Gleich dreierlei sich genüsslich machende Köstlichkeiten — als da wären einmal Kaninchenschlegelweinsaucenauftischerei, zweimal wunderbar schlunzig durchgezogene Kartoffeln samt Weinrestkaninchensaucenriganigewürz und drittens stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenölweinsauce mit Kaninchenhauch und zur Erbauung dieser Zeilen auch noch cremige Verführungen mit Eiswürfelschüttung (auch dabei: auf verschiedenen Ebenen agierende Genusserfahrungen)

kaninchenschlegel ausgeruht in weinsauce mit zitrone und kartoffel und natuerlich rigani
Morgens verschlafen die Reste begutachten ist immer wieder ein Traum

Die Zeilen schreiben sich mit genüsslich aufgesogener Sonnenbestrahlung vom Tage bekanntlich dreimal so gut und um das sich irgendwie breit machende Urlaubsgefühl zu vervollständigen durfte es sich mit mehreren cremigen Verführungen, sehr zu empfehlen übrigens, an die Dokumentation gemacht werden.
Und — auch ganz schicklich — entferntes angenehmes Sommergewitterdonnergrollen sorgt für die passende Schreibatmosphäre.

Der Morgen bereits erfreute durch mal wieder wunderbar in einer Wein-Olivenöl-Zitronen-Rigani-Sauce durchgezogene Kartoffeln nebst einem übriggebliebenen Kaninchenschlegel; das tolle an dieser Spezialität ist die sich auf verschiedenen Zeitebenen bewegende Genusserfahrung:
Des Abends zuvor war alles schon ganz köstlich, das Kaninchen, das immer mehr in der kulinaria-katastrophalia-küche als Ersatz für Huhn fungiert, war schön zart und so wunderbar durchgezogen, dass Entzücken bei den Verkostungspersonen wie üblich in lauten Begeisterungsrufen sich kundtat, zumal die leckeren Kartoffeln wieder mal schlunzig die Contenance wahrend durchgezogen sich präsentierten.
Des darauffolgenden Tages in der relativen Frühe hingegen waren die Kartoffeln allerallerköstlichst durchgezogen, besser als am Vortage schmeckend, der Schlegel immer noch sehr gut, aber leider etwas zu fest geworden, macht sich da im Vergleich zum Abend davor also mit Abstrichen bemerkbar auf der Köstlichkeitsskala.

stattliche restverwertungeieinheiten in olivenoelweinsauce mit kaninchenhauch
Stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenoelweinsauce mit Kaninchenhauch auf Röstbrötchenhälften

Leider waren die Kartoffeln ruckzuck weg (das Restkanichen auch), was blieb war das Verlangen nach MEHR. Es waren auch noch genügend von den verwendeten köstliche Biokartoffeln vom Wochenmarkt vorhanden (Name der Sorte ist grad entfallen, wird nachgefragt). Also erneut halbierte Kartoffeln zu den Olivenölweinsaucenresten samt etwas Olivenölverstärkung hinzu und angebraten, gedreht und weiter angebraten und gedreht und noch weiter angebraten und mit Weißwein abgelöscht und mit einem Schwubbs vom Weine und Rigani- und Salzrieselung erneut versehen dann auf kleiner Stufe mit Deckel auf der Schmorpfanne weitergedämpft.

Da die Mutmaßung, dass das eine Stunde dauern würde wie am Abend so ungefähr auch zuvor, einzutreffen pflegte, wurde bereits vorher etwas von der leckeren Soße abgeschöpft und mit winzigen Spuren des zugrundegelegten Olivenöles wieder aufgefrischt, sodass sich eifrig brutzelnde Bioeier, deren Eigelb sich an den Rand verkroch (sind die jetzt alt?) bestens aufsaugen konnten und die alten gerösteten Brötchen vom Vorvortage (nach Würzung der Spiegeleier mit Rigani, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffers) ergänzten. Sehr lecker und den Tag um weitere Köööstlich-Rufe bereichernd.

weinsaucenkartoffeln huebsch durchgezogen im zweiten durchgang
Zweitdurchgangstauglich famos

Die derweil fertigen Kartoffeln waren super gut, Würzung auch hier wie bei der Ursprungsköchelei mit Zitrone, weißem Pfeffer und Rigani, wobei die Zweitverwertung nicht ganz an die Ursprungsversion von morgens oder vom Abend zuvor heranreichte, aber weg waren sie im Nullkommanix ;-) — also kööööstlich!

Da es sich nun schickt zu schauen, was die anderen Food-Blogs sich stattdessen an den letzten Tagen an vermutungshalber weniger leckeren Sachen auf den Tisch gestellt haben :p ;-) darf getrost ein weiteres koffeinhaltiges Kaltgetränk gemacht werden, welches nippend und kopfschüttelnd die köstlichen Restspuren des Tages ausklingen lassend, allseits auch zum immer dunkler werdenden Himmel genehm ist.

waehrend des schreibens genossen zur untergehenden sonne also quasi urlaub
Dunkler werdende Abendgewitterwolken und griechisches Kaltgetränk eigenen sich trotzend hervorragend


5 Antworten auf “Gleich dreierlei sich genüsslich machende Köstlichkeiten — als da wären einmal Kaninchenschlegelweinsaucenauftischerei, zweimal wunderbar schlunzig durchgezogene Kartoffeln samt Weinrestkaninchensaucenriganigewürz und drittens stattliche Restverwertungeieinheiten in Olivenölweinsauce mit Kaninchenhauch und zur Erbauung dieser Zeilen auch noch cremige Verführungen mit Eiswürfelschüttung (auch dabei: auf verschiedenen Ebenen agierende Genusserfahrungen)”


  1. Gravatar Icon 1 Bolliskitchen 01. Juli 2009 um 7:13 Uhr

    resteverwertung ist eh das beste!!!!!

  2. Gravatar Icon 2 reibeisen 01. Juli 2009 um 8:22 Uhr

    im lichte eines neuen tages sieht alles sowieso gleich nochmal beeindruckender aus. „schlunzig“ ist übrigens ein sehr hübsches wort. wird hiermit in den genussmousse-wortschatz aufgenommen.

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 02. Juli 2009 um 2:26 Uhr

    @Bolli
    Unumwunden zu bestätigen :)>-

    @reibeisen
    Der Gebrauch ist wahrscheinlich im deutschen Sprachraume irgendwann eingeschlafen, aber es spricht und isst sich ganz vorzüglich :)

  4. Gravatar Icon 4 lamiacucina 02. Juli 2009 um 7:30 Uhr

    nächstesmal unbedingt die Begeisterungsrufe der Verkostenden audiotechnisch einfangen und uns hier vorspielen.

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 02. Juli 2009 um 23:28 Uhr

    @lamiacucina
    Das ist aber nicht jugendfrei @-)

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