Archiv für Juni 2008

Im Gras verspeisende Kredenzung von überall sich verkrümelnder Picknickverzehrgestaltung (mit Gabel und Feed)

couscous mit zuckererbsenschoten und fruehlingszwiebeln und balsamico
Feine Erspürung zuckerschotenzarter Krümelei

Es kann sich schon wieder vorsichtig herausgewagt werden. Grund genug zum Freiluftvergnügen Couscous mit zuvor rasch in vorzüglichem Bio-Olivenöl gedünsteten Zucchiniteilchen, Frühlingszwiebelstückchen und feinfühligen Zuckererbsenschoten zu vermischen und sich dann noch des süßen Balsamico bedienen, um die luftige Nahrung noch ordentlich lecker zu verwöhnen. Sehr gut!

Kaum wird bemerkt, dass mit Kochthemen Geld zu verdienen ist, schon kommen wie zu erwarten alle auf die Idee auch daran ihre Teilhabe präsentieren zu wollen. Vorspeisenplatte hatte so einen Fall, dass jemand ihre Texte klaute mit dem Argument, dass ja ihr Feed frei zugänglich sei. Jetzt kein so großes Ding, aber wenn es ums Geldverdienen geht, dann reagiert im Allgemeinen der Möchtegerncontentklauprofi doch arg verschnupft — sehr schön hier zu sehen (incl. sehr fragwürdiger juristischer Ausführungen) :D

Überaus entzückend diese Riesen-Scholle, die gewieften Fischladenbesucherinnen nur ein müdes Lächeln abzuringen in der Lage ist, und entsetzlich lecker obendrein (kein Wunder — es war furioses wildes Fenchelsalz dabei)

greifbare scholle
Greifbar durchaus

Immer wenn der Gang in den Fischladen anstand, sind da diese Angebote, die vermutlich das optische Ambiente wahren sollen, die aber überaus das Interesse zu wecken in der Lage sind, was dann letztendlich diese Woche auch gelang. Zwar war diesmal nur eine mittelgroße Variante zu haben, aber die ist auch nicht ohne.

Braten in der Pfanne geht irgendwie schlecht, da keine derartige Gerätschaft ohne größere Umstände zu erlangen ist (wir heißen ja nicht Tomatengrün). Aber eine schöne Backofenvariante weiß da auch überaus zu entzücken :-) Also nichts wie ran an die Kartoffelschnippelei und die herauskommenden Scheiben dann mit Olivenöl, Pfeffer und Fenchelsalz versehen.

Mit Backofengerichten mit Kartoffel-Fisch-Kombi haben wir ja gute Erfahrungen (und ein manchmal bei der Fischwahl auch kein so gutes Händchen); das Jamie Oliver-Kochbuch genial italienisch wirkt jedenfalls ungemein inspirierend.

Außerdem hatten wir noch wilde Fenchelspitzen -und stiele eingefroren, die Stiele wurden rasch in griechischen Bio-Olivenöl angedünstet und zusammen mit den Fenchelspitzen zu den Kartoffeln hinzugegeben, was schon wunderbar duftete und Erinnerungen an wilde Mittelmeernachtessensgelage hervorrief. So einfach kann es sein :D

riesenscholle
Die Backform überaus einnehmende Riesenscholle

Kartoffeln mit noch einem ordentlichen Schuß besten Olivenöles dann in den Ofen geschoben und nach 10 Minuten wieder raus damit, um sich dem Fisch zu widmen. Die um ein kleines Stückchen von der Endflosse befreite Scholle, die über 2 Kilo wog, wurde mit dem Wildfenchelsalz und Olivenöl eingerieben, mit ein paar Zitronenscheiben garniert und oben auf die Kartoffeln gelegt (eigentlich kam die Garnierung erst später drauf ;-) ).

