Archiv für März 2010

Verzagend zu betrachten: Blütenschwämme in Blumenmusterkübelplastiktäschchen und die Überlegung doch tatsächlich mal ein Exemplar zu benutzen

schwammsuche
Wiederentdeckung

Diese kleinen Mitbringsel sind doch immer apart und weisen der Küche Schmuck allerhöchste Ehre. Gerade eben, als der Nichtdekoschwamm sich zerpflückte, war der Blick mal wieder gefällig, aber dann abgelassen, irgendwo muss doch noch ein richtiges Exemplar aufzutreiben sein.


Sandschwemme

Wahrscheinlich kennen das Video mal wieder alle Leute und wir sind die letzten, die es noch nicht gesehen haben. Trotzdem wunderschöner Sehsandschmaus [via Students in the Union]

Dekorativ, das — rundlich abstimmend bestückend überaus entzückend

kartoffel linsen karotten suppe eingedickt
Kartoffel-Karotten-Linsen-Suppe dickt ein — schmeckt dann besser

Ab und an müssen die Restbestände raus, alles wird versammelt und dann wird auf Zuruf entschieden alles mögliche der Kochkunst anheimzustellen. Suppentage sind ja eher selten (andere feiern das ja geradezu frenetisch), also warum nicht mal wieder, die Kartoffelreste aus hart- und überwiegend weichkochenden Exemplaren schnell geschnippelt in kleine Stücke, derweil Zwiebelwürfelchen angebraten mit Würfelgemüse aus Sellerie (ausnahmsweise in Gebrauch), Lauch, Petersilienwurzel, Karotten, Petersilie und Dill, die Stiele klein. Dann mit zusätzlichem Olivenöl versehen noch ein Suppenstück Bio-Rind kräftig angebraten und mit Wasser erst schmorend und dann köchelnd aufgegossen noch ein paar Stündchen weiter blubbern gelassen.

dekorativ bestückend rund
Nur echt mit Randlinse

Zwischendurch die Kartoffelstückchen hinzu und später noch ein paar zusätzliche Möhrchen. Gewürzlich ständig nachgebessert mit Pfeffer, Salz, frischen Lorbeerblättern. Aber irgendwie fehlte dem Fleisch der Geschmack, der hätte abgegeben werden sollen, das hätte komplett weggelassen werden können, schmeckte nach gar nichts, stammte aus einem Biosupermarkt und irgendwie kam auch die Erinnerung hoch, dass in den letzten Jahren eigentlich dort nie ein geschmackvolles Produkt erworben wurde.

Nachgewürzt mit Langem Pfeffer und beschlossen noch Linsen zuzugeben, die Kartoffeln hatten sich größtenteils schon zerkocht. Champagnerlinsen waren optimal und dann noch Mandarinensaft, frischgepresst aus steinharten aber dennoch noch saftigen Exemplaren, hinzu und ein ordentlicher Schuss Sherry-Essig. Jetzt geschmacklich deutlich besser, die festeren Linsen äußerst passend. Kein Liebstöckl mehr vonnöten. Gerettet.

Durchgezogen heute noch besser und für das Regenwetter genau die richtige Kost, heimelig-gut! ;-)
Dekorativ waren ein paar gekaufte Broccoli-Sprossen vorgesehen, aber die schmeckten leider nach gar nichts, brauchten also nicht auch noch mit hinzu. Zeit mal wieder selber die Sprossenzucht zu aktivieren.

Der Gesundheit nicht unabträgliche universitäre Hinweise, der formidablen nicht für alle sich dort Aufhaltenden Kaffeeversorgung Gunst und der Ausschank cocktailhaltiger Tassen und das auch noch alles als Ausgehtipp (incl. Messer-Gabel-Hund)

Wenn die Wetterlage so langsam in Richtung schöner werdend tendiert, ist es angeraten schnell in Gegenden zu reisen, die noch den allmählichen Übergang zwischen kalt und schlagartig heiß auszuüben wissen.

tasse schottisch
Vorher waren da wahlweise Palmen, Herzen, Blätter drin

Die auf Grund aufstrebender Tendenzen auch gerne als Schuldenberg des Nordens titulierte Stätte ist dafür überaus geeignet. Schließlich wartet sie nicht nur mit ein paar unvollendeten Säulen auf einem der sieben Berge der Stadt auf, sondern hat auch Dank einer kleinen Kaffeerösterei eine der besten Kaffeesorten zu bieten, die bisher verköstigt worden sind.

