Bräsigkids testen Champis — volle Mischung Werbilade für wenig Cents

champis lagerung

Wenn die Presseabteilung von Spendrups in Erscheinung tritt, ja dann, ja dann muss schnell gehandelt werden. Angeregt von dem fulminaten pannkakssmet war die Aufmerksamkeit gesichert.

champis schriftzug
Vertrauensvolle Zusammenstellung seit 1918

Klar, bei unseren katastrophalen die allerfeinsten Geschmacksnuancen von E-Nummern herausschmeckenden Künsten war klar, dass nur ein kulinarischer Blog in der Bundesrepublik in Frage kommen konnte.

Aber warum das Gratispaket nun nur eine Flasche, wenngleich gebettet auf Stroh, enthielt, erschließt sich jetzt nicht. Also, wenn es schon durch ganz Europa geschickt wird, dann hätte es schon feinstes 12er-Gedeck aus dem Konsum sein können! Wie soll sich daran satt gelabt werden.

Aber — hey!° — das wird ja nun jetzt keine billige Werbeveranstaltung, oh nein, das wird knallharte Kritik, die jede Käuferin so dermaßen abschrecken wird, dass jede Suchmaschine erblassen wird und der alte Grundsatz, dass auch jede negative Kritik wenn sie denn geäußert werde, auch von Nutzen sei, sei Schnurzpiepegal, jawoll!

Unerbittlich wird hier stehen, dass E 211 und E150d enthalten sei, also Benzoesäure und Ammoniumsulfit jene Zuckerkulörbrühe (ev. aus genverändertem Mais) und allergieauslösendes Calziumbenzoat. Wir lassen uns schließlich nur für ein paar Saftperlen kaufen…

generation efter generation
Wir haben mal das Rücketikett fotografiert, es zeigt die Originalgröße

Doch zunächst zur Glasumhüllung, sie verbirgt ganze 33 cl Volumen, das ist erstaunlich viel für das kleine Fläschchen, positiv ist zu vermerken, dass die Beschriftung nicht den vollen Platz des Glases einnimmt und der Farbdruck umweltschonend simpel aufgebracht ist.

volym 33 cl

Und das Kurioseste ist, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist — und zwar seit dem 13. August 07 — was schröcklich genug ist, warum muss diese Lieferung aber auch so lange dauern. Das wird so nichts mit dem Lieferservice, das ist wirklich zu kritisieren. Aber über die Flasche haben wir uns gefreut, die kriegen wir hier schließlich nicht

Die Vertestung der gelieferten Flasche Champis haben dann die Bräsig-Kids vorgenommen, in die passt Schluck für Schluck viel rein und Spaß haben sie auch noch, schließlich schmeckt es urtümlich gut. Und herausgefunden haben sie folgendes nachdem dann doch einige Tage ins Land gingen bis es zum Test kam: Der Inhalt ist für lustige kleine Kids genauso geeignet wie für große, wow!
Die Bräsigkids werden aber noch das ein oder andere Produkt Placement prüfen, was wird nicht alles getan für die lieben Food-Blog-LeserInnen…

blauer kronkorken
Blauer Kronenkorken verschließt günstig den gelben Inhalt

Die intelligente Markenstrategie wird in Mitteleuropa sicher auf fruchtbaren Boden stoßen, denn glücklicherweise ging das Rezept von Generation zu Generation, das wird mit Coolnessfaktor 5 belohnt, da reißen sich in allen angesagten Clubs die Leute um die schnieke Perlbrause :D

champis flasche
Das neue coole In-Getränk!

Ach ja, mit den Resten aus der Flasche haben wir noch eine Portion Werbilade gefertigt, da haben sich alle die Finger nach geleckt…

wüärbs


6 Antworten auf “Bräsigkids testen Champis — volle Mischung Werbilade für wenig Cents”


  1. Gravatar Icon 1 lamiacucina 12. Dezember 2009 um 7:25 Uhr

    wenn das die Leute vom Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne mitkriegen, ist Schluss mit Champis. Die sind unerbittlich in der Verteidigung ihres Namens.

  2. Gravatar Icon 2 Ulli 12. Dezember 2009 um 8:06 Uhr

    @lamiacucina
    Du meinst so wie der Champagnerbratbirne, die von einem Produzenten in Schlat am Rande der schwäbischen Alb nach der sog. méthode traditionelle‘ zu einem exzellenten (Birnen-) Schaumwein verdelt wird?

    Mit dem streiten sie auch schon ewig herum. Dumm nur, dass diese Birnensorte schon ewig so heißt und die Herstellung von Schaumwein aus der berühmten Obstsorte Champagner-Bratbirne bereits 1760 urkundlich beschrieben wurde.

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 13. Dezember 2009 um 14:49 Uhr

    @lamiacucina
    Da es sich ja nicht um Sekt, sondern um Limonade handelt dürfte die Verwechslungsgefahr etwas niedriger angesiedelt sein. Zwar wird mit Champ (schwedisch: Sekt) auf die alkoholhaltige Variante angespielt, aber das war es auch schon, Trauben sind nur ein minimaler Bestandteil (neben Äpfeln) und gibt es ja auch nur in Schweden als eine der ältesten regionalen Süßwasserangebote.
    Im nördlich gelegenen Lande gibt es zwar Champis im Konsum, aber Champagner nur in speziellen staatlichen Läden (Systembolaget) zu erwerben.

    @Ulli
    Interessant, aber hierorts noch unbekannt, aber wenn es so exzellent ist ist, muss das unbedingt mal in Augenschein genommen werden (gleich mal gegoogelt). :d

    Und wie das auch ist ist mit der Verwechselungsgefahr, wir hoffen mal, dass niemand Rechte an seinen Formulierungen, die wir hier zahlreich aus anderen Kochblogs (bspw. Küchenlatein, Kochtopf, Foodfreak, chili und ciabatta, maisonrant, paulchens foodblog, etc.) frei entwendet haben, geltend macht :-?

  4. Gravatar Icon 4 Erich 14. Dezember 2009 um 7:07 Uhr

    Wie immer amüsant beschrieben, grinse oft bei Dir und mach dies gern.

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 15. Dezember 2009 um 3:16 Uhr

    @Erich
    Grinsen ist ja auch von nahezu bekömmlicher Natur :d

  6. Gravatar Icon 6 Kormoranflug 27. März 2011 um 16:06 Uhr

    Toll geschrieben. Dieser Kelch ging bisher an mir vorüber.:-"

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