Archiv für September 2008

Ausgesprochen köstliche — ja geradezu überköstliche — überaus geeignete Lauch-Kochverwendung, die mit zweierlei Zwiebelsorten, Spinat und runden Reiskörnen schon alleine eine delikat zu erschmeckende Nachmittagskost war und zu noch überköstlicherem Glück sorgte mit einer karamellisierten Haube — schlicht Köstliches Karamellhaubenlauchreisspinatförmchen genannt

Die Verzweifelung war ja schon groß: Lauch, ausgerechnet Lauch, jenes der Verwendung in unserer Küche eher nicht anheimgestellte Gemüse war das neue Thema im Gärtnerblog und mit Sorge wurde zudem betrachtet, dass fast alle guten Ideen schon weg waren, und neu erdachte prompt von mehr oder minder fiesen andern Kochblogs ;-) einfach weggeschnappt wurden.

Nun denn, hurtig an die Arbeit gemacht, heute ist schließlich der letzte Tag und an was Süßes gedacht. Hm, vielleicht in Wein gesottene Lauchenden, gefüllt mit Walnüssen und mit Dicksaft, jenem wertvollen in Wahllanden nicht gängigen Süßungsmittel, karamellisiert. Gedacht, getan, gegessen, schmeckt grauenvoll; außerdem brannten die Walnüsse etwas an. So also nicht.
Frustration, aber keine Aufgabe. Daran zu denken schon, nein, das gab es nur einmal und da war die Zeit äußerst knapp (außerdem sollte da mit Bier gekocht werden, Brrrrhh).

lauchreisspinatfoermchen ohne karamellschichtung
In der Produktion (etwas zu ungepresst)

Im Kühlschrank nachgeschaut und Spinat, gedünstet mit Zwiebeln in Olivenöl und abgelöscht mit Zitrone, vom vorherigen Tage entdeckt. Prima, der muss jetzt dran glauben. Die niedlichen Rundreiskörner gekocht, die Zutaten vermengt und sich dann an den Lauch gewagt. Den in kleine Rundlinge geschnitten und in Olivenöl schön angeröstet. Dann die schöne Zutatenmengung dazu und brutzelbrutzel war eine überaus leckere Köstlichkeit entstanden, das Lauch so süßlich geworden so lecker sein kann, erstaunlich; vielleicht sollte öfters damit hantiert werden?

Ab in eine kleine Form und in die Mitte des viel zu großen Tellers gestürzt und für gut befunden. Sehr schön; warum jetzt eigentlich das Ganze nicht noch karamellisieren. Also mit Rohrzucker bestreut und rasch mit einem Bunsenbrenner zum Schmelzen gebracht. Ein wenig Flüssigkeit tritt durch die Wärme wieder aus, aber das macht sich als „Saucenspiegel“ ganz gut ;-)

koestliches karamellhaubenlauchreisspinatfoermchen
Karamellisierte Köstlichkeit für die nachmittägliche Verköstigung

Die derart feine Kost probierend war kurze Zeit nur andächtiges Schweigen das Gebot der Stunde — gleich danach kam aber der Ausdruck Köööstlich über die Lippen und das vollkommen zu recht: ein wunderbar lecker zu erschmeckendes nachmittägliches Verköstigungsobjekt, und die Karemellschicht erst, knackig durchbrechende Wollust über süßlich perfekt abgestimmte Untergrundmischung. Genau die richtige Zwischendurchmahlzeit für hungrige die Ausgewogenheit zwischen herb und Süß liebende kulinaria katastrophalia-Kochbelegschaft und unser Beitrag zum Kochevent; das gibt es auf jeden Fall bald wieder, v.a. eignet es sich hervorragend als vorher zuzubereitendes Essen, welches nur noch rasch frisch überkaramellisiert zuu werden braucht. Leckerleckerlecker

Zutaten:

