Archiv für August 2009

Derweil — es stehen erkundungshalber einzuholende Erfahrungen an — die kurze Aussicht auf eine schon immer gestellte Frage

evolution tomate baba

Macht sich zur Zeit ganz gut die Erkundung diverser außerhalb der Küche gelegener Umgebungen. Da bleibt nur der Verweis darauf, was andere sich so zusammenköcheln, Ananas-Kichererbsen-Suppe für den großen Kochwettbewerb der Suppen, also alles was so einfällt; vegane Erkundungen im Kochbuch-Format, Seitan-Workshop oder einfach nur Müllsafari. Wie es beliebt…

… die vorgenommene Küchenkräuter-Sammelaktion dauert ein wenig, da bleibt Zeit.

Z. Bsp. zum Lesen wahnsichtig wichtiger Lektüre oder für die 10 Irrtümer über den Feminismus — Teil 1 und Teil 2 (für Teil 3 gibt es bestimmt auch noch genug) sind bei vorspeisenplatte schon online.

Die klassische Kochvariante verheißt mitnichten nur Schnödes — stattdessen sondern und sowieso drei in Eins-Schmankerl (inzwischen schmeckt die Hauptzutat zu Drei ja wieder)

patates rigani zitrone
Kartoffel grob geschnippelt und durch reichlich Olivenöl versorgt (und Rigani, Salz, überaus perfekt)

Bisweilen darauf erpicht die Tomatensauce schmackhaftesterweise zu vollenden wird gerne auf den Sommer gewartet. Sodann kann mit einem Riesenberg Tomaten so richtig losgelegt werden.
Ein klassisches Rezept zur allgemeinen Erbauung und Gesundung notleidender Geschmacksverirrungen. Geht so simple wie einfach folgendermaßen: Zwiebeln, hier rot (sonst auch anders oder Schalotte) anbraten, sodann Sardellen (oder Äquivalent) hinzufügen, braten, natürlich alles in Olivenöl, bestem; die praktischerweise wieder vorzüglich schmeckenden Tomaten grob geschnippelt hinzu, mit Restweißwein abschmecken, köcheln lassen mehr als 30 Minunten. Ach ja, ganz vergessen nach den Sardellen noch Reste von Auberginen hinzufügen, macht sich perfekt, Gewürze wie Salz, schwarzer Pfeffer, etwas Rigani und frische Basilikumblätter überzeugen auch.

gebraten fisch gemehlt
Mehl ist nicht das Schlechteste — Rotbarschklassik

Duftet wunderbar fein und passt vorzüglich zu allerlei anderem ebenso passenden Kulinaria. In diesem Fall leckere Patates mit Salz und Rigani und schnell in Mehl gewälzten Rotbarsch-Filets (aufgetaut da tiefgefroren).

Macht also aus drei allein schon kaum von der verwöhnten Kredenzung abhold erklärten Dingen ein famoses Endprodukt — die klassische Sommerküche. Nachmachen garantiert beste Gelegenheit es sich richtig gutgehen zu lassen, Hurra! :-)

drei koestlichkeiten in einer speise
Zwar mattfarbig aber ansonsten superb

p.s. schmeckt nur richtig bei vollkommener Dunkelheit außer Haus

p.p.s. nach Wochenendausspannerei noch glorioser :D

p.p.p.s. auch sonst schlicht nicht schlecht

p.p.p.p.s- ach so, klar — Knoblauch gehörte auch noch mit rein (NIE vergessen)

Nachtrag: Weißweinkredenzung, viel, einwenig, nicht vergessen…

Überfällige Präsentation aus doppelwickliger gut gelagerter Umlage und der Zucchini zweiter Stufenplan (nebenbei Rumspielerei) und polizeiliche Löschungsfragen

spagetti zucchini tomate eigelb und vorzueglicher kaeseraspelung
Entzückend in der Wiederholung — Käseraspelung fein

Unter Hinzufügung von Tomaten, Eigelb und Olivenöl die akute Zucchinipracht weiter eingedämmt, darüber und darin zuvor auch schon fein geraspelt Ziegenhartkäse, Gewürze waren auch dabei und selbstredend köstlich veranschaulicht auch hier im Abenddämmerungszustand zu sehen :-)

Kurz der Hobby-Auflistung eines fairen dahinsiechenden Aufzählenden gedacht, der von technorati-Launen unabhängig sein will und selbst das Mimöschen spielt (in der überflüssigsten Sammlung, die es gibt) indem er konsequent z.Bsp. den überaus verlinkten streetart-Blog just aus launigen Gründen sein Dasein übel nimmt und ihn nie aufführte. Dafür gibt es jetzt aber beim unübersichtlichen wikio neues Spielpotenzial, auswahlträchtige Linienziehung inclusive. Nun ja…

