Von nicht uneleganter klassischer Betrachtung erst obenauf und dann mittendrin getragene Quitten in zimtigen Mavrodaphnezügen mit ein, zwei Nelken (lecker Nachtisch!)

Quitten-Blogevent heißt das neuste Produkt des Gärtnerblogs und hurtig hatten wir uns nach einer Woche schon einen kleinen Vorrat von dem Saisonalobst vom Biostand zur Seite gelegt. Ideenfindung ist ja immer das Gebot der Stunde und so war neugieriges Abwarten, was denn so die anderen damit anstellen würden, angesagt.

quitten in mavrodaphne mit zimstange und nelke
Für das Dokumentationsphoto unsanft dem Zubereitungsprozess entzogen

Herzhafte Kost schwebte vor, gesotten, gebraten, was halt so anstellbar wäre. Dann allerdings die verdammte Idee nicht gehabt und angesichts wichtiger Termine dann doch auf den Klassiker der Quittenproduktion gesetzt – Quitten in Mavrodaphne, einem süßen griechischen Likörwein aus der Region um die eher nicht so schnuckelige Hafenstadt Patras; das Ganze ergänzt mit Zimtstangen und zwei eher kleineren Nelken.

Gesüßt zu werden braucht die Köstlichkeit eigentlich nicht (aber je nach Bedarf kann noch Zucker hinzu), ein bißchen Öl kommt auch noch ran und eine Vanillestange rundet alles noch ab (muss aber auch nicht sein, aber wir hatten noch eine angefangene).

Erstmal heißt es Quitten schälen und halbieren, das Entkernen sollte Besuch überlassen werden, meistens kennen die lieben Leute nicht die Hartnäckigkeit der gemeinen Quitte und so geht das dann mehr oder minder ohne Flüche vonstatten.

Ab mit den Hälften (hier wurden es merkwürdigerweise eher Viertel ;-) ) in eine Backform, restliche Zutaten mit rein, und abdecken mit doppelt quitten einkaufgelegter Alufolie und erstmal oben auf dem Herd etwas weich kochen und dann rein in den auf ca. 130-150 Grad vorgeheizten Backofen. Duftet schon wunderbar und verheißt nur Gutes.

Dann warten, der Wein zieht schön in die Quitten ein und reduziert so um die Hälfte, so ca. 56 Minuten dauert es und schwubdiwubstrara ist der Nachtisch fertig. Bisschen Zimt drüber streuen, sieht ganz schnuckelig aus und schnell servieren, wenn es warm gewünscht wird. Als kalte Speise auch lecker mit Eis. Für die Dokumentation aus Zeitgründen einfach mittendrin aus dem Zubereitungsprozesse ein paar Stücke entrissen und schnell abgelichtet ;-)

Elegant kommt er dann mit Zim- und Vanillestange dekoriert daher der Quittennachtisch, der vorzügliche und wie er so schmeichelhaft die Geschmacksknospen umgarnt ist klar, dass es nur eine Quittenzubereitung geben kann :p

Die sanfte Genüsslichkeit — soviel kann noch festgestellt werden — zergeht geradezu auf der Zunge, süße Momente des Vergessenes weisen den Weg ins Sündhafte, also genauso wie eine Süßspeise aus dem aromatischen Weine zu sein pflegt und das nach nur simplen 104 Minuten und ein paar zerquetschten.

blogevent quitte

Zutaten:

Quitten, nicht zaghaft beim Einkauf sein
Mavrodaphne, das Zeug ist teuer
Etwas Öl, ein neutrales am besten
2 Stangen Zimt und ein, zwei Nelken

Dazu dann traditionell Unmengen griechischen Kaffees und die Welt ist wieder in Ordnung.


4 Antworten auf “Von nicht uneleganter klassischer Betrachtung erst obenauf und dann mittendrin getragene Quitten in zimtigen Mavrodaphnezügen mit ein, zwei Nelken (lecker Nachtisch!)”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 31. Oktober 2008 um 19:08 Uhr

    Quitten in rot!
    Das ist wirklich klassisch aphrodisisch @};-

  2. Gravatar Icon 2 Barbara 01. November 2008 um 19:22 Uhr

    Endlich mal die perfekte Zubereitungsart für Mavrodaphne! :d

  3. Gravatar Icon 3 lavaterra 02. November 2008 um 10:21 Uhr

    Wie schön!!!

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 02. November 2008 um 20:23 Uhr

    @sammelhamster
    Die Rotquitte verheißt nur liebenswertes!

    @Barbara
    Und das ohne! Kopfschmerzen

    @lavaterra
    :)

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