Die Verzweifelung war ja schon groß: Lauch, ausgerechnet Lauch, jenes der Verwendung in unserer Küche eher nicht anheimgestellte Gemüse war das neue Thema im Gärtnerblog und mit Sorge wurde zudem betrachtet, dass fast alle guten Ideen schon weg waren, und neu erdachte prompt von mehr oder minder fiesen andern Kochblogs
einfach weggeschnappt wurden.
Nun denn, hurtig an die Arbeit gemacht, heute ist schließlich der letzte Tag und an was Süßes gedacht. Hm, vielleicht in Wein gesottene Lauchenden, gefüllt mit Walnüssen und mit Dicksaft, jenem wertvollen in Wahllanden nicht gängigen Süßungsmittel, karamellisiert. Gedacht, getan, gegessen, schmeckt grauenvoll; außerdem brannten die Walnüsse etwas an. So also nicht.
Frustration, aber keine Aufgabe. Daran zu denken schon, nein, das gab es nur einmal und da war die Zeit äußerst knapp (außerdem sollte da mit Bier gekocht werden, Brrrrhh).

In der Produktion (etwas zu ungepresst)
Im Kühlschrank nachgeschaut und Spinat, gedünstet mit Zwiebeln in Olivenöl und abgelöscht mit Zitrone, vom vorherigen Tage entdeckt. Prima, der muss jetzt dran glauben. Die niedlichen Rundreiskörner gekocht, die Zutaten vermengt und sich dann an den Lauch gewagt. Den in kleine Rundlinge geschnitten und in Olivenöl schön angeröstet. Dann die schöne Zutatenmengung dazu und brutzelbrutzel war eine überaus leckere Köstlichkeit entstanden, das Lauch so süßlich geworden so lecker sein kann, erstaunlich; vielleicht sollte öfters damit hantiert werden?
Ab in eine kleine Form und in die Mitte des viel zu großen Tellers gestürzt und für gut befunden. Sehr schön; warum jetzt eigentlich das Ganze nicht noch karamellisieren. Also mit Rohrzucker bestreut und rasch mit einem Bunsenbrenner zum Schmelzen gebracht. Ein wenig Flüssigkeit tritt durch die Wärme wieder aus, aber das macht sich als „Saucenspiegel“ ganz gut

Karamellisierte Köstlichkeit für die nachmittägliche Verköstigung
Die derart feine Kost probierend war kurze Zeit nur andächtiges Schweigen das Gebot der Stunde — gleich danach kam aber der Ausdruck Köööstlich über die Lippen und das vollkommen zu recht: ein wunderbar lecker zu erschmeckendes nachmittägliches Verköstigungsobjekt, und die Karemellschicht erst, knackig durchbrechende Wollust über süßlich perfekt abgestimmte Untergrundmischung. Genau die richtige Zwischendurchmahlzeit für hungrige die Ausgewogenheit zwischen herb und Süß liebende kulinaria katastrophalia-Kochbelegschaft und unser Beitrag zum Kochevent; das gibt es auf jeden Fall bald wieder, v.a. eignet es sich hervorragend als vorher zuzubereitendes Essen, welches nur noch rasch frisch überkaramellisiert zuu werden braucht. Leckerleckerlecker
Zutaten:
Lauch
Spinat, frischer!
Rundkornreis
Zwiebeln, rote und weiße
Olivenöl
Rohrzucker
Zitrone, so eine
Salz, Pfeffer
Zubereitung auf die Schnelle:
Grob kleingehackte Zwiebeln in Olivenöl andünsten, Spinatblätter hinzu und umrühren; ein bißchen Wasser hinzugeben und 1-2 Minuten dünsten lassen, salzen, pfeffern zitronieren, nochmal umrühren. Reis kochen und mit Spinat vermengen. Lauch anbraten bis er leicht braun wird und ebenfalls hinzu. In eine Form geben und stürzen und dann Rohrzucker rüberrieseln und karamellisieren. Fertig









Bei 






kalte Bällchen in das zusehendst von zeitlichen Mängeln geplagte Auge gefasst, die auch 




