Archiv für Januar 2008

An- und Auflaufprobleme: Erst war die Essenspeisung andernorts anvisiert, dann verlegt überlegenswerterweise und dann fand sie hier statt und die Problemlage, dass die vorhandenen Zutaten nicht im gewünschten Ausmaße vorhanden waren wurde geschickt durch Restverwertung von diesem und jenem gelöst (und spät war es auch noch)

Ich bin jetzt da, aber wenn du da bist, dann kann ich dahin kommen, ja aber da ist nicht wo dann das ist und da kann ich aber hin, nein,nein es geht auch anders, wenn du dann dahin kommst, ich kann aber auch dort hin kommen, ja, da hin, bin jetzt aber schon da und wenn du da hin gehst, dann kann ich dafür da was kaufen. Wie machen wir das jetzt?

Das ist immer so eine Sache, erst wird terminiert und dann kommt was dazwischen, dann wird umdisponiert und am Ende tummelt es sich dann ganz woanders. Macht nichts, wozu ist die Versorgungslage in unserer Küche darauf eingestellt. Also spontan nicht was aus den andernorts vorgesehen Zutaten geköchelt, sondern flugs aus Fisch, Kokosmilch, roter Paprika, Zitronengras, Zwiebeln und Sprossen (deren Hinzufügung reichlich umsonst war, weil sie geschmacklich überhaupt nicht bemerkbar waren) und ein paar Gewürzen und das Ganze wiederum mit Kirschtomaten, gehälftelt versehen und nach kurzer Andünstzeit ab in den Backofen für ca. 30 Minuten geschoben. Gut war es, wenngleich auch keine geschmackliche Offenbarung. Schnelle Kost. Dazu dann noch Couscous.

zitronengras kokosmlich fisch auflauf mit couscous
zitronengraskokosmlichfischauflaufmitcouscous

mord und totschlag

mord und totschlag

Streitigkeiten über Wahlergebnisse enden nicht selten in handfesten Gemengenlagen. Aber auch das Vorfeld weiß spannende Unterhaltung zu liefern — schließlich erfordert die Handhabung einfachster Bestandteile auswahltechnischer Art bisweilen einiges Geschick.

Im Wahlkampf ist zum Ende hin gar ein Wahlzettel mittels eines zumeist dokumentensicher anzubringenden Kreuzchens auszufüllen. Das ist anstrengend und überfordert viele und bringt tatsächlich Regierungen dazu, auf sogenannte Wahlcomputer zu setzen. Die sind zwar von den Ergebnissen her nicht ganz echt, dafür lässt sich aber praktikabel das entsprechende Ergebnis fabrizieren.

Kein Wunder also, dass von Politikern, die auch gerne Kinder in Haftanstalten sehen würden, gerne auf solcherlei zurückgegriffen wird. Und weil solch ein Treiben bitteschön nicht beobachtet werden soll (wo kämen wir da auch hin) wurden jetzt WahlComputer-BeobachterInnen drangsaliert und von Ordnungsamtkräften aus der städtischen hessischen Gefahrenlage des beschaulichen „das Fremde“ nicht mögenden Obertshausen wegeskortiert.

Kyritz hingegen, eine kleine brandenburgische Hansestadt, verfügt eigentlich außerhalb der provinziellen Gemütlichkeit nur Bekanntheit über den angebotlichen Warenbestand der Biersorten; historisch verbürgt sich die Stadt für das Jedermannsbraurecht. Wahrzeichen ist deshalb die mit dem Konsum einhergehende Tätigkeit, die auch die Stadt veranlasst Stellenausschreibungen anzubieten.
Ob das Bier dem Geschmack wohlgesonnen ist? Alleine vom Originalitätswert her dürfte sich das Angebot eigentlich nicht lohnen. Schmeckt also wahrscheinlich. Vorliegender Bierdeckel der Brauerei Dessow zumindest war so von Entzücken ob der Werbestrategie geprägt, dass vergessen wurde ein Glas zu ordern. Beim nächsten Mal dann.

