Archiv für Dezember 2009

Nachholbar präsentables Seeflusslandgetier eignet sich nicht nur in der Luft heiß beweihräuchert, sondern auch in waagerecht annähernd aalmorph geschätzter Lage (Anleitung + Gewissen)

Da war der überraschend aus der Tüte der Verwandtschaft gezauberte Aal in doppelter Ausführung durchaus geeignet ein Hurra! auszurufen, geangelt von einem passionierten Angelfreund, der im Gegensatz zu Sammelhamsters Quelle, zwar selber die Beute zu verspeisen pflegt, aber auch ein gutes Herz für kulinarisch Interessierte hat.

aal gemehlt und gebraten samt zitrone
gestückelt und glücklich zitronengespritzt

Aale sind zur Zeit bedroht, der Bestand verringert sich in den letzten Jahren und der zum Fisch des Jahres 2009 gekürte Wanderfisch wird der Weg aus dem Meer vielfach durch Abfischen der zugegebenermaßen sehr delikaten Glasaale schwer gemacht und v.a. die energietechnisch zwar sinnigen, aber schwer überwindbaren Wasserkraftwerke in den Flüssen bewerkstelligen ihr übriges.

Das schlechte Gewissen ist aber insoweit etwas hinfälliger, als dass der liebe Angelfreund mit seinem Angelverein fleißig junge Glasaale aussetzt, die dann munter die wasserreiche Landschaft durchqueren können.

Geräuchert ist er eh eine Delikatesse, gekocht eher nicht, aber frisch mit Öl benetzt mundet er ungemein. Dazu wird er einfach gesalzen und zitroniert und gemehlt und dann in bestem delikatesten Bio-Olivenöl-Bio-Rapsöl-Mischverhältnis gebraten und ganz zum Schluss nochmals mit Zitrone versehen.

Äußerst lecker, von der gebratenen Konsistenz her ein festeres „Fleisch“, Anleihen an Stockfisch durchaus angebracht, aber weitaus besser, je jünger die Exemplare desto schmackhafter!

Zutaten:

Aal,
Olivenöl, Rapsöl,
Salz, Zitrone

Rezept:

siehe oben ;-)

Gefrorenen Frühstückssittlichkeiten entschlossen mittels Teelichthaltern mit Füllung entgegentretende Gruppierung und reduzierte Möglichkeiten (Milcheisberg)

auftauvorgang mittels teelicht
Richtig gruppiert heizt es richtig ein

Normalerweise ist des Samstags zur gelegentlichen Marktaufssuchszeit noch ein erquickliches Angebot vorhanden, die Sonne erfreut mittels Einstrahlung und der Tag kann ruhig mit frisch gepressten Orangensaft, Kaffee, einkäuflich gestalteten Frühstücksbestandteilen und was gerade so anfällt an Vorräten angegangen werden. Dazu das Internetradio multicult2.0 an, das den Radiosender Multikulti abgelöst hat, und genüsslich rumschlunzen ~o)

gefrorene milch
Der Milcheisberg schmilzt so langsam

Heute allerdings das Grauen, heftige Minusgrade haben die sonst allen eisigen Temperaturen trotzenden Marktleuten dezimiert, die Frischezufuhr reduziert im Angebot. Trotzdem von steifgefrorenen Händen ersichtlich ebenfalls halb gefrorenen frischen Orangensaft geordert, der Käse und Baguette hart, auch der Ziegenfrischkäse mit Kräutern konnte gerade so aus dem Block herausgebrochen werden, die Bio-Milch war ja in braunes Glas gehüllt, da war nichts zu erkennen, aber dann ersichtlich nicht etwa der bei Milch aus Ökolandbau dankenswerterweise erhaltenen Sahnepropfen obenauf, sondern die Spitze des Milcheisberges :D

winterfruehstueck
Die moderne Frükstückslichtgestaltung ist überaus zweckmäßig

Tröpfelweise etwas daraus herausgeschüttelt, der Orangensaft wurde derweil zwischen bunten Teelichtglashaltern vorsichtig aufgewärmt und irgendwie hat das bei sommerlichen Zeiten eher passende Tischgut bei einer solch praktischen Handhabbarkeit auch was :-)

igittigittigittigittttttt — was Grünes im Essen (Schmetterlinge)