LauchBlogevent Lauch
Spinat, frischer!
Rundkornreis
Zwiebeln, rote und weiße
Olivenöl
Rohrzucker
Zitrone, so eine
Salz, Pfeffer

Zubereitung auf die Schnelle:

Grob kleingehackte Zwiebeln in Olivenöl andünsten, Spinatblätter hinzu und umrühren; ein bißchen Wasser hinzugeben und 1-2 Minuten dünsten lassen, salzen, pfeffern zitronieren, nochmal umrühren. Reis kochen und mit Spinat vermengen. Lauch anbraten bis er leicht braun wird und ebenfalls hinzu. In eine Form geben und stürzen und dann Rohrzucker rüberrieseln und karamellisieren. Fertig

Wochenendliches Potpourri mit deutlicher Farbtendenz und noch deutlicherer Zugabe von Olivenöl und ein klein wenig Agavendicksaft, der aber nur rankam, weil eine Zutat etwas schwächelte (verwaschene Aussicht) und mittägliche Rassistenkost (kein Scherz)

Leckere Häppchenkost erschien als die für viele Personen geeignete Wahl, die sich zwar in der Zubereitung ob der jeweils eigenständigen Anbraterei etwas hinzog, und so wurde mal geschaut, ob andere da noch ein raffiniertes Zubereitungsschmankerl wissen könnten. Schließlich standen zahlreiche Gemüsesorten zur Auswahl für ein köstliches Ratatouille (etwas unklassischer Art).

lamiacucina wirbt ja bereits im Header des Blogs damit und hat so seine eigene Puderzuckerversion; Sammelhamster hat eine aufgestockte Version davon nachgemacht, es muss also gut sein.
Bolli zumindest weiß von Puristen zu berichten, die alles extra zubereiten und dann erst mischen. Entegutallesgut verfeinert mit Fisch und Foodletter stapelt erstaunliche Türmchen. Barbaras Spielwiese hingegen richtet zum Lavendel nach jahrzentelang erprobten Rezepte an

Aus allem also etwas zusammengeschustert (Fisch war aus) und aus folgenden Zutaten das wunderbar lecker schmeckende Gemüsegericht gezaubert, das zugegebenermaßen etwas dauerte in der Zubereitung. Das Gemüse sollte noch etwas Knackigkeit aufweisen.

wochenendliche farbkleckse
Wochenendliche Farbkleckse

weiße Zwiebeln, in Olivenöl angebraten, auf Grund von Geschmacklosigkeit mit Agavendicksaft ankaramellisiert
Rote und gelbe Paprika, in Streifen ebenfalls im Rest-Olivenöl-Agavendicksaft angebraten und noch mit getrockneten Thymianblättchen ergänzt
Auberginen, grob geschnippelt und zuvor gesalzen (15 Minuten Ruhezeit) durften ebenfalls mit ein wenig des Dicksaftes beträufelt werden während des sachten Bratvorganges
Die Zucchini durften mit Oregano und Thymian, Salz und Pfeffer für sich alleine anbraten
Kleine leicht süßlich schmeckende Kartoffeln (Bamberger Hörnchen) mit Pfeffer und Salz angebraten; die Sorte bleibt schön fest und eignet sich vorzüglich.

Dann alles zusammen in eine Backofenform und mit vorzüglichstem Olivenöl vermischt und noch mal kurz abgeschmeckt mit wilden Fenchelsamen, Salz und Pfeffer und ab in den Ofen und die anerkennenden Rufe bei der Genussprobe gleich mit in die Getränkekredenzung integrieren.

Geschmacklos präsentiert sich hingegen Rettet das Mitagessen, der sonst eilfertig auf Werbung für ein kommerzielles Kochportal bedachte Bloginhaber scheint es witzig zu finden von „Negerpech“ zu faseln. Diskriminierende Wortwahl bietet sich ersichtlich auch nicht an, um Hinweise auf lustige Filmchen zu geben. Einfach nur peinlich.

