Von roten Linsen, tiefroten Blutorangen, sich im Anschnitt befindlicher halber roter Zwiebel und von roter Currypaste und dazu ein wenig roter tomatiger Surftipp

Bei Barbaras Spielwiese wurden früher tolle Küchenorgien gefeiert; als die wilde Studienzeit vorbei war wurde deshalb das Mobiliar schnellstens entsorgt. Dumm war nur, dass das geliebte Linsensuppenrezept, welches an der Kühlschranktüre hing, auf Nimmerwiedersehen entschwand und nun wurde aus den Tiefen der Erinnerung das Rezept rekonstruiert.

Das haben wir natürlich als schmackhaft angekündigte schnellstens zu vollziehende Suppenherstellungskunst sofort nachmachen müssen. Die dafür notwendigen Kräuter haben wir aufgrund anhaltender Faulheit nochmal runterzugehen zum Einkaufen rasch visualisiert und dann war es auch schon fertig mit ein paar kleinen Änderungen hier und da.

Lauch, Karotten und eine noch im Aufschnitt aufgefundene halbe rote Zwiebel wurden in kleingeschnibbelten Zustand in reichlich Olivenöl angedünstet. Ebenso unsere restlichen 5 Kartoffeln, die zwar rezeptlich nicht vorgesehen aber noch auffindbar waren, dann rote Linsen und eine kleingeschnittene Stange Zitronengras hinzu und ebenfalls mitgedünstet und dann mit Wasser aufgefüllt. Dazu reichlich rote Currypaste, 2 große Esslöffel an der Zahl (doch etwas zu viel des Guten, einer reicht dann doch). Während es dann köchelt rasch Kreuzkümmel frisch gemahlen und als es nach 15 Minuten fertig war noch schnell hinzugegeben mitsamt Salz und Pfeffer.
Und da der Wunsch gerne was zum Beißen zu haben und der Umstand, dass kein Brot geordert wurde und dieses nun offenbar wurde, zusammenkamen wurde die Suppe nicht gemixt, sondern nur etwas Sahne reingerührt. Dazu dann noch der schöne Saft zweier blutroter Orangen. Sehr gut!

Eine schnelle Suppe. Beim nächsten Mal nehmen wir dann doch Gemüsebrühe und vielleicht nur einen Löffel rote Currypaste (es war doch etwas scharf) oder machen die gleich selber (Zitronengras, Chili, Cumin und so ist da drin). So war das schon mal eine gute Einstimmung zum Blogevent Curry.

linsen orangen suppe
Rotlinsige Blutorangen-Currysuppe mit roten Tupfern auf grober Struktur

Anschauliches ganz anderer Art sind zur Zeit die tomatigen Erscheinungsformen bei Tomarcte. Hochinteressante Versuche, die nur den goldenen Abschluss schuldig bleiben :D Außerdem wieder neu im Rennen: Kochbuch, in der Zeit des Nichtbloggens hat er seine Kamera in Zahlung geben müssen, um sich exclusives Kochgeschirr zulegen zu können.


14 Antworten auf “Von roten Linsen, tiefroten Blutorangen, sich im Anschnitt befindlicher halber roter Zwiebel und von roter Currypaste und dazu ein wenig roter tomatiger Surftipp”


  1. Gravatar Icon 1 strandi 24. Januar 2008 um 1:40 Uhr

    Wie schamlos hier Tatsachen verdreht werden ;P

  2. Gravatar Icon 2 sammelhamster 24. Januar 2008 um 7:35 Uhr

    aha, eine rote phase im hause kulinaria :d

    gibt es einen grund oder liegt es einfach nur am vollmond :-j

  3. Gravatar Icon 3 Bolli 24. Januar 2008 um 11:45 Uhr

    Vielleicht hättet Ihr Barbara eine Portion zum Probieren schicken sollen!