Uwäah… irgendeine gut meinende Person hat einen Beutel Brüsseler Sprossen, eine Abart der ansonsten ganz schmackhaften Kohlgewächse, herangekarrt und sich gedacht, dass die Rubrik katatstrophalia mal wieder gefüllt werden müsste, die sich doch ein klein wenig vernachlässigt vorkommt, aber gleich so was, etwas hübsch Angebranntes, oder was Versalzenes, das wäre doch geeignet gewesen.
Na ja, zumindest um die grünen Teile herum konnte die Restbestückung noch etwas probiert werden, glücklicherweise war der Geschmack nicht so sehr eingezogen ;-)

was gruenes im essen
Schmetterlingsnudeln mit Rosenkohl zu verhunzen ist ein gar schwer Verbrechen b-(

Recycling ganz anderer Art — nämlich Kartonbücher — sind groß im Kommen, mittels Restbeständen werden in Lateinamerika billig Bücher hergestellt. Aus ausrangierten Verpackungen für Milchflaschen, Mehl oder Kartoffelchips-Tüten entstehen so Buchcover.

Es existieren sogar schon Kartonbuch-Verlage, die Eloisa Cartonera oder MBurukujarami Kartonera heißen und der Nachfrage kaum hinterherkommen. Und etwas fairer sind die Preise von den Verlagen auch, die die PapiersammlerInnen erhalten, und gedruckt wird was gefällt. :-)

Durch Zufall entdeckt und bunt gemischt (blogbeschaulich)

Nachdem nun jahreszeitgemäß klar ist, dass alle sich mit Keksen mit Nüssen mit Zucker vollschmeißen in den Foodblogs (und sogar Riesenkekse backen) muss ja mal gezeigt werden wie das mit der nüsslichen Beigabe richtig funktioniert. Die werden nämlich auf klassisch zu allem was an salatlichen Gaben bereitliegt in angerösteter Formierung zugegeben.
Zufällig die Knabberteile bei der Sichtung diverser Devotionalien entdeckt und sofort einer frisch bestückten Nahrungsaufnahme zugeführt.

Vegetarian Misch Masch ist auch das Motto bei BlaBlaBoca gewesen, die sich urwaldlicher Verköstigungszubereitungszenarien verschrieben hat und dabei mit zusammenzuckenden Blättern videotechnisch auf Tuchfühlung geht.

nuss zu salat klassisch
Wohlfeile Röstung gab es auch noch für den Fund

Und für alle diejenigen, die schon immer wissen wollten wie das mit der veganen Ernährung so funktioniert können jetzt erfahren, dass „das Angebot in Bioläden für Veganer (.) eine einzige Ansammlung von industriell verarbeiteten Produkten“ sei.
Denn bei esskultur wird gelitten, mit feiner Sensorik für das Thema „vegan“ ausgestattet darf dort nämlich pathologisiert werden, sodass es „der verdauung“ für intelligente Leserinnen und Leser mit kaum zuträglichen „untergriffigen aussagen, pauschalisierungen, unhöflichkeiten, vorurteile, falschen zuweisungen, beschuldigungen und unwahrheiten“ bekömmlich ist. :o

Verwechselungsgefahr droht hingegen bei der Verwendung eines schmutzigen Kaffeefilters — hat zumindest gumia herausgefunden und stellt außerdem verwundert fest, dass seine eigenen Beiträge als Komplettzitat auf anderen Blogs erscheinen.

Von den knapp 40 Foodblogs, die sich beim diesjährigen DFssgF beteiligt haben, sind übrigens schon fast alle Paketpräsentationen da. ;-)

Und da es so langsam kälter wird, gibt es auch noch ein Rezept für Orangen-Punsch sowie Apfel-Steckrüben-Flammkuchen zu betrachten.

