch nicht ;-)

  3. Gravatar Icon 3 Bolli 29. Januar 2008 um 17:03 Uhr

    Ja, ab Donnerstag sind dann in Köln die Weiber los……

    Dann sollte man es ihm doch mal sagen………..Vielleicht will man ihn in Sibirien?….

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