Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)

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Unter den putzigen Ingwerbällchen dann allerlei Salat (na ja — eigentlich nur Endivienherzblätter und Rucolaspitzen) und umtriebige Sprossen

Es war eine schwere Herausforderung den für den Blogevent im Kochtopfblog ausgewählten Ingwer zu einer geschmacklich hochwertigen und zufriedenstellenden Zubereitung zu führen — zumal als Hauptzutat. Galgant war ausgeschlossen (äußerst leckere Nuancen damit leider auch) und so musste fernab breit ausgetretender Pfade was Neues, selbstredend Sensationelles kreiert werden, was dem Anspruche, dem hochgesteckten, nun zierlich zur Genüge tun sollte.

Erst wollte perdu nichts einfallen, was nicht schon einmal in einer ähnlichen Zusammensetzung schon erfolgversprechend präsentiert worden war. Also war wie immer für die eigens ins Auge gefasste eigene Kreation auf nicht unbedingt in diesem Zusammenspiele leicht von den Lippen kommende Zutaten zurückzugreifen, die dennoch nicht allzu schwer zu beschaffen sein sollten.

ingwer triebig derer zweie
Ob Ingwersprossen schmecken haben wir lieber nicht ausprobiert

Und wie das immer so ist, so kam der Zufall zu Hilfe und im Bioladen wurden Fenchelsprossen, die schon die ersten zarten Triebe aus den aufgesprungen Samen streckten, auserkoren. Erste Probierversuche (irgendwie waren wir noch nie auf die Idee gekommen mit Fenchel Keimlinge zu produzieren) waren superb vielversprechend und so musste nur noch das weitere Drumherum um den Ingwer sich ergeben und wie es der Zufall ein zweites Mal wollte fiel uns bei Barbaras Spielwiese der Schafskäse auf und dann war die Wahl eigentlich ganz klar: Fenchelsprossen-Ingwer-Schafskäse sollte der Mittelpunkt werden.

fenchelsprossen
Das da im Hintergrund — DAS ist Ingwer ;-)

Klar dann noch was dazu. Gerade richtig erwies sich eine ebenfalls georderte
rote Paprika, die frei von schädlichen Wirkstoffen und in der prallen Fülle des Lebens stehend auch den farblichen Aspekt nicht unbeachtet werdend lassen sollte.
Das Ganze vielleicht überbacken mit Honig? Mit einer Panade versehen frittiert oder vielleicht gar die Paprika gefüllt?

Zeitknappheit ließ schließlich eine sehr spontan gefasste Wahl zum Mittelpunkt der köchlichen Leichtigkeit werden. Kein großes Rumgekoche, sondern eine ebenso zügig zuzubereitende Form wählen, die schnellste und dezent vorgetragene Exclusivität zum entsprechenden Ausdruck kommen lassen sollte.

paprika quasi gegrillt

Also die perfekte Vorspeise, das Bonmot jedes mit zarten Salatblättern gefüllten Tellers, die Augenweide jeder Tisch- oder Partyspeisung, die in ihrer Schlichtheit die verborgenen Talente auf so vorzügliche Weise in für die kulinarisch gespannten NichtkostverächterInnen noch ungeahnten Aromakompositionen durch nur einen einzigen Biss zum Tragen kommen lassen sollte.

rote paprika quasi gegrillt kopfueber
quasi gegrillt, echt lecker (warum schälen einige bloß die Schale?)

Also hohe Ansprüche. Gegrillte Paprika war mit den leicht dem schwarzen Tone zugeneigten Aroma schon eine vortrefflich zuzufügende Zutat, die der Einfachheit halber ohne schwieriges Holzkohleschleppen oder Backofentemperierungsversuche vonstatten ging, sondern auf eine mit nussigem Sesamöl gefüllte Pfanne zurückgreifen ließ, die zuvor schon für den äußerst feinstreifig geschnittenen Ingwer den frittierten Auftritt brachte. Das Öl damit schon mal ingwerisiert, war für die dann auf leichter Flamme brutzelnden Paprikastreifen, die nach einigen Minuten in schönster Pracht auf dem Teller lagen und in kleine Stücke grob geschnitten wurden, die prima Grundlage.

Dann wurde das neue Riesenpaket Schafskäse hervorgeholt (wobei uns auffiel, dass neuerdings Ziegenmilch als Beigabe erwähnt wird — wahrscheinlich EU-Vorgaben, dabei ist doch allbekannt, dass guter allerbester griechischer Schafskäse immer mit Schafsmilch und Ziegenmilch zu Feta ingwer frittiert verarbeitet wird) und ein verschwindend geringer Teil grob gehackt und Trara mit den roten angebratenen Paprikastücken gut durchmischt, um sodann noch einigen Fenchelsprossen den wohlschmeckenden Auftritt zu gönnen. Daraus dann kleine Kugeln geformt. Die Köstlichkeit war schon förmlich zu erahnen.