Und nach einer halben Stunde war es dann soweit, dass hungrige erste an unauffälligen Stellen herausgepulte Testprobierstückchen kredenzt und insgesamt der Seefisch als überaus gelungen bezeichnet werden konnte. Noch rasch ein paar Frühlingszwiebeln und aus Spanien mitgebrachter vorzüglicher Schinken in kleinen Stückchen darüber und nochmal kurz in den Ofen. Rasch die geladenen Gäste um den Küchentisch versammelt und dann alle aus der Backform um die Wette gegessen. Es war köstlich! Die Scholle war sowas von saftig und der leichte Fenchelgeschmack wusste sich trefflich in Erscheinung zu setzen. Gibt es bald wieder, wenn die Angebotslage mitmacht.

wildfenchel scholle auf kartoffelscheibenanhauefung mit dekorativer zitrone
Fertig! Fertig! Fertig!!!

Zutaten:

Scholle, ein größeres Exemplar
Kartoffelberge
Wilder Fenchel (Stiele und Spitzen)
Fenchelsalz
Olivenöl
Pfeffer
Schinken, ein leckerer
Frühlingszwiebeln
Zitronen

Zubereitung:

siehe oben ;-)

Rasant gemörserte Wilde Fenchelsamen und grobes Siedesalz

wilder fenchel samen und grobes siedesalz im moerser
Noch ungemörsert — Wildfenchel-Samen und Siedesalz

Dass Fenchel-Salz als überaus geeignete Zusammenführung wilder Samen und grober Salzkristalle (Meersalz eignet sich vorzüglich) im Mittelmeerraum überaus geschätzt wird, kann an der vielfältigen Verwendung als Würzmittel erschmeckt werden. Meist werden die Zutaten zwar nicht zusammen verwendet — die frisch hergestellte Mixvariante entpuppt sich aber als überaus vorzüglich für Fisch, der damit eingerieben ein schickes Aroma zu verbreiten weiß.

Die bekannten italienischen Würstchen mit wilden Fenchelsamen sind hier inzwischen leicht zu bekommen; auch die berühmte Porchetta wird damit gefüllt und in Griechenland wird der wilde Fenchel gerne zum Gemüse verwendet und bereichert Kartoffel- und Kürbisaufläufe. Die großen Stiele eignen sich als Grillunterlage für Fisch ebenso wie karamellisiert als Snack, die kleineren verbreiten kleingeschnitten ein unvergleichliches Aroma in den Speisen.

Die Vorräteerhaschung muss noch vor Ort erfolgen, wenn sich nicht in Unkosten gestürzt werden soll. Dort können die Samen gesammelt, aber auch in vielen sympathischen kleinen Läden erworben werden. Beim nächsten Urlaub einfach daran denken ;-)

Überaus belebende Zitronenrestbestände, die kleine Blogbeschau und was sonst noch so in der Foodblogwelt vonstatten geht (Links, haufenweise Links)

Spontan aus der sich im Kühlschrank befindlichen Tasse in die für die Linguine vorgesehene Mangold-Tomaten-Zwiebel-Mischung gegossene Zitronenrestfüllung erwies sich dann doch als reichhaltiger, als vorgesehen. Nah dran am Katastrophalen. Wir haben es trotzdem verkonsumiert ;-) Derart zitronige Speisen sind aber durchaus belebend, sodass sich endlich mal den verschlafenen Plänen gewidmet werden konnte, endlich mal wieder eine kleine Blogbeschau zu präsentieren:

Hochaktuell zur Zeit ein Rätsel und die Sommerwichtelei, deren Abgabeschluss wir irgendwie zeitlich später verortet hatten. Da sind wir schon mal gespannt, was an überflüssigen Foodkram zu Tage tritt <:-p

