Da war der überraschend aus der Tüte der Verwandtschaft gezauberte Aal in doppelter Ausführung durchaus geeignet ein Hurra! auszurufen, geangelt von einem passionierten Angelfreund, der im Gegensatz zu Sammelhamsters Quelle, zwar selber die Beute zu verspeisen pflegt, aber auch ein gutes Herz für kulinarisch Interessierte hat.

gestückelt und glücklich zitronengespritzt
Aale sind zur Zeit bedroht, der Bestand verringert sich in den letzten Jahren und der zum Fisch des Jahres 2009 gekürte Wanderfisch wird der Weg aus dem Meer vielfach durch Abfischen der zugegebenermaßen sehr delikaten Glasaale schwer gemacht und v.a. die energietechnisch zwar sinnigen, aber schwer überwindbaren Wasserkraftwerke in den Flüssen bewerkstelligen ihr übriges.
Das schlechte Gewissen ist aber insoweit etwas hinfälliger, als dass der liebe Angelfreund mit seinem Angelverein fleißig junge Glasaale aussetzt, die dann munter die wasserreiche Landschaft durchqueren können.
Geräuchert ist er eh eine Delikatesse, gekocht eher nicht, aber frisch mit Öl benetzt mundet er ungemein. Dazu wird er einfach gesalzen und zitroniert und gemehlt und dann in bestem delikatesten Bio-Olivenöl-Bio-Rapsöl-Mischverhältnis gebraten und ganz zum Schluss nochmals mit Zitrone versehen.
Äußerst lecker, von der gebratenen Konsistenz her ein festeres „Fleisch“, Anleihen an Stockfisch durchaus angebracht, aber weitaus besser, je jünger die Exemplare desto schmackhafter!
Zutaten:
Aal,
Olivenöl, Rapsöl,
Salz, Zitrone
Rezept:
siehe oben ![]()
na na, ich liebe Aal, habe ihn aber von der Speisekarte gestrichen, aber manchmal, wenn’s schon da ist, so what:
Aal hab ich noch nie gegessen. Vermutlich weil ich ihn im Hinterkopf den Meersfrüchten zurechne.
warum müssen wir bei aal bloß immer an diese eine szene aus der „blechtrommel“ denken?
Das ist ja eine noch viel edlere Geste von eurem Freund
/
Wollen wir beim nächsten mal einen Tausch machen? Hier gab es noch nie Aal, dagegen ist Seehecht bzw. Zander bereits reichlich genossen worden
Das mit den kleinen Glasäälchen ist ja beruhigend, dann bleiben uns Aale noch lange erhalten. Sonst geht’s mir bei Aal ähnlich wie genussmousse…
Eben haben wir übrigens Apfelsaft mit Zimt getrunken – super! Ein Schuss brauner Rum rundet den Geschmack noch ab.

@Bolli
/ Und für die AngelfreundInnen ist es auch statthaft, schließlich sind sie verantwortlich, dass der Aalbestand überhaupt noch eine nennenswerte Größe besitzt.
Eben!
@lamiacucina
Ach was, einfach an Landschlange denken
@reibeisen
Da wird ja auch gekochter Aal gegessen… Brrrr…
@sammelhamster
Fischtauschringe — der neue Trend
@Barabara
Gestern ausprobiert: naturtrüber Apfel-Quitten-Saft, heiß mit cumarinarmer Sri Lanka-Zimt-Stange, auch sehr lecker!
Apfelpunsch
Guten Rutsch und alles Gute fürs neue Jahr!
Ich steh auch auf geräuchert, nicht gerührt
Aber ich könnte mich umstimmen lassen.
Ein gutes Neues Jahr wünsch ich Dir
@Tobias
Danke
@Dandu
Ebenfalls ein gutes Neues, es ist ja schon fortgeschritten
Geräuchert schon delikater