wasser griffbereit
Wasser immer griffbereit — so soll es sein

Kräftig, cremig und schokoladig erwies sich die Hausmischung in einem der inzwischen typisch trendig ausgestatteten Zusammenstückel-Einrichtungskunst verschriebenen Café, da ist alles da, unkomplizierte Bedienung, persönlicher Wasserausschank per Altmilchglas und Hinweisen, denen zu entgehen sonst in dieser Stadt schwer fällt.

artisan coffee boden
Blau zu Boden — im Minutentakt reintrampelnde Kaffeesüchtige

Die Röstmaschine für den Kaffee steht vorne und ab und an kann beim Rösten zugeschaut werden; die halbe Cafelandschaft der Stadt bezieht hier die Bohnen. In dem Laden war Dauerbesuch angesagt. Ein echter Geheimtipp für den nächsten Aufenthalt ;-)

artisan tuer
Einseitiges Einlassschild

Für die abendliche Speisung ist ein Gang in die eingegliederte Hafengegend angeraten, das einst verrufene ArbeiterInnen-Viertel, in dem immer noch die kommunistische Tageszeitung im Zeitungsladen ausliegt, ist zur Zeit hip, schlechte Edelrestaurants machen auf und hoffentlich wieder zu, die vermeidend einfach in diesem sich in einem alten Leucht(?)Turm befindlichen Fischrestaurant (das am Kanal — nicht das in der Stadt)) einkehren (die gebratenen Tauben sind super), angenehm unaufdringliche Bedienung, die ohne zu murren Sonderwünsche nach Austausch von Wein, der nach Tiefkühlkühlung schmeckt, erfüllt – so soll es sein :D

eat dog
Stilvolles Essinterieur

Mehr dem Kolorit verpflichtet sieht sich hingegen die mit Messer und Gabel und Hund um die Gunst werbende Lokalität, die in Stadtnähe gelegen eine der wenigen annehmbaren Essstätten ist. Es ist dann doch arg touristisch bisweilen dort. Des Abends gibt es in vielen Kneipen, Clubs wie auch immer Essen, das zwar die Tradition des Landes hochhält, aber halt sehr einseitig; die vegetarischen Restaurants sind, nun ja, eher nicht auf der Höhe der Zeit, dafür ist das Trinkgeld schon fest aufgeschlagen auf den Preis, was allerdings erst bei Präsentation der Rechnung auffällt.

bramble vor der tür
Der Zugang ist schattenrückseitig gegeben

Gleich um die Ecke befindet sich eine etwas versteckt und durch einen überaus freundlichen Türsteher gesicherte Bar, die zu den „top 20 bars in the world“ zählt, wenn der einschlägigen Presse geglaubt wird. Zumindest sind die Cocktails perfekt gemacht, die Handpressmaschinen für den Saft an der Theke laufen die ganze Zeit non-stop, die BesucherInnen nicht so aufgedonnert wie andernorten sonst in der Gegend (das liegt wahrscheinlich am Einlass) und alters- und kleidungssmäßig ganz gut durchmischt. Die in Cocktailläden gerne eingeübte gelackte Kühlheit ist hier ganz fern, die Einrichtung entspricht eher dem typischen neuen Stadtstil.

cocktailtasse
Das war irgendetwas mit Johannisbeere auf Kacheltisch

Der drückt sich auch in freundlicher Unterstützung aus: Getragen von der Sorge um das Wissen erweisen sich selbst universitäre Sanitäranlagen dann auch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehend. Bekanntlich fallen ja selbst die allereinfachsten Tätigkeiten schwer, insbesondere das Händewaschen, mitunter schlichtweg verpönt sogar, bedarf einer wissenschaftlich akribischen Zurschaustellung der herausgefundenen Praktiken.

handwashing with soap and water
Klick aufs Bild — Hängt nun bei uns

Das entzückte natürlich und das schlechte Gewissen ob eines nun leeren Platzes, hält sich auch in Grenzen solange es keine Anleitung gibt wie aus den vorhandenen zwei Wasserhähnen (kalt und sehr heiß) eine angenehme Mischung ohne hektisches Hin- und Herschütten samt verbrühter Hände gezaubert werden kann.
Wahrscheinlich sind die EinwohnerInnen bis heute stolz wie Oskar über die Errungenschaft der Warmwasserleitung, sodass sie ihr bis heute mit dem Einbau zweier Hähne in nahezu sämtliche auffindbare Waschbecken huldigen, aber eine normale Mischbatterie hätte auch gereicht, um dem Fortschritt Tribut zu zollen.

jkrowling never wrote here
Nicht unwichtig — dafür möchte wirklich niemand verantwortlich sein!

