Archiv für Mai 2009

Kurze geräucherte Momente krustenweise von zuvor untergetragenen Frischkrautinfrischkäse umgarnt — irgendwo mittenmang Olive und bayerische Bezeichnungen

saibling geräuchert mit ziegenfrischkäse
Saibling schmeckt auch frisch geräuchert ungemein

Wie vorhergesagt regnet es zu Pfingsten immer und so wurde sich des Frühstücks halber ein klein wenig Erfreuliches gegönnt — während andere jetzt frierend mit Nasstextur ihre von Matsch verwöhnten Augen in Zelten schweifen lassen kann hier ein wenig Sonne auf den Tellern, getragen von wunderbar frisch und saftig daherkommenden geräucherten Saibling auf mit frischen Kräutern versehenen Ziegenfrischkäse gebettet auf rustikales Weichkrustenweißbrot mit Oliven, vertragen werden. Frühstückszauberwundergenuss!

In Bayern wurde jetzt eine Aktion gegen die rassistische Bezeichnung „Neger“ u.a. für Mix-Getränke in Gastronomiebetrieben gestartet. Die diskriminierende Wortwahl ist vielen dabei oftmals gar nicht bewusst.

rassistische bezeichnungen in der gastronomie
Aufkleber- und Zettel-Aktion (Geschäftsführerinnen gibt es bestimmt auch)

Die bayrische Staatsregierung wird jetzt aufgefordert gegen diesen Missstand vorzugehen. Parallel gibt es Vorschläge für Aktionen direkt vor Ort mittels Aufklebern, Flugblättern, persönlichen Gesprächen. Manchmal ist das schon erfolgreich.

Die Resolution zum Mit-Unterzeichnen und Weitergeben sowie weitere Infos zur Kampagne beim schwarzen blog

[via medium]

Nach Austausch diverser dabei allerdings statthafter Ingredienzien war ein sich kuschlig machendes Fischpfannenresteessen als ziemlich gelungener Verwertunghinweis gegeben — inclusive cremiger Untertöne

Nach dem plötzlichen Kälteinbruch mit fiesen kalten Regenwindschauerböen (Pfingsten regnet es immer! — jedenfalls immer da wo früher immer das Zelt aufgeschlagen wurde) war es dringendst angesagt, sich eifrig umzustellen und so konnte in die frische Sommer-Fischpfanne, die aus diversen Resten bestand, noch ein erquicklicher halber Becher Ziegenfrischkäse hinzu. Rezept eigentlich wie hier, statt Sommer-Nordseekrabben gab es Winter-Rotbarsch, statt roten Frühjahrs-Zwiebeln mehr weiße Lagerkost, statt Chardonnay…

restefischpfanne
Frivole Winter-Fischrestepfanne

Das neue Kochevent im Kochtopfblog ist übrigens den Terrinen, Pasteten und Sülzen gewidmet — also für jedes Wetter was dabei ;-)

Kulinarische Köstlichkeiten — anderenorts

deep fried mars sold here
Für einen ganz kurzen klitzekleinen Moment…

Schwärmerisch-zackige Vervollkommnung mittelscharfer weißgrünschimmlig sich gebender Stückchen — unterstützt mittels schaurig von Oben nach Unten durchschnittener Ovalkörperlichkeit (umgedreht klappt es auch) — garniert von herabfallender gar schwarzer Kost

mal wieder ganz famos nussig schmeckende brennnessel trauben gorgonzola in olivenoel und balsamicoessig mit einem hauch frisch vermahlenem schwaren pfeffers
Brennnesselsalat: Käse und Trauben und noch was — sehr lecker

Dass sich diese brennenden und piksenden Blätter mit dem charakteristischen Zackenschnitt vorzüglich für die feine Küche eignen ist ja längst kein Geheimnis mehr, die Wildkräuter-Verwendung zeigt pickipicki sattsam versunken, wonneblog gefüllt und Barbaras Spielwiese weiß von küchenliterarisch-kulinarischer Verwendung zu berichten.

