Ein Video der australischen Industriegewerkschaft (ETU) — „What have the unions ever done for us?“
Am 1.Mai geht es raus auf die Straße. Das, was in Griechenland vorexerziert wird, die Kürzungen bei den Löhnen, im Sozialbereich, bei den Renten, den Studierendenunterstützungen wird bald in den anderen Ländern der EU — selbstverständlich mit Hinweis auf die Lage — ebenso losgehen, nur bei denen, die verantwortlich sind, wird die schützende Hand des Staates Sorge tragen für das Wohlergehen. Da heißt es rechtzeitig Stellung zu beziehen.
Und auch die Nazis wollen marschieren, in Berlin durch den Bezirk Pankow, der SPD-Linkspartei-Senat bringt sich in Stellung, seit Wochen hetzen die Medien gegen AntifaschistInnen, schreiben sich Krawalle, Terror und dergleichen herbei.
Der Innensenator (SPD), immerhin ein Jurist, meint Blockaden seien „Gewalt und damit eine Straftat“, diktiert das der sogenannten Berliner Qualitätspresse in die Druckfahne, wohlwissend das das Bundesverfassungsgericht schon vor etlichen Jahren deutlich gemacht hat, dass dies bei Blockaden eben nicht der Fall ist, denn wer sich hinsetzt übt per se keine Tätigkeit aus.

1. Mai – nazifrei
Die Berliner Zeitung, die jetzt auch die Frankfurter Rundschau mit Artikeln beliefert, hakt nicht nach, zu ergeben ist der Staatsjournalismus, als dass das Wort eines Senators angezweifelt würde.
Mit exellentem Nichtwissen wird preussisches Obrigkeitsdenken in die Artikel gepackt, über eine der zahlreichen Demos wird (vermutlich sogar wider besseren Wissens) geschrieben, dass sie noch nie außerhalb Kreuzbergs stattgefunden hätte, Recherche? Nicht nötig.
„Genehmigt ist die Strecke noch nicht, hieß es bei der Polizei“ wird berichtet; zwar brauchen Demonstrationen in der BRD nicht genehmigt zu werden, sie sind grundsätzlich erlaubt nach Art. 8 des Grundgesetzes, aber wenn es die Polizei sagt, muss es stimmen.
Und weil Hetze so schön ist, titelt es sich auch gut mit „EXTREMISTEN Linksautonome machen’s wie die Taliban“. Wohlgesagt, das ist die Berichterstattung des um journalistische Sorgfalt bemühten DuMont-Schauberg-Verlagskonsortiums.
Der Innensenator ruft derweil auf, nicht an den Demonstrationen des DGB teilzunehmen, sondern stattdessen Tanzen zu gehen.
Die Freude werden wir ihm nicht machen — Heraus zum 1. Mai!
Ich danke Dir wirklich sehr für diesen Beitrag!
lg
Das es da oben auch so wild werden koennte wie hier ist schon ziemlich betruebend.
@Arthurs Tochter
Aber bitte
@Jutta Lorbeerkrone
In Dresden waren die Neonazis zu Tausenden aufmarschiert, konnten aber erfolgreich durch Blockaden gehindert werden, die AntifaschistInnen werden allerdings jetzt durch die Staatsanwaltschaft mit Verfahren überzogen.