[Nachtrag Frühjahr 2011: Die Röstung der Espresso-Bohnen wurde geändert — jetzt schmeckt er nicht mehr so gut (jammerschade!)]

Ragoutant fabrizierender Zwischenstatus verheißt bei Betrachtung schon mal geheimste Wünsche, die auch dank nacheifernder Sequenzen sich als überaus ganzleichtknackig-charmant erwiesen — ganz im Gegensatz zu den Nespressionen

zwiebelnzweibelnzwiebeln
Zwiebeln wissen nur zu erfreuen!

Nach einem Kurzaufenthalt Anderenortes (Bericht folgt) war die bereits vorher sorgsam bereitgelegte Zutatensammlung hervorgeholt worden und zügig abgearbeitet worden. Die letzten Wochen waren ja voll von Chicorée und Zwiebeln in den Foodblogs, da kam genial lecker genau recht mit einem Chicorée-Kuchen, der in Abwandlung dieser grandiosen Kredenzung mitsamt einer Schmorversion von Bolli allerdings ohne Puderzucker und Fond nachgeeifert wurde.

Berge von Zwiebeln, roten Zwiebeln, grünen Frühlingszwiebeln, weißen Zwiebeln und ein zwei Schalotten wurden kleingeschnippelt in Olivenöl kurz angeschmurgelt und gewürzlich mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Rigani versehen, sodann wurden Chicorée-Viertel/-Drittel stark angebraten und dann sanft in etwas Weißweinzusatz geschmort und danach mit Agavendicksaft versehen und weitergeschmort und dann noch etwas stärker mit Hitze in Berührung gebracht.

zwiebelyufka in zwischenstatur
Radicchioverwöhnte Bettung geschmorter süßlich-bitterer Aufalge mit cremiger Tendenz

In das gleiche Öl dann noch länglicher roter Radicchio, den ebenfalls mit etwas Agavendicksaft beträufelt, ah wunderbar leckerer Natur, der muss eindeutig wieder öfters auf den Tisch. Zwiebeln und Raddichio dann mit Thymian und Salz sowie Crème fraîche zusammengerührt und auf mit Olivenöl im Backofen in ca. 8 Minuten schön knusprig verteilten mehreren Lagen Yufkateig gebettet. Darob die geschmorbratenen Chicorée und noch mal für 15 Minuten in den Ofen.

Perfekt hätten auch noch Orangenzusätze gepasst, die derweil nicht gefertigt worden waren oder natürlich frischer Oregano — der passt wirklich geschmacklich perfekt dazu.

zwiebel chicorée auf yuka samt crème fraîche
Die einfache Backofenkost ist jederzeit hochwillkommen

Die Speisung kommt übrigens ohne fleischliche Zusätze aus, es schmeckt auch so überaus wie erwartungsvoll während der Zubereitung schon erahnt; allerdings bedeutet die Inanspruchnahme trauriger Tieraugen immer einen PR-Gewinn, das kann zur Zeit bei Greenpeace betrachtet werden, deren Video betreffend Nestlé macht zur Zeit ja die Runde und alle sind schwer empört über Regenwald-Affen-Abholzung.

Aufmerksamkeit, die sich merkwürdigerweise nicht an unsozialer Unternehmenpolitik des Konzerns bemisst — der betreibt seit etlichen Jahren Ausbeutung pur in aller Welt. Konkret sind z.Bsp. zur Zeit die Repression des Konzerns gegen Gewerkschaften in Russland und Indonesien bekannter. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft im Nestle Betrieb in Domodedovo (nahe Moskau), Sergej Strykov, ist im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt entlassen worden; in Pajang in Indonesien kämpfen die ArbeiterInnen gegen Hungerlöhne.


Arbeitskämpfe bei Nestle in Indonesien

Gegen die Nespressionen hat der Gewerkschaftszusammenschluss ILU (Vereinigte Lebensmittel-, Landwirtschafts- und HotelarbeitnehmerInnen), der in der BRD die Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten und die IG BAU angehören, zu weltweiten Aktionen aufgerufen:
Protestbriefe zur Unterstützung für die GewerkschafterInnen in Domodedovo und Panjang stehen zur Verfügung, um Nestle deutlich zu machen, dass gewerkschaftsfeindliches Verhalten nicht toleriert wird.

