Den köstlich zu erschnuppernden Duft förmlich vor Augen, war die Raspelarbeit ein umfänglich schnell zu bewerkstelligendes Zwischenstadium, das dann zwar viel Kerne übrigließ, aber ansonsten wenig Kürbis, was nicht weiter schlimm zu sein schien da auch kleine Portionen statthaft sind und angesichts dessen kam auch Wilder Fenchel recht und derart vervollständigend auch Rundkornreis und es schien schon vollkommen unter Hinzufügung allerbesten Bio-Olivenöles als ein wenig Unachtsamkeit, nein eher eine Unaufmerksamkeit, sich einschlich, die grauenvoll zuzuschlagen beliebte und sofort eingeleitete Rettungsversuche waren zwar erfolgsversprechend und lieferten eine gewünschte, die Strukturen überaus ansehnlich zu betrachtende Zutatengrundlage, die kaum aus dem warmen Ofen gezogen mit einer schönen Oberflächenstruktur nur Bestes vermuten ließ und dann war da verdammtermaßen so ein Unterton in der geschmacklichen Wahrnehmung, der… (aber lest selbst)

kuerbis reis auflauf mit wildfenchel
Schön anzuschauen und doch…

Einige Kürbisse lachen schon der Vorfreude entgegen und so war Gelegenheit auch mal auf eine bewährte Zubereitungsmethode zurückzugreifen, die immer wieder entzückt und weil die Quelle des wilden Fenchelgewächses passenderweise noch vorhanden ist, war es Zeit für schmackhaften Kürbis-Reis-Wildfenchel-Auflauf mit köstlichem Olivenöl und weißen Zwiebeln (selbstverständlich alles aus biologischem Anbau) und dezent beigefügtem Meersalz (sonst nichts weiter). Wenn es lieber griffbereite Kleinkost sein soll — einfach darauf zurückgreifen.

wilder fenchel und raspelmoeglichkeit
Wildfenchel und Raspelmöglichkeit

Zuvor natürlich eifrig raspeln und feststellen, dass eine wertvollen Platz wegnehmende elektrische Raspelapparatur manchmal doch nicht sooo schlecht wäre. Schnellstens helfende Hände machen aber auch da sympathischerweise die Angelegenheit zu einer heiteren Kürbisschnitzelweitwegwurfangelegenheit, das schafft keine Maschine.
Ein Mixer ist nicht so statthaft, weil es möglichst längliche Streifen sein sollen, die sich später um den hinzugefügten Reis schmiegen sollen. Aber auch für solcherlei Gerätschaften gibt es Rezepte. Bei Bedarf darf sich der Kürbiskerngestaltung gewidmet werden.

kuerbis vorbreitungsstadium

Rundkornreis nach Belieben zufügen zu den orangen Kürbisteilen, die aber schon etwas nach Kürbis schmecken sollten (sonst wird das nichts mit der Speise); währenddessen Zwiebeln und die Stiele des Fenchels kleinschneiden und mit Olivenöl und ein paar Fenchelspitzen andünsten und hinzugeben, noch salzen und schon etwas probieren — schmeckt wunderbar.

rundkornreis und gerasplter kuerbis
Fein abgestimmt und auch schon so lecker zu erschmecken

Dann schon mal, bevor es in den Backofen kommt, vorköcheln lassen und Bitte! sich nicht abklenken lassen #-o Es war zwar nur ein Hauch einer nicht den Kochvorgang beachtenden Unaufmerksamkeit, die aber war offensichtlich ausreichend die untere Schicht unschicklich anzuschwärzen. Sofort eingeleitete Rettungsversuche konnten zwar 94 Prozent der Rettung zuführen, was erst mal zum Aufatmen führte, aber sich als fatal herausstellen sollte.