Bräsigkids testen Champis — volle Mischung Werbilade für wenig Cents

champis lagerung

Wenn die Presseabteilung von Spendrups in Erscheinung tritt, ja dann, ja dann muss schnell gehandelt werden. Angeregt von dem fulminaten pannkakssmet war die Aufmerksamkeit gesichert.

champis schriftzug
Vertrauensvolle Zusammenstellung seit 1918

Klar, bei unseren katastrophalen die allerfeinsten Geschmacksnuancen von E-Nummern herausschmeckenden Künsten war klar, dass nur ein kulinarischer Blog in der Bundesrepublik in Frage kommen konnte.

Aber warum das Gratispaket nun nur eine Flasche, wenngleich gebettet auf Stroh, enthielt, erschließt sich jetzt nicht. Also, wenn es schon durch ganz Europa geschickt wird, dann hätte es schon feinstes 12er-Gedeck aus dem Konsum sein können! Wie soll sich daran satt gelabt werden.

Aber — hey!° — das wird ja nun jetzt keine billige Werbeveranstaltung, oh nein, das wird knallharte Kritik, die jede Käuferin so dermaßen abschrecken wird, dass jede Suchmaschine erblassen wird und der alte Grundsatz, dass auch jede negative Kritik wenn sie denn geäußert werde, auch von Nutzen sei, sei Schnurzpiepegal, jawoll!

Unerbittlich wird hier stehen, dass E 211 und E150d enthalten sei, also Benzoesäure und Ammoniumsulfit jene Zuckerkulörbrühe (ev. aus genverändertem Mais) und allergieauslösendes Calziumbenzoat. Wir lassen uns schließlich nur für ein paar Saftperlen kaufen…

generation efter generation
Wir haben mal das Rücketikett fotografiert, es zeigt die Originalgröße

Doch zunächst zur Glasumhüllung, sie verbirgt ganze 33 cl Volumen, das ist erstaunlich viel für das kleine Fläschchen, positiv ist zu vermerken, dass die Beschriftung nicht den vollen Platz des Glases einnimmt und der Farbdruck umweltschonend simpel aufgebracht ist.

volym 33 cl

Und das Kurioseste ist, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist — und zwar seit dem 13. August 07 — was schröcklich genug ist, warum muss diese Lieferung aber auch so lange dauern. Das wird so nichts mit dem Lieferservice, das ist wirklich zu kritisieren. Aber über die Flasche haben wir uns gefreut, die kriegen wir hier schließlich nicht

Die Vertestung der gelieferten Flasche Champis haben dann die Bräsig-Kids vorgenommen, in die passt Schluck für Schluck viel rein und Spaß haben sie auch noch, schließlich schmeckt es urtümlich gut. Und herausgefunden haben sie folgendes nachdem dann doch einige Tage ins Land gingen bis es zum Test kam: Der Inhalt ist für lustige kleine Kids genauso geeignet wie für große, wow!
Die Bräsigkids werden aber noch das ein oder andere Produkt Placement prüfen, was wird nicht alles getan für die lieben Food-Blog-LeserInnen…

blauer kronkorken
Blauer Kronenkorken verschließt günstig den gelben Inhalt

Die intelligente Markenstrategie wird in Mitteleuropa sicher auf fruchtbaren Boden stoßen, denn glücklicherweise ging das Rezept von Generation zu Generation, das wird mit Coolnessfaktor 5 belohnt, da reißen sich in allen angesagten Clubs die Leute um die schnieke Perlbrause :D

champis flasche
Das neue coole In-Getränk!

