Die dippliche Verständigung (zweites Ergebnisbild auf Grund überwältigender Weißheit furchtbar so gar nicht fotogen, daher Filmtipp), der Ausprobierung anheimgefallen aus Part 1 und die Vervollständigung geschmacklicher Nuancen und siehe da — es klappt doch irgendwie (mal wieder ein Rezept)

walnuesse kurz gekocht
Die ganz links ist schon mal handabgeschrabbelt

Zwar ist die leichte Erfolglosigkeit in gewürzlicher Richtung munter überwunden worden durch vielerlei Ausprobierungskünste, aber leider geht damit auch die Vervielfältigung des Einsatzes kulinarischer Bestandteile in Form immenser Mengen von Walnussdips und -saucen einher.

kurz gekochte walnuss gepresst
Mit 1-2 Minuten Kochzeit presst es sich schwer (dafür frisch-nussiger)

Die letzte war eine Ricotta-Walnuss-Tomaten-Mischung und mundet zu jeder Nachtzeit formidabel, die jetzige ist für den Tag angelegt und wurde einfach mal aus den Kochkünsten anderweitiger Naturbegabungen okkupiert; daher stammt auch die phantastische Idee, die vielen durch geriffelte Oberfläche achtsam auf ihre Hülle achtenden Walnüsschen nicht mehr mühsam mit der zeitintensiven Kochendes-Wasser-und-dann-Pell-ab-Methode zu traktieren, sondern auf eine wesentlich einfachere zu setzen, die für die spätere Verwendung optimal geeignet ist.

lang gekochte walnuesse gepresst ohne haut
Weiche Konsistenz — Pressung mit/ohne Haut nach 20 Minuten

Für den Walnuss-Dip wurden eh gekochte Exemplare benötigt, die zerkleinert gehörten, warum dann nicht der Einfachheit halber die Nuss aus der inneren Schale pressen? Das funktioniert mit Knoblauchzehen und der richtigen Presse wunderbar, also passt das auch hier (mit Ingwer soll das auch gehen).

Walnüsse in kochendem Wasser so 20 Minuten gekocht, dann abtropfen lassen und schwubbs durch das Sieb der Knoblauchpresse gepresst, der mitgelieferte Siebdurchpressplastikstutzen leistete das erste Mal seine Hilfe (Walnusshaut pappt doch mehr) und dann nach ein paar Durchgängen die feine Nusspaste (zugegeben mit kleineren Anteilen Umhüllung noch) mit etwas Milch rührend aufkochen und später dann mit Creme Fraiche, Pfeffer und Salz versetzen und am besten eine Nacht durchziehen lassen.

walnusswürmerl
Walnusswürmerl

Passt mit dezent nussig-cremig schmeckender Eleganz zu eigentlich fast allem (muss es auch bei den Massen, die gefertigt worden sind ;-) )

Zutaten:

Walnüsse,
Milch,
Crème fraîche,
Pfeffer,
Salz

Zubereitung:

Walnüsse kochen, pressen, mit Milch aufkochen, mit Crème fraîche versetzen, einziehen lassen, dippen, fertig!

…und weil der Dip so schön weiß ist, ist die Kamera nicht foodblog-kompatibel am Werke gewesen, deshalb ist derweil kurzweilige Unterhaltung angesagt: ein netter kleiner Film aus dem letzten Jahr zur Empfehlung, der durch charmant aneinandergereihte bisweilen ausgeleierte Gags gerade deshalb zu überzeugen weiß (alle, die auf tanzende Mäuse abonniert sind — reingehen!):


Micmacs — in kleinen Kinos läuft der Film noch


7 Antworten auf “Die dippliche Verständigung (zweites Ergebnisbild auf Grund überwältigender Weißheit furchtbar so gar nicht fotogen, daher Filmtipp), der Ausprobierung anheimgefallen aus Part 1 und die Vervollständigung geschmacklicher Nuancen und siehe da — es klappt doch irgendwie (mal wieder ein Rezept)”


  1. Gravatar Icon 1 Bolliskitchen 23. September 2010 um 7:13 Uhr

    eine verdammt gute Idee mit der Knobipresse!

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 23. September 2010 um 23:20 Uhr

    @Bolli
    Gell :d Die Haut der Walnüsse zu entfernen ist damit soooo leicht :d/ , das Herauspulen der Haut aus der Presse ist noch etwas aufwändig, aber mit etwas Routine beim Kochenm leicht zu bewerkstelligen.

  3. Gravatar Icon 3 Erich 24. September 2010 um 22:57 Uhr

    Noch nie gemacht, trotz vieler eigener Baumnüsse, könnte sehr gut sein, muss gemacht werden, sobald die Nüsse fallen. Zuerst dachte ich, das wäre nichts für mich, die pellerei, dann beruhigt, da schon gedacht who cares, da die Häutchen aber anscheinend drin bleiben in der Presse ist das Problem gar keines mehr.

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 29. September 2010 um 0:50 Uhr

    @Erich
    Solange die Nüsse innen drin nicht schwarz sind kann es nur ein Vergnügen werden!

  5. Gravatar Icon 5 Kormoranflug 29. September 2010 um 20:46 Uhr

    eine ganz liebevolle Behandlung der Walnüsse, da schmecken die bestimmt ganz sooft. Ja, früher hatte ich so eine Art Presse mit einer Reibe-Scheibe darunter, dann wurde an einer Kurbel gedreht.

  6. Gravatar Icon 6 Schnick Schnack Schnuck 06. Oktober 2010 um 7:14 Uhr

    Gut getrickst ist halb gekocht. Damit könnte die Knoblauchpresse eine Renaissance erleben, denn hier wird der Knollige an sich ja nur noch geschnibbelt.

  7. Gravatar Icon 7 kulinariakatastrophalia 10. Oktober 2010 um 17:12 Uhr

    @Kormoranflug
    Ja, ganz weich-cremig, die Reibescheibe versorgt dann aber wahrscheinlich auch die Haut ;-)

    @Schnick Schnack Schnuck
    Nur noch geschnibbelt :o Warum das denn? Etwa reingefallen auf neue Modeerscheinungen :p

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