Also: Lau und so gar nicht nach feister Kost wie andernorts greifend sollte sich der gestrige Abend gestalten. Dazu auserkoren rein gesunde Kost, sorgfältig befreit von Ungemach mittels Abrausens im Sieb und Versehens mit exklusiven Bio-Olivenöles und einem Schwubs weißem Balsamico-Essigs. Dergestalt dann Umgarnung mit mittelscharfen Gorgonzolastückchen (selbstredend auch bio) und längs halbierten Trauben. Berieselt nur noch von einem Hauch frisch vermahlenen Schwarzen Pfeffers. Dazu Sesambrot und nach dem Kater vom Morgen noch ein frisches Glas Weißwein (war ja schon wieder dunkel).
Sehr nussig-lecker zu erschmeckende Frühlings(End)gefühlsduselei — durchzogen von mittelscharfen Momenten an süßen Halbovalkugeln. Ja, der Sommer kann kommen ;-)

Gerissener Fisch und rotgepunktete Auswahl

fisch rotgepunktet
rotgepunktet stand zur Auswahl

Ab und an macht sich ein Fisch ganz gut, zwar müssen wir unseren Fisch noch bezahlen und kriegen ihn nicht aus illegaler Wildfischung, aber rein geschmacklich ist letzteres wahrscheinlich die zu präferiernde Wahl ;-)

Backofenfisch kommt nur selten zum Einsatz, gebraten in einer Olivenöl-Sonnenblumenöl-Mischung mundet er irgendwie besser, zuvor gemehlte Außenstruktur ist auch nicht schlecht; der gute Fisch war zwar selbst für unsere als Bratpfanne umfunktionierte Riesen-Bratreine zu groß, aber mit ein bißchen quetschen geht schließlich alles gut.

gerissen fisch ehemals rotgepunktet
gerissen, der Fisch

Leider wird die Zeit wahrscheinlich nicht reichen noch etwas für den Geburtagsblogevent im Kochtopfblog herbeizuzaubern, aber vielleicht findet sich noch ein kleines Zeitfenster, oder es wird zur Abwechslung mal mit einem süßen Gurkenkompott ausprobiert, aber an wen wenden für das Rezept?

fisch im ganzen nachtrag
Nachträgliche Präsentation — Vergleichsmaßstab hier

Sich mal eben so ergebende Bärlauchnockerl, die ganz kochprofihaft mal eben so etwas länger in der Handhabung brauchen durften (Hinweise und Tipps)

baerlauchnocken grob geformt

Bei Genussmousse ist die große Bärlauchhektik ausgebrochen, schnell musste was aus 7 ergatterten Blättern zusammengestellt werden, ganz der Umgebung angepasst wurden es Nocken (als faule Ausrede für das Nichtauftreiben von Kaninchenleber) mit Bärlauch. Da hier noch ein Bündel von dem wunderbaren Bärlauchblättern war, wurde sich sofort eifrigst an die versprochene schnelle Zubereitung gemacht. Quark in doppelter Portionierung zum Abtropfen bereitgestellt; rezeptiosensationell Butter vorgesehen, schon wieder Butter, verdammt, warum müssen denn so viele mit dem Zeug kochen, geht das nicht ohne, hmm…

Suchen, war da nicht noch irgendwo welche, tatsächlich, sah ansprechend karotingelb aus und lag augenscheinlich schon seit letztem Jahr in dieser kleinen Kiste, roch leider auch so, also mal Klartext — Olivenöl wird nicht so schnell schlecht ;-)

Dann — ganz kochprofihaft — gesehen, dass die für den Quark benötigte 2-Stunden-Abtropfzeit doch hinten und vorne nicht reicht. Also sowieso eine Nacht abwarten bis auch die letzte für den Verarbeitungsvorgang unnotwendige Flüssigkeit entronnen ist. Das passte dann auch wieder mit den Ladenöffnungszeiten zusammen.

