Erinnerlich waren die Hähnchenkeulchen in der Weinsauce erst gebraten, dann geschmort und sodann etwas gedämpft, um von sich sagen zu können, dass besseres Turbieren des Backofens Kunst nimmermehr mehr braucht, um leckerste Kost zu präsentieren, die mit Spritzern von Zitrone und Rieseln von Gewürz zeugt ein gar wunderbar Ergebnis

Der Backofen muckt ein wenig rum, beliebt auszugehen, macht sich rar für das beabsichtigte zu Verspeisende und so wurde nach langer Zeit die große Pfanne für ebendieses nun anzugehende Speisenzubereitungsrezept hervorgeholt, der nicht minder große Deckel parat gehalten und dann konnte ein wunderbares Essen hervorgezaubert werden, das zwar ein wenig Zeit, aber dafür kaum Aufwand benötigt — sowohl hinsichtlich zu verwendender Zutaten als auch der dabei aufzuwendenden Herumrührerei.

in weinsauce zu schmoren gewusste Hähnchenkeulchen und kartoffeln längs
Wunderbar durchgezogen durch traumhafte Kompositionen

Bestes Olivenöl (reichlich!) nahm die Hähnchenkeulchen auf, Gewürz wie Salz, Pfeffer und ein bißchen wilden aromatischen Oregano, brutzelt sich annehmbare Farbgebung zurecht und war vom Z8ischen des kleinen Schwunges trockenen Weißweines überrascht, brutzelt diesen weg und nahm einen weiteren etwas großzügiger bemessenen Umfang desselben Getränkes auf, bedeckt vom vorhin benannten Deckel; dann, die Temperatur war niedrig, das Fleisch schon gut durchgezogen, konnten längs geschnittene Kartoffeln in gar grober Struktur mit vielen Kanten mit hinzu, samt extra und ordentlich gestreuten Meersalzes und wiederum Oregano, herumgerührt auch hier bisweilen und verdeckelt, wiederum nochmals ganz niedrig die Hitze gehalten.

So danne ganz kurz vorm Schluss, die Erwartungshaltung arg strapazierend noch eine Zitrone hinzugemengt und nach kurzer Verweil dann Aufdeckung des köstlichen Spezialitätenmahls.

Sanft durchgezogen, vom Weine verwöhnt, aber nicht dominiert, von Oreganohauch beschenkt (überreichlich) und der Zitrone gewidmet erweist sich das perfekt geschmort, gebraten sich darbietende Keulchen perfekt, die Kartoffel gar unbeschreiblich lecker leicht weich auftretend in der Erschmeckung, aber festgehalten von der geschmacklichen Umgebung; ein kleiner Traum, ein überaus leckerer, einfacher.

Zutaten:

Hähnchenkeulchen
Kartoffeln
Weißwein, trocken
Zitrone
Meersalz, Pfeffer, Oregano (Wildernte)

Zubereitung:

furchtbar einfach

Resteverwertung:

unnötig, da des Abends extrem schnell verschwindend und so kann zum Foodfotoevent hiermit nichts beigesteuert werden ;-)


18 Antworten auf “Erinnerlich waren die Hähnchenkeulchen in der Weinsauce erst gebraten, dann geschmort und sodann etwas gedämpft, um von sich sagen zu können, dass besseres Turbieren des Backofens Kunst nimmermehr mehr braucht, um leckerste Kost zu präsentieren, die mit Spritzern von Zitrone und Rieseln von Gewürz zeugt ein gar wunderbar Ergebnis”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 30. November 2008 um 13:10 Uhr

    Hoffentlich nicht nur ein Traum gewesen, sondern auch geschmackvolle Realität geworden b-) ?

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 30. November 2008 um 13:17 Uhr

    @sammelhamster
    Das Schwelgen in der Erinnerung (der Realität) verbleibt nur als traumhafte Nuance ;-)

  3. Gravatar Icon 3 mipi 30. November 2008 um 14:28 Uhr

    Nicht unlecker. Beim Lesen der Zubereitung hatte ich eine Geruchs-Fata-Morgana. Ist das noch normal?

  4. Gravatar Icon 4 Bolli 30. November 2008 um 15:46 Uhr

    tja, wer braucht denn da noch einen Backofen?

  5. Gravatar Icon 5 lavaterra 30. November 2008 um 22:06 Uhr

    Diese äußerst feine Zubereitung muss unbedingt nachgekocht werden.

  6. Gravatar Icon 6 entegut 01. Dezember 2008 um 11:35 Uhr

    Ein bisschen noch prasselnde Bräune erwünscht, sonst überaus erquickende Kompositon aus dem Ofens Rein!

  7. Gravatar Icon 7 Houdini 01. Dezember 2008 um 13:04 Uhr

    Bin Deiner Meinung, habe auch gemerkt, dass vieles in der Pfanne genau so gut funzt, manchmal sogar besser: weniger Austrocknen.