Ach ja, mit den Resten aus der Flasche haben wir noch eine Portion Werbilade gefertigt, da haben sich alle die Finger nach geleckt…

wüärbs

Zwecks Backofenkost ausprobierlich vonstatten zu gehende Deckelung von Kaninchen gar köstlich mit Kartoffeln famos und auf Knien zu verköstigender rosa Kaninchenleber in Rigani-Wein-Sauce

Das Kaninchen, welches bekanntlich immer für köstlichste Kredenzung vorzüglichst sich eignet, war mal wieder dran, und angesichts des Bedürfnisses nach ganzganz viel Kartoffeln war klar, dass eine Schmorbratpfannenvariante nicht in Frage kam. Also ab in den Backofen damit, mit genügend Alufolie (oder passenden — bei uns Mangelware — Deckel) drauf.

kaninchen mit kartoffeln aus dem backofen
Vorteil des Backofens — meeehr Kartoffeln :D

Zuvor aber noch die Kaninchenteile in gepfefferten Olivenöl (beste Qualität bitte!) anbraten und mit mineralisch schmeckendem trockenem Weißweine ablöschen, sodann in die große Form, Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Rigani, Wein (bis 1/3 Höhe zum Backgut) und noch mehr Olivenöl rein und mit mehrfach gelegter Alufolie abdecken und erst mal auf dem Herd für 10 Minuten kochen lassen bevor es in den vorgeheizten Backofen für ca. 1 1/2 Stunden rein kann.

Zutaten:

Kaninchen, ganzes zerteilt
Kartoffeln, viele :-)
Olivenöl, eigentlich auch ganz viel :D
Rigani, Salz, Pfeffer (weiß und schwarz)
Weißwein, mineralisch (Penedes-Region)

Zischendurch nachschauen und rumdrehen den Inhalt, in den letzten 10 Minuten nochmal Rigani und Zitrone mit hinzu, anschließend 5 Minuten ohne Deckelung bräunen. Sehr lecker, wenngleich mit der Pfannenvariante nicht ganz mithaltend, ist aber schließlich auch eine ganz andere Speisung ;-)
Einige Teile des Kaninchens wiesen zudem noch ein saftig-weiches Fleisch auf, welches wohl durch die Position unter den zahlreichen Kartoffeln liegend diese ideale Konsistenz hervorrief — beim nächsten Mal also noch mehr von den leckeren Kartoffeln :-)

kaninchenleber in kaninchenbratoel samt wein und rigani
Kleinere Depots von bis zum Anschnitt unentdeckter Farbansammlung waren auch gar nicht schlimm ;-)

Nach der Versorgung des Backofens mit der Kaninchen-Kartoffel-Form konnte sich genüsslich an die Zwischenspeisung, die überaus köstliche Kaninchenleber gewagt werden, die ja bisweilen leider mal zu fest auftritt. Diesmal allerdings wunderbar zart und weich, verspielte Geschmacksnuancen und eine Zaubertöne auf das Gesicht zeichnende Sauce.
Die Kaninchenleber wurde der Einfachheit halber nämlich gleich in dem vorzüglichen Bratöl der Kaninchenteile gebraten, welches durch Bratensaft und Weinhinzugabe schön so köstlichst schmeckte.

Zutaten:

einfach nur Kaninchenleber
beste Bratsauce (Weißpfeffer, Rigani, Olivenöl, Salz, Wein)
weißer Pfeffer, Rigani,

Außerdem wird dann die Temperatur nicht so hoch, also super geeignete Bratumgebungsatmosphäre, die auch durch gelegentliches Runter- und Raufdrehen des Gases perfekt gehalten werden konnte, das Bratgut während der paar Minuten Bratzeit zwischendurch mehrmals umdrehen und anfangs auch noch etwas pfeffern und mit einem kleinen Schluck des mineralischen Weißweines versorgen. Hernach Streusel von Rigani und Tunken mit Brot in die phantastische Sauce.

Wie beschrieben — köstlichst!