Die Kochblogwelt wird bekanntlich jeden Tag größer und größer (die absterbenden Cooking-Blogs halten sich in Grenzen) und deshalb wurde es mal wieder Zeit, eine kleine Blogbetrachtungsrunde einzulegen. Beim Surfen fallen ja immer immense Linksammlungen an, die mal so langsam abgearbeitet gehören. Gerade beim aktuellen Chili und Co. Blogevent waren mal wieder neue Blogs zu bewundern, die zur Rezeptesammlung ihr ihriges beizusteuern wissen.
Demnächst dann hoffentlich auch für den Blogevent Johannisbeeren? Die sind nämlich jetzt schon so langsam erntereif und die Hochsaison kann beginnen ;-) Neu am Start auch der Blogevent sau gut, eine sehr fleischlastige Veranstaltung obwohl auch Marzipanschweine zugelassen sind.

zu zitroniges nudelabenteuer
Linguine mit reichlich Zitrone (zu viel) und Mangold (zu wenig) und zwei Resttomaten

Überaus interessant die Scharfen Knusperkugeln mit Feta- und Mozzarella-Füllung von Food is just a 4-letter word, einem Blog der die gute Tradition des schwarzen Hintergrundes bei Foodblogs aufrechterhält ;-)

Farbenfroh ausgestaltete Pizzazopfeigenschaften konnte Kochen, Backen und Co kreieren — ein Partyhit; in die Salbei-Knoblauchsenf-Produktion stieg zeitlos ein, das müsste doch auch mal selber hinzubekommen sein. Hausmannskost schließlich kredenzt Vietnamesische Suppe, selbstverständlich auch scharf und Kochfun verwendet Aprikosen zur zur Chutney-Herstellung mit Geflügelspießen.

Dem süß-scharfen Geschmäckern weiß sich Herr Creuset mit Chili-Lollis zu näheren. Masaledar murghi bereitet Man kann’s essen! zu — allerdings sind da nur 1 1/2 Teelöffel Cayenne-Pfeffer drin (also gar nicht scharf) :p . Zum ersten Mal beteiligt sich schließlich Kraut & Kekse mit scharfen Joghurt-Dips.

Aber auch andere Kochblogs, die sich nicht am Foodblog-Event beteiligt haben sind nicht uninteressant. Das Vietnamesische Kochbuch weiß z. Bsp. mit Glasnudeln mit Aal zu bezaubern. Ganz der Rezeptbloggerei ist Zwergenprinzessin verschrieben, die Garnelen mit Spinat und Orangen sind auf jeden Fall eine super Zusammenstellung. Auch Angelika´s Kochstudio bringt Rezepte mit Foto-Darstellung — Zweierlei Mangold ist zwar schon ein älterer Blogeintrag, aber trotzdem lecker.

Für unser nachmittägliches Nudelzitronenabenteuer hätten wir uns vielleicht lieber hier inspirieren lassen sollen: Tomatenspaghetti Asian Style wird nämlich bei Food & More anschaulich präsentiert.

Und was ist mit Gurkensalat und Kartoffelwasser? — wir werden es sehen ;-)

Roter Kohlrabi in zweierlei zu verköstigender Hinsicht — süßlich an sechs Rosinen und Agavendicksaft angemachte Schale und delikat auftretende Blätter und feurig-pikante Gemüsewürfelchen über allem rasch zubereitete Croûtons

chili leicht angetrocknet
Chilifreuden in schon leicht trockener werdenden Zustande

Eigentlich war für die Zubereitung der Chili-Blogevent-Kocherei im Kochtopfblog so einiges auserkoren — allein widrige Umstände wussten die Ausprobiererei im Zaume zu halten. WG-Teilbelegschaft musste die kritische Phase der Sonneneinstrahlung mit Saunatemperaturen von Fieber geplagt nicht auch noch mit heißer scharfer Kost verbringen. Aber pünktlich mit Ende des Abgabezeitraumes zum Blog-Event kühlten ja die Temperaturen wieder ab. Der geeignete Zeitpunkt um zum Kochlöffel zu greifen.