Den köstlich zu erschnuppernden Duft förmlich vor Augen, war die Raspelarbeit ein umfänglich schnell zu bewerkstelligendes Zwischenstadium, das dann zwar viel Kerne übrigließ, aber ansonsten wenig Kürbis, was nicht weiter schlimm zu sein schien da auch kleine Portionen statthaft sind und angesichts dessen kam auch Wilder Fenchel recht und derart vervollständigend auch Rundkornreis und es schien schon vollkommen unter Hinzufügung allerbesten Bio-Olivenöles als ein wenig Unachtsamkeit, nein eher eine Unaufmerksamkeit, sich einschlich, die grauenvoll zuzuschlagen beliebte und sofort eingeleitete Rettungsversuche waren zwar erfolgsversprechend und lieferten eine gewünschte, die Strukturen überaus ansehnlich zu betrachtende Zutatengrundlage, die kaum aus dem warmen Ofen gezogen mit einer schönen Oberflächenstruktur nur Bestes vermuten ließ und dann war da verdammtermaßen so ein Unterton in der geschmacklichen Wahrnehmung, der… (aber lest selbst)

kuerbis reis auflauf mit wildfenchel
Schön anzuschauen und doch…

Einige Kürbisse lachen schon der Vorfreude entgegen und so war Gelegenheit auch mal auf eine bewährte Zubereitungsmethode zurückzugreifen, die immer wieder entzückt und weil die Quelle des wilden Fenchelgewächses passenderweise noch vorhanden ist, war es Zeit für schmackhaften Kürbis-Reis-Wildfenchel-Auflauf mit köstlichem Olivenöl und weißen Zwiebeln (selbstverständlich alles aus biologischem Anbau) und dezent beigefügtem Meersalz (sonst nichts weiter). Wenn es lieber griffbereite Kleinkost sein soll — einfach darauf zurückgreifen.

wilder fenchel und raspelmoeglichkeit
Wildfenchel und Raspelmöglichkeit

Zuvor natürlich eifrig raspeln und feststellen, dass eine wertvollen Platz wegnehmende elektrische Raspelapparatur manchmal doch nicht sooo schlecht wäre. Schnellstens helfende Hände machen aber auch da sympathischerweise die Angelegenheit zu einer heiteren Kürbisschnitzelweitwegwurfangelegenheit, das schafft keine Maschine.
Ein Mixer ist nicht so statthaft, weil es möglichst längliche Streifen sein sollen, die sich später um den hinzugefügten Reis schmiegen sollen. Aber auch für solcherlei Gerätschaften gibt es Rezepte. Bei Bedarf darf sich der Kürbiskerngestaltung gewidmet werden.

kuerbis vorbreitungsstadium

Rundkornreis nach Belieben zufügen zu den orangen Kürbisteilen, die aber schon etwas nach Kürbis schmecken sollten (sonst wird das nichts mit der Speise); währenddessen Zwiebeln und die Stiele des Fenchels kleinschneiden und mit Olivenöl und ein paar Fenchelspitzen andünsten und hinzugeben, noch salzen und schon etwas probieren — schmeckt wunderbar.

rundkornreis und gerasplter kuerbis
Fein abgestimmt und auch schon so lecker zu erschmecken

Dann schon mal, bevor es in den Backofen kommt, vorköcheln lassen und Bitte! sich nicht abklenken lassen #-o Es war zwar nur ein Hauch einer nicht den Kochvorgang beachtenden Unaufmerksamkeit, die aber war offensichtlich ausreichend die untere Schicht unschicklich anzuschwärzen. Sofort eingeleitete Rettungsversuche konnten zwar 94 Prozent der Rettung zuführen, was erst mal zum Aufatmen führte, aber sich als fatal herausstellen sollte.

