
Am Morgen danach — unbehandelt aber unverschämt gut eingezogen
Beschreiben lassen sich die wohlfühligsten Köstlichkeitsmomente des Verspeisens delikatester Auftischung sowieso kaum, vorweg nur — es war einfach nur köstlichster Natur. Die Sinne schweifen kurz ab, die Sauce zerstösst alles bisher kennengelernt zu haben Geglaubtes auf ein Minimum des Vorhersehbaren, eine noch abschweifend nachklingende Explosion allerfeinster Geschmacksnuancen lässt sich schwer einfinden in die weitere Verkostung noch aufzutischender Spezialitäten.
Und dann heißt es das Gericht photographisch als jpg einfangen, den Moment des Verzaubers ablichten und präsentieren. Da das meistens eher im dunklen Teil des Tages geschieht heißt es sich behelfen, meist reicht eine schnöde routiniert dahingehaltene Baulampe, manchmal wird ein klein wenig nachgeholfen.
Optimal also die Speisung für den Photoevent im Kochtopfblog, dunkle Momente sind farbenprächtiger zu gestalten und das Riesenphoto ist zu verkleinern. Einige sehen in groß so richtig schön brillant aus, nach der Verkleinerung ist der Charme verflogen, bei anderen ist es genau umgekehrt. Am besten sind die durchschnittlichen Bildchen.

Studienobjekt 2
Beabeitet wird das mit irfanview, einem kleinen kostenlosen Programm, welches auch gleich einen ganzen Packen Bilder auf einmal angenehm verkleinern lässt. Zu mehr Rumpfriemelei kann dann auf ein paar Angenehmlichkeiten zurückgegriffen werden. Andere Blogs haben da schon einiges zum Besten gegeben. Unnötig allzu viel zu wiederholen.
Die Photodaten:
Bild-Orientierung: 1
Kamera: Sony K800i
Belichtungszeit: 0,0333333
F-Zahl: 2,8
ISO-Wert: 80
Belichtungsabweichung: 0
Messmodus: 2
Lichtquelle: 3
Blitz: 16 (war ohne Blitz)
Weißabgleich: 1
Abstandsbereich zum Objekt: 1
Bei dem Bild haben wir im Programmpunkt Farben verändern nur den Helligkeitsfaktor auf 5 verschoben, Rot mit +2 und Grün mit -2 versorgt, die Gammakorrektur nach 0,90 verschoben und die Farbe etwas unnatürlich, aber wahrscheinlich ansprechender auf 63 Sättigung verschoben. Das Resultat dann auf 470 Pixel verkleinert und hier ist es nun.
Das Foto ganz oben ist hingegen gänzlich unbehandelt, dafür ist die schöne Weinsauce dermaßen lecker über Nacht eingezogen, dass es nach Fertigung der Fotografie ganz geschwind unter nehr oder minder lauten „kööööstlich…“-Rufen auch nicht mehr lange gehalten hat, und das ist ja das Wichtigste ![]()

Studienobjekt 1 — das Original
Zubereitet wird die Köstlichkeit ganz simpel. Wichtige Voraussetzung ist griechischer Oregano — Rigani genannt, eine würzig-scharf schmeckende Sorte, die aus Wildpflückung herstammend generell gute Kochresultate zeitigte; also perfekt auch für dieses unwiderstehliche Foodblog-Rezept.
Gutes Olivenöl wird mit reingemahlenem schwarzen Pfeffer in einer großen Schmorpfanne erhitzt und Kaninchenkeulen werden angebraten, gepfeffert, gesalzen und riganisiert und wenn sie eine schön braune Farbe zeigen wird mit einem Schuss Weißwein, gerne etwas trocken und mineralisch schmeckend (wie z.B. diesen hier), abgelöscht; die Keulen ein paar mal drehen und wenn der Wein verkocht ist darf noch mal etwas frischer Pfeffer und Rigani drüber.
Längs geschnitte Kartoffeln werden im Öl angebraten, es sollten nur so viele wie halbwegs flach reinpassen zugegeben werden.
Genommen haben wir die feste Kartoffelsorte Ditta (oder so ähnlich), die Biokartoffeln passten hervorragend hierzu
; die Kartoffeln dann auch noch mal salzen und riganisieren und ein kleiner Schwubbs Wein hinzu auf höchster Flamme erhitzen und Deckel drauf, nach ein paar Minuten auf Klein runterschalten und dann köcheln lassen.
Ab und an mal umrühren und kurz bevor die richtige Konsistenz zur Verspeisung auftritt noch mal Rigani drüber und den Saft von 1 bis 1 1/2 Zitronen, Deckel dabei so ca. 10 Minuten noch drauf lassen und dann servieren.

Schlunzig mit Weinsauce verschmolzene mittelkräftig zergehende Kartoffeln und so was von leckerer Rigani-Zitronen-Beigabe aber auch
Und es schmeckt soooo köööööstlich, die Weinsauce mit dem Riganigeschmack ist unvergleichlich und wird von der Zitrone auf das allerbeste unterstützt. Ausschlecken erlaubt, es darf nichts verkommen, es wäre ein wahrer Frevel.
Zutaten waren:
Kaninchenkeulen
Bio-Kartoffeln, festkochende (Ditta)
Bio-Olivenöl, ein gutes kräftiges!
Wild-Rigani, Salz, Pfeffer
Bio-Zitrone
Öko-Weißwein (Penedes)
Das mit der Grösse ist mir auch schon aufgefallen.
Das Studienobjekt sieht übrigens in allen Stadien zum Anbeissen aus.
Mir gefällt das Studienobjekt auch – Rigani wird immer interessanter…
Für den Rosmarin-Event habt Ihr übrigens noch fast 4 Std. Zeit.
Unter Rigani spuckt mir Google etwas zur keltischen Feuergöttin aus, aber das ist hier nicht gemeint. Was ist das?
Auch das unbehandelte Kaninchen ist sicher ein Genuss!
@schnick:
ich weiß es ich weiß es
Köstlich in allen Variationen!
Ups, wer lesen kann ist klar im Vorteil.
mir fehlt eher ein Kochcomputer, bei dem man die Würzung nachträglich auf Rigani +3, Zitrone -1 und Bioolivenöl auf +300 korrigieren könnte.
@zorra
Gleich auch mal ausprobiert, ob es einen Unterschied macht wenn es erst verkleinert und dann bearbeitet wird; bei diesem Bild jedenfalls nicht
@Barbara
Rosmarin haben wir keinen bekommen. Wäre auch das letzte Mal gewesen, dass wir uns beteiligt hätten, in Zukunft wollen wir auf Grund der vielen Reklame nicht mehr darauf verlinken.
Rigani ist immer hochinteressant
@Schnick Schnack Schnuck
Rigani ist natürlich göttlich, zumindest zum vergöttern
@sammelhamster
noch was da vom Rigani, oder auch die letzten Reste aufgebraucht?
@lavaterra
Das ist das Dumme, der köstliche Geruch der leckeren Speise lässt sich nicht einfangen und wieder herausgeben
@Schnick Schnack Schnuck
Hihi
@lamiacucina
und dann ist ein Virus drin und dann gibt es Flecken auf dem Teller
alles Rigani schon aufgefuttert, leider, nur noch fränkisches Oregano da