Es blieb nur die Problematik der zu verwendenden Zutaten, war doch durch Schlamperei im Einkauf die Auswahl nicht überaus reichhaltig. Aber nicht so schlimm, schließlich passt Chili eigentlich zu fast allem und nach Entdecken eines sich im Kühlbereich befindlichen Päckchens roter kleiner Chilis, die schon etwas dem Trockenem zuneigten (Chili entstammen übrigens dem Chilibaum wie auf der neu gestalteten huettenhilfe-Seite gesehen werden kann), musste sich nur die ein oder andere frische Zutat und noch vorhandener Vorrat finden.

roter kohlrabi
Roter Kohlrabi — überaus zart im Geschmack

Passend zur Farbgebung erwiesen sich dann drei rote Kohlrabi, die sich sogleich als überaus wohlschmeckend erweisen sollten. Die waren schon roh sowas von lecker, dass die erst ins Auge gefasste Möglichkeit diese mit Chili zu braten oder zu dünsten schnell ad acta gelegt wurde.

Aber vielleicht ein Croûton mit leichter scharfer Note? Weißbrot (nicht wie sonst im Kochbloguniversum üblich selbst gebacken) wurde artig gewürfelt und dazu wurden schnell ein paar Schoten angestochen und langsam in Olivenöl erhitzt. Nach dem Röstvorgang in der Pfanne erwies sich das aber some-like-it-hot-blog-event
als eher nicht so lecker und deshalb wurde kurzerhand umdisponiert und das Öl für die feinen Kohlrabi-Würfelchen verwendet.

Derweil rote Zwiebeln mit der kleingeschnittenen roten Kohlrabischale und ein paar Rosinen in Olivenöl gedünstet und mit zwei Löffeln vorzüglichen Agavendicksaft abgeschmeckt. Derart leicht karamelisiert durften dann auch noch die überaus famosen Blätter hinzu und nach kurzer Zeit noch etwas Wasser chili in olivenoelund kurz darauf noch den Saft einer halben Zitrone (gab es ehrlich gesagt auch schon mal so ähnlich ;-) ).

Zusammen auf jeden Fall auch mit Agavendicksaft nur empfehlenswert und mit den schön durchgezogen pikanten zarten Kohlrabi war das eine gute Kombination, die durch die Röstbrotbestreuerei auch unumwunden als geglückt anzusehen war. Leichte scharfe Momente durch knackige Stieldurchbeisserei (die waren halt doch noch etwas hart) waren so eine gute Kombination und nach ein paar Minuten war unser Beitrag zum Blogevent Some it like HOT von der hungrigen Meute in unserer kulinaria-katastrophalia-Küche verputzt.

rote kohlrabiblaetter an chili-kohlrabiwuerfel
Pikante Schmeckerei an süß Blätterkost mit zitroniger Note

Zutaten:

Kohlrabi mit Blättern
Chili
Olivenöl
Zwiebeln
Rosinen
Agavendicksaft
Zitrone
Salz

Wie zu erwarten — die Boykott-Schwadroneure der gehobenen Stammtische werfen ihr demokratisches Mäntelchen ab (irische Butter schmeckt besser)

Die Erkenntnis, dass es mit dem demokratischen Gehalt der Europäischen Union nicht so weit her ist, zeigt sich sich die Tage ja mal wieder. Da führt als einziger Mitgliedsstaat der EU die Republik Irland eine Volksabstimmung über den Vertrag von Lissabon (eine kaum geänderte Fassung des hochspurig als Verfassungsentwurf bezeichneten Vertrages, der bei europäischen Volksabstimmungen scheiterte) durch, die in den anderen Staaten ob des zu erwartenden Nein der Bevölkerung erst gar nicht zur Abstimmung vorgelegt wurde.

Wie zu erwarten setzt das Zeter und Mordio-Rufen nun ein, da nicht das erwünschte Ergebnis erzielt wurde, vom Ausschluss Irlands bis zu Plänen den Vertrag trotzdem durchzusetzen reicht das Repertoire. Das demokratische Mäntelchen, welches sich gerne gegeben wird, ist halt nur so lange gut, als dass das erwünschte Ergebnis erzielt wird.