blograllye umami
Blograllye Umami

Genüsslichkeiten anderer Art wendet sich die molekularküche zu, die sich der fünften Geschmacksrichtung Umami im Birthdayjahr 2008 mit einer Blograllye widmet. Also dem, was natürlich vorkommend so lecker schmeckt und in Pulverformat nur Kopfschmerzen bereitet.
In Shiitake-Pilzen ist das Wundermittel anscheinend reichlich vorhanden. Dazu fällt uns doch bestimmt noch was ein ;-)

Unser Mandarinello-Rezept aus dem Kulinarischen Adventskalender ist zur Zeit ebenfalls in Liköransatz gebracht worden. Leider funktioniert die Kommentarfunktion bei wagwag nicht richtig, ansonsten hätten wir jetzt noch den Tipp gegeben, dass das phantastische Getränk nach zwei Wochen im Gefrierschrank durchgezogen noch viel harmonischer mundet (wenn er denn so lange hält).

Über Blutwurstraviolinudelteigtaschen zu Himmel un Ääd (na ja — fast)

Die SMS war dem dringenden Bedürfnis geschuldet, welches sich beim Anblick von Bolli´s Kitchen sofort einstellte: Bitte! Sofort! Dringend! Blutwurst! Mitbringen! Die Folgeleistung wurde dann durch einen Abstecher in eine nach einem Umbau in äußerst hässlichem Lichte erstrahlenden Einkaufshalle bewerkstelligt und mit selbstsicherer Emporhaltung in der Küche präsentiert wobei sich sodann die unterschiedliche Bedeutung des Wortes Blutwurst herauszustellen beliebte. Ein Umstand der dort schon mal der Diskussion für würdig betrachtet worden war.
Hmm, äh, ja — na ja, geht bestimmt auch so. Also noch mal das Rezept, welches von RezKonvSuite nachgekocht wurde, die es wiederum vom ARD-Buffet hatten, begutachtet und festgestellt, dass da tagelange Bewerkstelligungen nötig erscheinen. Kraut war auch keines da.

Diesen Umstand völlig ignorierend wurde dann durch von langwierigen Tagwerk geschändeten in der Küche aufprallenden WG-Inhalt die Zubereitung von Himmel und Erde eingefordert. Das wäre angesichts des Zubereitungsprozesses dann wirklich die schnellste Methode. Waren nur keine Kartoffeln da. Also nochmal runter, allerdings aus Faulheitsgründen nur bis zum nächsten Laden und die einzig vorhandene Sorte festkochender Erdäpfel geordert, die dann wiederum zu Grmpf-Lauten führte. Mehligkochende gab es nicht wurde zurückgegrimpft und so gab es dann halt gekochte ganze Kartoffeln und teilweise angebratene Bio-Grützblutwurst samt in der Pfanne mitgebrutzelter Apfelscheiben, die von traditionell eingestellten Personal durch schnöden Fertig-Apfelmus, der aber wirklich gut passte, ergänzt wurde. Also, lecker war es, da kommen Blutwurstravioli nicht gegen an ;-)

himmel und erde (fast)
Himmel in Pfannenzubereitung, Ääd nicht im Bild und etwas farbunintensiv

Von roten Linsen, tiefroten Blutorangen, sich im Anschnitt befindlicher halber roter Zwiebel und von roter Currypaste und dazu ein wenig roter tomatiger Surftipp

Bei Barbaras Spielwiese wurden früher tolle Küchenorgien gefeiert; als die wilde Studienzeit vorbei war wurde deshalb das Mobiliar schnellstens entsorgt. Dumm war nur, dass das geliebte Linsensuppenrezept, welches an der Kühlschranktüre hing, auf Nimmerwiedersehen entschwand und nun wurde aus den Tiefen der Erinnerung das Rezept rekonstruiert.

Das haben wir natürlich als schmackhaft angekündigte schnellstens zu vollziehende Suppenherstellungskunst sofort nachmachen müssen. Die dafür notwendigen Kräuter haben wir aufgrund anhaltender Faulheit nochmal runterzugehen zum Einkaufen rasch visualisiert und dann war es auch schon fertig mit ein paar kleinen Änderungen hier und da.