Zwar gelang Alles ansonsten perfekt, die Reis-Kürbisstruktur phänomenal gut, der Biss saftig, der Kürbis gut herausschmeckbar und leider auch so ein fieser kleiner Brandton, der die geschmackliche Komposition empfindlich störte. Es konnte zwar noch gegessen werden, ein richtiges geschmackliches Erlebnis schmeckt allerdings anders. Anderntags zugefügter Auflegekäse zum Überbacken brachte auch keine Besserung. Ach, Rubrik Katastrophalia, war ja schon lang nicht mehr gefüllt worden, muss offensichtlich auch mal trotz Raspelmühe sein :-(

oberflaechentruktur kuerbisauflauf
Die goldgelbe Oberflächenstruktur zeigt sich von der besten Seite

Zutaten:

Kürbis, am besten ein schön nussig schmeckendes Exemplar
Rundkornreis
Wilder Fenchel oder Dill
Meersalz
(nach Belieben auch noch Zwiebeln)

ganz vergessen in der Aufzählung: allerbestes Olivenöl!

und natürlich genügsame Aufmerksamkeit ;-)

Raureifige rote Naturperlen als köstliches Resultat füllungshalber zu versehender Jahresbedarfsdeckung überaus leckerer Naturbonbons (eisig-himbeeraromatisch-süß)

naturbonbons aus herbsthimbeeren
Raureifige Herbsthimbeeren mit leckerer Füllung

Die statthafte Menge an Himbeeren, die zur Zeit auf dem Markte und im Obsthandel zu bestaunen sind haben meistens ein preisliches Niveau, das an schwarze den Himbeerbestandteilen nicht unähnlichen Gegenstände, erinnert. Da wir unglücklicherweise über keine Himbeerzucht verfügen ist also Abwarten das Gebot der Stunde. Zum Marktschluss, der hervorragend mit unseren Aufstehzeiten harmoniert, gibt es die meist billiger.

Und da der WG-Vorrat an eisigen Juliperlen respektive vorwinterlichem Himbeerumhüllungsbruch dieses Jahr noch nicht aufgestockt wurde (der klägliche Rest von zwei im Eisschrank ganz nach hinten gefallenen Exemplaren ist etwas unansehnlich durch die vergessene Bierflasche geworden, die darüber lag), war die Gelegenheit auf äußerst preisgünstige Himbeeren zurückzugreifen, die aber auch verdammt verführerisch aussehen und sogar danach schmeckten, was sie für Naturbonbons überaus geeignet machen sollte, geboten.

Das Ooohh.. Himbeeren gleiche im Keime erstickt beim Auspacken des Einkaufs und naschsüchtige Begierlichkeiten gekonnt abgewehrt und sogleich Einteilungen zum Fertigen unter Aufsicht vorgenommen.
Füllung geht furchtbar simpel vonstatten (kleingehackte Minze mit vorzüglichem Bio-Agavendicksaft und Zitronenmelisse oder Limonenspritzer vermengen) und schnell (mit einem kleinen Spicker ) und nach kurzem Verweilen im Gefrierfach können die sogar schon am selben Tage verköstigt werden.
Die eine Hälfte im Kühlgelegenheitengefrierfach verstaut und nicht drauf geachtet, dass das auf Grund einer fiesen winzigen Eisschicht nicht richtig schloss, was zu einer schönen weißen raureifigen Ansicht führt, die sich aber sehr photogen zu machen weiß ;-)

unraureifige naturbonbons aus ebenso delikaten herbsthimbeeren
Nicht sich der nicht so gut schließenden Tür hingebende Variante

Unbedingt nachmachen solange es noch fruchtige Beeren und sehr delikat im Munde zu erschmeckende Agavendicksaftbestände zu erwerben gibt (gerade in Bayern herrscht da oftmals Mangel); nächste Woche kann es schon zu spät sein :p

Ebenfalls Himbeeren nicht abgeneigt sind Pfannkuchentürme bei Chaos Kitchen und ebenfalls die süße Tortenkunst bei genial lecker. Bolli schließlich macht daraus sentimentale Kost und aus schon vorher geeisten wird bei Foodletter ein fixer Smoothie zur naschlichen Kredenzung. Der farblichen Tendenz zumindest folgend ist seit einiger Zeit candyland wieder mit wunderhübschen Zusammenstellungen zu sehen (nur die Rezepte fehlen immer noch).