Zwar gelang Alles ansonsten perfekt, die Reis-Kürbisstruktur phänomenal gut, der Biss saftig, der Kürbis gut herausschmeckbar und leider auch so ein fieser kleiner Brandton, der die geschmackliche Komposition empfindlich störte. Es konnte zwar noch gegessen werden, ein richtiges geschmackliches Erlebnis schmeckt allerdings anders. Anderntags zugefügter Auflegekäse zum Überbacken brachte auch keine Besserung. Ach, Rubrik Katastrophalia, war ja schon lang nicht mehr gefüllt worden, muss offensichtlich auch mal trotz Raspelmühe sein :-(

oberflaechentruktur kuerbisauflauf
Die goldgelbe Oberflächenstruktur zeigt sich von der besten Seite

Zutaten:

Kürbis, am besten ein schön nussig schmeckendes Exemplar
Rundkornreis
Wilder Fenchel oder Dill
Meersalz
(nach Belieben auch noch Zwiebeln)

ganz vergessen in der Aufzählung: allerbestes Olivenöl!

und natürlich genügsame Aufmerksamkeit ;-)


16 Antworten auf “Den köstlich zu erschnuppernden Duft förmlich vor Augen, war die Raspelarbeit ein umfänglich schnell zu bewerkstelligendes Zwischenstadium, das dann zwar viel Kerne übrigließ, aber ansonsten wenig Kürbis, was nicht weiter schlimm zu sein schien da auch kleine Portionen statthaft sind und angesichts dessen kam auch Wilder Fenchel recht und derart vervollständigend auch Rundkornreis und es schien schon vollkommen unter Hinzufügung allerbesten Bio-Olivenöles als ein wenig Unachtsamkeit, nein eher eine Unaufmerksamkeit, sich einschlich, die grauenvoll zuzuschlagen beliebte und sofort eingeleitete Rettungsversuche waren zwar erfolgsversprechend und lieferten eine gewünschte, die Strukturen überaus ansehnlich zu betrachtende Zutatengrundlage, die kaum aus dem warmen Ofen gezogen mit einer schönen Oberflächenstruktur nur Bestes vermuten ließ und dann war da verdammtermaßen so ein Unterton in der geschmacklichen Wahrnehmung, der… (aber lest selbst)”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 26. September 2008 um 7:34 Uhr

    Ein Jammer :((
    Den wertvollen wilden Fenchel, der andernorts so schwer zu züchten ist, vergeudet!

  2. Gravatar Icon 2 Bolli 26. September 2008 um 7:36 Uhr

    schafft Euch mal eine Küchenmaschine an, die raspelt.

    Köstlich, mich lacht hier auch noch so ein Teil an…mit Fenchel eine Wonne!!!

  3. Gravatar Icon 3 rike 26. September 2008 um 8:00 Uhr

    Schade! Ich führte neulich einen Kohlenstoffnachweis im Vanillepudding – völlig ungenießbar! Fenchel habe ich auch schon wieder gesehen, sollte ich mal mitnehmen.

  4. Gravatar Icon 4 Sebastian 26. September 2008 um 9:48 Uhr

    Von der Optik 1a, nur schade, dass das Geschmackserlebnis ausgeblieben ist.

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 26. September 2008 um 11:08 Uhr

    @sammelhamster
    Aber seinen Zweck hat er doch noch etwas erfüllt — ein wenig Neid hervorzurufen :-"

    @Bolli
    Die nimmt so viel Platz weg und wird nur zweimal im Jahr benutzt; es lohnt sich bei uns nicht so richtig.

    @rike
    Wildfenchel auch woanders im Angebot, schick! :)>-

    @Sebastian
    Tragische Momente in schönster Form festhalten zu können ist trotzdem was feines ;-)

  6. Gravatar Icon 6 lamiacucina 27. September 2008 um 7:31 Uhr

    also ich seh nichts, kann nichts erschmecken und der Bloghintergrund war doch immer so schwarz.

