Verzauberung pur erweislich, feingliedrig und doch widerspenstig in der Formgebung sich gebende frische Knoblauchkräuter entzücken, versprechen delikatesten Einstieg in die famose Grillsaison (Rezept, Handlungsanleitung und Genusskredenzung dann auch gleich inclusive) und sowieso eignet sich alles so wunderbar zu so allerlei köstlich sich vorstellbarer auch sich nicht als Grillgut erweisender Unterlage

knoblauchkraeuter
Frische Knoblauchkräuter versprechen delikatesten Einstieg in die famose Grillsaison

Die griechische Küche ist bekanntlich den frischen Genüssen nicht abgeneigt, was sich auf vorzüglichste Weise mal wieder zeigte als es hieß, sich dem neu entsprossenen Grün zu widmen; dabei sind der wunderbare Dill und Kräusel-Petersilie (halb gekräuselte wäre auch nicht schlecht, gab es aber nicht) die Hauptzutaten für griechische Knoblauch-Kräuter, die allerdings nicht traditionell überliefert, sondern eine Neuschöpfung der 70er sind.

In Spanien z.Bsp. ist Dill fast gänzlich unbekannt, was sich als unpässlich herausstellt, insbesondere wenn die Zutat unerlässlich ist, erinnert an eine längst vergangene Suche: auf allen Märkten nichts gefunden, also ab in den nächsten Buchladen und erst mal nachschauen wie der spanische Name ist, eneldo, kennt trotzdem niemand, im Supermarkt dann aber doch noch eine getrocknete Würzvariante gefunden — welch ein kulinarischer Verlust.

Aber die glückliche Fügung lässt das zartgliedrige Gewächs hier an fast jedem Gemüsestand als erwerbbar präsentieren. Dazu kommt noch Knoblauch und Olivenöl und etwas Salz, mehr nicht.

Die Zusammenstellung ist dann das Geheimnis, die Stiele werden fast komplett weggeschnitten von der Petersilie, die übriggeblieben Röschen werden dann grob geschnitten, beim Dill dürfen es die harten und größeren Stiel-Bestandteile sein, die weichen müssen. Der Knoblauch wird fein gewürfelt, dann alles vermengen und mit einem Schuss Bio-Olivenöl versehen, salzen, warten und nach einiger Zeit nochmal etwas Öl und Salz eventuell, je nach Geschmack.

knoblauchkräuter anderentags halten also lange
Knoblauchkräuter halten anderentags liebenswürdigerweise auch noch

Passt vorzüglich zu Grillgut aller Art, in diesem Fall handelt es sich um Pfannengut, es regnet, aber ansonsten phänomenal gut, Fleisch braucht gar nicht gewürzt zu werden, Halloumi sowieso nicht, die frischen Knoblauchkräuter reichen vollkommen, ein vitaminreiches gesundes Grillgutergänzungsmittel sozusagen ;-)

Zutaten:

3/5 Teile Petersilie (am besten semi-krausel)
2/5 Teile Dill
2 Knoblauchzehen
Olivenöl, ein, zwei Schuss
Salz, etwas


8 Antworten auf “Verzauberung pur erweislich, feingliedrig und doch widerspenstig in der Formgebung sich gebende frische Knoblauchkräuter entzücken, versprechen delikatesten Einstieg in die famose Grillsaison (Rezept, Handlungsanleitung und Genusskredenzung dann auch gleich inclusive) und sowieso eignet sich alles so wunderbar zu so allerlei köstlich sich vorstellbarer auch sich nicht als Grillgut erweisender Unterlage”


  1. Gravatar Icon 1 reibeisen 21. Juni 2009 um 18:28 Uhr

    ein, zwei GROSSE schuss olivenöl, nicht? sieht seeehr fein aus. uns fehlt allerdings der passende holzkohlengrill zum perfekten grillglück. aber Ihr weicht ja auch auf die pfanne aus… ;-)

  2. Gravatar Icon 2 Bolliskitchen 21. Juni 2009 um 20:18 Uhr

    Grillpfanne ist dann die echte Alternative zum Grill!

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 21. Juni 2009 um 20:47 Uhr

    @reibeisen
    Diesmal nur mittelmäßige Zufuhr des Öles, das Olivenöl soll die Kräuter tatsächlich nur überziehen ;-) Die Anschaffung eines eigenen Grills steht hier auch noch auf der großen Liste der Anschaffungen (bisher muss der Grill immer von mehr oder minder netten Leuten geschnorrt werden, meist wollen die gleich am Erfolg partizipieren ;-) )

    @Bolli
    Eine richtige Grill-Pfanne steht auch noch auf der Anschaffungsliste ;-)

  4. Gravatar Icon 4 sammelhamster 21. Juni 2009 um 20:55 Uhr

    Wer braucht Sonne zum Grillen, ein Schirm reicht vollkommen b-)

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 22. Juni 2009 um 4:58 Uhr

    @sammelhamster
    :((

  6. Gravatar Icon 6 lavaterra 22. Juni 2009 um 22:38 Uhr

    Hmm, Grillkräuter scheinen ja wirklich unverzichtbar zu sein. Zur Zeit bekommt man hier bei 10°C aber überhaupt keine Lust aufs Grillen, eher auf eine heiße Suppe.

  7. Gravatar Icon 7 KochSinn 24. Juni 2009 um 16:45 Uhr

    Gutes kann so einfach sein, nur wie man sieht teilweise nicht so leicht zu besorgen.

  8. Gravatar Icon 8 kulinariakatastrophalia 24. Juni 2009 um 19:49 Uhr

    @lavaterra
    Die Knoblauchkräuter bringen dann die Sonne auf den Tisch, sodass auch der Regengrilltag unumwunden als gelungenes Ereignis zu betrachten ist :-?

    @kochsinn
    dafür gibt es in Spanien wilden Fenchel!

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