
Katze — Ausdruck von schätzenswerter Raffiniertheit des zu verkonsumierenden Inhaltes
Besser spät als nie waren die auffindlichen Objekte zu präsentieren. Alles lauter putzige Dinge, denen die Sympathien nur so zuzufliegen belieben, was sich in leergekauften Regalen fernabliegender Kleinstsupermärkte zeigt; andererseits liegen die dann bei uns rum, setzen Staub an und geraten in Vergessenheit und deshalb, um die Herzen aller Fundstückbetrachtungsundschätzenzuwissenden zu erfreuen, gibt es mal einige Exemplare unserer 1024 Sammelobjekte umfassenden Kuriositätensammlung.

Die Monarchie hängt genauso abgestanden herum wie der Inhalt, der sich besonders im Billigsegment zu behaupten weiß
Die Katzendarstellung, reduziert auf den wesentlichen Teil und doch mit dem Ausdruck feinster Entzückung versehen, weiß den anvisierten Inhalt durchaus zu schätzen. Die Betrachterin wird aber nicht als Außenstehende, sondern auch über den Ausdruck des Dazugehörens bei der Anteilnahme wahrgenommen, nicht zuletzt visieren keineswegs die wiederkehrenden Fischabbildungen, symbolhaft für die Reihhaltigkeit zur Verfügung stehender Anpassungsfreude, die Kaufwilligen, diese wiederum des nur scheinbar profanen Aktes gar nicht bewußt, sondern keineswegs aus Erfahrung gewonnenen Erkenntnissen trotzend das von Zotteln durchsetzte, reduzierte, auch Beharrlichkeit ausdrückende Tier.
Hier drückt sich die Unstetheit aus. Ganz unbeachtet und erst bei genauerer Betrachtung zutage tretend rechts unten hingegen der wahre Protagonist, zwar schemenhaft und vom Tier unbeachtet, zeigt es die Vergänglichkeit, eine Träne stilisiert angesichts der optisch nun in den Mittelpunkt tretenden Tomaten und Paprika, dass sich Symbiosen zwischen auch sich nicht Zusammenschließenden ergeben, die Begehrlichkeit zu wecken wissen. Die tief heraushängende Zunge zeigt aufwärtsweisend den Trend der Stunde und bedeutet gleichfalls das Ende der Einheit, ein Bruch, der die Gewissheit bringt, dass aus diesem etwas völlig anderes entstehen wird.
Kung Gustaf hingegen ist ein Meilenstein, der auch durch optischen Ausdruck den Inhalt perfekt zu präsentierender Darreichungskunst, die wirklich niemanden daran zweifeln lässt, dass es sich um abgehangene Heringe handeln muss, wiedergibt. Vertrauen und gut abgehangener Fisch sind schließlich das A und O.

Bemerkenswerte Schlichtheit entzückt da doch sehr — Verkaufsschlager
Vielversprechend und der Hinwendung zu vergessenen Kunstformen geschuldet bleibt die Sardine in matter Farbdarstellung ihren gloriosen Auftritt schuldig, der sich dann aber perfekt darin reduziert einfach nur dumm zu schauen. So soll der Fisch sein — ein Verkaufsschlager!

Aufblühende Herzen im Zusammenspiel der Begehrlichkeiten — das besondere Etwas
Dabei geben derlei dosige Ansichten auch eine Ausschau auf die zugrundeliegenden Sitten, die züchtig präsentierte Person auf dem Bilde ist mitnichten die kluge Hausfrau, die sich das Besondere gönnen will, sondern die den Begehrlichkeiten trotzende, die Mäuler aufreißende in den Mittelpunkt drängende Symbolfiguren abweist. Das schafft Sympathien, der Kauf ist gewiss. Ein Sieg der Werbewirtschaft.
Bestimmt lauern diverse solcher Schätze in dunklen Kammern und warten auf anschickliche Präsentierung. Ebenfalls im Trüben fischend ist ein Institut der Universität Zürich, welches neugierig wissen will, was BloggerInnen denn eigentlich so wollen, streng unwissenschaftlich hinsichtlich der Thematik gesehen, dürfen die nicht selber drauflosschreiben, sondern vorgefertigte Fragen beantworten. [via Blogsport]
Durchaus zu schätzen ist übrigens das neue Blogventthema im Kochtopfblog: Curry. Gerade Curry, grad wo die gewürzlichen Vorräte größtenteils aufgrund fehlender Verdosung entsorgt werden mussten, gerade jetzt. Ein Wink des Schicksals — vielleicht sollten wir die perfekte exklusive Mischung selber herstellen. So schwer scheint das gar nicht zu sein.
mit welchem EDV-programm bewirtschaftet Ihr Eure 1024 Köstlichkeiten bezüglich Verfalldatum ?
@lamiacucina
Staub 2008 — das neuste Programm
Eure Sammlung ist ja wirklich außergewöhnlich!
Seid Ihr vor dem Fotografieren mit Staub-Delete08 drüber?
Die Fischchen in den Dosen halten bei uns auch keine 6 Jahre mehr. Irgendwann sind sie aufgebraucht und dann? Dann wird es Zeit für neue. Zur Sicherheit haben wir uns einen Sardellengläserwald angelegt um Dürre zu überbrücken.
@dandu
Die halten dann jetzt sogar schon ein Jahr länger. Nur, wenn die nicht im Blickfeld sind dann wird es schwierig mit der Aufbraucherei.
Ehrlich gesagt haben wir die auch schon letztes Jahr fotografiert
@kulinariakatastrophalia: Spätestens wenn die Vorratskammern versiegt sind erinnert man sich wieder der rastenden Fischdürre. Ich war schon öfters mal froh so ein Döschen noch zu finden.
Ihr sammelt Sardinendosen? Oder war das nur eine kleine Auswahl der 1024 Objekte?
Neinnein, Sammeln kann das nicht genannt werden. Es werden nur interessante Verpackungen allerlei Herkunft gehortet. Das Öffnen der Döschen ist deshalb trotzdem nur im Notfall gestattet