  7. Gravatar Icon 7 kulinariakatastrophalia 27. September 2008 um 13:15 Uhr

    @lamiacucina
    Für das abzubildende Produkt hatte er Bildverbot :d

  8. Gravatar Icon 8 lavaterra 27. September 2008 um 18:14 Uhr

    Da das Nachlesen der Einträge in diesem Blog wegen Überalterung meines Hirns längere Zeit in Anspruch nehmen wird, habe ich derweilen nur mal Bildchen betrachtet und muss sagen: Lauter tolle Sachen!!!
    Apropos: Die Döschen lässt man an Ort und Stelle für die Anderen. Moderne Schnitzeljagd – probiert’s doch aus. ;-)

  9. Gravatar Icon 9 Denver 28. September 2008 um 14:41 Uhr

    Auch wenn es anscheind geschmacklich nicht ganz so toll war, so sieht dein Auflauf wenigstens richtig lecker aus. ;)
    Die Idee aus Kürbis und Reis einen Auflauf zu machen, finde ich auch toll.

  10. Gravatar Icon 10 kulinariakatastrophalia 29. September 2008 um 3:13 Uhr

    @lavaterra
    Nochmals die Story gelesen und den tieferen Sinn zwar nicht verstanden ;-) aber dann das Prinzip :-b
    Gehirnjogging funktioniert auch längerfristig…

    @Denver
    Die Idee ist aus Griechenland geklaut, ein klassisches Herbstrezept und eigentlich schmeckt das auch super :d

  11. Gravatar Icon 11 Isolde 30. September 2008 um 12:53 Uhr

    Auch hierzulande wird schon von Kuerbissreis, dessen Zubereitung der neuen Wohngemeinschaftlerin in die Wiege gelegt sein sollte. Jedoch… grosse Worte, keine Taten und der extra von der Tante in den Norden verfrachtete Kuerbiss, dessen exellenter Geschmack bar jeden Zweifels ist, vergammelt derweil auf unserem Kuehlschrank.
    Sprachwirrwarr hat das Ding auch schon angerichtet, da ich statt Kuerbis, Zucker verstanden habe (ja auf Italiensch hoert sich das ganz aehnlich an) und deshalb faelschlicherweise keinen neuen besorgt habe, was beim hiesigen Kaffeekonsum zu schwer haltbaren Zustaenden fuehrt.

  12. Gravatar Icon 12 kulinariakatastrophalia 30. September 2008 um 16:36 Uhr

    @Isolde So kann das nichts werden; was für schlimme Strafen stehen denn auf solcherlei Verbrechen? Der Kürbis muss aber auch gut abgelagert werden für vorzügliche Kost — damit er danach mit Ach und Wehklagen wieder hervorgeholt werden kann. Und nicht so viel Kaffee trinken, das ist doch ungesund ;-) :x

  13. Gravatar Icon 13 KochSinn 30. September 2008 um 22:53 Uhr

    Kürbis ist was feines, vor allem wenn er so schön zubereitet wird.:)>-

  14. Gravatar Icon 14 entegut 02. Oktober 2008 um 10:03 Uhr

    Du darfst den Kürbis sogar mit Schale raspeln, vielleicht vermindert diese Arbeitsvorbereitung dann nicht die spätere Aufmerksamkeit.
    Wilder Fenchel – den kenn ich nicht. Kommt vom Aussehen, wie Dill daher, wird aber fenchelig schmecken, oder?

  15. Gravatar Icon 15 Isolde 06. Oktober 2008 um 16:13 Uhr

    Das Ablagern hat wirklich geholfen! Bei so viel Sonne war das Ding nur verdammt suess, dem wurde aber elegant mit ein bisschen Bergpeccorino entgegengearbeitet…. Als dezente Beilage gab es dann noch mit Thunfisch gefuellte Tintenfischchen.

    Wollte schon ein Fresspaket losschicken, aber wo im Hause kulinaria jetzt so leckere Sachen gekocht werden, wie karamelisierter Lauch (den ich uebrigens schon immer mochte), da muss ich mir das doch glatt nochmal ueberlegen.:d

  16. Gravatar Icon 16 kulinariakatastrophalia 09. Oktober 2008 um 18:25 Uhr

    @Kochsinn
    :d

    @entegut
    Waaass Wilder fenchel ist bei euch unbekannt?!? :o So gehts aber nicht, hier kennt das JedeR

    @Isolde
    Hah — Krake gibts hier auch :p und sogar Fresspakete bei playground zwischenlagernd <:-p nur Isolde gibt es nicht ;-)

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