Den Aufwand nicht scheuend war über umwegliche Umstände der Hinwendung zur zeitlich angepassten Verwendung des famosen Winter-Postelein fast nichts mehr im Wege, sodass nun die überaus schmackhafte Kredenzung etwas zu hart geratener Kaninchenleber mit Birnen das Speisemenü überaus delikat in Erscheinung treten ließ (incl. nachzuholender Betrachtungen)

Da die Bärlauchzeit so verführerisch lockend die bezaubernsten Gerichte zu beeinflussen weiß, war es passenderweise an der Zeit die Kaninchenleber in Schokoladenweinsauce mit Bärlauch zu kredenzen. War auch alles fast passend. Berge von Bärlauch, Unmengen georderter Kaninchenleber, Wein und Schokolade — nur die Birnenauswahl war nicht optimal, kaninchenleber mit birne und baerlauch kleingeschnippeltmacht aber nichts, muss auch so gehen.
Also wie gewohnt sich des leckeren Erschmeckens allerfeinster Nuancen zarter Kanninchenleber bewusst vorsichtig an die Herstellung gewagt und … leider feststellen müssen, dass die kleinen pelzigen Dinger höchstwahrscheinlich kein zartes Löwenzahnblättchen verkonsumierten, sondern wohl nur hartes Stroh; so jedenfalls war die Härtegradwahrnehmung nach der ersten Probiererei.

Also erst mal weggstellt und dann kurz vor Abfahrt aus der Küche und der Erkundung anderweitiger kulinarischer Ressourcen noch mit den Resten der Salatvielfalt rasch eine Komposition mit dekorativen Tellerkraut gezaubert, die nun überaus passend sich erwies, weil dafür die Leber optimal harmonisch in Erscheinung zu treten wusste. Das war so wunderbar frisch frühlingshaft, dass das Schwelgen jetzt noch nachgeholt werden kann. Ein perfekter Frühlingssalat mithin.

Salatkreation mit kaninchenleber mit birne und baerlauch
Exquisit!

Portulak oder Postelein, leckerleicht und leichtsauer, war frisch dabei. Andere fertigen damit Suppen, ebenfalls Salat, Fetatalerunterlagen (allerdings schon letztes Jahr) und Dekoartikel.

Bärlauch fügte sich dann kleingeschnitten ebenfalls überaus passend ein wie auch Birnen und roter Chicorée. Zarte ausdrucksstarke Aromen, die sich wunderbar mit den kleingeschnippelten Zweitverwertungsresten des vorherigen Mahles vereinten. Dekorativ dazu verschlossene Bärlauchblüten.
Wozu Fehlkäufe doch gut sein können :-)


9 Antworten auf “Den Aufwand nicht scheuend war über umwegliche Umstände der Hinwendung zur zeitlich angepassten Verwendung des famosen Winter-Postelein fast nichts mehr im Wege, sodass nun die überaus schmackhafte Kredenzung etwas zu hart geratener Kaninchenleber mit Birnen das Speisemenü überaus delikat in Erscheinung treten ließ (incl. nachzuholender Betrachtungen)”


  1. Gravatar Icon 1 Bolli 06. Mai 2008 um 15:05 Uhr

    Zerbröselt Leber denn nicht, wenn man sie zu lange brät? Wieso war die denn hart?

    Photo ist klasse, auch leicht schräg!………Absicht?….

  2. Gravatar Icon 2 lamiacucina 06. Mai 2008 um 17:02 Uhr

    typische Leber-Strohhose ! Die Folgen langjährigen übermassigen Strohkonsums.

  3. Gravatar Icon 3 lavaterra 06. Mai 2008 um 20:50 Uhr

    Wo gibt’s denn bitte Kaninchenleber käuflich zu erwerben???

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 06. Mai 2008 um 23:34 Uhr

    @Bolli
    Die war ja nur kurz gebraten, bleibt normalerweise auch schön zart und saftig. Bröslig wird eher Hühnerleber.
    Die Bärlauchblüten haben das Schwergewicht ungemein verlagert.

    @lamiacucina
    Wir halten schon Ausschau nach dem Nachbarskarnickel, das wird ordentlich ernährt

    @lavaterra
    Normalerweise gibt es etliche Bauernhöfe, die das nebenbei betreiben. Unsere Lieferung war diesmal leider von einem reinen Kaninchenbetrieb.

  5. Gravatar Icon 5 Dandu 07. Mai 2008 um 6:02 Uhr

    Hmm, die Kaninchenleber wurde kommerziell ausgebeutet? Bist du der Veröffentlichung damals nachgegangen?

  6. Gravatar Icon 6 sammelhamster 07. Mai 2008 um 7:27 Uhr

    konnte wenigstens die schokolade verwendet werden, wenn das kaninchen schon eine alkoholikerleber hatte :( ?

  7. Gravatar Icon 7 Sebastian 07. Mai 2008 um 7:59 Uhr

    Sieht gut aus, auch wenn Innereien nicht so mein Ding sind :-C

  8. Gravatar Icon 8 rike 07. Mai 2008 um 9:27 Uhr

    Zu was man Strohlebern so alles verwandeln kann… Als Salat, bei mir wurde körnige Hähnchenleber zu einer Pastasauce, muss nur noch texten :d

  9. Gravatar Icon 9 kulinariakatastrophalia 08. Mai 2008 um 2:24 Uhr

    @Dandu
    Da hatte wohl eher jemand das Bedürfnis sich wichtig zu machen ;-)

    @sammelhamster
    gerade die Scholade wusste sich auch hier bestens einzufügen; Reste wurde an uns Schleckmäulchen verfüttert

    @Sebastian
    Kaninchenleber schmeckt nicht so streng nach Leber, gerade richtig auch für InnereiverächterInnen

    @rike
    Komisch Du landest bei uns irgendwie immer erst mal im Spamordner und musst manuell freigegeben werden (mal schauen woran das liegen könnte); als Pastasaucenverarbeitung ist natürlich auch fein.

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