Zusammenfassenderweise zu bewerkstelligende Zeitaufwändigkeit und dementsprechend lecker duftende feinfühlige Kost (Kurzversion) und wichtiger Tipp (Link)

morgenfreuden
Morgenfreuden, die das kleine Sonnenzeitfenster auszunutzen wissen :-)

Die letzten kleinen Sonnenstrahlen des beginnenden Ende des Morgens ausnutzend war die Wahl eine typische Speisenbewerkstellung, die mal wieder super mundete und zugleich die Aufwändigkeit zusammenfassender Art vergessen ließ, die sich dann doch länger hinzog — dabei hatte Zorra noch den wertvollen Tipp gegeben sofort anzufangen ;-) , aber dies dummerweise vergessend war es dann doch die knappen Zeitreserven auffressend bis irgendwann viel zu spät in der Nacht. Spaß hat die Fusionskunst trotzdem gemacht! Nun aber ist Zeit den Tag zu genießen und mal wieder einen Abstecher durch die Foodblogs zu wagen.

Da passiert nämlich wieder allerhand. Blogevent Paprika kleinBei Schnuppensuppe gibt es nämlich mal wieder den vorzüglichen DFssgF mit der Anmeldemöglichkeit bis zum 22 diesen Monats! Alle, die sich an Paketen erfreuen, müssen da einfach mitmachen.
Und wer Glück hat, kriegt ein Paket von uns beim definitiv mit Abstand größten Päckchentausch ;-)

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Versehen mit rot-feinem Schaum war der genüssliche Part der von einem grob gekörnten Maismantel umgebenen in Olivenöl gebratenen Pecorino-Polenta unverkennbar und so konnte ein Hauch von Knoblauch spürbar wahrgenommen und delikateste Rote-Bete-Blatt-Füllung erschmeckt werden (griechisch-italienisches Zusammenspiel)

rote bete polenta mit zitronen-bete-schaum
Rote Bete und Polenta ergänzen sich sich überaus fusionsträchtig

Es war durchaus etwas lustig die versammelten Foodblogs dabei zu beobachten wie sie mit dem Thema Fusionsküche umgehen würden. Von Ablehnung bis Eitel Sonnenschein war so fast alles vertreten ;-) Dass das Event-Thema im Kochtopfblog, welches auf den ersten Blick scheinbar so einfach war, sich letztlich aber als Herausforderung entpuppte, war nicht sofort ersichtlich und auch bei uns erstmal nach ziemlich guten allerdings kaum verkonsumierbaren Ideen erst mal auf die lange Bank geschoben worden. Da fällt uns noch was Tolles ein und tatsächlich gab es sogar eine tolle Idee, der sich aber so manche Einkaufsmöglichkeit tapfer entgegenstellte.

Also wie üblich was aus den vorhandenen Zutaten kreieren (das sind sowieso immer die besten Gerichte) und siehe da, der Vorrat an Rote-Bete-Blättern müsste da doch perfekt unterzubringen sein, in unserem kulinaria katastrophalia-Beitrag zum Blogevent. Jetzt nur noch die fusionsträchtigen anderen Zutaten auswählen und so langsam waren in den reichlich vorhandenen Beständen die Maisgrießvorräte entdeckt, die — Juchu — perfekt passen könnten; Kochsinn hatt die ja auch schon erfolgversprechend erprobt. Kurz überlegt und dann losgelegt.

pecorino geraspelt
Pecorino, geraspelt

Die Rote Bete Blätter ganz klassisch griechisch kurz gekocht und dann mit rotem Weinessig, Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und bestem Bio-Olivenöl und einer ausgepressten Zehe Knoblauch angemacht. Sehr delikat schon alleine. Gab es in letzter Zeit des Öfteren ;-)