Letzte Bevorratungen von Buntmangold, Petersilie und Wildfenchel wissen sich im Winter idealgerechterweise mit neuen Olivenölbeständen in Verbindung zu setzen (kleingeschnippelter Qualitätsjournalismus gratis)

Die auch noch dem letzten Hauch wärmerer Grade ausnutzenden Gebrauchsgemüsepflanzen mussten nochmal ran, bunter Mangold wurde samt Zwiebeln kleingeschnippelt und mit wilden Fenchelspitzen und Petersilie in wunderbaren Bio-Olivenöl, welches im Übrigen gerade frisch in großen Beständen und Behältnissen der weiteren Verarbeitung in unserer Küche harrt, sanft gedünstet und zur genüsslichen Verköstigung aufgetragen.
Mit dabei: Salz und Pfeffer, ein Tick Zitrone. Wunderbar einfach lecker!

mangold petersilie zwiebel wildfenchel olivenoel
Schnelle Restsommersherbstwinterskost mundet ungemein

Die Qualitätspresse in der BRD hat es schwer, die Auflage geht zurück, sachkundige RedakteurInnen werden sich immer weniger geleistet, die Kosten explodieren, die Gewinne schmälern sich und Ach! hat sich da das NevenDumont-Verlagskonsortium so gedacht, da machen wir doch einfach mal aus zwei eins, das fällt gar nicht so auf und dann sind noch fixer Einsparziele erreicht, die selbstverständlich nicht zu Lasten der Inhalte gehen.

Wie genau geht das nun: Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau, die mit geschönten Flugzeugexemplarstatistiken hantierend zu Höhenflügen kommen, tauschen jetzt Artikel aus, das nennt sich Qualitätsoffensive oder so ähnlich.

Einen Vorgeschmack auf die Anpassung auf niedrigem Niveau lässt sich die Tage wieder beobachten. Die FR kommentiert sich die Finger wund zu den Studierendenprotesten an den Universitäten und hat klar erkannt wobei es sich bei angebrachten Graffiti handelt: „… Schmierereien… Das ist kein Protest, sondern falsch kanalisierte Aggression“.
Nun, der Untergang des Abendlandes ist schließlich nah, da muss das gequälte Selbstverständnis der Kleinbürgerin halt zu Papier gebracht werden, wo käme die Zivilgesellschaft schließlich hin, wenn dem tatenlos zugeschaut würde – Graffiti, owehoweh was ist das nächste?

story of cap and trade 2

Videograffiti — gefährliche Informationen zum Klimagipfel

Eventuell Zeltlager? Von Autonomen gar, die den SPD-Abgeordneten Kleinadam zumindest in Berlin „an den Ku Klux Klan, den rassistischen Geheimbund in den USA“ erinnern.

Jene subversiven Zusammenkünfte der meist der Jugend näherstehenden Personen; die treffen sich da still und klammheimlich, vereinbaren niemanden etwas zu erzählen und dann üben sie nebenbei auch noch Selbstverteidigung gegen Neonazis und Polizei.
Und dann auch noch sensationsträchtiger: „Neben Schlafzelten war eine Art Zirkuszelt aufgebaut. Hier stand Agitation auf dem Programm. Die Linken debattierten über Antinationalismus, Antiglobalisierung, Antisexismus und Antirepression, außerdem wurden hessische ´Nazi-Strukturen` seziert. Zwischen Kampftraining und Agitprop gab es veganes Essen aus der `Volxküche´“.

Also sämtliche Schrecken aufgezählt, die der Autor kennt, wahrer Enthüllungsjournalismus, der Tagesspiegel weiß aber — von der Zeit mit nicht zusammenhängenden Fotomaterial auch noch wiedergekäut — äußerst wichtiges zu verkünden: Das Zeltlager endete „als sei nichts geschehen“, schlimmer noch: „keine Nachbereitung auf linken Websites, keine Diskussionsveranstaltungen, nichts“.

klima
Infos zum Klimagipfel beim Buko

Was mag das bedeuten, der Qualitätszeitung sei Dank, wird schonungslose Analyse betrieben. Das Ziel, so wird gewarnt durch anonym gebliebene „Sicherheitskreise“ seien Proteste beim Klimagipfel in Kopenhagen.

