Archiv für April 2008

Schnell, schnell…

Nicht nur genial lecker weiß sich gekonnt mit den Resten der Kühlgelegenheit zu beschäftigen und kreierte schnellstens Teigwaren mit Waldgewächs. Gleich mal nachgeschaut ;-) — und voilà auch bei uns fand sich feiner überaus delikater Bärlauch, der wurde ebenfalls schnellstens zu Spagetti, in dessen Kochwasser er ganz kurz blanchiert wurde, kredenzt und zur Kaschierung des Umstandes, dass Sahne nicht auffindbar war wurde Olivenöl und geriebener mittelalter Parmesan dazu gereicht. Schnell, einfach, gut.

Der Blogevent Aphrodisische Gaumenfreunden hatte ja vielfältigste Genüsslichkeiten zu bieten. Gewonnen haben ihn gleich zwei Kochblogs. Kochfun mit Orangen-Hollandaise-Spargel und Hedonistin mit schmelzenden Liebeskugeln. Herzlichen Glückwunsch!

baerlauch mit geraspelten parmesan und hochdelikaten olivenoel an spagetti
Bärlauch weiß sich auch nur kurz blanchiert richtig in Szene zu setzen

Und der neue Blogevent im Kochtopf ist dann auch gleich ein Jubiläumsevent. 3 Jahre schon wird Monat für Monat ein Event organisiert. Ene Menge Arbeit, die da immer ins Haus steht. Herzlichen Dank für die Organisierung. Es ist doch immer wieder spannend zu sehen, was da so auf den Tisch gezaubert wird. Zauberkünste werden wir jedenfalls nötig haben, das neue Thema widmet sich nämlich backlichen Künsten: Cake. Und das mag zwar das bei vielen Blogs das zweite Standbein sein, bei uns als reine von Konsum gezeichnete Verkostungspersonen zeigt sich da nur immer Staunen ob der kalorienhaltigen Backwerke. Mal schauen, ob sich da was draus machen lässt.

Der andere bekannte monatliche Kochevent im Gärtnerblog ist leider noch im Winterschlaf und vielleicht wird er ja bald neues Gemüse zur Verarbeitung offerieren. Es wird nämlich so langsam wärmer ;-)

Der Biss wie von Sinnen ganz kräftig und doch von so zarter Eleganz mit kaum zu bändigen zu wissender Glückseligkeit des Erschmeckens allerfeinster Aromen, das Durchströmen sich wechselseitig und wider der sich als köstlichster Mittelpunkt herausstellender einfachster Genüsslichkeit getragen von einer Woge wundervoll in Erscheinung tretender Ausrufe des sich steigernden Erkostens, verführerisch umgarnt einzig und allein von sorgsam entschälter Knospe, der durch Zugabe reinen goldgelben Olivenöles und würzigem Salzes nur noch gesteigert werden konnte — verwegen!

getrieben vom verlangen

Ein zarter Hauch weiß von den Sünden der Vergangenheit, die zart umschließend die Erinnerung an Sinnliches wachhält, zu berichten, von vollkommen sich hingebender Wahrnehmbarkeit genüsslicher Leidenschaften, die bekanntlich das Einfache sind, was so schwer zu machen ist.

rote versuchung
sich entblätternde Versuchung

Die schon fortgeschrittene Lage ausnutzend kann die in der Einfachheit liegende wundervolle Oberfläche sich offenbaren, noch ganz zugeknöpft, etwas zugetrocknet, bereit sich dennoch zu öffnen, die erhaltene Pracht in Facetten sich im Munde anschmeichelnden Erkostens.

Vielfältigste Ausführung weiß zu berichten von allesamt nur eines erschmecken lassen Wollens: Wildes, scharfes Prickeln auf der Zunge, unbändiges Verlangen nach reiner die Einzigartigkeit erst auf die Höhe treibender Genüsslichkeit. Verführerisch geradezu schon erschnuppernd und doch zaghaft zurückhaltend, die Folgen schon jetzt vor Augen und dennoch begierig davon angezogen. Unruhe steigert sich in Gewissheit, die verächtende Moral weiß sich gekonnt in Szene zu setzen, der Genuss erst zu erlangen, vollständig, bei Befreiung von der andere Kost bevorzugenden Predigt.

suendige offenbarung
scharfe Verköstigungshöhepunkte, schlicht, einfach wunderbar…

Die reine Form gerne verschmähend, umso angezogener vom Zusammenspiel ergänzender Köstlichkeiten die zaghaft sich äußernde Freude, zusammengeführt erst mitsamt köstlichen goldgelben reinen Olivenöles, welches schmelzend mittelschwer auf der Zunge liegt, bebend kommt der Hochgenuss erst zur Geltung vorsichtig reibend aufgetragen auf knuspriges von Spuren heißer Berührung gezeichneten Weißbrotes, umschwärmt von prickelnden groben Meersalzes. Verzückend andauernd die überschwänglichen Rufe über solcherlei verzaubernde Kostbarkeit.

Eine verspielte Raffinesse bisweilen auch dazu gereichte Tomaten, nur nicht in dieser Zeit, in Verwickelungen nicht uninteressanter Art, die vielseitig sich gebend durchaus auch zu entzücken wissen.

