Archiv für Januar 2009

Das war ja nicht mehr auszuhalten, überall die gleichen zu verwendenden sich schmackhaft darbietenden der Jahreszeit nicht unüblichen den Feldern oder Gewächshäusern entnommenen kleinwüchsigen Pflanzen — dafür wurden sie klassisch in Olivenöl gedünstet, versehen mit roten kleinen Zwiebelstückchen, vervollkommnet durch Zitrone und serviert mit einem ordentlichen Schuss allerbesten Bio-Olivenöls und frisch geriebenen Schwarzen Pfeffers – einfach lecker!

spinatblaetter mit roten zwiebelstuecken in olivenoel geduenstet und mit zitrone versehen
Einfach zu genießen — Blattspinat mit Olivenöl und roten Zwiebeln und Zitrone gedünstet

Nachdem die Spinatomania in den Küchen der Foodblogs ausgebrochen ist, war heute entgültig Schluss. Hausmannskost gab den letzten Anstoß — ab zum Gemüsehandel und die letzten Restbestände geordert. War zwar nicht mehr viel, aber für die schnelle spätnachmittägliche 1-2-3-Verköstigung optimalst geeignet.

Zubereitung (schneller geht es wahrlich kaum) ganz einfach. Spinat durch ausgiebiges mehrmaliges Wässern von Erde befreien; Wurzeln falls vorhanden abschneiden, die Stiele bleiben dran! sodann kleine unakkurat geschnittene rote Zwiebelstückchen in bestem schon mal mit etwas Pfeffer und einem Hauch von Rigani versehenen Olivenöl andünsten und den Spinat hinzugeben. Die Spinatblätter kurz umrühren und dann Deckel drauf, währenddessen ein bißchen Wasser holen und zu dem deutlich in der optischen Wahrnehmung reduzierten schön köstlich duftenden Topfinhalt geben. Kurz unter dem Deckel dünsten lassen und dann noch mit Meersalz und Pfeffer würzen und den Saft von einer Zitrone mit rein. Dünsten, umrühren, fertig.

Noch allerbestes Bioolivenöl und Salz drauf und Pfeffer aus der Mühle frisch rüberrieseln. Lecker!

Von entdeckten Inhalten und Realitäten (oder: wo wird eingekauft)

flusskrebsschwaenze mit leckeren zwiebeln dreierlei in weinsauce delikat
Noch ganz hinten im Kühlschrank entdeckt und spontan beschlossen mal wieder das Leib- und Magengericht zu machen. Schmeckt wie immer höchst & vorzüglich.

Und sonst?
Nicht nur bei Lidl sind die Angestellten Bespitzelung und Ausbeutung ausgesetzt. In Berlin wird am Dienstag eine sogenannte Verdachtskündigung verhandelt. Dem Tengelmannkonzern passte es nicht, dass in seinen Filialen der Supermarktkette Kaiser´s für bessere Arbeitsbedingungen durch die Gewerkschaft ver.di gestreikt wurde.

Einschüchterungsversuche und massive Einflussnahmen auf die Kassiererinnen waren die Folge, nur eine hielt in ihrem Supermarkt trotz Druck stand und machte von ihren Rechten Gebrauch — die aktive Gewerkschafterin Emmely, der nun Falschabrechnung von Pfandbons im Werte von 1,30 Euro (langsam auf der Zunge zergehen lassen: 1,30 €) vorgeworfen wird.

Eine fingierte Sache, ganz klar. Schließlich darf es nicht Schule machen, dass KassierInnen sich zu viel rausnehmen und Solidarität mit Emmelyfür ihre Rechte kämpfen.

Für solche Fälle haben die Arbeitsgerichte den Verdacht einer Straftat als ausreichend für eine Kündigung angesehen (unabhängig ob der Vorwurf stimmt oder nicht). Den Konzernen soll es schließlich bequem gemacht werden.
Einen Streik etwa gegen solch und andere undemokratische Maßregelungen hat der Gesetzgeber hingegen in weiser Voraussicht verboten (gestreikt werden darf in der BRD etwa im Gegensatz zu Frankreich nur in einem eng begrenzten gesetzlich erlaubten Rahmen).
Da spielt auch die 31jährige Beschäftigung im Betrieb keine Rolle. Auf solcherlei moralische Argumente wird nicht gerne Wert gelegt.
Während andernorts ein paar Stunden über die Höhe der Strafe entscheiden und Millionäre die Gnade des Gerichtes spüren, dürfen die kleinen Angestellten bluten. Früher wurde das schlicht Klassenjustiz genannt.