Der Ingwer in den frittierten Streifen kam dann als abschlüssliche köstliche Umrundung für die in kleine Kugeln gebrachte quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen zum pikant angenehm scharfen Resultat dazu.

Gebettet auf salatliche Vielfalt wurde die wunderbare Vorspeisenerscheinung präsentiert, serviert und zufrieden mit dem Ausdruck höchster Wertschätzung für die Spezialität verzehrt. Wieder mal ein aus spontanen Einfällen geborener Beitrag aus unserer kulinaria-katastrophalia-küche zum unbedingten vorspeislichen Nachmachen empfohlen! Sehr lecker — unser Beitrag zum Blogevent Ingwer!
blogevent ingwer
Die Schalen des Inwers fanden dann noch eine schöne Verwendung zusammen mit Salbeiblättern für einen angenehm scharfen Tee, der alsbald nach getroffener Wertschätzung wieder zur Zubereitung gereichen soll.

Zutaten:

Ingwer, ein paar Knollen
Paprika, rote
Schafs(ziegen)käse, ein guter!
Fenchelsprossen
Sesamöl
Salatliche Vielfalt

Zubereitung auf die Schnelle:

Ingwer in feine Streifen schneiden, frittieren, in demselben Öl die ebenfalls streifig geschnittene Paprika großzügig braten, dann in kleinere Stücke schneiden und mit grob gehackten Schafskäse vermischen und nach Hinzugabe von Fenchelkeimlingen zu kleinen putzigen Kügelchen formen und mit den Ingwerstreifen verhüllen. Auf Salat liegend präsentieren und Lob einheimsen. Entweder für Party und Dinner auf Tauglichkeit testen oder am besten für sich selbst als köstliche Wahrnehmbarkeit ungewohnter von feinen Fencheltönen und dezent scharfen Ingwergeschmäckern getragenen Aromenzusammenspielerei in cremigen Schafskäsegenuss kredenzen.

ingwerbaellchen
Mjammjammjam

Und der Tee eignet sich wirklich vorzüglich auch noch für mehrere Aufgüsse. So muss Resteverwertung sich geschmacklich in den höchsten Geschmacksnuancen ergeben :-)

p.s.
So was — gerade gemerkt, dass heute ja erst der 14. Januar ist. Glatt um einen Tag beim Blogevent geirrt. Sachen gibts.


16 Antworten auf “Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 14. Januar 2008 um 20:56 Uhr

    auch wenn ihr diesmal nicht unter zeitdruck kreativ sein musstet und somit einen tag zu bald dran seid:
    das ist ein extrem lecker aussehender beitrag mit ordentlich ingwer ;)

  2. Gravatar Icon 2 Barbara 14. Januar 2008 um 22:49 Uhr

    Diese umtriebigen Sprossen habe ich ja noch nirgends gesehen… Toll, was es in der Stadt so alles gibt! ;-)

    Das ist eine super Komposition, die Ihr da mal wieder kreativ und spontan wie immer fabriziert habt: Ich finde auch das Farbenspiel so stimmig, dann die Bällchen auf der salatlichen Wenigerfalt, alles starkt ingwerig – ich bin sprachlos und begeistert! :-)

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 15. Januar 2008 um 15:51 Uhr

    @sammelhamster
    Der ganze Ingwervorrat des kleinen Gemüseladens um die Ecke :d Und Zeitdruck war ganz furchtbar vorhanden — die letzten Sonnenstrahlen des Tages mussten eingefangen werden für die Präsentation

    @Barbara
    Die Sprossen müssten eigentlich leicht selbst zu ziehen sein. Wird demnächst mal im Keimglas ausprobiert. Und die sind wirklich superlecker!

  4. Gravatar Icon 4 Bolli 15. Januar 2008 um 16:02 Uhr

    Ganz ungewöhnlich, nicht auf den letzten DrÜcker!

    Geniales Rezept, ich denk den Ingwer weg….und esse es ohne!

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 15. Januar 2008 um 17:59 Uhr

    @bolli
    Ja – da sind wir gaaanz stolz :d
    Der Ingwer ist übrigens trotz der verwendeten Massen auch für Nicht-soviel-Ingwer-Essende wärmstens zu empfehelen, da der pikante Geschmack durch das Frittieren angenehm rdeuziert wird und im Zusammenspiel mit dem Schafskäse erst so richtig aufblüht und dann der knackige frische Geschmack der Sprossen erst!

