Das Wagnis der Orderung feinster Kaninchenleber ist in den Anfängen der ersten feinen Kräuterzöglinge ein eigentlich gar unschwierig Unterfangen — dennoch Härten

Im Frühjahr schmeckt Kaninchen besonders gut, die ersten grünen Blätter, Kräuter und was die Karnickel sonst noch so zu verspeisen pflegen sorgen für beste Geschmacksnuancen, den Rest des Jahres ist die Qualität schwankend.
Um sich der absoluten Genüsslichkeit von Kaninchenleber mit Bärlauch und Birnenspalten in einer Schokoladenweinsauce hinzugeben, wurde extra viel geordert und auch wenn die Birnen noch nicht zu aller Zufriedenheit reif waren, so war doch Bärlauch vorhanden.
Und dieser machte sichja immer sowas von passend zur Leber (die Verwendung von Hühnerleber ist bereits erfolgreich erprobt); das Rezept kinderleicht und vor allen Dingen schnell nachzukochen.

kaninchenleberschokiweinbirnebaerlauch
Die Zartheit ist weiter zu erproben, der Rest ist daraus folgende köstliche Genüsslichkeit

Die fruchtigen Birnen waren leider noch etwas härter (Vorratshaltung für dieses Rezept unbedingt daher angeraten), überreife Exemplare eignen sich am besten und der Wein kein vorgesehener, aber dennoch tauglich. Einzig die Leber wollte nicht die allerfeinste Zartheit aus sich rausholen lassen, zu fest ward sie, ein Umstand, der mit Genuss von Wein zu überdecken gesucht wurde.

War sie nun zu alt, eventuell tiefgefroren und aufgetaut, aus zu wenig mit Frischfutter bedachter Haltung oder kam das Salz einen Tick zu früh an die Sauce? Es ist bei der nächsten Orderung zu überprüfen, dann wird am besten gleich ein ganzes Kaninchen erworben und die Kaninchenleber selber herausgeschnitten.

Trotzdem eine gute Abend-Speisung, die sich nur vervollkommnen lässt ;-)

Zum Thema Kommentare in Foodblogs hat sich ja seit einigen Tagen eine interessante Diskussion bei Houdini entwickelt (wobei richtig „diskutiert“ wird ja nicht, zumindest nicht zwischen allen), die meisten haben es wahrscheinlich schon längst entdeckt, das war ja bisweilen auch schon mal in anderen Blogs ein Gesprächsthema.

Interessant an der Thematik ist u.a. die Frage, ob es in Foodblogs allzu mild mit der Kommentierung (und daher langweilig?) zugeht und ob es nur ein Gegenseitigkeitsverhältnis ist, welches zum Tragen kommt.


4 Antworten auf “Das Wagnis der Orderung feinster Kaninchenleber ist in den Anfängen der ersten feinen Kräuterzöglinge ein eigentlich gar unschwierig Unterfangen — dennoch Härten”


  1. Gravatar Icon 1 rike 21. April 2010 um 22:19 Uhr

    Ich will mich jetzt nicht wiederholen, ausführliches Kommentieren erfordert Zeit, Lesen, manchmal nachdenken. Habe 1x negativ kommentiert, nicht das Rezept nur die Jahreszeit, bekam kollektive Haue der nachfolenden Leser inkl. Autor. Denke mir jetzt meinen Teil und lese manche Blogs eben seltener.
    Was ich schon beim Titel wissen wollte: Wie schmecken die Kanickerl-Lebern? sind die empfindlich, was zu langes Braten betrifft? Hatte damit letzthin Pech mit Hühnerleber, „Notfall“ der Kinder. War bockelhart… Dabei nur 3 Minuten vernachlässigt.

  2. Gravatar Icon 2 Schnick Schnack Schnuck 22. April 2010 um 8:15 Uhr

    Diese Diskussion ist mir irgendwie fremd. Wenn ich Lust habe, blogge ich, wenn nicht eben nicht. Ebenso halte ich es mit den Kommentaren und auch wenn dabei nur ein zustimmendes Grunzen käme, meine ich das in eben jenem Moment genau so. Weltbewegend? Meine Güte, damit rechnete ich bei diesem Unterfangen sicher nicht. Warum auch?

  3. Gravatar Icon 3 Wolf 22. April 2010 um 10:30 Uhr

    Wenn ich hier ein Kanninchen servieren würde, könnte ich das gleich zu meiner eigenen Henkersmahlzeit erklären, bevor sie mir mit meinem stumpfsten Messer das Fell über die Ohren ziehen…
    Leber wird übrigens dann zu hart, wenn entweder das Tier oder die Leber an sich zu alt waren. Frische Leber muss man schon sehr lange braten, bis sie hart wird. Außerdem soll man Leber erst nach dem Braten salzen, sagt man, und ich mach es immer so.

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 23. April 2010 um 14:37 Uhr

    @rike
    Texte, Rezepte und Kommentare werden immer wieder gerne gelesen, auch nicht unbedingt zustimmende (bei bestimmten Themen allerdings auch manchmal mit Missmut ;-) ).
    Besonders Kommentare, die auch mal spielerisch mit Text und Kommentarfunktion umgehen, sind gerne gesehen :)>-

    Kaninchenleber und Hühnchenleber trennen Welten. Der Geschmack bei Kaninchenleber weist nur einen leichten Lebergeschmack auf und selbst Personen mit der Leber ansonsten nicht so zugeneigter Essgewohnheiten sind immer wieder begeistert. Im Vergelich zur Hühnerleber ist natürlich auch mehr dran und es ist saftiger.

    Bratzeit sollte nur im Öl 3 Minuten (es kommt auch auf die Menge an, die in der Pfanne ist) möglichst nicht überschreiten, bei Hinzugabe von Weißwein kann es beispeilsweise auch ein paar Minuten länger dauern. Wichtig vor allen Dingen — Temperatur später unbedingt im niedrigeren Bereich halten, sonst wird es zu hart.

    @Schnick Schnack Schnuck
    Bei Kuchen, Backwerk und dergleichen wird äußerst selten kommentiert, liegt uns nicht, machen wir selber auch kaum in der Küche.
    Kommenatare sind natürlich nichts weltbewegendes, aber mitunter auch eine Bereicherung — sowohl in inhaltlicher, als auch leider viel zu selten erheiternder Art und Weise :)

    und ps es macht auch Spaß, süchtigerweise

    @Wolf
    Und wenn es getarnt würde — beispielsweise als Ziegleinleber :d
    Salz kommt auch bei uns erst ganz zum Schluss mit rein, bei guter Kaninchenleber egentlich auch gar nicht nötig; das mit dem Alter ist es wahrscheinlich, beim nächsten Mal wird mehr darauf geachtet.

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