Ins gleiche Horn stößt der Lifestyle-Weinblog drink tank, der erst mal auf Irenbeschimpfung setzt und fortan Produkte der Insel boykottieren will.

Abgesehen von zweifelhaften Einteilungen (Deutschland-Frankreich-Benelux und anderseits mitteleuropäischen Ländern) scheint das Wissen über die Thematik auch sonst arg begrenzt zu sein. Pseudowirtschaftliche Ausführungen („serbisches Machtpoker“, „nachhaltige Lösung“) vermögen nur mal auch kein Wissen vorzugaukeln, welches „862.415 desinformierte[n] Iren“ mal so eben abgesprochen wird.
Nur gut, dass die dumme irische Bevölkerung den Blogautor hat, seines Zeichens ein zu „Wirtschafts- und Lifestylethemen aus aller Welt“ publizierender Journalist — der kann in Gutsherrenart den rechten Weg weisen.

loewenzahn natur
Ungehemmte Freude — grüner nicht EU-konformer Wildwuchs

Peinlich aufgefallen war der Blog schon bei der Abstimmung zum ersten Genussblogsaward, als er diesen als einzig wahren und wichtigen hinzustellen versuchte. Kein Wunder — schließlich durfte er sich aufs Siegertreppchen setzen, da stört im kommerziellen Sinne die offensichtlich dann doch nicht so hochgehaltene Konkurrenz doch arg.

Dass der Vertrag, der die Mitgliedsstaaten auf eine freie und unkontrollierte Marktwirtschaft und Negierung des Sozialstaates verpflichtet, keineswegs für die BürgerInnen einen Fortschritt darstellt, sondern ein gewaltiger Rückschritt für eine demokratische Entwicklung ist, wird an vielen Punkten deutlich. Beispielhaft sei hier nur neben Einschränkungen gewerkschaftlicher und arbeitnehmerrechtlicher Rechte auf folgende militaristische Regelungen (IMI-Aufzählung), die ein Kernbestandteil sind, hingewiesen:

  • So benennt Artikel 28b, Absatz 1 u.a. „gemeinsame Abrüstungsmaßnahmen“, „Kampfeinsätze“ und „Operationen zur Stabilisierung der Lage“ sowie „die Unterstützung für Drittländer bei der Bekämpfung des Terrorismus in ihrem Hoheitsgebiet“ als Aufgabenspektrum künftiger EU-Kriege.
    Absatz 3 enthält erneut die bis dato einmalige Verpflichtung, mehr Gelder in den Rüstungssektor zu investieren: „Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern.“
    Der bislang noch gültige Nizza-Vertrag verbietet die Aufstellung eines EU-Rüstungshaushalts, was sich bislang als erheblicher Hemmschuh für EUropas Militaristen erwiesen hat. Deshalb wird im Reformvertrag (Artikel 28, Absatz 3) der Europäischen Union erstmalig die Möglichkeit eröffnet, einen als „Anschubfonds“ bezeichneten Wehretat zur Vorbereitung von Kriegen aufzustellen, die Kriegseinsätze müssen aber immerhin dem EU-Parlament vorgelegt werden; also ganz demokratisch, nun nicht ganz — mitbestimmen dürfen die ParlamentarierInnen natürlich nicht (Artikel 21).
  • Schon der EU-Verfassungsvertragsentwurf sah mit der sog. doppelten Mehrheit eine dramatische Verschiebung der Machtverhältnisse im wichtigsten EU-Gremium, dem Rat der Staats- und Regierungschefs, vor. Deutschland hätte damit seinen Stimmanteil im Rat von 9% auf 18.2% verdoppelt (die anderen Gewinner wären Frankreich, Großbritannien und Italien). Mit dem Reformvertrag (Artikel 9c) wäre diese dramatische Machtverschiebung im Jahr 2014 als gängige Praxis eingeführt worden.