Das Recht zu protestieren lassen sich die UnterstützerInnen jedoch nicht nehmen: Ab 9.30 Uhr gibt es eine Kundgebung vor dem Landesarbeitsgericht Berlin. Und eingekauft wird demnächst woanders.

Weitere Infos HIER
Protestkundgebungsfoto vom Komitee „Solidarität mit Emmely“ indymedia

[Nachtrag: Das LAG Berlin hat die Entscheidungsverkündung auf den 24.02.2009 terminiert — Presseerklärung]

Frappé brûlée — warum nicht

geknackter leckerer frape karamellisiert
geknacktes leckeres Winterkaltgetränk

Es ist immer so eine Sache, da wird Besuch eingeladen und allerlei Dinge werden aufgetischt, meist kommt ein Aah und Oooh, manchmal hat das Pack aber auch Verbesserungsvorschläge anzubringen, meist wird mit gelangweiltem Blick alles aufgenommen und im Geiste eifrig mitgeschrieben, tolle Sachen purzeln da aus den Leuten raus.
So auch neulich, als der merkwürdigerweise unbekannte Café Frappé, das aus griechischem Pulverkaffee gefertigte Kaltgetränk, welches in Griechenland rauf und runter getrunken wird, kredenzt wurde.

cafe frape Café frapé pulver kaffee
cremig geschlagener und glatt sich anbietender Frappé

Natürlich wie üblich mit wenig Zucker und Milch gefertigt und erstmal in kleinen Probiergläschen zubereitet samt Eiswürfel. Kam auch gleich gut an, die überhitzte Küche war aber auch die eisigen Temperaturen vergessend machend und lud förmlich dazu ein.

mit rohrzucker bestreuter griechischer frappe gleich kommt der bunsenbrenner

Die probehalber genossene Koffeinzufuhr war dann wohl doch zu zuckerarm und stark, sodass der Wunsch nach süßer Variante aufkam. Baileys, gerne hinzugefügt im Süden, war ja nicht zu haben und so wurde halt nach Karamell geschrien. Also flugs den Bunsenbrenner (Cucina casalinga hat sich neulich auch eine Variante angeschafft, vorspeisenplatte besitzt sowas schon) hervorgeholt und vor staunenden Augen rasch gerieselten Rohrzucker karamellisiert. Überhaupt benötigt jedeR so einen tollen Flammenwerfer — wie sollten sonst famose karamellisierte Limonen gefertigt werden.

Der Schaum blieb auch schön fest und die kleinen Gläser waren robust genug die Hitze auszuhalten (es wird ja nur kurz gezündelt), die Zuckerschicht durfte sich auch nicht zu fest karamelisieren, sondern musste nur einen in Verbindung mit der feinporigen Struktur des φραπέ geigneten Moment des verzückenden leichten Knackens bieten, um sich der stimmigen Genüsslichkeit ausführlich widmen zu können.

karamelisierter cafe frape
Die Karamellschicht darf nicht zu fest und dick sein

Und, es war super, kam toll an und bereichert nun den zu reichenden Getränkevorrat als Option auch für den Winter — Frappé brûlée

Natürlich keine Fotos gemacht dabei, war dann doch zu schnell gewachsene anregende Ideenfindung, aber selbstredend nachgeholt und heute Nachmittag schien sogar ein wenig die Sonne. Da wurde schnell gehandelt und ein paar Varianten wurden ausprobiert. Die Karamellschicht ist schon relativ süß, der Schaum wird allerdings schöner und feinporiger mit etwas mehr Zucker, da musste das Zusammenspiel optimiert werden. Die Milch wurde sogar ganz weggelassen, passt dann doch besser.
Für nicht so sehr dem kalorienhaltigen Süßungsmittel Zugeneigte gibt es noch diese Variante :p

frape brulee caffee brûlée
locker, lecker, leicht — karamellisierter φραπέ brûlée

Auf die Schnelle:

Zwei Löffel griechischer Pulver-Kaffee (Instantkaffee!) also mit etwas Wasser in unserer tollen Frappe-Maschine cremig gerührt mit etwas Wasser und Eiswürfel bestückt und dann nur noch mit braunen etwas gröberen Rohrzucker leicht berieselt und hurtig mit Flammen versehen (ein bissl aufpassen, das Glas ist noch heiß) und — fertig!

p.s. dummerweise keine Flecken fabriziert, verdammt! ;-)

Vollgekleckerte Teller (Vorwegnahme von Fotoblogevent CXII)

