Archiv für November 2008

Erinnerlich waren die Hähnchenkeulchen in der Weinsauce erst gebraten, dann geschmort und sodann etwas gedämpft, um von sich sagen zu können, dass besseres Turbieren des Backofens Kunst nimmermehr mehr braucht, um leckerste Kost zu präsentieren, die mit Spritzern von Zitrone und Rieseln von Gewürz zeugt ein gar wunderbar Ergebnis

Der Backofen muckt ein wenig rum, beliebt auszugehen, macht sich rar für das beabsichtigte zu Verspeisende und so wurde nach langer Zeit die große Pfanne für ebendieses nun anzugehende Speisenzubereitungsrezept hervorgeholt, der nicht minder große Deckel parat gehalten und dann konnte ein wunderbares Essen hervorgezaubert werden, das zwar ein wenig Zeit, aber dafür kaum Aufwand benötigt — sowohl hinsichtlich zu verwendender Zutaten als auch der dabei aufzuwendenden Herumrührerei.

in weinsauce zu schmoren gewusste Hähnchenkeulchen und kartoffeln längs
Wunderbar durchgezogen durch traumhafte Kompositionen

Bestes Olivenöl (reichlich!) nahm die Hähnchenkeulchen auf, Gewürz wie Salz, Pfeffer und ein bißchen wilden aromatischen Oregano, brutzelt sich annehmbare Farbgebung zurecht und war vom Z8ischen des kleinen Schwunges trockenen Weißweines überrascht, brutzelt diesen weg und nahm einen weiteren etwas großzügiger bemessenen Umfang desselben Getränkes auf, bedeckt vom vorhin benannten Deckel; dann, die Temperatur war niedrig, das Fleisch schon gut durchgezogen, konnten längs geschnittene Kartoffeln in gar grober Struktur mit vielen Kanten mit hinzu, samt extra und ordentlich gestreuten Meersalzes und wiederum Oregano, herumgerührt auch hier bisweilen und verdeckelt, wiederum nochmals ganz niedrig die Hitze gehalten.

So danne ganz kurz vorm Schluss, die Erwartungshaltung arg strapazierend noch eine Zitrone hinzugemengt und nach kurzer Verweil dann Aufdeckung des köstlichen Spezialitätenmahls.

Sanft durchgezogen, vom Weine verwöhnt, aber nicht dominiert, von Oreganohauch beschenkt (überreichlich) und der Zitrone gewidmet erweist sich das perfekt geschmort, gebraten sich darbietende Keulchen perfekt, die Kartoffel gar unbeschreiblich lecker leicht weich auftretend in der Erschmeckung, aber festgehalten von der geschmacklichen Umgebung; ein kleiner Traum, ein überaus leckerer, einfacher.

Zutaten:

Hähnchenkeulchen
Kartoffeln
Weißwein, trocken
Zitrone
Meersalz, Pfeffer, Oregano (Wildernte)

Zubereitung:

furchtbar einfach

Resteverwertung:

unnötig, da des Abends extrem schnell verschwindend und so kann zum Foodfotoevent hiermit nichts beigesteuert werden ;-)

Geschmacklosigkeit durchsetzt von scharf-prickelnden Momenten und delikat sich zeigenden zuvor hart sich erweisenden trocken Daherkommenden — frisch umgarnt von filigraner Kunst (zu runden Ergänzungen)

Nun ist das Thema des Blogevents im Gärtnerblog dem Chinakohl gewidmet, jenem eher nicht ganz so geschmackreichen Gewächses, das bisher allenfalls als Salat zu Tische gelangte und da warme Kost das Gebot war, wurde in einem Anflug, der sich aus der Betrachtung von Lavaterras Kreation ergab, ein fenchliger (fast anisiger ;-) ) Geschmack dazu als passend erkoren.

chinakohl wilder fenchel reis und shiitake szechuanpfeffer pfannengeruehrt
Chinakohl — gewokt und mit Shiitake bereichert und durch Pfeffer aus Sezuan verwöhnt mit frischen filigranen Wildfenchel-Spitzen

Zwar ist erst am Ende des Monats Abgabeschluss, aber manchmal darf auch schon früher der Kochlöffel in der kulinaria-katastrophalia-Küche für unseren Beitrag geschwungen werden ;-) außerdem ergab sich gerade ein dazu günstiges Zeitfenster. Da muss schnell gehandelt werden.