Lauch, Karotten und eine noch im Aufschnitt aufgefundene halbe rote Zwiebel wurden in kleingeschnibbelten Zustand in reichlich Olivenöl angedünstet. Ebenso unsere restlichen 5 Kartoffeln, die zwar rezeptlich nicht vorgesehen aber noch auffindbar waren, dann rote Linsen und eine kleingeschnittene Stange Zitronengras hinzu und ebenfalls mitgedünstet und dann mit Wasser aufgefüllt. Dazu reichlich rote Currypaste, 2 große Esslöffel an der Zahl (doch etwas zu viel des Guten, einer reicht dann doch). Während es dann köchelt rasch Kreuzkümmel frisch gemahlen und als es nach 15 Minuten fertig war noch schnell hinzugegeben mitsamt Salz und Pfeffer.
Und da der Wunsch gerne was zum Beißen zu haben und der Umstand, dass kein Brot geordert wurde und dieses nun offenbar wurde, zusammenkamen wurde die Suppe nicht gemixt, sondern nur etwas Sahne reingerührt. Dazu dann noch der schöne Saft zweier blutroter Orangen. Sehr gut!

Eine schnelle Suppe. Beim nächsten Mal nehmen wir dann doch Gemüsebrühe und vielleicht nur einen Löffel rote Currypaste (es war doch etwas scharf) oder machen die gleich selber (Zitronengras, Chili, Cumin und so ist da drin). So war das schon mal eine gute Einstimmung zum Blogevent Curry.

linsen orangen suppe
Rotlinsige Blutorangen-Currysuppe mit roten Tupfern auf grober Struktur

Anschauliches ganz anderer Art sind zur Zeit die tomatigen Erscheinungsformen bei Tomarcte. Hochinteressante Versuche, die nur den goldenen Abschluss schuldig bleiben :D Außerdem wieder neu im Rennen: Kochbuch, in der Zeit des Nichtbloggens hat er seine Kamera in Zahlung geben müssen, um sich exclusives Kochgeschirr zulegen zu können.

Dosige Aussichten! Katzenaccessoire samt fehlenden Hinweis über unabkömmliche Zutatenbeimengung

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Katze — Ausdruck von schätzenswerter Raffiniertheit des zu verkonsumierenden Inhaltes

Besser spät als nie waren die auffindlichen Objekte zu präsentieren. Alles lauter putzige Dinge, denen die Sympathien nur so zuzufliegen belieben, was sich in leergekauften Regalen fernabliegender Kleinstsupermärkte zeigt; andererseits liegen die dann bei uns rum, setzen Staub an und geraten in Vergessenheit und deshalb, um die Herzen aller Fundstückbetrachtungsundschätzenzuwissenden zu erfreuen, gibt es mal einige Exemplare unserer 1024 Sammelobjekte umfassenden Kuriositätensammlung.

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Die Monarchie hängt genauso abgestanden herum wie der Inhalt, der sich besonders im Billigsegment zu behaupten weiß

Die Katzendarstellung, reduziert auf den wesentlichen Teil und doch mit dem Ausdruck feinster Entzückung versehen, weiß den anvisierten Inhalt durchaus zu schätzen. Die Betrachterin wird aber nicht als Außenstehende, sondern auch über den Ausdruck des Dazugehörens bei der Anteilnahme wahrgenommen, nicht zuletzt visieren keineswegs die wiederkehrenden Fischabbildungen, symbolhaft für die Reihhaltigkeit zur Verfügung stehender Anpassungsfreude, die Kaufwilligen, diese wiederum des nur scheinbar profanen Aktes gar nicht bewußt, sondern keineswegs aus Erfahrung gewonnenen Erkenntnissen trotzend das von Zotteln durchsetzte, reduzierte, auch Beharrlichkeit ausdrückende Tier.