Zeit, sich den wichtigen und kaum beachteten Fertigkeiten in der Food-Photo-Präsentation zu widmen. Kaum Beachtung findet bei vielen LeserInnen der diversen und in letzter Zeit immer zahlreicher in Erscheinung tretenden Foodblogs die mühevoll arrangierte kulinarische Tagesköstlichkeit. Dabei wird noch am letzten Petersilienblatt gezupft bis es akkurat sitzt und die Herzen höher schlagen lässt.

befleckte fischspeisung
Gestern nach reichlich Alkoholkonsum rasant gefertigte Fischspeisung irgendwann kurz vor der Morgendämmerung

Aufopferungsvoll auch unser Herangehen: Mühevoll werden die Teller poliert nur um dann mit penibel aufgebrachten Flecken eine zufällige Kleckstechnik zu erzeugen. Schwerstarbeit also, schließlich ist der elegant daherkommende Fleck bekanntlich der Schwierigste. Diejenigen, die es sich einfach machen, versuchen mitunter mit im warmen Licht getauchten Resultaten von dieser Pfuscherei abzulenken, oder spielerisch wird ein Rahmen um das Gebotene eingefügt.

Bei einer groben Übersicht (von einigen hätten wir wirklich mehr erwartet) erweist sich, dass zahlreiche bekannte und insbesondere neue Mitglieder der Foodbloggemeinde sich dieser Kunst, mit der modernen Technik einfach zu bewerkstelligenden Schandtat, gemütlich der schwierigen Fleckkunst entziehen. Damit sind jetzt keine Deco-Krümel oder der Saucenspiegel gemeint, auch der schon zum guten Ton gehörende eingebackene Auflauf oder Zwischenzubereitungsstadiendokumentationsphotographien gehören da nicht zu, sie sind nur das Feigenblatt der alten Maxime, dass geklotzt und nicht gekleckert werden soll.
Gelegentlich weiß sich aber auch der angestrengt ich-bin-auch-etwas-fahrig-Blog zu präsentieren indem heimlich ein zwei Klatscher auf den Tellerrand präsentiert werden; offen ersichtlich als Anbiederung.


Ein mit Olivenöl vollgekleckerter Tisch gilt nur so halb ;-)

Nach einer zugegebenermaßen groben Sichtung in den Kochblogs wird die ganze Tragödie offenbar

Kein einziger Klecks ist zu sehen bei:

cucina casalinga
Angelika’s Kochstudio
küchenbulle
Stan’s Previously Owned Blog
chicken or pasta
genussmousse
kochen375
Zwergenprinzessin
Houdini’s
Spülkönig und Kitchenqueen
suppenkasper
amateurköche
Einfach Guad
Küchengeister
einfachköstlich
patchwork und kochen
paprikameetskardamom
peppinella
kochmop
kük
vorspeisenplatte
mangiare! mangiare!
kochschlampe
Schnick Schnack Schnuck
schnuppschnuess
soframiz
esskultur
süsse mahlzeit
kochfieber
Kuriositäten
kraeuterundbluetenblog
dilemma
Iuno’s Blog
Sammelhamster
RezkonvSuite
Karine’s Kitchen
Kraut Kekse
Kochknecht
Kochfun
foolforfood
Küchenleben
anonymekoeche
Kaffeebohne
Hedonistin
Hausmannskost
genial lecker
foodisjusta4letterword
Foodfreak
essenslust
Dolce
Tomatengruen
chili und ciabatta
Chaosqueen
Genussfaktor
Sinem´s Küchenzauber
Esma`s Schlemmereien
Chaos Kitchen
Molekularküche
Brot und Rosen
Kochtopf
Was koche ich heute
deichrunner
paulchens
Kochsinn
Chrocky
cookmania
entspannt essen
Küchenlatein
Kochbanausen
mipi
koch und backoase
Nasebaer
Café da Nysa
teatime
veganes wirtshaus
Kräutersturm
kochblogger
kochfrosch
neue essklasse

und auch Rosenthal und candyland scheuen sich davor wie der Teufel das Weihwasser oder so

schippe und besen

leichte Hinwendung zum Klecks (wenngleich auch oftmals nur bei der Suppe) und damit die Ehrenrettung bei:

mademoiselle différentielle
zucker & salz
schnuppensuppe kleckst doch nur ausnahmsweise siehe Kommentar — dafür springt mipi ein
One bulgarian kitchen
wie gott in deutschland
maisonrant
essexperimente
balu
lavaterra
Chocolate & Philosophy
lamiacucina
strandi
katerkopf
tschoerda
scholli
fressen und trinken
vegan food
Bolli
Corum
Chaosküche
noch einer

und mit ein bissl mehr Fleckempfinden — die herausgeschälten FavoritInnen-Blogs

kulinaria katastrophalia (das musste jetzt sein ;-)
Babaras Spielwiese

und Tata, der Siegerblog

ente

Oder fühlt sich noch jemand berufen, wurde jemand vergessen, doppelt vorgeführt und wie sieht es eigentlich bei den nicht deutschsprachig geprägten Food-Blogs aus? Sind die auch so pingelig?