Zuvor noch rasch Shiitakepilze eingeweicht (bevor die gar nicht mehr in Gebrauch genommen werden), diese dann munter unter Wasser gestupst, und Olivenöl mit dem nussig schmeckenden Sesamöle gemischt in der Wokpfanne versehen mit weißem Pfeffer. Pilze rein und rasch gebraten und mit etwas Meersalz und Szechuanpfeffer gewürzt. Duftete schon verführerisch :-)

Währenddessen Rundkornreis geköchelt nach der Zuviel-Wasser-Methode-und-dann-doch-zuwenig-Methode. Kleingeschnittener Chinakohl zu den Pilzen und kurz scharf angebraten und noch mit einem Schwung gemörsterten Sichuanpeffer und grünen aus roten Zwiebeln herauswachsenden Spitzen versehen. Und dann die für dieses Jahr wahrscheinlich letzten Frischevorräte an Wildfenchel vom Biomarktstand hinzugefügt, um einen frischen Kontrast zu dem prickelnd-scharfem Pfeffer zu erhalten.

einweichshiitake
Einzuweichendes Trockengut

Schnell abgelichtet und dann zur Verköstigung geschritten. Der Chinakohl hatte geringfügig an geschmacklicher Höhe gewonnen durch den Anbratprozess und war erfreuerlich von punktuell auftretenden scharfen Momenten umgeben, die sich, ergänzt durch die geradezu delikat süchtig machenden Pilze in der durch den feinen Wilden Fenchel frischen Augenblicken nicht abgeneigten Umgebung, superb zu machen wussten.

blogevent chinakohl

Zutaten:

Chinakohl
Shiitake
Szechuanpeffer
Grüne Rotzwiebelspitzen
Reis
Olivenöl
Sesamöl
Meersalz und weißer Pfeffer

Platzhalterle — unumwunden

Zeitnot ist etwas unstatthaft, da wird weniger aufwändig gekocht und schon kann nichts in den Blog gestellt werden und dann sinken die Zugriffszahlen… nein Stopp… die steigen sogar an; merkwürdig, Pausen bewirken also nicht nur Neugieranfacherei, sondern auch Googlezugriffszahlen. Und damit das so bleibt ist der Kurztitel da oben erwähnt (um die 9 Treffer um einen weiteren zu bereichern ;-) ).

ente mit kelek orange und birne und salat war da wohl auch noch dabei
Entenbrust perfekt gebraten und versehen mit Kelek, Orange und Birne und Feldsalat und Gewürzen und

Damit sind auch gleich mehrere Dinge auf einmal erledigt. Die Entenbrust knusperte schon letzte Woche in der Pfanne und wurde von zahlreichen Entengerichten (ganz frisch heute: Bolli) dieser Tage inspiriert — wobei mal wieder nicht alle Zutaten vorhanden waren; Pfirsiche wären wunderschön gewesen, nun durfte Schnuppensuppes Frage, ob denn Kelek sich eignen würde auch für nichtsalatliche Kochwürden zumindest für dieses Gericht eher verneint werden; schmeckt eher wie eine Schmorgurke, also nichts unbedingt Nachkochbares; Birne hingegen machte sich ganz gut und die Orange war nicht optimal, aber auch nicht schlecht.

