Nun ist das Thema des Blogevents im Gärtnerblog dem Chinakohl gewidmet, jenem eher nicht ganz so geschmackreichen Gewächses, das bisher allenfalls als Salat zu Tische gelangte und da warme Kost das Gebot war, wurde in einem Anflug, der sich aus der Betrachtung von Lavaterras Kreation ergab, ein fenchliger (fast anisiger
) Geschmack dazu als passend erkoren.

Chinakohl — gewokt und mit Shiitake bereichert und durch Pfeffer aus Sezuan verwöhnt mit frischen filigranen Wildfenchel-Spitzen
Zwar ist erst am Ende des Monats Abgabeschluss, aber manchmal darf auch schon früher der Kochlöffel in der kulinaria-katastrophalia-Küche für unseren Beitrag geschwungen werden
außerdem ergab sich gerade ein dazu günstiges Zeitfenster. Da muss schnell gehandelt werden.
Zuvor noch rasch Shiitakepilze eingeweicht (bevor die gar nicht mehr in Gebrauch genommen werden), diese dann munter unter Wasser gestupst, und Olivenöl mit dem nussig schmeckenden Sesamöle gemischt in der Wokpfanne versehen mit weißem Pfeffer. Pilze rein und rasch gebraten und mit etwas Meersalz und Szechuanpfeffer gewürzt. Duftete schon verführerisch
Währenddessen Rundkornreis geköchelt nach der Zuviel-Wasser-Methode-und-dann-doch-zuwenig-Methode. Kleingeschnittener Chinakohl zu den Pilzen und kurz scharf angebraten und noch mit einem Schwung gemörsterten Sichuanpeffer und grünen aus roten Zwiebeln herauswachsenden Spitzen versehen. Und dann die für dieses Jahr wahrscheinlich letzten Frischevorräte an Wildfenchel vom Biomarktstand hinzugefügt, um einen frischen Kontrast zu dem prickelnd-scharfem Pfeffer zu erhalten.

Einzuweichendes Trockengut
Schnell abgelichtet und dann zur Verköstigung geschritten. Der Chinakohl hatte geringfügig an geschmacklicher Höhe gewonnen durch den Anbratprozess und war erfreuerlich von punktuell auftretenden scharfen Momenten umgeben, die sich, ergänzt durch die geradezu delikat süchtig machenden Pilze in der durch den feinen Wilden Fenchel frischen Augenblicken nicht abgeneigten Umgebung, superb zu machen wussten.

Zutaten:
Chinakohl
Shiitake
Szechuanpeffer
Grüne Rotzwiebelspitzen
Reis
Olivenöl
Sesamöl
Meersalz und weißer Pfeffer
Gegensätze scheinen sich auch auf dem Teller in Harmonie zu finden.
Was schreiben alle immer von geschmacklos beim Chinakohl? Allerdings würden sonst die Koreaner ja nicht so viel Geschmacksstoffe wie Chili, Knoblauch, verfaulende Shrimps, etc dazugeben für Kimchi.
Ja genau – so ähnlich mache ich den normalerweise, mit eingeweichten Shiitake-Pilzen.
Die kulinaria-katastophaliatischen Kreativitätsschübe mit Wildfenchelspitzen usw. machen das ganze natürlich viel interessanter. 
Danke für Eure Teilnahme! Etwas verfrüht zwar…
Tolles vegetarisches Gericht. Das Team aus eher schlappem Chinakohl mit seinen peppigen Kumpels gefällt mir.
Euer Kommentar beim Blog-Event fehlt noch?!
oh làlà, IHr habt ihn verarbeitet, sieht auch noch lecker aus…
Hier gabs keinen ( na ja, sicher doch, aber ich habe nicht so geschaut…), ach ja, Knödel sind on line!
@lamiacucina
Zur vollendeten Harmonie fehlte noch irgendetwas, aber leider keine Zeit die Kreation zum Gipfel der Eintracht zu führen
@Houdini
Leider hatten wir ein extrem geschmackloses Exemplar erwischt; frisch vom Felde schmeckt der wahrscheinlich genauso gut wie Blattsalat
@Barabara
Die Wildfenchelzutat macht sich nicht schlecht, aber irgendiwe müssten da noch mehr grüne Kräuter ran
@mipi
@nochmal an Barbara
Trackback ist eigentlich raus, wird aber gleich noch manuell mitgeteilt
@Bolli
Knödel wären auch eine gute Wahl zum Chinakohl gewesen!
Danke!
Schade, dass der Fenchelvorrat aufgebraucht ist
.
Aber es war immerhin ein würdiger Abschlusseinsatz
@sammelhamster
Ein wenig wurde eingefroren, um die lange Durststrecke zum Frühsommer überstehen zu können
… und ich geh‘ an dem ollen Kohl immer vorbei.
Ich nehme eine Portion!