Hier drückt sich die Unstetheit aus. Ganz unbeachtet und erst bei genauerer Betrachtung zutage tretend rechts unten hingegen der wahre Protagonist, zwar schemenhaft und vom Tier unbeachtet, zeigt es die Vergänglichkeit, eine Träne stilisiert angesichts der optisch nun in den Mittelpunkt tretenden Tomaten und Paprika, dass sich Symbiosen zwischen auch sich nicht Zusammenschließenden ergeben, die Begehrlichkeit zu wecken wissen. Die tief heraushängende Zunge zeigt aufwärtsweisend den Trend der Stunde und bedeutet gleichfalls das Ende der Einheit, ein Bruch, der die Gewissheit bringt, dass aus diesem etwas völlig anderes entstehen wird.

Kung Gustaf hingegen ist ein Meilenstein, der auch durch optischen Ausdruck den Inhalt perfekt zu präsentierender Darreichungskunst, die wirklich niemanden daran zweifeln lässt, dass es sich um abgehangene Heringe handeln muss, wiedergibt. Vertrauen und gut abgehangener Fisch sind schließlich das A und O.

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Bemerkenswerte Schlichtheit entzückt da doch sehr — Verkaufsschlager

Vielversprechend und der Hinwendung zu vergessenen Kunstformen geschuldet bleibt die Sardine in matter Farbdarstellung ihren gloriosen Auftritt schuldig, der sich dann aber perfekt darin reduziert einfach nur dumm zu schauen. So soll der Fisch sein — ein Verkaufsschlager!

dosen fischdosen
Aufblühende Herzen im Zusammenspiel der Begehrlichkeiten — das besondere Etwas

Dabei geben derlei dosige Ansichten auch eine Ausschau auf die zugrundeliegenden Sitten, die züchtig präsentierte Person auf dem Bilde ist mitnichten die kluge Hausfrau, die sich das Besondere gönnen will, sondern die den Begehrlichkeiten trotzende, die Mäuler aufreißende in den Mittelpunkt drängende Symbolfiguren abweist. Das schafft Sympathien, der Kauf ist gewiss. Ein Sieg der Werbewirtschaft.

Bestimmt lauern diverse solcher Schätze in dunklen Kammern und warten auf anschickliche Präsentierung. Ebenfalls im Trüben fischend ist ein Institut der Universität Zürich, welches neugierig wissen will, was BloggerInnen denn eigentlich so wollen, streng unwissenschaftlich hinsichtlich der Thematik gesehen, dürfen die nicht selber drauflosschreiben, sondern vorgefertigte Fragen beantworten. [via Blogsport]

Durchaus zu schätzen ist übrigens das neue Blogventthema im Kochtopfblog: Curry. Gerade Curry, grad wo die gewürzlichen Vorräte größtenteils aufgrund fehlender Verdosung entsorgt werden mussten, gerade jetzt. Ein Wink des Schicksals — vielleicht sollten wir die perfekte exklusive Mischung selber herstellen. So schwer scheint das gar nicht zu sein.

Frühstückliche Austauschbestandteile zu spätnachmittäglichen Vorkommnissen — außerdem reichlich Erbsen und zuvor gelbe Blickpunkte

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Schafskäsevorräte mit Eieraugen wollen schließlich auch mal verköstigt werden

Weiter geht es mit nunmehr nicht mehr ganz so anstrengender Tätigkeit, letzte Reste von Staubansammlungen sind wegzuräumen (andere fühlen sich da erst richtig wohl) und außerdem schleichen wir um den Herd herum, der sich seinen Umfeldanspruch durch allerlei Fettspritzer gesichert hat (innendrin sieht es merkwürdigerweise gar nicht so schlimm aus) und die meiste Zeit wird sich über die optimale Verstauung (un)wichtiger Küchenbestandteile herumgestritten.
Die Lösung ist schließlich perfekt den Umständen angemessen gelöst und die akkurate Stapeltechnik hält bestimmt ganze zwei Wochen an :D Auf jeden Fall ist durch die Herum- und Aussortiererei jetzt ganz, ganz viel unpraktisch zu nutzender visuell anmutender Platz vorhanden.

Ganz im Gegenteil übrigens zu unserem Altmodell von Kühlschrank, welches bis oben hin vollgepropft unseren Versuchungen standzuhalten wusste. Da macht es sich bei Barbaras Spielwiese doch viel ordentlicher. Schließlich wurde sich gerade erst beim Blogevent Ingwer siegeshalber verausgabtHerzlichen Glückwunsch für die Ingwerkombinationen!

