Olivenblättertee als angenehm in Erscheinung zu treten pflegende harmonisch sich herausbildende Stressabbaumethode

olivenblaettertee
Olivenblätter eignen sich durchaus formidabel auch für Tee

Skeptisches Beäugen der angepriesenen Ware gehört bei diesem Angebot wahrscheinlich einfach dazu. Olivenblätter-Tee, spanischer Bio-Olivenblättertee sogar. Die Neugier hat dann doch gesiegt und der Preis von einigen Euro für ein kleines Päckchen war einen Versuch wert, der sich durchaus als lohnend herausstellen sollte.

Olivenbäume hängen ja bekanntlich voll von den Dingern und wieso war dem Umstand, dass daraus Tee gewonnen werden kann einfach nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet worden? Da müssten doch schon Generationen von OlivenpflückerInnen drauf gekommen sein. Die Blätter sollen vom wilden Olivenbaum gewonnen werden, der nur klitzekleine Oliven trägt und eher ein Schattendasein im Olivenanbau führt. Ob Blätter anderer Olivenbäume einen ähnlichen Geschmack aufweisen wäre zumindest weitere Versuche wert.

Eine leicht bräunliche goldgelbe Färbung war nach 8 Minuten Ziehzeit ansehnlich zu bemerken und die zuvor in kleine Stücke zerbrochenen Blätter (der in der Gebrauchsanleitung gepriesene Mörser war doch nicht ganz passend) wurden herausgefiltert (andere Methoden favorisieren dass Einwirken im kalten Wasser oder Reduzierung).

Der Geschmack erinnert etwas an Grünen Tee. Harmonisch durchaus, wenngleich nicht aufdringlich, auch nicht vollmundig, eher zarter Natur, ein leichter Kräutertee tippte die erste Versuchsperson, die als Blindverkostungsexperte gewonnen werden konnte, und war bar jeder Raterei erstaunt über die Herkunft des Gereichten. Sogar ein leicht süßlicher Geschmack konnte herausgeschmeckt werden, der mit ein wenig Honig dann den dezenten Ton überaus passend verstärken konnte.

Eine nette Abwechselung für Zwischendurch oder als abendliche Entspannungstrinkerei. Natürlich gleich mal gegoogelt, was so zu finden ist. Hilft angeblich gegen allerlei Beschwerden und der stressabbauende Faktor wird betont. Den Tee gibt es jetzt mal öfters, könnte auch gut mit anderen Zutaten gemischt werden. Mal probieren, was sich so zur Ergänzung anzubieten pflegt.


14 Antworten auf “Olivenblättertee als angenehm in Erscheinung zu treten pflegende harmonisch sich herausbildende Stressabbaumethode”


  1. Gravatar Icon 1 Dandu 01. Februar 2008 um 6:55 Uhr

    Interessant, interessant was es nicht alles zum inhalieren gibt. Theoretisch müsste ja alles was Aroma oder Geschmack besitzt zu Tee zu verarbeiten sein. Wie schon in „Das Parfüm“ von Süsskind bewiesen wurde.

  2. Gravatar Icon 2 lamiacucina 01. Februar 2008 um 7:01 Uhr

    Nur die Blätter der wilden Olivenvarietät können den hohen Preis rechtfertigen. Wie dieses Marketingsystem funktioniert haben sogar wir Langsamdenker begriffen.

  3. Gravatar Icon 3 sammelhamster 01. Februar 2008 um 7:35 Uhr

    warum ist stressabbau nötig im hause kulinaria?
    zuviel gekocht oder zuviel gefeiert <:-p ?

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 01. Februar 2008 um 13:42 Uhr

    @dandu
    Theoretisch schon, aber ob sich mit Blumenkohlblütentee ein Markt erobern lässt ;-)

    @lamiacucina
    Ein Baum dürfte locker einige Hundert Euro im wahrsten Sinne des Wortes abwerfen. Aber das ist bei den Teepreisen ja häufig so. Griechischer Bergtee wird hierzulande ebenfalls zu absurden Preisen offeriert (und der ist noch nicht mal wild).