  8. Gravatar Icon 8 Isolde 02. Dezember 2008 um 17:38 Uhr

    also, so ähnlich hab ich das neulich wegen nicht funktionierenden Backofens auch versucht. Ganz so doll begeisterungsstürme sind bei mir nicht ausgebrochen(das hatte ich schon besser), aber den anderen hat s gefallen. Diskussionen im vorhinein gab es darüber, ob es nicht die kulinaria-katastrophalia-master-These darüber gibt, ob man das Huhn erst ölen oder erst würzen sollte. Weil die Massen von frischestem Olivenöl sonst die Gewürze wegschwemmen oder weil das Gewürz sich noch ohne Öl besser ins Fleisch frisst???

  9. Gravatar Icon 9 kulinariakatastrophalia 02. Dezember 2008 um 22:08 Uhr

    @mipi
    Ganzganz ungewöhnlich :D

    @Bolli
    Ein elektrischer wäre trotzdem ganz nett, diese Gasöfen bringen es einfach nicht richtig ;-)

    @lavaterra
    :) je nach Dichtfähigkeit des Deckels eventuell noch etwas Wein zwischendurch hinzu

    @entegut
    Die hat sich in die soße verkrümmelt

    @Houdini
    Die Kartoffeln bekommen auf jeden Fall einen wesentlich intensiveren Geschmack, wobei der Effekt auch mit Deckelung im Backofen gut klappt — z.Bsp. bei Zieglein mit Kartoffeln sehr gut beobachtbar!

    @Isolde
    Hah! Die alte Frage. Das müsste eigentlich mal im direkten Vergleich ausprobiert werden. Beim Backofenhähnchen ist die Variante Salz, Pfeffer dann Öl, sodann Paprika, Oregano erprobt.
    Ob in einer kurzen Würzzeit zwischen den verschiedenen Varianten überhaupt ein Unterschied bemerkbar wäre?

  10. Gravatar Icon 10 Denver 02. Dezember 2008 um 22:51 Uhr

    Deine Beschreibung lässt mir ja das Wasser im Mund zusammenlaufen! Aber eigentlich hätte man doch nicht nur das Gericht, sondern auch gleich sich selbst mit Wein verwöhnen können.:-?:d

  11. Gravatar Icon 11 lamiacucina 03. Dezember 2008 um 7:10 Uhr

    das Gewürz unter die Haut schieben, dann kann es vom Olivenöle nicht mehr weggeschwemmt werden ! Das leise Rieseln fallenden Gewürzes ist dann aber nicht mehr zu hören.

  12. Gravatar Icon 12 kulinariakatastrophalia 03. Dezember 2008 um 13:04 Uhr

    @Denver
    Eins nach dem anderen ;-)

    @lamiacucina
    Da fällt ein, dass ja mal wieder Hähnchen mit unter die Haut geschobener Blattpetersilie gemacht werden könnte! :-)

    p.s.
    Das Geräusch wird pfiffig nachgeahmt ;-)

  13. Gravatar Icon 13 Isolde 05. Dezember 2008 um 8:00 Uhr

    unter die Haut habe ich Knoblauchstäbchen geschoben, für den wilden Origano müsste man aber doch die gesamte Haut abziehen. Soll man die dann einfach mit Klebstoff Olivenöl wieder ranpappen?

  14. Gravatar Icon 14 Barbara 06. Dezember 2008 um 9:09 Uhr

    Vor allem riecht es bei der Zubereitung aus der Pfanne auch besser als aus dem Backofen, oder? Ich hätte jedenfalls gerne mit gegessen… :)

  15. Gravatar Icon 15 Vegan 11. Dezember 2008 um 14:55 Uhr

    Kann man bei dem Rezept auch das Fleisch weglassen?

    =)

  16. Gravatar Icon 16 Dandu 14. Dezember 2008 um 10:30 Uhr

    10:28 Uhr – mein Magen knurrt – XX bereitet gerade einen Lachsstrudel vor(während ich am PC sitze ;-) ) Hühnchen wäre auch gerade etwas – und die Dallmayrwerbung hier reizt meine Kaffeenerven – Genuss an allen Ecken und Enden! :d

  17. Gravatar Icon 17 kulinariakatastrophalia 15. Dezember 2008 um 12:02 Uhr

    @Isolde
    Für Blätter einfach Stichkanäle schaffen ;-)

    @Barbara
    Ach, das riecht beides gut :D

    @vegan
    Nein, aber Du kannst es ja mal ausprobieren und Bericht erstatten ;-)

    @Dandu
    Die Hähnchenbestandteiöle dürften schneller als der Strudel in der Zubereitung gelingen ;-)

  18. Gravatar Icon 18 Dandu 16. Dezember 2008 um 7:45 Uhr

    @kulinaria: Stimmt, aber egal wenn ichs selber nicht machen muss. :d

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