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Erbsen finden sich schnellstens zu leckerer Verköstigung zusammen.

Da frühstücklichen Avancen tapfer standgehalten werden konnte, weil wir uns den zur Verfügung stehenden Räucherlachs für das von Genial-Lecker inspirierte Spätnachmittagsmahl aufheben wollten (und frischer Lachs mit Wodka die Standfestigkeit bezüglich der noch zu verabsolvierenden Tätigkeiten zu sehr beeinträchtigt hätte ;-) ), gab es kleinzwiebelig durchdrungene Schafskäsewürfel in Olivenöl-Sardellen-Anbraterei mit Eieraugen zur mittäglichen Verschnaufpause, die vorzüglich das eingetretene Sättigungsgefühl zu bestätigen wussten.

Erbsen, grün, viele, dann zu geräucherten Lachsscheiben, zerpflückt, klein, und Sahne, reichlich, fett, zu Nudeln, mittlere Portionierung (des Abends soll schließlich noch ein kleines Nachtmahl zu sich genommen werden).

Und morgen dann in aller Frühe aufgefundene Devotionalienpräsentierung mit Werkstücken von da wo die Sonne immer scheint und da wo sie nie unter- bzw. aufgehen will. Und das Inhaltliche erschöpft sich interessanterweise von dort, wo die Sonne noch niemals war, was leckere nicht flügelschlagende Verköstigung miteinherbringt.

Eskapaden ausdauernder Natur beschäftigten zu Stauballergien neigende Aufräumunwillige und so kam schnellste Kost umgehend daher, die delikat in Sahne-Wein-Soße gefertigte Grüne Pfefferkörner hervorzubringen wusste und Huhn und sowieso wurde alles raschstens zusammen mit Linguine verrührt, die dann nach anstrengender Tätigkeit aber auch hervorragend zu munden wussten, so dass des morgigen Tages dann die Restbewerkstelligung vonstatten gehen kann damit auch die letzten alles verschlingenden Ablagerungen sich in Luft aufzulösen belieben und dann kocht es sich doch dreimal so schön

Heuer war die unerquickliche Arbeit des Sortierens der Essens-, Tee-, Schnickschnack- und sonstiger Vorräte angesagt, um mal so richtig eine passende Grundlage für anstehende selbstverständlich sensationelle Köchelei herbeizuputzen. Dabei dann Jagd nach braunen Käfern, die gekonnt ihr Dasein nun in für derlei bestimmten Behältnissen verabsolvieren können.
Und was wir da nicht alles gefunden haben — lauter vermisste Zutaten, Ü-Eier-Bestandteile, verbogene Spaghetti und überhaupt ganz unerfreuliche Staubablagerungen und komische Gewürzmischungen in noch merkwürdigeren Tütchen von denen wir auch mangels geruchlicher Qualitäten nicht mehr sagen konnten, was das denn nun wäre. Also weg damit.

Irgendwie sieht es es jetzt leer aus und dabei sind wir noch gar nicht fertig und spätestens bei der nächsten anstehenden Kreierung wundersamer Dinge fehlen dann die seltenen Zutaten. Bisweilen gab es dann leckeres Huhn in Weinsahnesauce mit erlesenen grünen Pfefferkörnern versetzt und mit Linguine vermischt. Schnelle Kost. Dazu Skogshallonsaft und altes Brot. Was wird mehr benötigt.

linguine mit gruenen pfeffer koernern und huhn und alles auch noch in sahne
Grüne Pfefferkörnelei mittendrin im Gewusel das Huhn und sahnig war es auch

Und kaum wird ein, zwei Tage nicht das Kochgeschehen anderer Blogs verfolgt, schon werden die raffiniertesten Sachen aufgetischt samt Kaffee. Und neue Blogs gibt es ja auch schon wieder. Demnächst dann also wieder Blogumschau.

