Der Handhabbarkeit geschuldeter Flammkuchen erwies sich den Bedürfnissen mehr als gerecht — das lag aber auch an fulminanten Zwiebelvorräten, immerhin aus drei Sorten bestehend, und ebenfalls dreifach strukturiert sich gebender Schinken mit Speck, kleingeschnippelt (vorgesehene Birne ward vergessen)

Der Arbeitsüberlastung und anderweitigen Aufenthalt war das Mahl geschuldet, einfach zu bewerkstelligen in zeitlicher Hinsicht und unter aufopferungsvoller Hingabe der vorrätigen Nahrungsmittel, die geduldig wochenlang auf die Fertigung harrten.

Ganz klar, alles war da, um sich auch mal an einen Flammkuchen zu wagen; bei Sammelhamster war doch neulich einer, natürlich kein Rezept dabei (muss sich erst laaaang durchgeklickt werden ;-) ), Hah! Hefe! Hefe war nicht da, also Suchen in den Weiten des Internet. Die Mestolo.Version sieht sehr lecker aus, hat aber ebenfalls besagte Zutat, das Rezept bei Küchenzaubereien kommt auch nicht ohne aus, ebenso Bolli oder missboulette.

Flammkuchen zu tisch
Flammkuchen und Federweißer

Schließlich bei Kk =Kegala kocht fündig geworden — dabei weiß doch jedeR, dass kk kulinaria katastrophalia heißt ;-)

Prima, Mehl, Salz, Wasser, Olivenöl, genau so wurde sich das vorgestellt — sollte das traute sich langsam aufzuwärmen zu beliebende Heim nicht mehr verlassen werden :D

Rezeptlich war zwar noch Dinkelmehl vorgesehen, aber da wollten wir nicht so kleinlich sein, stattdessen wurde das Wasser durch hübsch sprudelndes Mineralwasser ersetzt (soll auch locker machen).

Ging dann auch ganz einfach, Mehl mit Wasserzugabe, so nach und nach, versetzt und in 5 Minuten geknetet, zwischendurch Olivenöl und Salz mit ran; wenn der Teig nicht mehr klebt und nicht zu wässrig ist, ab für 30 Minuten in den Kühlschrank und derweil Zwiebeln, rot, weiß, Gemüse, geschält und kleingeschnitten, ebenso die drei Schinkenspeckreste.

Flammkuchen
Erste sich rechlich bedeckt gebende Fuhre

Für den Belag Crème fraîche mit Pfeffer, Salz, Thymian und etwas Sahne verrührt und auf den ausgewalzten dünnen Teigfladen aufgebracht, Zwiebeln und Schinken kurz angebraten und ebenfalls mit hinzu, ein Klacks noch oben drauf stellenweise und ab in den vorgeheizten Ofen für 20-25 Minuten (Stufe 3-4 Gas).

Die erste Fuhre mit verquatschten 30 Minuten erwies sich als ein paar Minuten zu lang, die zweite genauer beobachtete Ofenware war genau richtig, weich mit beginnender Härte, der Belag noch nicht vollends verkohlt ;-) schmeckte gut, Belegung etwas zu reichhaltig und war aber irgendwie auch noch als verbesserungswürdig erachtet worden. Zwiebeln vielleicht beim nächsten Mal nicht anbraten? Irgendwelche gewürzlichen Beigaben eventuell noch (eine kleine rosmarinbelegte Ecke passte gar nicht) oder doch ein wenig Dinkelmehl zum Teig für etwas kräftigeren Geschmack?

Wird in Bälde ausprobiert, der obligatorische Federweißer muss ja irgendwie weg :-) und da die Sichtung der verpassten Foodblogs mindestens zwei Tage in Anspruch nehmen dürfte, ist die Versorgung derweil gesichert ;-)


8 Antworten auf “Der Handhabbarkeit geschuldeter Flammkuchen erwies sich den Bedürfnissen mehr als gerecht — das lag aber auch an fulminanten Zwiebelvorräten, immerhin aus drei Sorten bestehend, und ebenfalls dreifach strukturiert sich gebender Schinken mit Speck, kleingeschnippelt (vorgesehene Birne ward vergessen)”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 18. Oktober 2010 um 20:38 Uhr

    Na also, geht doch auch ohne Rezept :d

  2. Gravatar Icon 2 Bolliskitchen 19. Oktober 2010 um 7:20 Uhr

    Ich habe Hefe immer eingefroren, klappt gut.

    Schade um die arme Birne….

  3. Gravatar Icon 3 Wolf 19. Oktober 2010 um 11:23 Uhr

    Wasser, Mehl und Öl? Das klingt mehr nach einem Pfannkuchen :-)

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 19. Oktober 2010 um 16:16 Uhr

    @sammelhamster
    :)>- Es geht immer ohne Rezept :D

    @Bolli
    Die Birnen kommen auch noch dran. Hefe einfrieren wäre die Idee! :-)

    @Wolf
    Nach Nudelteig sogar! Klappt aber formidabel :)

  5. Gravatar Icon 5 Barbara 19. Oktober 2010 um 20:15 Uhr

    Zu Federweißem passt auch Zwiebelkuchen – als Alternative. :-)

    :d

  6. Gravatar Icon 6 kulinariakatastrophalia 20. Oktober 2010 um 13:22 Uhr

    @Barbara
    Da bricht nur der Streit aus ob es nun Mürbeteig oder Hefeteig ist ;-)

  7. Gravatar Icon 7 missboulette 20. Oktober 2010 um 20:27 Uhr

    Es muss nicht immer Hefe sein, auch bei mir ;-)
    Wenn es mal schnell gehen muss nehme ich auch 400g Mehl, etwas Salz, 2 EL Olivenöl und 200-220 ml Wasser.
    Hätte ich jetzt auch gern mit viel Federweißer!

  8. Gravatar Icon 8 kulinariakatastrophalia 21. Oktober 2010 um 0:30 Uhr

    @missboulette
    Wir haben das ja frei aus der Hand geschüttelt, war wohl mehr Mehl im Verhältnis, uf jeden Fall mehr Olivenöl :-)

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