Einzig die Entenbrust war mal wieder gut gelungen (ganzohneblödesOfenanheizenAufmachenEntereinschiebenAbwartenangeblichbesseresResultaterzeugen). Alles auf köstlichen Bio-Feldsalat, der sich mit seinen mitgelieferten Würzelchen übrigens wesentlich länger frisch hält als konventionelle abgeschnittene Ware, gebettet und die Sauce ausprobierungshalber noch mit ein bissele Balsamico versehen. Demnächst dann mit anderen Zutaten ;-)

Und nicht vergessen: Bis Monatsende kann noch dem Chinakohl die Ehre erwiesen werden und da die Winterzeit bekanntlich Überraschungszeit ist, gibt es dieses Jahr wieder einen spannenden Kulinarischen Adventskalender; jeden Tag ist da dann etwas erstaunlich Leckeres drin.

kelek auf erdnusscreme auf toast
Ach ja: Tapfer wurden weitere Kelekkreationen ausprobiert und unumwunden kam heraus, dass sich das Früchtchen genauso gut wie Gurke auf einem Erdnusscremetoast macht ;-) Für weitere Experimente stehen leider keine Exemplare mehr zur Verfügung — alle weg…

Fix (und anderes fast fertig)

verschickte nudel im abendlichen angebotsbestand

Die Nudeln aus dem DFssgF.Paket waren schicklich für schnelle Kost, kurz versehen mit in Olivenöl geschwenkten Frühlingszwiebeln und frisch vermahlenen schwarzen Pfefferkörnern. Wenngleich die Schiffchennudeln kaum taschengefüllt daherkamen ein kleiner Hochgenuss. Gutes kann so schnell gehen. Und angesichts arbeitssamer Zeiten, die alsbald sich dem Ende zu nähern wissen, wird es auch bald mehr zu bestaunen geben.

Einstweilen geht die Saga in neue Hände über ;-) Ob die Fingerfertigkeit für karamellisierte Limonen wohl reichen wird oder Alles so weggenascht wird? :p

kulinaria kamera, die Probleme, die Reparaturodyssee und andere zweifelhafte Dokumentationen (Bilder, Bilder…Geschichten, Geschichten…)

Während die meisten Kochblogs sich nahezu verausgaben, um das allerneueste Modell gegen das Allerallerneuste auf dem Markt auszutauschen ;-) und sich stundenlang mit der richtigen blogevent food-o-grafieKameraeinstellungen herumplagen, hat sich hier die schnelle Knipsvariante als praktikabel erwiesen. Das mag nun auch an dem Umstand liegen, dass hier meist des Abends mit deutlicher Tendenz zum nächsten Tage die kulinarischen Köstlichkeiten aufgetischt (und manchmal sang- und klanglos entsorgt) werden, da ist sowieso egal welches Kameramodell Verwendung findet.

Auf die Bilder übrigens einfach draufklicken, in diesem Beitrag sind die ausnahmsweise alle verlinkt und führen zu den kleinen Foodblog-Geschichten und manchmal auch zu einem Rezept ;-)

kaki in kaffeebohne

Schließlich ist Sonnenlicht noch das beste Ambiente, um die Speisen zu präsentieren, die so schmackhaft doch wenigstens im Ansatz auch in der Photodokumentation ersichtlich sein sollten. Das, was das Essen ausmacht, die Atmosphäre, die Lust am Essen, der nette Besuch, kann sowieso nur ansatzweise eingefangen werden.

Aber da zorra angefragt hat, was denn so für Kameramodelle Verwendung finden kommen wir dem mal nach und präsentieren für die food-o-grafie die verwendeten Modelle, derer viele, die hier so in unserer kulinaria katastrophalia-Küche Verwendung finden.

die kaki ist immer noch da

Angefangen und durchgehalten haben wir mit einer kleinen Digitalkamera, Modell Kodak LS753, die macht auch ganz passable Bilder, die allerdings im Vorschaubild immer etwas matt aussehen, dann aber zu voller Größe kommen, klein und handlich, macht gute Überblicksbilder. Zahlreiche Kakibilder entstanden damit.