Frühlingshafte Schnupftendenz — nicht für alle ist Blütezeit!

fruehlingskartoffel
In Ehren furchend

Passend zur Frühlingserkältung- versus Heuschnupfen-Zeit entdeckt, dass doch jetzt genau um 18.32 der Startschuss losgeht. Das darf nicht verpasst werden. Rasch die Kartoffel hervorgekramt und mit Bedauern festgestellt, dass die Seitentriebe noch schwächeln, auch die Standfestigkeit lässt inzwischen zu wünschen übrig, eine Stehhilfe ist angesagt.

fruehlingshaft ausschweifende neuerungen
Ob die doch mal eingepflanzt werden sollte?

Für die ganz neugierigen kulinarisch Interessierten: Die Kaki wurde zwischenzeitlich entsorgt — still und klammheimlich, es ward einfach keine Veränderung festgestellt.

Ist das jetzt Wasserspinat — irgendwie wurde sich erinnerlich doch die vietnamesische Benennung notiert, irgendwohin jedenfalls… das andere ist schnellstes Fischspeisenzubereitungsessen

wasserspinat
Wasserspinat neben halbwegs feiner Ingwerschnippelung

Ganz gerne wird in dem Vietnamesischen-Kochbuch-Blog geschmökert und sich jedesmal vorgenommen doch wirklich mal was Ebensolches dort Gebotenes zu fabrizieren; beim Einkauf in den kleinen Asia-Lädchen vor den Regalen mit dem vielen grünen Blättern mit irgendwie unaussprechlich scheinenden Blattwerk wird sich dann diffus daran erinnert und irgendwas genommen, was dann zu was ganz anderem verarbeitet wird.

Diese Blätter jedenfalls, das müsste doch Wasserspinat sein, oder? Scheint sowieso ganz in zu sein, bei Nara-M, la cuisine blanche und natürlich bei Vietnamesisches Kochbuch findet sich die beliebte Blattspeise.

fisch in ingwer knusprig reiswein sauce scharf
Süßlich-scharf verlangt Fisch

Geschmacklich erinnern sie etwas an Vlita, wurden zur ersten Probe auch einfach nur kurz gekocht und dann mit Olivenöl und Salz und Pfeffer und einem Tick Zitrone später noch versehen. Dazu passend sollte sich das klassische Ingwer-scharfe Paprika-Reiswein-Soja-Saucen-Rezept mit Fisch erweisen. Reis gab es natürlich auch noch.

Wie immer eine leckere Speise, die die Mischung aus Schärfe und Süße optimal auf den Punkt bringt. Scharf angebratenes Gemüse schmeckt dazu aber etwas besser als diese grünen Blätter (ist das jetzt Wasserspinat?), aber unpassend waren sie jetzt auch nicht ;-)

wasserspinat kurz blanchiert

Es muss sich mal wieder auf zu diesen vietnamesischen Großmarkthallen gemacht werden, da gibt es ja eine Riesenauswahl und diese Juteblätter stehen sowieso schon länger auf dem Vornehmspeiseplan.

Bulgur-Salat warm und ölig und sowieso gemüsige Ansichten und erquicklich zu erkundende zaghaft sich wahrnehmbar machende nächtliche Tendenzen

zucchini und dill zwiebel olivenoel zugabe
Etwas Salz und Würzminze war auch dabei

Spontan nach ausflüglicher Rückkehr entschieden aus vorhandenen Vorräten einen mehr oder minder leichten Abendgenuss auf die Schnelle zu fabrizieren, der aus Zucchini, Dill, grünen Plattbohnen, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln sowie reichlich gesundem Bio-Olivenöl herstammend sich als geeignet für die in Augenschein genommene Bulgurzutat erwies.

Gekonnt den Packungsaufdruck des 20-Minuten-Kochens ignoriert :-\ und lediglich mit kochendem Wasser und Salz-Öl-Zugabe bedacht, derweil umgerührt und quellen gelassen, geht auch so ;-)
Bohnen putzten sich wie immer von selber und wurden ob des späten Zeit einfach nur schnell kurz gekocht und dann in Olivenöl gebraten, das hatte zuvor auch schon die Zucchinischeiben gesehen, die sich mit leichter Bräune geschmacklich auf dem Höhepunkt befanden.

warmer bulgur salat des naechtens
Unschwer zu erkennen — warme Bulgurnachtsalatspeisung

Grob zerschnittene Dillspitzen, kleingeschnippelte Dillstiele und Zwiebeln extra angebraten und zum Bulgur hinzu, gefühlte 32 Sekunden gewartet und noch in Balsamico vorgereifte Zwiebelstückchen hinzugefügt und dann mit dem Rest versehen. Perfekt, ein klein wenig zu viel Öl, das ist aber schließlich gesund, und fertig war der lauwarme Salat.