  • Fliedersirup statt Militäreinsätze!

  • „Der Lissabon-Vertrag übernimmt den Artikel über den Binnenmarkt, in dessen Namen alle EU-Richtlinien für die Privatisierung der Öffentlichen Dienste (Bahn, wie auch der Post, Telekommunikation, Strom, Gas) erlassen und in allen europäischen Ländern umgesetzt werden. Die Verpflichtung auf den „unverfälschten Wettbewerb“ stellt insgesamt die Öffentliche Daseinsvorsorge, den einheitlichen Sozialstaat, den einheitlichen „demokratischen und sozialen Rechts und Bundesstaat“ in Frage“ urteilt die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD.
  • Weitere Informationen u.a. bei der Informationsstelle Militarisierung – IMI und beim Bundesausschuss Friedensratschlag; irische Butter in allen gut sortierten Lebensmittelläden.

    Dem Abendleben entronnene Aufmerksamkeit ließ den Blick gen Himmel wandern und so noch einige fläderblomster entdecken, die durch Übersteigen von allerlei Hecken und so Krams tapfer geerntet werden konnten und so gab es des Nächtens doch tatsächlich noch Pfannkuchenteigleinanrührungsszenarien, die sich aber überaus schmackhaft ausgestalteten und so perfekt die vielen kleinen Resultate munden ließen wie der Tag schön war :D

    hollunder-blueten-pfannkuechlein-in-der-nacht
    Fläderblomster in Miniteilchen im Nachtambiente

    Nachdem der gestrige Tag überaus erfolgreich verlief, keine Deppen mit Deutschlandfahnen und debilem Gesichtsausdruck samt Alkoholfahne das Straßenbild beeinträchtigten, konnte sich sogar auf die Straße gewagt werden. Grund genug den Abend im Freien zu verbringen und als die Dämmerung schon ihr Stelldichein gab wurde beim schwelgenden Blick in die Höh doch tatsächlich die Gewissheit gewahr, dass das doch ein Holunderbaum war, der da rumstand und Hurra! er trug noch ein paar ganz kleine frische Blüten, die dann unter waghalsigen Kletteraktionen vor dem Verblühen gerettet werden konnten.

    Das letzte Mal gab es fläderblomster in nördlichen Gefilden und diesjährig machten nicht nur diverse Kochblogs uns ordentlich den Mund auf die blühende Köstlichkeit wässrig (selbst in diesen ominösen Strickblogs ist das ein Thema).

    Angesichts der dann doch eher kleinen Ausbeute die Blüten abgeschnippelt, einen Teil schon mal in den Pfannkuchenteig gerührt und nach dem Drapieren der kleinen Pfanne mit noch kleineren Teigklecksen diese obendrauf mit dem Rest versehen. Wunderbar lecker. Der perfekte Tag also :-)

    φραπέ — feinporige Avancen zu schmelzend sich darbietenden Sonnenstrahlen an zu erschmeckenden Kaffeenuancen zubereitend wusste sich das für solche Gelegenheiten Vorgesehene erquicklich genießen

    griechischer frappe
    Cremige Versuchung

    Die Frappe- Zubereitung ist genau wie die des Griechischen Kaffee so eine Sache für sich. In jedem Café weiß die meist imposante Standmixmaschine nur eine Variante zu schätzen, die kühlende Erfrischung bringt. Erfunden worden sein soll der Café Frappé in der Not als kein frischer Kaffee greifbar gewesen sein soll. Instantkaffee musste herhalten — als Ersatz geschüttelt mit Zucker und mit Spuren kalten Wassers. Und so kam, was kommen musste: Ganz Griechenland schlürft das Zeug (meist durch einen Strohhalm) und so hat das kalte Kaffeegemix des Sommers koffeinhaltige Heißgetränke längst abgelöst b-)

    Und natürlich ist es angeraten bei südeuropäischen Hochsommertemperaturen auf eine professionelle Getränkedarreichung nicht zu verzichten und Pulverkaffeerasch unseren Frape-Standmixer einzuweihen, der sich wirklich erstaunlich perfekt zeigt auch in der Fertigung sehr feinporigen festen Milchschaumes.