kaki standhafte

Ab und an bei Besuch kommt eine PENTAX Optio WP zum Tragen, die ist ganz nett, wenn nur die Bedienungsanleitung nicht auf technikschwedisch wäre, dann könnte da wohl noch was rausgeholt werden. Leckerste Bärlauch-Birnen-Kaninchenleber in Schokoladen-Wein-Sauce wurde mit herbeigerollerter Nikon E4500 dokumentiert.

getrocknete kaki

Die andere meistens verwendete Camera ist hingegen eigentlich gar keine, sondern eine kleine Handykamera, eine Sony Ericsson K800i, die ist schnell griffbereit und deshalb oft verwendet, außerdem macht sie so schöne Vorschaubilder, die nachher gar nicht mehr so farbenbrilliant aussehen, die Nahaufnahmen sind allerdings manchmal (bei eitel Sonnenschein) deutlich besser als bei der Kodak, auch die Farben Grün und Rot treten besser hervor.

knoblauchsprossen

Knoblauchsprossen beispielsweise entzücken in ihrer Grazilität geradezu mit ein bissl Sonnendurchflutung, so wird es lockerflockig (hier zu sehen in unserer septembrigen Schafskäse-Ingwer-Kredenzung) und die Sprossen des Knoblauchs sind quasi griffbereit im Bildschirm zu finden, zuviel Sonne allerdings macht sich dann auch nicht gut, der frühe Morgen (da schlafen wir noch) eignet sich eigentlich am besten ;-) Schade ist es eigentlich nur, dass die meisten Bilder in Riesengröße schöner aussehen, als dann verkleinert im Blog, andersrum geht das allerdings auch, verschwommene Bestandteile fallen dann gar nicht so auf…

Torte

Manko allerdings: das Modell ist ständig kaputt, was mithin Ärger mit sich bringt und das eigentlich Interessante ist, dass sich aus diesen Umständen das nicht Uninteressante zu Erzählende speist und das hat es interessanterweise in sich.

dosenfischkatze

Das Modell K800i ist etwas klobig für ein Handy und wurde einst mit einem unsinnigerweise teueren Vertrag erworben, die Werbung hatte ihren Einfluss dabei ;-) und nachdem, das Teil zweimal nicht mehr funktionierte war der Gang zu einem vom Verkaufsgeschäft angepriesenen Dienst angesagt, der gleich mit wirklich kompetenten Personal aufzuwarten wusste: Eimerweise Schminke , Marge-Turmfrisur und lange aufgeklebte Fingernägel (plastisch in den modischen Farben der Geschmacklosigkeit bewahrt) verhinderten den Ausbruch normaler Kommunikation in den Gehirngängen der Schaufensterpuppe, die erstaunlicherweiuse auch noch reden konnte, ein Wunderwerk sozusagen.

rauke mit schinkenwuerfel in ei und das alles als sauce zu linguine

Einmal das Versagen geschildert, kam nur als Antwort, Also ich hab das gleiche Fotohandy (bitte in doofen Wähwäh-Ton sprechen), meins ist noch nie kaputt gegangen.
Sehr schön, interessiert nur nicht, also geduldig den Fehler erklären und sich weitere dumme Bemerkungen anhören, was es denn sein könnte, nein funktioniert auch mit anderem Akku nicht, hat die die Erklärung nicht verstanden, dass es zwar angeht, aber nicht hochfährt?

Na, dann schauen wir uns das mal an (Wähwäh-Ton), toll, genau das war es, was verlangt war, dann fängt sie an mit ihren Plastikfingernägeln die Karte rauszuprockeln, was naturgemäß sich als durchaus schwierig rausstellt mit den langen Dingern, wer stellt sowas ein?

zitronenpresse orange original 70er

Selbst ran und auf die Frage nach dem voraussichtlichen Abholtermin nur schnippische Bemerkungen das könne man nicht sagen. Schön. Nach zwei Tagen schon einen Anruf bekommen, dass es abholbereit sei und hingefahren und wieder diese Plastikfinger im Empfang; scheinen der Ansicht zu sein, dass die KundInnen auf so was stehen.

