Die Ausprobierung der Limequats stand sowieso schon länger auf der großen Kauf- und Kochliste, also zuschlagen, sichern was das Zeug hält und ganz 8 Stück wanderten in den Einkaufskorb, was im Folgenden im Ganzen besehen dann doch ein klein wenig zuviel des Guten war, aber mittels saftiger Mango und rührigem Joghurt war dann ein vorzügliches Genießen gesichert – außerdem aus gegebenem Anlass: Sponsoren

biomango dreiteilig
Mit Gerätschaften zerteilte Mangos bereichern die optische Verfügbarkeit

Gleich neben diesem quitschfidelen orangenen Kumquats lagen im Korb auch noch die mit einem Teelöffel locker zu balancierenden Limequats — die wollten doch schon immer mal verkocht werden…

… also zugegriffen, süßliches Vergnügen sollte diese Mischung aus Limette und Kumquat hervorbringen, tut sie vielleicht auch, wenn sie reif wären, denn die Vermutung liegt nahe, dass dieser saure durchaus an die Limone erinnernde Geschmack nicht das ist, was es sein könnte. Im Anschnitt ganz bekannt, auch die Verkostung der Schale erwies sich trotz nachträglicher Bearbeitung als unstatthaft, es waren einfach ganzganz kleine Limetten.

limequat groessenverhaeltnis apfel
Eigentlich ganz süß — so klein

Nicht schlimm, gibt es halt was anders als puren Genuss. Die schon länger lagernde Bio-Mango geschnappt, mehr oder minder akkurat zerteilt und mittels gutem cremig gerührtem Biojoghurt und ausgekratzten Limequatfetzchen zu einer perfekten frischen Frühstücksbeilage werden gelassen. Durch die saure Frische der kleinen grünen Teilchen ein kleiner Kick im Erschmecken. Gar nicht schlecht. Weitere Kocherfolge dann in Ausprobierung ;-)

Aus dargebotenem Anlass übrigens noch ein kleines Lied, es wird ja momentan wieder vermehrt über Werbekampagnen in Foodblogs philosophiertgebloggt, eine kleine Tafel Schokolade reicht da schon aus, schon geht es los.


Christoph & Lollo — Sponsoren

Ideale Voraussetzungen also, um sich einem Thema zu widmen, das an Wichtigkeit im Werbemaßstab zuzunehmen beliebt; im Blog nutriculinary wird gleich auf eine Veranstaltung die sich eines etwas hochtrabenden Namens bedient (fehlt nur nur der Dr. ;-) ) nun sagen wir mal mehr als nur hingewiesen: Die sogenannte „University of Fish“ von „Deutsche See“ denn die „begeistert seit fünf Jahren eine breite Hörerschaft für die unterschiedlichsten Themen aus der faszinierenden Welt der Fische und Meeresfrüchte“, so heißt es zumindest im Pressetext des Fischkonzerns.

limequat ganz auf obstjoghurt
Zur Zierde auch ohne zutatliche Beigabe gereicht die Frucht

Diskutiert wird natürlich auch über die Bedeutung von Blogs für die Werbung und die sieht mitunter in diesem Medium ja bekanntermaßen etwas anders aus, wenn der schleichende Erfolg sich einstellen soll. Neben den nur für die direkte Eigenwerbung kreierten Blogs (erfahrene Köchin zu vermieten, Insider erzählt, Kochbuchzusammenschreibung etc. pp.) hausieren natürlich die schlichten kommerziellen Angebote gerne auch im normalen Bestand.

So wird gerne darauf verzichtet oben einfach Werbung hinzuschreiben, stattdessen wird die Anpreisung im Text oder wahlweise auch Bild versteckt oder schlicht der Werbelink am Ende präsentiert nachdem beispielsweise der Schmarrn von der guten Aquakultur wiedergekäut wurde. Selbstverständlich locker-flockig und damit es ehrlicher wirkt, darf es auch gerne ein paar Gramm an kritischen Bemerkungen mehr enthalten.

limequat groessenverhaeltnis mangorest
Was bleibt…

In der gerne zum Vergleich herangezogenen Presse wird derlei Schleichwerbung zwar mitunter auch so gehandhabt, angesehen ist es deshalb damit noch lange nicht wie der Presserat immer wieder feststellen muss.