wischspuren
Keine Kleckserei

Übrigens: Auffälligkeiten oder Hinwendungen zu bestimmten Zubereitungsarten haben offensichtlich keinerlei Einfluss auf Flecken, ob nun die Zutaten wild durcheinandergewürfelt werden oder sich meist so überhaupt gar nicht an Konventionen und Rezepte gehalten wird oder jedes Kochrezept aus allen Kochzeitschriften nachgekocht werden muss — es spielt einfach keine Rolle.
Nur neue Foodblogs sind meist peinlich darauf bedacht im guten Lichte zu erscheinen, da wird noch Wert auf das Umfeld gelegt und erwartet, dass morgen neben den Tausend BesucherInnen auch ein Fernsehteam vor der Tür steht, um zu den zahlreichen Kochdarbietungen ob der gebotenen Ware zu interviewen.

Mitnichten lässt sich allerdings sagen, ob der Sonderfall food for action mit der Volksküche kleckert, schließlich tun sich die Leute das Essen da ja selber auf

cocktail exclusiv
klecklich, klecklich

p.s. richtig aktuell kann sich zur Zeit an den der dunklen Umgebung angepassten Cooking-Blog-Fotos versucht werden, im Kochtopfblog wird nach dem besten Verfahren für die schwierige Nachtfotographiekunst gefragt, im Chrockyblog wird für den DMBLGIT nachgefragt und und und…

p.p.s. MarionskochbuchSeite ist ersichtlich kein Foodblog und ist jetzt wohl mit den massenhaften Abmahnungen wegen Verwendung schlechter Fotos durch harmlose BloggerInnen & Co. vor dem OLG Hamburg gescheitert [via heise]

Blassrote Süsskartoffeln entpuppten sich nach Schälung außerordentlich oranger Natur und wurden in zweierlei Variation serviert, durchgeschnippelt und ganzknöchig, dazu grünweißer Spitzkohl und delikater Schafskäse auf Olivenölspiegel und dazu kleine rote Flämmchen in Glaszurschaustellung

suesskartoffeln geschnippelt und gebraten
Süßkartoffeln geschnippelt und Batate, ganz rechts im verkümmerten Zustande

Der Rückgriff auf die Süßkartoffel war von Besuch gewünscht und so wurde flugs dem Wunsche nachgekommen, frittiert in Olivenöl ward eine kleine knöchige Knolle vergessen und so brutzelte sie munter mit und konnte so geschmackstechnisch untersucht werden; leider schmeckte die bei weitem nicht so gut wie die anderen Stücke, wird also nicht wieder so gemacht. Dazu rasch mit exklusiven griechischen Bioolivenöl und weißem Balsamico angemachter Spitzkohl, der rein geschmacklich sich leider als etwas fad herausstellte und den Vorsatz herausschälte, dass sich alsbalde mal wieder auf die Suche nach dem leckeren Jaromakohle gemacht werden sollte.

Angesichts der immer übergroßen Berges von Bataten im nahegelegenen Kleinstsupermarkt sollte mal etwas mehr damit gekocht werden. Das scharfe Rezept aus dem Chrockyblog ist schon notiert, Süßkartoffelkuchen wird hingegen höchstwahrscheinlich nicht auf den Teller kommen (hat ja was mit Backen zu tun ;-) ); ob die gekochte Kredenzung ratsam ist? Ein Curry klingt auch nicht schlecht; das hier dürfte zumindest am frischen Mais scheitern.

schafskäse block in bio oliven oel meer
Duolithen in lecker Olivenöl samt Rigani

Und selbst in der kulinarischen Provinz wurde von der Süßkartoffel schon mal was gehört, auch wenn wohl ein anderes Produkt gemeint ist ;-)

Konnte von dem Umstand, dass nun wirklich überhaupt kein für das vom Besuch eingeforderte vegetarische Spezialitätenschleckerli notwendige das Kochutensil Umwickelnde zu ergattern war darauf geschlossen werden, dass dem hohen Anspruche nicht gerecht zu werden gelingen sollte — mitnichten! und deshalb wurde unter Auferbietung diverser Alcoholica durchgehalten und die Gunst der frühen Stunde genutzt und sich die ersten feinen Vorräte gesichert, die alsbalde dann wohl schon weg gewesen wären — dabei ist doch Saison, oder zumindest Nachsaison, oder war die Ernte nicht ausreichend, der hohen Nachfrage nicht gerecht werdend? Egal, das kulinarische Glück war gesichert, der Genuss nur eine Frage nachzuholender Besinnung vor dem großen Kochakte…