    Mit einem Mini-Handmixer dürfte das vorgesehene Rezept frape-stabstand-mixerauch zu befolgen sein, aber erstens haben wir sowas nicht in unserer kulinaria-katastrophalia-küche und sowieso wäre das ja auch nicht dasselbe ;-)

    Milchschaum übrigens, um noch mal vom Thema abzuweichen, wird ansonsten ja dem Milchschäumer unserer Espressomaschine auch ganz vorzüglich mittelporig und für die Hervorzauberung von cremiger Milch, die doch schon Avancen an Sahne erkennen lässt, wird auch des Öfteren gerne die Kaffeedrückkanne genommen, die wesentlich besser als ein schlechtes wackliges Milchaufschäumhandteil das passende Resultat zustandebringt. Mit dem Mixstandgerät geht das natürlich viel besser und eigentlich können wir uns gar nicht vorstellen, wie ohne so ein Gerät ein Sommer überstanden werden kann #:-s

    Die richtige Instant-Kaffeesorte (auf gar keinen Fall normalen Kaffee!) wurde dann auch gleich mit dem Kauf des Gerätes geordert, die Eiswürfel lagen tiefgefroren bereit (mit ganz viel Luftblasen) und so waren zumindest die notwendigen Zutaten vorhanden, die zum Gelingen dabei sein sollten.
    Ein, zwei Löffel Pulverkaffee werden sodann mit ein wenig Wasser aufgefüllt, wobei der griechische Pulverkaffee dann doch deutlich kräftiger schmeckt und besser geeignet ist. Nach Bedarf Zucker hinzu und dann cremig mixen (vergrößert ruckzuck das Volumen!) bis ein fester Schaum entstanden ist, den dann in ein typisches hohes Glas füllen.

    frappe-mixer
    Die Luxusvariante hat natürlich eine hoch und runter fahrenden Mixbecherhalterung, die mittels Hebel bedient wird; also ganzganz einfach…

    Mit etwas Milch (in Griechenland wird sehr gerne eklige Dosenmilch verwendet) und Wasser auffüllen. Da scheiden sich wieder die Geister, die einen wollen mehr Milch, die anderen rein gar keine. Einfach mal ausprobieren, was geschmacklich am besten mundet und für die kühle Überraschung dürfen dann auch gerne die bereitgestellten einzweidrei Eiswürfel rein. Das hinterlässt auch nur eine winzige kleine Spur. Passend dann eigentlich auch noch ein Strohhalm und das alles mit extra Wasserglas servieren und hurtig ausschlürfen! :-)

    Da dann auch noch reichlich Schaum hängen bleibt, ist es auch überaus passend noch mit Wasser nachzugießen und so zumindest im Kafenion ein weiteres Getränk billig zu erschleichen ;-)

    wasser und pulvercaffee nach mixvorgang
    Auch die Verteilung der großen Luftlöcher ist erstaunlich — wenngleich sich die kleinen viel besser zusammenzuschließen wissen

    Dazu kann dann das neue Wölckchenschema beobachtet werden, welches sich herausbildet hierzulande — denn da wären nicht etwa Foodblogs, die sich zu vernetzen wissen, sondern Strickblogs und dann die Blogsport-Blogs. Da schau her — ganz selbstreferenziell! :D [via playground]

    frappe mit milch und eiswuerfelzugabe
    φραπέ

    Noch mal die Zutaten:

    Instantkaffee
    Zucker
    Wasser
    Milch (auch Kodensmilch möglich)
    Eiswürfel
    Strohhalm

    Auf die Schnelle:

    1-2 Teelöffel Kaffee und ev. Zucker mit etwas Wasser aufschütten, mixen, voluminöses Ergebnis mit Milch und/oder Wasser aufgießen, Eiswürfel und Strohhalm rein. Fertig!

    kurz&knapp: Eine sich als griechischer Salat entpuppende Kreierung aus Vorgefundenem und eine rasche Präsentation weggeworfener gar köstlich zu erschmeckender Grünbeigabe (etwas klumpig präsentiert — dafür aber mit link zum besseren Bild)

    Der sich mehr oder minder zahlreich gebende Besuch wurde angesichts des sich munter durchhaltenden Hungergefühls noch ein Stündchen abverlangt bis der Restbesuch auch noch einzutrudeln pflegte. Da aber mehrere hungergrummelnde Geräusche sich als keineswegs statthaft erwiesen, war schnell aus vorrätigen Zutaten ein griechischer Salat zusammengeschnippelt, der zwar keine grüne Paprika, aber ansonsten alles Wesentliche aufzuweisen wusste (also ganz klassisch). Nur beim Olivenölrübergießvorgang waren offenstehende Münder wahrnehmbar (dabei war die Zugabe im Gegensatze zum Herkunftslande noch angemessen wenig). Mit ein wenig Frühsport dürfte diese „Sünde“ schnell vergessen gewesen sein ;-)

    mit viel olivenoel versehener salat samt schafskaese
    Bestes reichhaltiges Bio-Olivenöl gehört einfach dazu :-) Mjam! (Die erste Portionierung hielt 10 Minuten)

    Während der Verspeisung noch schnell und geheimnisvoll ein paar aufgefundene Blätter zubereitet. Ging so schnell, dass Gelegenheit blieb eine kleine Raterunde einzuläuten, was denn da so verspeist werde. Gefunden waren die grünen Blätter in einer für die Entsorgung vorgesehenen vormals gut bestückten Kiste; die meisten Leutchen übersehen ja immer die Komplettverwertung, die sich aus Gemüse ergibt (es sei da nur an die äußerst leckeren Rote-Bete-Blätter erinnert).
    Perfekt wäre es natürlich gewesen, wenn es sich um ganz junge Blattware gehandelt hätte — aber auch mittelalt war noch ok, als diese zu kurz in Olivenöl angeschmorten Zwieblstückchen, grob gehackt, hinzukamen und nach kurzer Umrühr- und Deckelzeit mit ein wenig Wasser und etwas Rosinen, Salz und Pfeffer und dem Saft einer Zitrone ebenfalls rasant verspeist wurden. Das Erstaunen war dann auch genauso groß wie der angetane Kundgebungsmoment des Lobes dieser Bewerkstelligung.

    Andere haben das Blattgemüse auch schon „entdeckt“: wie genial lecker, RezkonvSuite, das Vegane Wirtshaus und Bolli

    kohlrabiblätter gedÃ&frac14;nstete
    Hier noch mal bei Sonnenschein in verbesserter Präsentierung ;-)

    Die strahlende Sonne war zwar bei der Ablichtung nicht zugegen, aber die Meldung, dass in Hessen endlich die Studiengebühren abgeschafft wurden zum Leidwesen von CDU und FDP — und zwar komplett, nicht wie CDU-Grünen-Regierungsparteien in Hamburg, die die Studiengebühren von 500 auf die 375 Euro reduzierten und das tatsächlich als Abschaffung zu verkaufen versuchten — gab dann den entsprechenden Part. Tatsächlich publizierten die meisten Medien das damals auch (bisweilen) nur in der Titelüberschrift, um im Kleingedruckten dann die Wahrheit zu präsentieren. Einige JournalistInnen sind im Rechnen dann offensichtlich doch etwas überfordert :D

    [Nachtrag: Der abgehalfterte und nur noch geschäftsführend im Amt tätige CDU-Ministerpräsident Koch weigert sich das Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren zu unterschreiben]