Der Ehrenkodex, seine LeserInnen nicht hinters Licht zu führen, sollte in Blogs — gerade bei dem immer wieder gerne propagierten Gleichstand des Niveaus — deshalb eigentlich auf der Tagesordnung stehen. Vielleicht benötigt die Foodblogosphäre auch so ein Kontrollgremium?

Die Kritik an derlei ist ja schon länger bekannt — Wie mit Foodblogs Geld gemacht wird und Volle Mischung Werbilade für wenig Cents machen es deutlicher.


8 Antworten auf “Die Ausprobierung der Limequats stand sowieso schon länger auf der großen Kauf- und Kochliste, also zuschlagen, sichern was das Zeug hält und ganz 8 Stück wanderten in den Einkaufskorb, was im Folgenden im Ganzen besehen dann doch ein klein wenig zuviel des Guten war, aber mittels saftiger Mango und rührigem Joghurt war dann ein vorzügliches Genießen gesichert – außerdem aus gegebenem Anlass: Sponsoren”


  1. Gravatar Icon 1 Kormoranflug 27. März 2011 um 16:12 Uhr

    Sponsoren fehlen mir auch, mit und ohne Limequats, Mangos, Aquaf(r)ische. Wie groß werden die Fische bei dem leckeren ATOM-Wasser?
    Danke für die Ein-und Ausblicke. Tom

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 27. März 2011 um 16:33 Uhr

    @Kormoranflug
    Das sind nichts als Gerüchte mit den Riesenfischen, was aber versichert werden kann ist, dass eine Antibiotikazugabe nahezu ausgeschlossen ist, natürlich gibt es wie im richtigen Leben einige Unfälle.

  3. Gravatar Icon 3 Bolliskitchen 27. März 2011 um 19:01 Uhr

    keine Limequats zur Hand, sonst aber alles auf einer Linie!

    Ich weiss nicht was schlimmer ist, offensichtlich werben, oder so verdeckt wie in Euren Beispielen.

  4. Gravatar Icon 4 lamiacucina 27. März 2011 um 19:34 Uhr

    mir gefällt der Apfel.

  5. Gravatar Icon 5 Bolliskitchen 27. März 2011 um 21:05 Uhr

    hier die Stasi/ Kgb Liste der Firma, da wird’s einem schlecht:

    http://www.myswisschocolate.ch/blog/wp-content/uploads/2011/03/Blogaktion-msc-220320117.pdf

  6. Gravatar Icon 6 kulinariakatastrophalia 27. März 2011 um 22:08 Uhr

    @Bolli
    Leider immer häufiger anzutreffen :( und manchmal leider auch nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ärgerlich wird es dann wenn jemand nicht offenlegt, ob er Vorteile durch die Werbeaktionen hat.
    Mit Spannung wird übrigens erwartet, ob die betreffenden Blogs in den nächsten Wochen und Monaten nochmal Werbung durch Präsentierung der Schokoladen machen werden und ob in den darauffolgenden Monaten dann auch durch die betreffende Firma die so gesammelten Adressen für die nächste Werbeaktion missbraucht werden.

    @lamiacucina
    Der ist nicht schlecht, gell (kam in die zweite Fuhre Yoghurt rein):D

  7. Gravatar Icon 7 Bolliskitchen 28. März 2011 um 8:29 Uhr

    wer wird denn dann schon so ehrlich sein, und es zugeben!

  8. Gravatar Icon 8 kulinariakatastrophalia 28. März 2011 um 14:57 Uhr

    @Bolli
    Peinlich wird es da, wenn mit Sätzen (Kommentare unbedingt mal lesen), dass Werbung da aufhören müsse, wo damit auf den Inhalt Einfluss genommen werde, suggeriert wird, dass das bei einem selber natürlich nicht der Fall sei.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.