Währenddessen Polenta gekocht. Maisgrieß ins warme Wasser vorsichtig reingestreut (soll nicht klumpen) und mit Salz und Pfeffer gewürzt, geht mit der Schnellkochvariante auch ganz fix; war so circa ein 1,3 Liter Wasser auf 500 Gramm Grieß. Dazu dann nach einiger Zeit des Rührens noch geriebener Pecorino und noch eifrig weitergemacht.

angemachte rote bete blaetter auf polenta zur fuellung
Zur Füllung die perfekte Wahl — Rote Bete-Blätter (angemacht)

Dann rasch handeln und einen Teil der Polenta auf ein Blech streichen; hübsch verteilt die inzwischen gut abgetropften Bete-Blätter und darauf dann die Restpolenta. Dann heißt es etwas warten und dann darf nach dem Erkaltungsvorgang schon mal ein Stückchen probiert werden, gutgut, und dann in mehr oder minder akurate Quadrate schneiden und für den besseren Geschmack noch mal in gröberen Polentagrieß wenden und dann werden die Stücke vorsichtig in Olivenöl angebraten.

rote bete polenta frittiert
Polenta grob umkörnt und in Olivenöl gebraten

Derweil (eigentlich als allererstes) wird die Sauce fabriziert, entlehnt aus dem Jouvarlakia-Rezept. Dazu wurden die roten Bete-Stiele zusammen mit roten Zwiebeln in Olivenöl angedünstet und dann mit Wasser aufgegossen und mit Liebstöckel und Salz und Pfeffer gewürzt. Eiweiß schlagen und das Eigelb, welches mit etwas von der nicht mehr kochenden Flüssigkeit gestreckt wurde zur Ersterwärmung, kommt dann hinzu zu der schon cremigen Grundlage.

Dann ganzganz vorsichtig den Saft von einer Zitrone reintröpfeln. und dann ebenso vorsichtig alles zu der schon abgekühlten aber noch warmen Topfsauce hinzugeben. Wird auch gleich ganz toll rotcremig.rote bete stiele
Die Roten-Bete-Stiele sehen ganz putzig aus (beim nächsten Mal kommen da aber weniger rein). Mit ein bißchen Geschick werden die Polenta und die Sauce gleichzeitig fertig ;-) und die letzten Strahlen der Sonne verwöhnten den italienisch-griechischen Fusionsgenuss auch noch :-)

Die delikate zart nach Knoblauch und Beteblatt schmeckende Füllung fügt sich hervorragend in die eher leicht schmeckende Polenta ein und der knusprige Mantel aus Grieß vervollkommnet die Angelegenheit auch noch. Eine gute Idee, die wunderbaren Blätter zu nehmen. Die Sauce war schön cremig — wenngleich durch zuviel von den Stielen und Zitrone einen Tick zu sauer. Mit den Hackbällchen kommt das besser (vielleicht noch ein kleiner Schwubs Agavendicksaft hinzu). Im Zusammenspiel mit der Polenta aber eine leckere Fusionskost!

Zutaten:Blogevent Fusionskueche
Füllung:
Rote Bete-Blätter (ohne Stiele)
Knoblauch, Essig, Salz und Pfeffer

Polenta:
Polenta, fein (500 Gr.) und grob (so 100 Gramm)
Salz, Pfeffer, Pecorino (ein geraspelter Haufen) und ca. 1,3 Liter Wasser

Sauce:
2-3 Eier, 1-2 Zitronen, Rote Bete-Stiele, kleingeschnippelt, rote Zwiebel, Liebstöckl, Salz und Pfeffer und ein ordentlicher Schuss Wasser

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Der Dunkelheit enttriebene rundlich vervollständigend zu geniessende in dreierlei Hinsicht perfekte zur Partykredenzung gefertigte und deshalb auch spät kommende Bällchen (inclusive grünem Wildwuchs)

ingwerschafskaesebaellchen und ganz hinten mit knoblauchsprossen
Ingwer-Schafskäsebällchen bei Nacht (Parika und Fenchelsprossen wissen sich auch da gut zu machen)

Immer wenn Partys anstehen wird auch die Fragestellung akut, ob denn auch gewünscht wird genüssliche Freuden zu servieren. Dabei ist diese Frage durchaus heikler Natur — schließt sie doch ein, dass der Fertigungsprozess zumindest so zeitlich vonstatten gehen sollte, dass die lieben Partygäste auch noch in den Genuss der eigens mit Inbrunst gefertigten Köstlichkeiten kommen.

