Der sanften und so wunderbar zarten Genüsslichkeit sich hingebend waren die Bekundungsrufe derer vieler und auch schicksam vorgetragen und so ward überaus zugetan der Rote-Bete-Blätter- und der — Überraschung! — Weiße-Bete-Blätter-Auftragung gehuldigt (phantastisch mal wieder!)

schafskaese als ueberaus leckere wahl
Schafskäse eignet sich mal wieder sowas von gut

Beim Griff in die Rote-Bete-Ecke, die sich durch überaus schicklich sich präsentierende Blätter zu kennzeichnen wusste, auf dem Marktstande, wurd nicht so richtig hingeschaut und schon waren da ein paar Weiße Bete dabei, die schmeckten süßlich, etwas milder als die Rote Bete und so kamen die zum ersten Mal zum Zuge, zwar in etwas anderer Zubereitungsart, aber dennoch den eigenen zarten Geschmack überaus zum Tragen kommend lassend.

Die Roten Bete-Blätter wurden auf die beste aller Zubereitungsarten hin vorbereitet. Das geht so einfach, dass es eine wahre Freude ist das mal eben schnell zu machen. Blanchiert und mit bestem Bio-Olivenöl, Essig, Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer und vor allen Dingen gepressten Knoblauch versehen. Genaues Rezept gibt es HIER.

knoblauchige rote bete blaetter

Die weiße Bete durfte dann statt Rotweinessig den weißen Balsamico für sich beanspruchen – das war aber einen Tick zu süß, da die helle Bete schon von Natur aus in die gleiche Richtung tendiert. Beim nächsten Mal wird für die dann aber eine andere Variante favorisiert. Der Geschmack der Weiße-Bete-Blätter erinnert etwas an Vlita (Horta), geschmacklich also so zwischen Löwenzahn und Spinat verortenbar, nur, wie gesagt, einen Tick süßer. Die roten Blätter aber dann doch besser.

patates und rigani und zitrone

Dazu dann wunderbare griechische Patates, die in der Urlaubsauflistung von gumia fehlen ;-) und mit zerriebenen getrockneten Riganiblättern aus Wildpflückung und Zitrone bestreut den Olivenölgeschmack vom leichten Frittieren nur ungemein verstärken konnten. Gerüchte, dass Kartoffeln zweimal zu frittieren sind können nur von Leuten geäußert werden deren Geschmacksnerven schon Großstadtschädigung hinter sich haben ;-) Leckererer können Kartoffeln auf die Schnelle kaum zubereitet werden!

Dazu dann den Schafskäse, den wir neulich als Überbackbelag nicht erinnerlich zu gebrauchen wussten (ebenfalls mit Bio-OIivenöl und Rigani bestreut); dazu dann noch wunderbare Kalamata-Oliven (es gibt nix besseres!), die direkt in Griechenland erworben worden waren und kaum mit der Supermarktware vergleichbar sind, die oftmals auch noch mit schwarzen Einfärbungstechniken aufzuwarten weiß.

weisse-bete-blaetter
Weiße Bete Blätter angemacht mit Knoblauch, Olivenöl und Essig kredenzt

Die dabei anfallenden Roten- und Weißen Beten durften anderntags dann mit Joghurt zusammen zu einer Salatspeisung Verwendung finden. Ohne Milchprodukte geht es aber auch und dürfte auch jede vegane Vokü zufriedenstellen ob der anfallenden Masse.

Und es war sowas von lecker, dass nur noch ist das phantastisch gemurmelt werden konnte. Und so war der Nachtausklang mal wieder gerettet und dem sich dabei ergebenden Weinkonsum war das nur recht. Phantastisch lecker also — unbedingt Nachmachen!


13 Antworten auf “Der sanften und so wunderbar zarten Genüsslichkeit sich hingebend waren die Bekundungsrufe derer vieler und auch schicksam vorgetragen und so ward überaus zugetan der Rote-Bete-Blätter- und der — Überraschung! — Weiße-Bete-Blätter-Auftragung gehuldigt (phantastisch mal wieder!)”