  6. Gravatar Icon 6 reibeisen 15. Januar 2008 um 18:21 Uhr

    die sehen aber fein aus, die kugerl. und würden sich wohl auch als willkommene appetithäppchen während des konsums von hochprozentigem eignen. :d

  7. Gravatar Icon 7 lavaterra 15. Januar 2008 um 18:27 Uhr

    Als bekennender Ingwer- und Schafskäse-Fan werde ich mich mal an diese gefällige Kombination wagen. Gefällt mir sehr gut.

  8. Gravatar Icon 8 kulinariakatastrophalia 16. Januar 2008 um 0:27 Uhr

    @reibeisen
    Vielleicht sollten wir auch noch das Hinzufügen alkoholischer Likörspuren erproben. Genügend Schafskäse und Ingwer sind noch da.

    @lavaterra
    Die Fenchelsprossen nicht vergessen ;-)

  9. Gravatar Icon 9 Hedonistin 16. Januar 2008 um 0:44 Uhr

    Die Kombination Ingwer und Käse – Ziegenkäse – hatte ich auch kurz in Erwägung gezogen gehabt, aber mir wollte partout nix zum Drumherum einfallen. Die Salatlösung gefällt mir ganz vortrefflich, wirkt rundum stimmig (und ist auch fürs Auge eine Freude), vor allem mit den Fenchelsprossen – die haben einen leichten Anistouch vermutlich? Werd gleich mal die Keimbox rauskramen …

  10. Gravatar Icon 10 kulinariakatastrophalia 16. Januar 2008 um 12:51 Uhr

    @hedonistin Der anisige Grundton ist nicht wegzudiskutieren ;-) und da wir wussten, dass andere auf den gleichen Gedanken kommen, wurden kurzerhand die Abgabevorbereitungen derart beschleunigt, dass andere nicht mehr zum Zuge kommen konnten :d

  11. Gravatar Icon 11 reibeisen 16. Januar 2008 um 20:58 Uhr

    gute idee, auch das muss probiert werden. und damit Ihr das nicht allein verkostet, sind wir quasi schon unterwegs zum zug nach berlin!

  12. Gravatar Icon 12 lamiacucina 17. Januar 2008 um 7:06 Uhr

    irgendwo im Dachboden muss noch ein Sprossenzuchtapparat rumstehen. Gut dass ich nie was fortwerfe. Ingwer und der Käse sind problemlos zu beschaffen.

  13. Gravatar Icon 13 Bolli 17. Januar 2008 um 11:55 Uhr

    Ja ja, ich weiss, sobald man den Ingwer kocht, frittiert etc, verliert er etwas diesen ingwerigen Geschmack…Ich weiss auch nicht, ich esse ihn schon, aber ich denke bei Ingwer immer an Seife, weiss auch nicht warum, ist gar nicht gerechtfertigt!

  14. Gravatar Icon 14 crazy cook 17. Januar 2008 um 21:16 Uhr

    frittierter ingwerstreifen, welch ein lustgewinn. hab immer die scheiben in der pfanne gebruzelt, bin aber nie auf die idee gekommen streifen zu frittieren. blogs lesen bringt ander ansichten. denn wer nichts weiß, muß alles glauben.

  15. Gravatar Icon 15 kulinariakatastrophalia 19. Januar 2008 um 10:46 Uhr

    @reibeisen
    Bis dahin wachsen doch schon Fenchelbüsche ;-)

    @lamiacucina
    Frohes Schaffen! Nicht die Paprikaanzucht vergessen ;-)

    @bolli
    Ein bißchen könnte der Eindruck entstehen, dass Ingwer seifige Elemente in sich trägt, aber ganz ausgeprägt ist das nur bei Galgant; der kann auch deshalb nur eingeschränkt gegessen werden. Frittiert in kleinen Streifen schmecken aber beide bekömmlicherweise sehr gut.

    @crazy cook
    Wir machen frittierte Ingwerstreifen des Öfteren mit Sojasauce, Chili, Reiswein und Fisch. Auch sehr lecker!

  1. 1 Der Dunkelheit enttriebene rundlich vervollständigend zu geniessende in dreierlei Hinsicht perfekte zur Partykredenzung gefertigte und deshalb auch spät kommende Bällchen (inclusive grünem Wildwuchs) | kulinaria katastrophalia Pingback am 15. September 2008 um 2:24 Uhr
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