Transportabel durchaus und dann eben scheinbar erschlafft mit durchdringender typischer Note — Wildendivien mit allerbestem Olivenöl

wildendivie leuchtend
Der Heiligenschein ist gleich gratis bei diesem Paradiesgewächs

Die Wildendivie erweist sich auch nach mehrstündiger Transportierung durchaus noch den feinen Geschmacksnerven als ansprechende Nahrungsquelle andienbar. Zuvor nur noch ein paar mitgereiste Käfer und Erdbrocken abschütteln, versuchen bei Nachtlicht ein paar formidable Fotos hinzukriegen und dann zur simplen Tat schreiten.

wildendivie etwas abgelagert
Der Riesenlöwenzahn wird ab und an im türkischen Gemüsehandel vorrätig gehalten (der hier schmeckt aber deutlich besser)

Wasser kochen, derweil etwas härtere Stiele abschneiden (für einen späteren Dip etwa ;-) ) und ab ins kochende Wasser für ein paar Minuten, rausholen und abtropfen lassen, wirklich allerbestes kräftiges Bio-Olivenöl in einem ordentlichen Schwubbs rübergeben, salzen und pfeffern und Zitrone nicht vergessen — und fertig ist die leckere durchaus bitter auftretende Speise. Brot und Schafskäse dazu. Besser geht es nicht :-)

wilde endivien mit olivenoel

Will jemand ein paar Samen haben? Einfach melden und im nächsten Jahr blüht das Paradies im Garten ;-)


7 Antworten auf “Transportabel durchaus und dann eben scheinbar erschlafft mit durchdringender typischer Note — Wildendivien mit allerbestem Olivenöl”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 10. September 2010 um 20:46 Uhr

    Ist das Gewächs pflegeleicht?
    Wenn es ohne Gießen und Düngen leben kann wäre es etwas für meinen Garten :d

  2. Gravatar Icon 2 Erich 11. September 2010 um 9:55 Uhr

    Öfter gesehen beim Türken, aber nie anzukaufen getraut nach nicht überwältigendem Genuss beim Verzehr von gedämpften selber in der Wiese ausgestochenem Löwenzahn, auch gedacht die Bitterkeit gehe proportional mit der Grösse. Ein einfaches Mahl, dieses Kraut mit Brot, für mich dazu vielleicht noch einige Scheibchen Salami, werde ich daran denken bei dessen Anblick nächstes mal bei Fatma Güsel.

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 11. September 2010 um 18:54 Uhr

    @sammelhamster
    Als echte Wildpflanze genügt ein Tropfen Wasser ;-) Für eine reichhaltige Ernte ist gelegentliches Wässern allerdings unabdingbar :o

    @Erich
    Schmeckt schon anders als Löwenzahn, ist auch angenehm bitterer und fester von der Blattstruktur her als ein feiner Salat wie Löwenzahn.
    Beim Löwenzahn müssen zuvor die alten Blätter radikal abgeschnitten abgeschnitten werden, die dann nachwachsenden sind viel feiner vom Geschmack her — also genau richtig zum Essen, genauso funktioniert es dann auch bei der Wild-Endivie :-)

  4. Gravatar Icon 4 Wolf 13. September 2010 um 12:41 Uhr

    Ich seh schon unsere Schnecken jubeln!

  5. Gravatar Icon 5 Jutta Lorbeerkrone 13. September 2010 um 16:08 Uhr

    Oh Gott, das sieht ja aus wie Cicoria, Wildindivie? Ich dachte auf deutsch hiesse es auch Wegwarte…hmmm…ist der Geschmack sehr sehr bitter? Dann ist es naemlich Cicoria.

  6. Gravatar Icon 6 Kormoranflug 13. September 2010 um 18:32 Uhr

    Wunderbar bitteres Löwenzahngemüse. Als Kind musste ich immer Löwenzahn und Brennesseln sammeln und konnte beides nicht leiden. Aber der Geschmack ändert sich und die Cicoria mit Spagetti in Italien schmecken auch.

  7. Gravatar Icon 7 kulinariakatastrophalia 13. September 2010 um 19:12 Uhr

    @Wolf
    Schnecken sind dann die Beilage :D

    @Jutta Lorbeerkrone
    Auf jeden Fall mit der Wegwarte verwandt, Blüte ist ähnlich, der Wuchs aber anders und natürlich ist es bittergesund ;-)

    @Kormoranflug
    Weil es nicht die zarten Nachwuchsblätter waren — da haben wir es ja wieder :-?

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