…dann auf zu zeank, der wieder dankenswerterweise als Paketanlaufstelle fungiert und dies hervorragend mit seinem wochenlangen Urlaub in Einklang zu bringen wusste, während ein sorgsam in eine noch zu erkundene Umhüllung geschlungenes Werk (gekauft selbstverständlich im Buchladen) samt netter Karte auf uns wartete. Aber nun ist es soweit, kleine Verzögerungen machen die Sache nur schöner :-)

papierzeitungsverpackung
Papierzeitungsverpackung dick umschlungen und urlaubserprobt

Nach der Sommerlektürenvorstellungsrunde verloste die genussmousse-crew unter allen teilnehmenden Blogs das nachfolgende Präsent — „Besoffener Kapuziner und andere Rezepturen zur kulinarischen Verbesserung Mitteleuropas“, aus der Feder der Standard-Kochkolumnistinnen Christa Fuchs und Gudrun Harrer, als Nachfolge des ersten im Mandelbaum-Verlag erschienen Buches „Als Oma im Keller Quargel aß“ (nebenbei bemerkt ebenfalls ein großartiger Titel), illustriert werden die sich zwischen Rezept und Kolumne ineinanderverwickelten Geschichten von Moidi Kretschmann.

Erst mal wurde natürlich nur reingeschmökert, der Kampf des Zuerstlesens wird gütlicher Natur sein, aber schon das „Katholische Kompott, aufgebretzelt“ lässt ebenso wie die Stierhoden in Rahmsauce Erquickliches ersehen, die Beidln sind übrigens auch in der BRD aus sittlichen Gründen nicht für der Verkauf vorgesehen, unter dem Ladentisch gibt es die Köstlichkeit allerdings schon.

Ganze 44 Kolumnen samt der Rezepte des ersten Bandes, gebunden und versehen mit dem notwendigen Dialektausdruckglossar machen mehr als neugierig; was „Sympathetische Symbiose“ ist wird dann die weitere Lektüre zeigen.

Ein dickes Dankeschön dafür an genussmousse

besoffene kapuziner fuchs Harrer
Besoffene Kapuziner tragen wirklich zur kulinarischen Grundversorgung bei

Spannend bei derlei Buch- oder Paketabholung sind auch immer die neuesten bekanntgewordenen Emailkommunikationsmaßnahmen, die in regelmäßiger Pracht auf blogsport herniedergehen.
Dass selbst ernannte Blockwarte sich tagein tagaus bemüßigt fühlen darauf hinzuweisen, dass jenes und dieses ja nun absolut nicht ginge (meist verbunden mit Drohungen aller Art) ist ja noch dem Umstand geschuldet, dass im Internet nun jedeR sich ganz groß fühlen darf, Selbsttherapie mit eingeschlossen, bisweilen sind die ärgerlicheren Sachen über vorauseilenden Gehorsam bis zur angeblich notwendigen Gefahrenabwehr und sogar Strafverfolgung der Inhalt der diversen Mailbotschaften.

Der Staat namentlich die Polizei, die ansonsten oftmals gerne waltet wie es ihr gefällt, ist bisweilen immer ein wenig überfordert, in der Praxis wird sich oftmals einen Dreck um die Legalität staatlicher Maßnahmen geschert, Das Gesetz bin Ich ist die zu befolgende Norm.

Erstaunlich dann doch ab und an ein wenig Rechtsstaatsbewusstsein bei den Staatsdienern zu entdecken. Der folgende Auszug einer email des Leiters eines Kommissariats der bayerischen Landeshauptstadt lässt allerdings auch da ein paar Fragen offen.
Es wurde übrigens mal wieder angefragt, ob IP-Adressen und Sonstiges vorliegt (Sachen die Blogsport nicht speichert); Grund war ein zwischenzeitlich gelöschter inkriminierter Beitrag in einem Blog zu einem der üblichlicherweise per staatlichen Auftrag von Protesten freizuhaltenden Bundeswehrgelöbnissen und sonstiger Militärveranstaltungen:

Sehr geehrter [XY],

vielen Dank für die Auskünfte. Die Löschung der Inhalte erfolgte vermutlich duch den Subdomain-Betreiber, da unsere Rechte nicht soweit reichen, dass wir selbst die Löschung durchführen können.