Ja, wenn schon die Maßstäbe des im Trüben Herumfischens mit derart investigativer Tätigkeit in Einklang gebracht werden kann, ja dann kann auch die Berliner Zeitung mal wieder ausholen und aufklären, etwa über die „Napalmbombe des Kleinen Mannes, dem Molotowcocktail“, der wurde nämlich des Nächtens auf ein Gebäude des BKA geworfen, dies kann ja nun Gegenstand von Erörterungen sein, nur wie kommt die Berliner Zeitung dazu diese „Bomben“, die samt Farbflaschen an eine sicher schwer entflammbare Backsteinmauer knallten, den mutmaßlichen Hintergrund zu entnehmen — genauer, dass nach „dem Willen der Angreifer Leib und Leben der Beamten gefährde(t) “ werden sollte. Oder gar noch abstruser „Menschen, deren Herkunft, Beruf oder Funktion nicht ins Weltbild passt, bei lebendigem Leibe anzuzünden“?

caravan
Protest lässt sich nicht diffamieren — auch wenn einige das gerne hätten

Die „Qualitätspresse“ bedient sich da eines kleinen Tricks, in Berliner Zeitungsredaktionen ist es nämlich Mode geworden, auf anonyme Kommentare beim Informationsportal indymedia zurückzugreifen.
Die sind zur Not mitunter auch selber anzufertigen; nur liebe Berliner Zeitung, wenn ihr schon so eine von Dummheit nur so triefende Analyse abliefert, schreibt doch nicht, dass es „keinen Unterschied“ zwischen Autonomen und Neonazis gäbe und untermauert das mit: „Das dämmerte auch einem anonymen Autonomen auf www.indymedia.de“. Diese Internetadresse ist nämlich gar nicht diejenige von indymedia, aber wozu recherchieren, wenn Hetze im Einklang mit mangelnden journalistischen Fähigkeiten so einfach vonstatten gehen kann.

Des Geschickes Suche nach formvollendeter Kartoffel genüsslich durchgezogen und versüßend aufgetragen und mit erstaunlicher Festigkeit der grundlegenden Zutat (Klassisches)

Kartoffelsalat mit getrockneten tomaten und oliven und roestzwiebeln und olivenoel
Bei Sonnenlichtschein anfangen

Da die Suche nach den Kartoffelvorräten zwar Lustiges, aber kaum Festkochendes hervorbrachte musste auf mehligkochende Kartoffel zurückgegriffen werden, die aber merkwürdig fest und perfekterweise passte.
Dazu Schalottenstückchen in kräftig sich erschmeckenden Olivenöl samt getrockneten Tomaten und frisch entkernten Kalamata-Oliven und natürlich frisch vermahlenem schwarzen Pfeffers, getrockneten Thymianblättchen und etwas Rosmarin langsam angeröstet (dauerte so ungefähr 20 Minuten), sodann mit ordentlich weißem Balsamicoessig „abgelöscht“ und zu den Pellkartoffeln gescheibelt hinzu.

senfausnutzung
und versüsste Speisung irgendwann später

Mehrmals nachwürzlicher Vorgang über Stunden hinweg mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rigani und wenn die Sonne untergegangen ist, ist es fertig.
Dazu Senf aus dem DFssgFresspaket und eilends georderter Kräuterwürstchen. Der süße Senf war jetzt nicht ganz so geeignet zu dem eher kräftig aromatischen Kartoffelsalat, aber auch nicht unpassend; die Würstchen freuten sich allerdings über die Gesellschaft ;-)

So langsam wird es unheimlich… (flügge geworden*)

kartoffel mit gesicht

peperoni mit gesicht

*vom Nest

… und Füßchen sind auch schon dran, die Flügel brauchen wahrscheinlich noch eine Weile. Mal schauen, ob noch ein Exemplar aufgetrieben werden kann — dann gibt es im Frühjahr Nachwuchs :D

Der putzigen Eierfroschzucht nach alter Anleitung nachgeholfen hat lamiacucina — so geht das natürlich nicht ;-) Das Gemüse will schließlich gehegt und gepflegt werden bis es zu voller Blüte reift.

fluegge gewordene kartoffel mit gesicht
In der Gesellschaft von kleinen Foodschmankerl gedeiht es optimal