Die sich kleinschruppend einer ersten Vertestung unterziehende nun wirklich nicht nach Austern mundende Haferwurzel ward nach Umgarnung mit Olivenöle, Bärlauch und Serranoschinken charmant umwickelnder Natur und auch die Schrubbtechnik erhob sich ungemein über herkömmliche Fertigungsweisen (Wurzelbrecher)

Diese Wurzeln, die anderenorts sich beflissener Beliebtheit erfreuen, waren der neue dekorative Inhalt der auf einem Markte ausgestellten Gemüsekiste, und sofort wurden ein paar geordert. Und siehe da, sollen schmackhaft sein, gar nach Austern schmecken und Flecken wie bei Schwarzwurzeln hinterlassen (wird jedenfalls behauptet).

Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und unter Wasser die zahlreichen Wurzelverästelungen großzügig beseitigt und die Haferwurzeln in Form gebracht für eine erste Probeverkostung, die dann auch gleich als gelungener Start in Restmengenverwertung gleicher Art und Güte mündete.

haferwurzeln
Anratend probiertabel — Haferwurzeln

Die großzügig und rasch geteilte Haferwurzel wurde in einer normalen Menge Olivenöl sanft gebraten (nicht zu lang — trocknet sonst aus) und immer wieder neugierig betrachend einer zarten beginnenden Bräunung ausgesetzt (nach Schrubbung war sie nämlich wieder relativ weiß), sodann probiert und siehe da — schmeckt angenehm nussig-knackigleicht.
Was passt dazu war die Frage und im Blick auf die kleine frisch georderte Auswahl wurde die erste Überlegung einer sanften Weinschmorung mit anschließender Parmesanüberbackung für spätere Ausprobierei aufgehoben was nun zu einer genialen Mischung führte.

haferwurzeln gebraten
Auch gebraten schon anknabberfähig (roh etwas zu hart)

Frische Bärlauchblätter (zwei Lagen mindestens) wurden um die Haferwurzel gewickelt und dann mit köstlichem Serrano-Schinken umschlungen und kurz in der Pfanne nochmals auf kleiner Flamme gebraten.

Super kleine Speisung, als Tapas-Bereicherung eine geeignete Ergänzung zum sonstigen Einerlei, der nussige Geschmack harmoniert nämlich durch den immer noch frisch gebliebene Bärlauch, der auch nicht unangenehm in den Vordergrund drängt, hervorragend mit dem Geschmack des Serrano-Schinkens.

Mit ein wenig mehr an Abendsonne wäre auch ein nicht so unterkühlter Bildton zu sehen, aber die Bestände sind für Tageslichtdokumentationen unerreichbar schon verspeist. Für baldige weitere Ausprobierei wird alsbald das Sortiment leergekauft.
Wir nennen die kleine Vorspeise respektive Verweilspeisenbestandteil mal um neumodische Anklänge zu vermieden schlicht Wurzelbrecher, vielleicht kommt das in passender Verpackung bald auf den Snackmarkt :D

haferwurzeln baerlauch und serranoschinken
Wurzelbruch in angenehm aufmerksamen Umfeld

Und um die ganz eigene Welt der Blogsport-Blogs noch ein bissl mehr zu verwolken dann doch noch zwei kleine links als leichte Häppchen — zwar schon ein alter Hut, und auch schön zu wissen, dass es potatis och tzatiki zu Abend gab, aber irgendwie muss es doch zu schaffen sein, dass diese Wolke sich fett in den Himmel reinzieht =:)


5 Antworten auf “Die sich kleinschruppend einer ersten Vertestung unterziehende nun wirklich nicht nach Austern mundende Haferwurzel ward nach Umgarnung mit Olivenöle, Bärlauch und Serranoschinken charmant umwickelnder Natur und auch die Schrubbtechnik erhob sich ungemein über herkömmliche Fertigungsweisen (Wurzelbrecher)”


  1. Gravatar Icon 1 lamiacucina 17. April 2010 um 6:47 Uhr

    Das Rezept wäre mal da, nun müssten nur noch Haferwurzeln gefunden werden.

  2. Gravatar Icon 2 sammelhamster 17. April 2010 um 20:15 Uhr

    Besser!
    Möhrchenwickel kenne ich schon und mag ich nicht, aber Haferwickel sind perfekt :)>-

  3. Gravatar Icon 3 Wolf 18. April 2010 um 12:40 Uhr

    Haferwurzeln hab ich noch nie gesehen. Klingt spannend.

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 18. April 2010 um 23:38 Uhr

    @lamiacucina
    In jeder gut sortierten Marktgemüsekiste ;-)

    @sammelhamster
    Haferwickel :-? hmm vielleicht doch die bessere Bezeichnung

    @Wolf
    Die Blätter sollen auch essbar sein :)>-

  1. 1 Die Hingabe an die Lagerhaltung auskostend, die Fischbärlauchwickel entwickelnd und dies auch noch durchdrungen von der Idee, den vorrätigen Schinken einbeziehend zu umwickelnder Formgebung in vorzügliche Gestaltung zu bringen (letztumrankt gesch Pingback am 06. Mai 2010 um 2:55 Uhr
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