Dann wie vorgesehen gearbeitet und alles, aber auch fast alles genauso wie beschrieben gefertigt (bis fast auf die kleinste Grammzahl).
Resultat waren ganz interessante Nocken, die eher etwas kleiner ausfallen sollten (erste größere Probenocken waren nicht so gut), die brauchen auch dringend etwas Butter im Anschluss und die Zugabe von Bärlauchpesto wäre rein geschmacklich sicherlich nicht falsch (irgendwie fehlte da noch was für die Abrundung), war aber halt grad nicht da. Zergingen auch schön weich bei der Verkostung, die Nocken, das gibt es in Variation bestimmt demnächst mal wieder.
baerlauchnockerl
Parmesanübehobelte Bärlauchnocken — dazu ganz schlichter Blattsalat (eignet sich hervorragend), nur überträufelt mit etwas Essig und Olivenöl.

So, und jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere famose Gurke hat es in die Abstimmung für den Blogsportheadercontest geschafft, da der Rest der Darbietung große Verkennung dessen ist, dass nicht unbedingt alle Möglichkeiten des modernen Grafikprogrammes ausgenutzt zu wissen werden wollen, kann die schlichte Variante eigentlich nur überzeugen — zur Abstimmung

8. Mai — Tag der Befreiung

wer_nicht_feiert

Letztes Jahr schrieben wir, dass manche Blogeinträge nie ihre Aktualität verlieren. Hinzuzufügen wäre dem nur, dass der deutsche Staat es mit leider nur wenigen Ausnahmen auch weiterhin als seine originäre Pflicht ansieht, die Faschisten zu schützen; in Berlin wird so am 1. Mai massiv gegen AntifaschistInnen vorgegangen, die Polizei will so außerdem die Stimmung für die Mai-Demonstrationen am Nachmittag noch zusätzlich anheizen.

Und die taz stellt sich an die vorderste Front und geiselt das Verbot des Naziaufmarsches in Hannover mit dem Argument, die Angriffe auf die Demonstration des DGB am 1.Mai in Dortmund wären sonst nicht erfolgt, wer in solcher Logik denkt, hat aus seinem warmen Redaktionsstübchen heraus agierend wieder mal nichts begriffen.
Zwar schreibt der taz-Redakteur Felix Lee nicht, dass Nazis das Recht hätten ihre Verbrechen zu begehen, er legt seine Weisheiten lieber in den Mund: „Nicht nur aus demokratietheoretischen Erwägungen ist diese Verbotsentscheidung äußerst fragwürdig. Denn dieses Vorgehen bestätigt die Neonazis vor ihren Anhängern in der Annahme, ihnen würden fundamentale Grundrechte verweigert. Aber auch strategisch ist diese Verbotsverfügung falsch“.

wer nicht feiert hat verloren!

Die Bundeswehr ehrt Nazi-Kriegsverbrecher in Mittenwald auch weiterhin, die deutsche Polizei wird wie üblich das braune Treiben schützen. Die taz wird applaudieren.

Heute wird vor dem Landgericht Nürnberg gegen den Journalisten Ulrich Sander von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) verhandelt, ihm soll untersagt werden über die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger zu berichten.

[zum Verfahrensausgang: nur noch wenige Kriegsverbrecher (zuviele bereits verstorben)]

Faschismus ist keine Meinung — sondern ein Verbrechen!

Blogsport-Gurken — Blogger_Innen-Bloganbieter-Bindung

schnieke blogsport gurke klein und fein
Einfach auf die blaue Blogsportgurke draufklicken — wird größer

Bei unserem Bloganbietungsservice Blogsport ist Zeit für einen Umbruch; das kam ganz schnöde daher, dass aus dem Umstand, dass sich zeank mal wieder seinen 25. iPod genehmigt hatte und dann aber doch die Farbe nicht passend zu seinen Schuhen fand, einer zuviel da war. Schlimme Sache, was tun?

