
Chilifreuden in schon leicht trockener werdenden Zustande
Eigentlich war für die Zubereitung der Chili-Blogevent-Kocherei im Kochtopfblog so einiges auserkoren — allein widrige Umstände wussten die Ausprobiererei im Zaume zu halten. WG-Teilbelegschaft musste die kritische Phase der Sonneneinstrahlung mit Saunatemperaturen von Fieber geplagt nicht auch noch mit heißer scharfer Kost verbringen. Aber pünktlich mit Ende des Abgabezeitraumes zum Blog-Event kühlten ja die Temperaturen wieder ab. Der geeignete Zeitpunkt um zum Kochlöffel zu greifen.
Es blieb nur die Problematik der zu verwendenden Zutaten, war doch durch Schlamperei im Einkauf die Auswahl nicht überaus reichhaltig. Aber nicht so schlimm, schließlich passt Chili eigentlich zu fast allem und nach Entdecken eines sich im Kühlbereich befindlichen Päckchens roter kleiner Chilis, die schon etwas dem Trockenem zuneigten (Chili entstammen übrigens dem Chilibaum wie auf der neu gestalteten huettenhilfe-Seite gesehen werden kann), musste sich nur die ein oder andere frische Zutat und noch vorhandener Vorrat finden.

Roter Kohlrabi — überaus zart im Geschmack
Passend zur Farbgebung erwiesen sich dann drei rote Kohlrabi, die sich sogleich als überaus wohlschmeckend erweisen sollten. Die waren schon roh sowas von lecker, dass die erst ins Auge gefasste Möglichkeit diese mit Chili zu braten oder zu dünsten schnell ad acta gelegt wurde.
Aber vielleicht ein Croûton mit leichter scharfer Note? Weißbrot (nicht wie sonst im Kochbloguniversum üblich selbst gebacken) wurde artig gewürfelt und dazu wurden schnell ein paar Schoten angestochen und langsam in Olivenöl erhitzt. Nach dem Röstvorgang in der Pfanne erwies sich das aber 
als eher nicht so lecker und deshalb wurde kurzerhand umdisponiert und das Öl für die feinen Kohlrabi-Würfelchen verwendet.
Derweil rote Zwiebeln mit der kleingeschnittenen roten Kohlrabischale und ein paar Rosinen in Olivenöl gedünstet und mit zwei Löffeln vorzüglichen Agavendicksaft abgeschmeckt. Derart leicht karamelisiert durften dann auch noch die überaus famosen Blätter hinzu und nach kurzer Zeit noch etwas Wasser
und kurz darauf noch den Saft einer halben Zitrone (gab es ehrlich gesagt auch schon mal so ähnlich
).
Zusammen auf jeden Fall auch mit Agavendicksaft nur empfehlenswert und mit den schön durchgezogen pikanten zarten Kohlrabi war das eine gute Kombination, die durch die Röstbrotbestreuerei auch unumwunden als geglückt anzusehen war. Leichte scharfe Momente durch knackige Stieldurchbeisserei (die waren halt doch noch etwas hart) waren so eine gute Kombination und nach ein paar Minuten war unser Beitrag zum Blogevent Some it like HOT von der hungrigen Meute in unserer kulinaria-katastrophalia-Küche verputzt.

Pikante Schmeckerei an süß Blätterkost mit zitroniger Note
Zutaten:
Kohlrabi mit Blättern
Chili
Olivenöl
Zwiebeln
Rosinen
Agavendicksaft
Zitrone
Salz
Die Kohlrabi hätten es bei mir kaum bis zur weiterverarbeitenden Grösse geschafft. Sowas verputze ich meist als Vorspeise. Und dann noch rote…das ist ja e-rot-isch!
Genau das war es noch, was gefehlt hat. Vielen Dank für’s Mitmachen. Gruss lavaterra
Roter Kohlrabi!
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Was es nicht alles gibt in der weiten Welt
Geschmacklich different zum weißen?
…
Oder durch die Chilidominanz eher nicht mehr zu unterscheiden
das mundet ja wieder gut!!!!
Herrlich, Kohlrabi, wieder ein Gemüse, dass der gemeine Franzose nicht kennt…..
@Dandu
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Wir mussten uns auch arg zügeln
@lavaterra
Und diesmal nur auf die letzte Stunde
@sammelhamster
Schmeckt eigentlich genau wie der grüne — nur die waren sehr lecker
@Bolli
Welch Verlust!
Kein Kohlrabi auf Frankreichs Tischen?!?
Wohl eher scharfe Schmeckerei – oder doch nur pikant?
Gefällt mir sehr gut!
@Barbara
Das wunderbare Bio-Olivenöl wusste sich exzellent in Szene zu setzen (pikant) und die Chili die richtigen Nuancen zu geben (scharf)
Und der ganze Kohlrabi wurde verwertet. Die meisten schmeißen die Stängel und Blätter eifach weg. Banausen.