griechischer frape

Wir haben da eine neue Software draufgespielt, das müssen sie aber zukünftig selber machen. Hallo? Das Gerät war kaputt, wieso soll ich eine neue Software draufspielen?
Das müssen sie jetzt, Sony Ericsson schreibt das jetzt vor, hier sehen sie, hier steht es (hält mir die Reparaturbescheinigung ihres Geschäftes vor, wo drauf steht, dass der Kunde, das machen kann).
Interessiert mich nicht, selbst wenn es so wäre, dass die Garantiebestimmungen sich geändert haben, dann gelten weiterhin diejenigen bei Vertragsschluss. Nein, das stimmt nicht, hier steht es doch (zeigt mit Plastikfingernagel auf das Papier). Hier ist jegliche weitere Mühe vergebens, die Person ist zu intelligenter Kommunikation offensichtlich nicht fähig.

gegrillte shrimps

Ab nach Hause, auf dem Weg Handy eingeschaltet und schwubbs nach drei Minuten ist der Akku alle, komisch war doch vor der Reparatur extra aufgeladen worden? Angeschaut und festgestellt, dass da ein anderer Akku drin ist (hat sich wahrscheinlich die Schaufensterpuppe mit dem gleichen Handy gekrallt), also zurück zum Geschäft und beschwert.

frische erbsen

Chef kommt auch gleich raus und behauptet steif und fest, dass dies selbstverständlich derselbe Akku sei (natürlich), da achten wir immer darauf, dass Gerät und Akku zusammenbleiben, außerdem, woher wollen sie denn wissen, dass das nicht ihr Akku ist, wer schaut sich den denn an.

bio joghurt mit apfel und roter grapefruit

Ich, schließlich hätte der ja kaputt sein können und da war der weder verkratzt noch der Aufdruck verblasst. Nein das stimme nicht, wir sind hier ein Geschäft am Ku´damm und nicht so eine billige Klitsche, wir machen sowas nicht, ah ja….

wilder fenchelsamen und grobes siedesalz im moerser

Und was hätte ich da noch für ein Problem gehabt, Garantie, ja das müssen sie jetzt selber machen. Die Dummheit der Schaufensterpuppe ist also auch Geschäftstaktik, kein Wunder, dass die Gerichte überlastet sind. Beim nächsten Mal wird gleich Mängelgewährleistung geltend gemacht, dann kann das Geschäft sich dreimal ärgern.

Und in der ganzen Zeit steht das Handy dann natürlich nicht für die Foodblogfotografie zur Verfügung — Argh!

olivenblaettertee zur anschauung

Inzwischen war das Gerät viermal kaputt und wieder — diesmal beim Verkäufer — bei der wochenlangen Reparatur (da hätte schon ein neues verlangt werden können) und dann ist da ein fetter Kratzer im Display unter der Glasscheibe bei der Rückgabe. Was ist das denn?

Ja komisch, also wird angerufen bei der Firma, die stellen sich doof, hier steht doch in der Einlieferungsbescheinigung, dass da ein Kratzer drauf ist, ja stimmt meine ich, der ist auch noch da, der muss mit einer Lupe gesucht werden und das stand auch schon auf den letzten drei Reparaturbescheinigungen drauf, der neue hier ist unter dem Display. Hmm, hmm, Verkäufer kann sich aber nicht bei der Reparaturfirma durchsetzen (jetzt nicht wirklich verwunderlich), ruft also seine Chefin an und kommentiert derweil laut mit, dass ein neuer Reparaturauftrag von mir erteilt werden müsse.
Halt Stopp! (laut rufend und das Telefongespräch störend) – ich beauftrage gar nichts, das ist allein ihr Problem! Verdutztes Aufschauen (Oh, oh — renitente Kundschaft).