  1. Gravatar Icon 1 Food isjust a 4-letter word 03. September 2008 um 2:30 Uhr

    Wie großartig diese Kombination klingt! Vor allem mit dem Feta stell‘ ich’s mir toll vor. Sieht absolut lecker aus.

  2. Gravatar Icon 2 Bolli 03. September 2008 um 7:36 Uhr

    Ich wusste gar nicht, dass es weisse Bete gibt!!!!!!! Sind das dann nicht navets?
    Der Käse sieht super lecker aus!

  3. Gravatar Icon 3 sammelhamster 03. September 2008 um 8:01 Uhr

    Feta bei Kerzenlicht – was gibt es schöneres :d

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 03. September 2008 um 8:37 Uhr

    @Food isjust a 4-letter word
    Alles super passend — unbedingt nachkochen :)

    @Bolli
    Haben wir auch zuerst überlegt. Dachten erst an eine besondere Zuchtform der Teltower Rübchen, aber die schmecken dann doch anders. Es müssten eigentlich Weiße Beten sein. Nächste Woche wird am Marktstand noch mal nachgefragt.

    @sammelhamster
    Feta bei Kerzenlicht im Urlaub? :-"

  5. Gravatar Icon 5 Dandu 04. September 2008 um 6:49 Uhr

    Weisse Beete Parfait mit Schafskäse wäre die nächste Steigerung. Garniert mit Rote Beete dressing. Hmmm, das klingt neu. :)

  6. Gravatar Icon 6 Sebastian 05. September 2008 um 7:54 Uhr

    Das hätte ich mir auch gerne schmecken lassen. Nach weißer Bete muss ich die Marktfrau mal Fragen, kannte ich bislang auch nicht.

  7. Gravatar Icon 7 lamiacucina 08. September 2008 um 6:57 Uhr

    Hier gibts allenfalls die weissen, rot geringelten (Chioggia-Bete) als Kompromiss.

  8. Gravatar Icon 8 KochSinn 08. September 2008 um 21:51 Uhr

    Und jetzt sind alle auf der Jagt nach weißer Bete.
    Sieht toll aus und macht Lust selbst an der Jagt teilzunehmen.

  9. Gravatar Icon 9 KochSinn 08. September 2008 um 21:54 Uhr

    Und zu Nachschlag noch etwas Latein.
    So schön klingt der Name der weißen Bete
    Beta vulgaris ‚Albina Vereduna‘

  10. Gravatar Icon 10 kulinariakatastrophalia 08. September 2008 um 22:20 Uhr

    @Bolli
    Es ist Weiße Bete — die Nachfrage ergab es ;-)

    @Dandu
    Hier wird doch die neue Speisekarte zusammengestellt :-w

    @Sebastian
    Wahrscheinlich gibt es die nur noch bei Bioständen im Angebot

    @lamiacucina
    und allerlei anderes hier nicht Erhältliches — leider ;-)

    @Kochsinn

    :-)

  11. Gravatar Icon 11 mipi 21. September 2008 um 11:17 Uhr

    Zum Glück bin ich nicht der einzige, der nicht wusste, dass es auch weiße Bete gibt. Es hört sich sehr lecker an.

  12. Gravatar Icon 12 kulinariakatastrophalia 23. September 2008 um 11:40 Uhr

    @mipi
    Das wird das Gemüse des Jahres 2009 (die Fernsehkochleute stehen schon in den Startlöchern ;-) )

  1. 1 Versehen mit rot-feinem Schaum war der genüssliche Part der von einem grob gekörnten Maismantel umgebenen in Olivenöl gebratenen Pecorino-Polenta unverkennbar und so konnte ein Hauch von Knoblauch spürbar wahrgenommen und delikateste Rote-Bete Pingback am 15. September 2008 um 22:14 Uhr
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