Dabei sind erst in letzter Minute gefertigte Spezialitäten überaus lecker und obendrein heiß begehrt, weil zu diesem Zeitpunkt das Hungergefühl die Klippen der Vorspeise längst hinter sich lassend zu neuen Höhen emporklimmend sich zu äußern wagt und auf diesem schmalen Grade zwischen Zuneigung und urwüchsigem Hungerattacken nur beste Resultate zu erzielen sind.

Deshalb gewagt, getan und ingwer schon etwas groesserkalte Bällchen in das zusehendst von zeitlichen Mängeln geplagte Auge gefasst, die auch schon mal im Sonnenlicht zu bewundern waren. Und da die so lecker mundeten waren die wieder gewünscht und so langsam ward sich der Umstand, dass die auch noch zur Party hintransportiert zu werden wünschten in die Erinnerung gerufen, was nur dazu führte, dass in Unachtsamkeit sich hingebend der Ingwer erst mal anbrannte und erneut in die Niederungen der Schnippelarbeit abgestiegen werden musste.
Zwischendurch dann noch WG-Personal abgewehrt, welches selbstredend nur probierungshalber die Bestände verringern wollte, und es noch geschafft schnell ein paar neue Ideen einzuschmuggeln in das Rezept.

knoblauchsprossen
Zartsprießiges Knoblauchvergnügen

Ursprünglich waren nämlich die tollen Knoblauchsprossen gar nicht vorgesehen, konnte aber auf Grund eingetretenen Ingwermangels (der Nachwuchs ist noch nicht so weit) ganz triumphal ihren Auftritt hinlegen und gekonnt äußerst feine und frische Aromen zur Geltung bringen mit einem Hauch dessen, was die volle Knolle für sich in Anspruch nimmt. Sieht außerdem auch noch ganz nett aus das Gewusel.

schafskasebaellchen mit knoblauchsprossen
Der Dunkelheit entronnene Zielstrebigkeit (grün-wuselige Version)

Also ein Blickpunkt allemal und deshalb eine Version nur mit grünen Sprossen und eine mit Fenchelsprossen und Knoblauchsprossen mit den aparten schwarzen Punkten gefertigt und da auch noch eine Minute vor Zwölf die Auftragung vonstatten gehen konnte nach diversen Überwindungskünsten im öffentlichen Nahverkehrsgewusel war zumindest die übliche Essenszeit eingehalten (nur einige Partygäste hatten da schon schlappgemacht) und eine erlesene Schar durfte sich die cremig-pikante Genüsslichkeit einverleiben. Sehr lecker mal wieder!

Wiederholenderweise zu spontanen Eingebungen sich zusammenköchelnde gar köstlich auch bei längerfristig zu verkonsumierenden Besuch überaus zuträglich und vielseitig verwendbare Günstigkeit (ach ja, gesund ist es natürlich auch noch ;-)

Da die Hingabe an die Gemüsesorten zur Zeit sowieso Topthema ist im kulinarischen Gewerbe (einige kommen gar nicht mehr zum Bloggen) war es Zeit sich der liebenswerten Auberginefülle in unterschiedlich ausgeprägter Färbung und dem dazugehörigen Berg mehr oder minder gut schmeckender Tomaten zu widmen, die sich mal wieder nicht nur erinnerlich perfekt zusammen zu finden wussten.