    @sammelhamster
    Zuviel arbeitsame Tätigkeiten rein geistiger Natur ;-)

  5. Gravatar Icon 5 Barbara 01. Februar 2008 um 16:24 Uhr

    Da lernt man ja richtig was bei Euch! #:-s

    Ihr seid damit schon auf der ersten Seite bei Google, aber knapp hinter dem Eintrag zu Olivenblättertee bei Menopause-Beschwerden. ;-)b-(

  6. Gravatar Icon 6 Barbara 01. Februar 2008 um 16:28 Uhr

    Der letzte Smiley war mir jetzt so rausgerutscht… :">
    Ihr bietet da aber auch lustige Kerlchen an… :d

  7. Gravatar Icon 7 kulinariakatastrophalia 01. Februar 2008 um 20:13 Uhr

    @Barbara
    Tatsächlich :d Das liegt an Blogsport — da versammelt sich die Crème de la crème des Bloggewerbes ;-) und beschert uns einen hohen Wertungsplatz =:)

  8. Gravatar Icon 8 Bolli 01. Februar 2008 um 20:31 Uhr

    Olivenblätter?!……Worauf ein paar pfiffige Geschäftsleute nicht alles kommen……Bislang war mir nicht aufgefallen, dass die Olivenbaumblätter irgendeinen Geschmack haben, und wie Du schon schreibst, da wären doch Generationen von Olivenbauern draufgekommen, vorher…….

  9. Gravatar Icon 9 Hedonistin 02. Februar 2008 um 10:35 Uhr

    „Nicht aufdringlich, zart, leicht, dezent …“ – heißt das, man muss wissen, dass nicht bloß klares Wasser in der Tasse ist, um überhaupt was zu schmecken? :d

  10. Gravatar Icon 10 kulinariakatastrophalia 02. Februar 2008 um 12:34 Uhr

    @bolli und Hedonistin
    Pfiffig ist die Idee allemal: wild, gesund, behutsam getrocknet etc. pp. Aber tatsächlich ist durchaus ein nicht unangenehm auftretender Geschmackston zu verorten, der, und da hat Hedonistin recht, nicht sehr ausgeprägt ist. Halt wie ein leichter Kräutertee, schmeckt also schon nach was.

    Die erneute Probe mit zwei hauchzart geschnittenen frischen Ingwerscheiben hat eher dazu geführt, dass der Tee als solcher nicht mehr so angenehm schmeckbar ist — wenngleich der Ingwer nicht dominiert. Die nächste Probe geht dann mit Blüten und Orangenstücken einher. Wenn das auch nichts fruchtet, dann bleiben wir bis zum Ende der Packung beim puren Vergnügen ;-)

  11. Gravatar Icon 11 zorra 09. Februar 2008 um 11:45 Uhr

    Uii, ich habe einige wilde Olivenbäume. Vielleicht kann ich jetzt damit reich werden. ;-)

  12. Gravatar Icon 12 kulinariakatastrophalia 10. Februar 2008 um 19:42 Uhr

    @zorra
    Aber nur wenn sie behutsam geerntet, feinfühlig getrocknet und speziell dekoriert werden ;-)

  13. Gravatar Icon 13 Grinsekatze 12. November 2009 um 15:10 Uhr

    Den Tee muss man jetzt nicht mehr aufwendig zerbröseln. Den gibt es jetzt bereits „teefertig“ und „aufgusbereit“ auch in einer recht ansehlichen Dose. Schön anzusehen und interessant ist auch die neue web-seite von olivenblattertee.de Die Seiten sind informativ und unterhaltsam zugleich. Die Links auf den Bildcollagen haben nicht immer einen direkten Bezug zum Produkt … das gefällt mir !

  1. 1 kulinaria kamera, die Probleme, die Reparaturodyssee und andere zweifelhafte Dokumentationen (Bilder, Bilder…Geschichten, Geschichten…) | kulinaria katastrophalia Pingback am 07. November 2008 um 17:15 Uhr
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