linguine bolognese

Um es kurz zu machen — es dauerte zwei Monate bis die Nachricht kam, dass das Handy unterwegs (angeblich) leider verloren gegangen sei (haha, die Versicherung zahlt es wohl) und 14 zerquetschte Tage bis die Nachricht kam, das ein neues Handy wieder da sei, irgendwie noch mit Restfreude (endlich!) hin und festgestellt, dass es nicht da war, warum rufen die dann an?!? Nach einer Woche dann die Nachricht, es tut uns sehr leid, es verzögert sich noch etwas…

sukulaku

Aber schließlich doch noch ein fast nagelneues Exemplar in den Händen gehalten, lediglich die Versiegelung war aufgebrochen wir haben ihnen schon mal den Akku aufgeladen -- wers glaubt wird selig, es wurde vermutlich ein kaum genutztes Ansichtsexemplar organisiert; aber egal, Hauptsache wieder ein neues Handy.
Dann noch verlangt, dass auf die Rechnung (0 Euro) noch der Vermerk kommt, dass volle Gewährleistung (weitere zwei Jahre) steht. Auch das erhalten (viele tricksen da ja noch rum) und nun steht da, dass Leistung auf ein „Gewehr“ gegeben wird, ist ja auch mal was.

rote versuchung

Nun, so richtig empfohlen kann das Gerät nicht werden, auch wenn es ganz nette Fotos macht, aber das haben sich alle wohl schon selber gedacht ;-)

limonen im nachtlicht

Und welche mag, darf raten, welches Kameramodell welches Foto für den Foodblog beigesteuert hat ;-)

Die anderen Kamerabestückungen der anderen Foodblogs sind dann im Kochtopfblog zu bewundern, morgigen Tages ist nämlich der Einsendeschluss für den Blogevent und dann wird rasch wie immer eine wohl ziemlich lange Liste schön fotogen aufgearbeitet zu bestaunen sein. Viel Spaß dabei!

Gelegentliche überblickshalber herumschweifende Blicke zeugen von blitzartigen Reaktionen angesichts des interessanten Angebotes und — siehe da — es lohnte sich den Erzählungen des für Fragen aufgeschlossenen Verkaufspersonals zu lauschen, um beherzt zuzulangen und die Einkausstatistik zu bereichern (unausgereifte Kost)

kelek unreife honigmelonen
Kelek

Irgendwie noch nie im Blickpunkt des Interesses gewesenes Angebot war bei der Suche nach kleinen Auberginen urplötzlich in einer übervollen Kiste aufgetaucht und weckte Erforschungsgeist, was könnte das wohl sein, hart, klein, rund und wie eine kleine Wassermelone aussehend?
Der eifrige türkische Gemüsehändler griff beherzt zu, zückte das Messer und in eineinhalb Sekunden war die Schale entfernt und ein Probierstückchen gereicht und während der Verkostungsprobe kam die Information zur Speise gleich mit.

Die schmeckte entfernt nach Gurke, nur besser, irgendwie leicht süßer und harmonischer, aber sehr angenehm auf der Zunge liegend. Kelek nennen sich die runden und ovalartig ausformenden Gewächse. Innendrin sieht es wie in einer Gurke mit ganz vielen kleinen Kernen, die auch gar nicht stören, aus. Also ganz putzig. Sind aber unreife Honigmelonen, die als Salat oder zum Einlegen genutzt werden können, wie erklärt wurde.

unreife honigmelone im anschnitt
Im Anschnitt verdammt gurkig

Gleich einen ganzen Berg bei so viel Service (das sollten mal die neuen Groß-Biomärkte beherzigen in denen das Gemüse meist die besten Zeiten schon lange hinter sich gelassen hat) mitgenommen, der auf allerallerhellste Begeisterung stieß und zukünftig auf jedem Einkaufszettel zu finden sein wird. Was für eine Entdeckung!

Gesammelte Quitten-Rezepte samt Abstimmungsmöglichkeit für beste Kredenzung übrigens noch bis Montag Abend eine Minute vor Mitternacht hier, das neue Thema für den nächsten Gartenkochevent kann dann eigentlich nur die Honigmelone sein ;-)