Also das Teil unters Volk die BloggerInnen Blogger_Innen werfen und sich gleichzeitig einen Relaunch des Blogsport-Headers genehmigen. Dass der superschön ist (glorreiche Idee der Darstellung übrigens) war den feinen Herren natürlich egal. Hauptsache neu.

Da vom vielen Umschreiben der Bloglayouts der Zugang zur Realität der Blogsport-Nutzer_Innen dort allerdings vollkommen abhanden gekommen war, wurde der 1.Mai Walpurgisnacht als Abgabetermin für neu zu kreierende Header ersonnen. Irgendwann kurz vorm Wochenendeinkauf fiel das dann auf und haste nich gesehen — noch eine Woche Zeit.

Prima Sache, Blogger_Innen-Bloganbieter-Bindung stärken ist das Gebot der Stunde, da machen wir mit, schnell eine halbe Gurke geopfert, den Kriterien angepasst unn nen schniekes Blogsportheaderle gebastelt, das kann auch hübsch wie eingefordert eingefärbt farblich angepasst werden.

schnieke blogsport gurke natur klein und fein
Version naturell

Es können da natürlich noch ein paar Änderungen erfolgen — neben dem L ist z.Bsp. Platz für einen Stern wahlweise in einer anderen Farbe. Wir sind da ganz offen, noch ist die Gurke frisch, da kann noch der ein oder andere Buchstabe ausgebessert werden :D

Bärlauch letzter und so langsam rein geschmacklich sich dem Ende nähernd war im Zusammenspiel mit einer sich ebenfalls im Stadium des Ende, aber dafür überreif, befindenen Birne, die sich nebenbei bemerkt perfekt eignete, genommen, um sich einfügsam in Weinsahne samt passender Schinkenwürfelchen und roten kleinen Zwiebelstückchen zu platten langen Nudeln zu machen — was jetzt durchaus zu mehreren Portionen führte, die aber auch allesamt brav aufgegessen wurden, was wiederum kein Wunder war da es trotz eines wenngleich nur klitzekleinen Überhanggeschmackes der Sahne, wahrscheinlich weil sie bio war, ganz unprätentiös mundete und — mit Verlaub — deshalb ratzekahl die Teller leeren ließ, was angesichts des einhergehenden Konsumes gegärter Getränke auch ratsam war (voilà Sommerkost)

baerlauch letzter mit verzuecken und birne in sahne und wein
Bärlauch letzter mit Verzücken und Birne in Sahne und Wein

So langsam geht dem Bärlauch die Puste aus, erste blühende Hinweise zeigen ihre Wirkung auch im Geschmack; gut, dass letzte Büschel ergattert werden konnten, die nun angesichts frischer Sommerkost, auch in sowas münden sollten und so ward nach Sichtung der Möglichkeiten schnellste Kost aufgetischt.

Zuvor rasch Zwiebelstückchen unakkurat und rot in Olivenöl angedünstet, sodann versehen mit Schinkenwürfelchen, delikat, und dann in weiteren kurzen zackigen Schritten ergänzt, während platte lange Nudeln kochten in Meersalzwasser, versehen mit Wein (so bleiben sie schön weich), der durfte etwas einkochen und dann mittels schwarzen Pfeffers, gemahlen, Salz und einem Schwung Sahne, die reichlich geschmacklich sahnig daherkam, weil bio, wohl, zusammenköchelte, was die Grundlage für das Hinzufügen der Bärlauchblätter und rasch zum Bestandteil erkorener überreifer Birne , auch schon in diesem Werke passend, war.

Schmeckte gut, war richtig zur Kompensation und mit ein bißchen Herumtüftelei würde sich vielleicht noch der Sahnegeschmack leicht herunterdrücken lassen, aber der war auch nur so ganz leicht störend, fast unprätentiös prätentiös ;-)

Und weil ja das Herbeireden im Mai so in Mode ist dies noch