Also, der, der das schreibt ist ja kein beliebiger Blockwart, er ist Leiter eines Kriminalkommissariats, er will also etwas mitteilen, aber was?

noch zu erkundende umwicklung
Noch zu erkundende Umwicklung

Dass er leider die Löschung nicht durchführen konnte, sie technisch nicht durchführen kann, sie auf Grund der derzeitigen Rechtslage noch nicht durchführen konnte, eventuell bedauerlicherweise, oder ist es einfach die Darstellung, ganz unschnörkellos, der Rechtslage, der momentanen versteht sich. Was will er also damit kundtun?

Um staatlichen Allmachtsphantasien zu entgehen, empfiehlt es auf jeden Fall sich seinen Blog über eine sichere ausländische email-adresse anzulegen, da die mailadresse das einzige ist, was gespeichert wird, nur so rein vorsorglich versteht sich, die deutsche Armee, die ja jetzt endlich wieder das aus dem letzten Weltkrieg erprobte „Auf der Flucht erschossen“ ausüben darf, soll nach den immer wieder aufkommenden Plänen von CDU/CSU und SPD ja auch endlich im Inland eingesetzt werden können, dürfen, wie auch immer

Noch geht das ja nach der derzeitigen Rechtslage nicht, noch.

Laue Abendsymphonie aus erwiesen raschenstens zu fertigender Fast-Rote-Bete-mit-Einschlag-rosa und wirklich very hot sich auswirkender Sesamkartoffelspalten, was aber einfach an ungenauer Fertigung lag und durch kühlende Quark-Joghurt-einige-Kräuter als da wären frisch Salbei, Minze, Dill und Blattpetersilie sowie trocken Rigani und nass Olivenöl-Dip zu mildern gewusst werden konnte und dazu wurde sich ein fettes Glas trocken Wein genehmigt, andere tranken gesundes Wasser und dafür später ungesundes Zuckerzeug

rote bete angebraten mit orangensaft
Rote Bete mit rosa Einschlag auf Zuruf spontan eingeflossen

So, schnell reingestellt bevor der heutige laue Sommerabend nicht mehr draußen genossen werden kann. Spontan ward sich gestern für die Nachahmung der Sesamkartoffeln bei food letter entschieden, die auch ansonsten lauter nette vegetarische Speisen auftischt.

Nach einiger Suche waren auch die Sesamsamen gefunden, was von den restlichen Zutaten nicht unbedingt zu sagen war, so war weder gelbe Currypaste noch Paprikamark vorhanden, das wurde durch eine grüne Paste ersetzt sowie eine Hot-Irgendwas, was leider nicht mehr rekapitulierbar aber dafür unumwunden scharf war, die Tomatenmarkpaste ward dann gleich ganz vergessen, ansonsten aber ungefähr so wie im Ursprungsrezept ;-)

sesamkartoffeln hot ausgleichend kraeuterquark
sooo scharf, wahrscheinlich war das Paprikapulver in der Tüte, die da aufreizend rumlag, doch Chili

Besuch wusste mit Roter Bete nichts anzufangen, sofort angeordnet dieselbige zu schneiden und Orangen auszupressen, sodann in gepfeffertem Olivenöl (Ein Schuss Sesamöl eignet sich ebenfalls super) angebraten, mit Likör abgelöscht und im Orangensaft eingeköchelt, famos gut, wie immer!

Gut dann, dass nicht alle von den leckeren roten kleinen Kartöffelchen verbraten wurden, war wirklich sauscharf, die aus Eilgründen nicht ganz so knusprigen Exemplare. Der kühlende Bio-Kräuterquark mit Schlacks Bio-Joghurt und selbstverständlich mit ordentlich feinstem Bioolivenöl war die ersehnte Kühlung. Danach Kino, Freiluft.

Die nicht von ungefähr so dermaßen kleinstückelig sich gebende Grüngemüsebeifügung hat sich im schnellen Omelette überaus und angesichts des zur Verfügung stehenden Lagerplatzes passé simple gemacht

Die Lagerstätten für Zucchini beginnen so langsam zu Hochformen aufzulaufen, Grund genug sich ausgiebig der Verwendung zu widmen. Kurze Hinwendung zur Spätnachmittagszeit ergab schnellste Möglichkeiten für die Pfanne. Omelett, einfach gut. Mit den Restbergen an Zucchini wird dann allerlei Schabernack getrieben. Zucchinirundlinge von Blumenmond sehen vielversprechend aus oder die über Nacht mutierten gefüllten Exemplare bei Sammelhamster ;-) Auch nicht schlecht klingt das bei wedernoch verlinkte längst vergriffene Nichtsoganz-Kochbuch ohne Mengenangaben und was sonst noch unnötig ist — wäre eigentlich perfekt für uns :D

lecker zucchini zwiebel omelette
Stufenplan — eine Zucchini nach der anderen verarbeiten, nicht alles auf einmal wie sonst