Präsentiert wurde das wohlschmeckende Gericht schon mal zum Blogevent Tomate und das Rezept kann hier bestaunt werden. Ach ja, es kommen ganz viel Zwiebeln rein, die Speise lebt förmlich davon.

Apropos Blog-Event: Der letzte im Gärtnerblog zum Thema Pflaume ging fast komplett an uns vorbei, herzlichen Glückwunsch noch für die portweinverwöhnende Entenbrust mit Pflaumen an genial lecker, die damit den Sieg holte; der neue Event zum Thema Lauch weiß zwar ob der Vorgabe keine Begeisterungsstürme zu wecken (das Gemüse zählt in unserer Küche nicht zu den beliebtesten Sorten), aber da wird trotzdem was zu finden sein zur Kredenzung ;-)

auberginig wiederholendes mit tomate und reichlich zwiebel und olivenoelbeigabe
So einfach und schnell wie köstlich — und das mit quasi drei Zutaten

Überaus putzig in Erscheinung tretende Käsebällchen, brasilianischer Herkunft sozusagen, mundeten unter Beachtung überlanger Temperaturbeigabe ungemein und waren von so seltener Geschmackskomposition, dass das Rezept unbedingt her muss — davor ausgiebiges kleines Frühstückseinerlei incl. kleinerer Tomaten allerlei Farbbeschaffenheit (und — PSST — außerdem wurde eine neue Quelle für Wilden Fenchel entdeckt, also der Geheimtipp diesen Spätsommer)

kleine bunte tomaten
Von nicht minderer Lustigkeit auch die vielen kleinen und überaus bunten Tomaten, die ruckzuck sowieso nie lange überdauern (dezent versteckt der Wilde Fenchel)

Die noch im Kühlschrank lagernden Käsebällchen waren schon in der ersten Fertigung vor einigen Tagen so schnell verputzt worden, dass noch nicht mal Zeit für ein Foto blieb — zugegebenermaßen lag das aber auch daran, dass die Idee die schenkweise mitgebrachten kleinen Käsekugeln einfach auf den Rost zu legen nicht ganz so gut war und sich schöne Zerfließspuren bildeten, was aber auf Grund der Geruchsentwicklung nur allzu schnell bemerkbar war.
Diesmal also nur ein paar vergessliche Minuten, geschmeckt haben sie trotzdem ungemein super und auch die Restbestände wussten später ebenfalls noch zu munden.

brasilianische kaesebaellchen
Brasilianische Käsebällchen plus einiger Minuten zu langer Frühstückszeitfärbung ;-)

Aber nachdem sich mal wieder nach stressigen Wochen der Frühstückerei gewidmet wurde mit der üblichen Zutatenkredenzerei war außerdem auch noch die Freude anhaltend groß, als die Entdeckung des Sommers gemacht wurde und tatsächlich auf einem Markt frischer Wilder Fenchel entdeckt wurde. Ein Biostand auf dem Boxhagener Platz bietet den doch tatsächlich an. So langsam setzt sich also Qualität durch :D
Also, wer da in der weiteren Umgebung wohnt hat jetzt die seltene Gelegenheit, nicht nur auf Eigenanbau setzend, zu kulinarischen Höchstleistungen zu gelangen. Also Geheimtipp, aber Pst! soll ja nicht alles leergekauft werden, wenn wir das nächste Mal da hin fahren ;-)

fruestueckmalwiederdasgruenehatsichvesrtecktunddiekaesebaellchenwarennochungebacken
Irgendwo gab es auch noch fluffig-krosses Weißbrot und Salat (Käsebällchen da noch backfertig vorbereitet zu finden)

Der Blogevent Fusionsküche geht so langsam in die letzte Runde (unser fulminanter Beitrag ist noch in Entwicklung) und schon zeigen sich erste Fusionskünste, der sich ansonsten teilweise etwas schwer tuenden Kochblogszene, die sich aber doch noch zu begeistern weiß für allerlei Kochkünste ;-)