Funktioniert bekanntlich auch kleinkrümeliger und bohnenloser

Ach ja, klar, grob zerhackte Blattpetersilie war auch noch dabei (das ist dann natürlich nicht mehr hausfrauenbillig)!

Geschmorte Lammhaxe mit ganz ganz vielen Quadratnudeln und der Besuch steuerte zwei Packungen Ersatzspinat bei – Juchhe!

lamm in tomatenweinsauce mit quadratnudeln
Quadratnudel ohne Möhre geht nicht (der Morgen dannach)

Die Anweisung einen schönen großen Riesenlöwenzahn aus dem reichhaltigen Sortiment des türkischen Gemüseladens mitzubringen wurde mit einem grummeligen „Hatte schon zu“ quittiert und die Überreichung zweier Packungen Tiefkühlspinat konnte nur bedingt das Fiasko mildern b-(

Die Lamm-Haxen in stundenlanger Warterei geschmort mit Tomatenmark (es wird Zeit, dass die Tomatensaison beginnt), Gewürzen und vielen kleinen Zwiebeln, Möhren und einer Menge Rotwein, irgendwann dann die putzigen Quadratnudeln hinzu, die merkwürdigerweise durch zahlreiche Rechtecknudeln gestreckt worden waren, und dann eigentlich auch schon den Spinat, der wohl besser extra geschmort worden wäre und einige kleine Schwächen in geschmacklicher Hinsicht mit sich brachte. Beim nächsten Mal klappt es dann besser ;-)

Verschlagen experimentierend aufgetragene Versuchsanordnung und gescheiterte reihenweise versetzte Sommergetränke mit Anleihen an einhergehende Ausklänge (auftretende Beschwingtheit)

Frappé Baileys
Noch in Erinnerung — Frappé Baileys

Quasi den Sommertemperaturen entsprungen war der Wunsch beim Lesen der Kommentare bei Barbaras Spielwiese sich doch den ersten Frape des Jahres zu genehmigen, als heimeliger Anklang an zwar vorhandene Sonneneinstrahlung an diesem Nachmittage wurde Rücksicht auf die doch auch kalt hereinziehende Erinnerung an die eben doch noch nicht vergangene Jahreszeit genommen und sich der Brûlée-Variante (φραπέ brûlée!) erinnert, die sich als ausgesprochen gute Entdeckung erwiesen hatte und doch mit einem kleinen Schuss Baileys zu versetzen sein möge.

frappe halb und halb mit karamell versuchsreihe
Frappé brûlée Baileys

In Griechenland wird das ja auch gerne serviert, der Sahne-Alkohol, nicht das gebrannte Kaffeegetränk, also ran, müsste perfekt harmonieren.

versuchsreihe x1
Frappé Baileys brûlée

Erst normalen Greek Frappe gemacht und ein kleiner Schwubs rein, schon mal gut, also noch mit Zucker bestreut und entsetzt festgestellt, dass offensichtlich die Bailys-Zugabe die feine und durchaus feste Struktur unnachgiebig zerstört und der Zucker sich kontinuierlich Richtung Boden zu verabschieden drohte, was für die Bunsenbrennerbedienung beschleunigte Vorgehensweisen bedingte, die leider nicht den Erfolg zeitigten, der zugedacht worden war.

versuchsreihe x3
Baileys reingemixt und versackt die Zuckerstreusel

Also dann mit extra Häubchen versehen, was zwar besser aber den dann doch werkelnden Zerstörungseffekt im Untergrund nicht aufhielt und ein Absacken verursachte, ebenso die zusammen mit Kaffee und irischem Sahnezeug gemixte Variante; Verflucht, es konnte gemacht werden, was wollte, nix funktionierte.

versuchsreihe x6
Irgendeine Variante

Da inzwischen schon eine leichte Beschwingtheit feststellbar war, wurde die Ausprobierung größerer Gläser, um den Effekt des Versinkens abzumildern auf spätere Stunden verlegt, irgendwann ist es dann doch zu früh für derlei :D