    Sieht gut aus…..Und, ja ja, der Curry-Event wirft seine Schatten voraus!

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 24. Januar 2008 um 12:29 Uhr

    @strandi
    Die Wahrheit ist schonungslos ;-)

    @sammelhamster
    Oh je Vollmond schon! Die tierischen Instinkte werden also wieder wach [-o<

    @bolli
    es wurden schon erste Bestandteile geordert, jetzt kochen wir uns erst mal ein bis am letzten Tag der Siegesbeitrag eingestellt wird ;-)

  5. Gravatar Icon 5 Barbara 24. Januar 2008 um 23:39 Uhr

    Aber bitte wirklich erst am letzten Tag! :d

    Den Kühlschrank hatten wir übrigens noch lange, der wollte nicht kaputt gehen, wir mussten ihn dann verschenken. Küchenorgien werden natürlich weiterhin gefeiert – was hat das mit Studentenzeit zu tun?! :-"

    :d

    Zu Eurer Überdosis Scharf: Ich war eben thailändisch essen, recht original (dafür, dass ich mich in Nordeuropa befinde und Thailand weit ist) und extrem scharf, grüne, gelbe und rote Currypaste und ein s**scharfer Salat. Da war Euer Süppchen bestimmt mild daneben. Sieht übrigens optisch sehr gut aus! :)

  6. Gravatar Icon 6 kulinariakatastrophalia 25. Januar 2008 um 11:41 Uhr

    @Barbara
    Es bestehen natürlich keinerlei Zweifel, dass weiterhin derlei Tätigkeiten anstehen!

    Und dabei hatten wir beim scharfen Süppchen schon die rezeptlich vorgesehene Chilizugabe nicht beachtet. Extrem scharf wie ein thailändisches Spezialmesser war es dann aber nicht, das überlassen wir vorerst anderen; nach dem Curryevent kann es dann wahrscheinlich gar nicht scharf genug sein ;-)

  7. Gravatar Icon 7 strandi 26. Januar 2008 um 0:59 Uhr

    Gahh!!!

    Und warum bin ich jetzt gleich gar nicht mehr in der (dem?) blogroll?!

    *hier schmollt jetzt einer*

  8. Gravatar Icon 8 kulinariakatastrophalia 26. Januar 2008 um 4:47 Uhr

    Wieso? Bist Du doch noch, die Namensnennung firmiert zur Zeit noch unter einem Arbeitstitel :d

  9. Gravatar Icon 9 strandi 26. Januar 2008 um 19:03 Uhr

    Dabei habe ich doch meinen neuen Namen schamlos strategisch so gewählt, dass er bei all den alphabethisch geordneten blogrolls immer zuoberst ist….. :d

  10. Gravatar Icon 10 lamiacucina 26. Januar 2008 um 19:51 Uhr

    ich staune dass Euch beim Fotografieren die Suppe nicht aus dem Teller läuft. Der Erdanziehung ein Schnippchen geschlagen :-)

  11. Gravatar Icon 11 kulinariakatastrophalia 27. Januar 2008 um 14:36 Uhr

    @strandi
    Es kam schon so ein Verdacht auf :D Mal schauen, was noch so anzustellen wäre ;-)

    @lamiacucina
    Das sind die besonderen Eigenschaften der Linsensuppe (deshalb gibt es diese als einziges Gericht im Weltall nicht aus der Tube).

  12. Gravatar Icon 12 strandi 27. Januar 2008 um 16:19 Uhr

    wie wäre es mit „zerkochtes wasser“, das ist dann ganz zu underst ;)

  13. Gravatar Icon 13 kulinariakatastrophalia 27. Januar 2008 um 16:58 Uhr

    Der Wunsch ist uns ein Befehl; ob das allerdings ganz unten ist ;-)

  1. 1 Jetzt oder nie — Anti-Atom-Suppe « kulinaria katastrophalia Pingback am 19. März 2011 um 1:21 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.