Verschlungene Wege zum vom Besuch eingeforderten leicht zu dünstenden Federkohl erwiesen sich als vorzüglichst zu gestaltende Kost, die zuvor schon tagelang ausgekundschafteten Beschaffungsstellen ließen die gemeine Verkaufsschar nur mit den Schultern zucken, ignorantes Überspielen ungenügender Orderfähigkeit im Großhandel. Also auf den Primärerzeugnisbetrieb gesetzt und mit dem Anblick einer leeren Kiste belohnt, in der noch kümmerliche Reste von einst sicherlich die untere Ebene füllenden Gemüse vorhanden war.

Der Besuch wurde allmählich unruhig, glaubte Hinhaltungen nicht mehr, begann zu zweifeln, dass überhaupt noch etwas davon zu haben sei; also mutig die Nacht durchgehalten und halbtot ohne größeren Drogenkonsum tapfer zur Einkausstätte gerannt, um die Belohnung abzuholen — frisch gepflückter (hoffentlich) zarter Grünkohl.

Der besten aller Grünkohlzubereitungsarten stand nicht mehr im Wege und so konnte vitaminreiche Biokost zu höchsten kulinarischen Ebenen geführt werden (ganz ohne matschende Zubereitungsarten). Dazu dann auch noch kochwartezeitbedingt die Suche nach Teelichtrestbeständen und unterstützenden Limonengetränken ;-)

allerbester bio gruenkohl kurz geduenstet mit frischen kraeutern
Frische Kräuter und Zwiebeln verzücken federleichten Grünkohlblättergenuss

Einfach entsprechend dieses Rezeptes Zwiebeln und kleingehackte Dillstiele in bestem Olivenöle angedünstet und zuvor in Wasser kurz gekochte Blätter ohne harte Stiele, die in Eiswasser ihre Farbe behielten, mit hinzugegeben, 10 Minuten gedünstet und mit den schmackhaften Dillspitzen versehen zwischendurch und dann frisch die zarte Speise genossen mit noch einem ordentlichen Schuss allerbesten Bio-Olivenöles und zufrieden auch noch den dazu gereichten Schafsziegenkäse auf der Zunge zergehen gelassen. Sehr lecker mal wieder!!

Ganz auf Eigenproduktion setzt übrigens ein neuer Blogsportblog und liefert anschaulich Möglichkeiten selbst in die vegane Käseherstellung einzusteigen; gespannt wird auf die Produktion von Schafskäseersatz gewartet — da müsste doch was zu machen sein ;-)

Übrigens, dass gar politische Verwicklungen besonderer Art beim Grünkohlessen auftreten können, war allerdings bisher unbekannt :D

Liebenswerterweise zu präsentierende Dillkartoffeln (diesmal mit Erbsen) und sowieso muss schnellstens wieder der Füllung gehuldigt werden

dillkartoffeln diesmal mit erbsen
Fein mit Erbsen versehen — Dillkartoffeln

Es war nicht allen zuträglich im Geschmacksempfinden — dabei waren die in letzter Minute hinzugefügte Erbsen nicht unwichtig (schließlich soll der Gefrierschrank mal endlich abgetaut werden) und sowieso sind sie auch ganz putzig anzusehen ;-)
Rezept wie üblich und geschmeckt hat die Kartoffel-Dill-Kreation wunderbar mit frischem Vollkornbrot (das von Mehlwurm ist nach allerlei Ausprobiererei feststellbar das Leckerste hierorts) und das um mitternächtliche Zeit, was ganz es Besseres geben ;-)

So, und jetzt muss sich mal wieder nach arbeitsintensiven Tätigkeiten der Küchenkunst gewidmet werden. Ehemaliger zur Zeit in Italien sich den Bauch vollschlagender WG-Inhalt hat auch schon ein Rezept geschickt, dies Nachzukochen ist natürlich rezeptliche Pflicht (außerdem klingt das furchtbar lecker).

Neue Blogevents gibt es auch schon wieder, Räuchern steht noch bis Donnerstag hoch im Kurs im Kochtopf und ganz frisch im Gärtnerblog der gruselige Sellerie ;-) Zu beidem fällt gerade so gar nichts ein und für den delikaten Wassersellerie ist es noch etwas zu früh im Jahr.