Der zu verköstigenden Erschmeckung verbotenen Tuns Gewissheit verschaffend wird sich in unbändigem vom Inneren ausbreitenden Glücksgefühl überwunden Geglaubten erneut zugewandt, Widerstände, die vielfältig sich gebend, nur das Zurückdringen bezwecken, das Hinübergehen in überwunden Geglaubtes, in widrige Umstände, die Lebensfreude nur Verachtung gegenüberzusetzen weiß. Die ein Lächeln der Frohn nur bieten kann gegen ungehemmtes Erschmecken des Geheimnisvollen. Das zu erkosten, die Front der Genüsslichkeit entzweit sich hierüber, erklimmt mitnichten bebende Wonne, schreckt zurück und weiß erst beim Biss in die Ursprünglichkeit zu sich selbst zu finden. Verwegen!

blogevent aphrodisische gaumenfreuden

Kulinaria Katastrophalia reicht zum Blogevent Aphrodisische Gaumenfreuden:

Knoblauch, Olivenöl, Salz und Brot, geröstet, zärtliche Umkosungen und wilde Sehnsucht

suendige versuchung

Erst stand die Überlegung an, doch Bärlauch mit Radicchio zu kreuzen, dann überwog das Interesse an öffnunghalber zu erschnuppernden hochexclusiven seit Jahrhunderten aus Bioanbau stammenden Olivenöl, welches auch nur noch ein klein wenig einen scharfen Ton verspürte, was sich aber als überaus passend zum rot-weißen Salat machte und dazu dann frischer Parmesan grob gehobelt da herüber — wunderbar leckere Mittagskost (dazu Ohrwurm)

raddichio mit parmesan und bioolivenoel auf nudelsorte
Noch zu sehen — die Spuren unachtsamen vom Kanister ins Glas Hinübergießens

Seit Winter steht in unserer Küche ein Kanister wunderbaren griechischen Olivenöles, welches nur noch ein wenig scharf im Geschmack war, aber für die Vollendung der fruchtig-mittelschwer daherkommenden Struktur noch ein wenig Zeit benötigt, zumindest für unsere zarten Sinne.
Kalt gepresst, aus biologischem Anbau seit jeher. Selbst als der Staat vor Jahrzehnten seine Schergen ausschickte, um gegen irgendetwas spritztechnisch vorzugehen war die Gegenwart der körperlich überlegenen Bauern Grund genug das Ziel nicht weiter zu verfolgen.

Der Duft schon unbeschreiblich schön und die optische Verzücktheit war auch unüberhörbar beim ersten Flutsch aus dem Kanister, der dann doch etwas zu voll war und glatt ein Viertelglas verschwendete. Jetzt müssen auch erst mal formschönere Glasbehältnisse gereinigt werden für die vollendete Präsentation.

Auf jeden Fall war die leichte Schärfe überaus optimal für den Radicchio, der mit bitteren Tönen den pikanten darüber gehobelten jungen Parmesan anging. Mit Spagetti natürlich eine super Mittagskost und dazu dann im Dauerlauf der neue Ohrwurm Tchiribim von Watcha Clan und Sonne. Wunderbar.

Das vorläufige Ende einer schier unendlich erscheinenden Episode äußerst geweckten Interesses, welches für die den geschmacklichen Höhepunkten nicht Abgeneigten als durchaus überraschendes Ergebnis nur offenbar ist (im Anschnitt)

getrocknete kaki
Überraschendes Ergebnis der letzten Begutachtung

Das schon seine besten Zeiten überwunden geglaubte Fruchtexperiment hat doch noch für Überraschung zu sorgen gewusst. Irgendwie sind wir da in der letzten Zeit häufiger mit vorsichtigem Betasten an die Sache herangegangen und siehe da, es war deutlich eine Festigung zu bemerken. Der scheinbare grüne Schimmel hatte sich auch nur auf die vertrocknete Blattregion beschränkt und so kam, was kommen musste. Unter wagemutigem Einsatz eines mehr oder minder scharfen Messers, geöffneten Fensters und Schutzmaßnahmen zur Reinerhaltung von gefährdeten Atemwegsorganen wurde ein erster Anschnitt gewagt.

Der gestaltete sich dann doch etwas hartnäckiger. Die Kaki hatte schon eine gewisse Festigkeit aufzuweisen, die nun dafür sorgte,caci-absender dass nicht nur der mittige Schnitt, sondern auch die eigentlich nicht vorgesehene scheibchenweise Fertigung anstand.

Voilà! Es lagen ein paar Scheiben vor uns, die in der spätwinterlichen Sonne rasch noch mehr austrockneten. Getrocknete Kakischeiben, wow! Damit war wirklich nicht zu rechnen gewesen. Da hatten wir ja eigentlich spannendere Experimente erwartet, sozusagen sogar jahrelange ;-) Der Geschmack ist auch gar nicht richtig süß, auch eher nur entfernt an Kaki erinnernd.

Unsere Kakipräsentierlust animierte sogar KochSinn uns eigens seine neuste Errungenschaft zuzusenden. Vielen Dank noch dafür. Eine gewürzliche Gegengabe wird gerade mit Hochinteressantem bestückt. Kochsinn hatte uns nämlich Kakipulver zum Würzen geschickt, welches mittels eines speziellen Verfahrens von ihm entwickelt wurde. Wir waren ehrlich gesagt ziemlich überrascht wie nahe am Geschmack einer frischen Kaki das Pulver dran ist. Das Geheimnis muss aber noch gelüftet werden, wie Kochsinn das hingekriegt hat. Fast patentreif! Auf jeden Fall Extrem gut!

kakipulver
Kaki, pulverisiert, genusssüchtig machende

Aber wirklich selbst gemacht oder doch gekauft? Wir werden sehen, ob KochSinn demnächst die Rezeptur präsentiert. Wir sind auf jeden Fall schon gespannt.