Abstimmungshalber kann sich übrigens den heimlichen Favoriten des Ingwerblogevents gewidmet werden ;-) — zumindest bis Sonntag noch, und dann sind wir schon gespannt, ob angekündigte Zuchterfolgsvorbereitungen auch wirklich vonstatten gehen.

Quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen dazufügend war die richtige dem feinen Geschmacke zugeneigte Zubereitungszuvorkommenheit für die schön frittierten äußerst feinen Ingwerstreifen geschaffen, die sich aber auch sowas von gut einzufügen wussten, um als leckere Vorspeise die Herzen aller Zuschauenden zu erfreuen (Restbestände der Ingwerschalen fanden in Zusammenspiel mit Salbei auch noch ihre entsprechend scharfe Bestimmung)

ingwerbaellcheninsalatvorspeisentellerundzurdekoklitzekleinetomatennunjanichtganzsokelinaberirgendwiedochklein
Unter den putzigen Ingwerbällchen dann allerlei Salat (na ja — eigentlich nur Endivienherzblätter und Rucolaspitzen) und umtriebige Sprossen

Es war eine schwere Herausforderung den für den Blogevent im Kochtopfblog ausgewählten Ingwer zu einer geschmacklich hochwertigen und zufriedenstellenden Zubereitung zu führen — zumal als Hauptzutat. Galgant war ausgeschlossen (äußerst leckere Nuancen damit leider auch) und so musste fernab breit ausgetretender Pfade was Neues, selbstredend Sensationelles kreiert werden, was dem Anspruche, dem hochgesteckten, nun zierlich zur Genüge tun sollte.

Erst wollte perdu nichts einfallen, was nicht schon einmal in einer ähnlichen Zusammensetzung schon erfolgversprechend präsentiert worden war. Also war wie immer für die eigens ins Auge gefasste eigene Kreation auf nicht unbedingt in diesem Zusammenspiele leicht von den Lippen kommende Zutaten zurückzugreifen, die dennoch nicht allzu schwer zu beschaffen sein sollten.

ingwer triebig derer zweie
Ob Ingwersprossen schmecken haben wir lieber nicht ausprobiert

Und wie das immer so ist, so kam der Zufall zu Hilfe und im Bioladen wurden Fenchelsprossen, die schon die ersten zarten Triebe aus den aufgesprungen Samen streckten, auserkoren. Erste Probierversuche (irgendwie waren wir noch nie auf die Idee gekommen mit Fenchel Keimlinge zu produzieren) waren superb vielversprechend und so musste nur noch das weitere Drumherum um den Ingwer sich ergeben und wie es der Zufall ein zweites Mal wollte fiel uns bei Barbaras Spielwiese der Schafskäse auf und dann war die Wahl eigentlich ganz klar: Fenchelsprossen-Ingwer-Schafskäse sollte der Mittelpunkt werden.

fenchelsprossen
Das da im Hintergrund — DAS ist Ingwer ;-)

Klar dann noch was dazu. Gerade richtig erwies sich eine ebenfalls georderte
rote Paprika, die frei von schädlichen Wirkstoffen und in der prallen Fülle des Lebens stehend auch den farblichen Aspekt nicht unbeachtet werdend lassen sollte.
Das Ganze vielleicht überbacken mit Honig? Mit einer Panade versehen frittiert oder vielleicht gar die Paprika gefüllt?

Zeitknappheit ließ schließlich eine sehr spontan gefasste Wahl zum Mittelpunkt der köchlichen Leichtigkeit werden. Kein großes Rumgekoche, sondern eine ebenso zügig zuzubereitende Form wählen, die schnellste und dezent vorgetragene Exclusivität zum entsprechenden Ausdruck kommen lassen sollte.

paprika quasi gegrillt

Also die perfekte Vorspeise, das Bonmot jedes mit zarten Salatblättern gefüllten Tellers, die Augenweide jeder Tisch- oder Partyspeisung, die in ihrer Schlichtheit die verborgenen Talente auf so vorzügliche Weise in für die kulinarisch gespannten NichtkostverächterInnen noch ungeahnten Aromakompositionen durch nur einen einzigen Biss zum Tragen kommen lassen sollte.

rote paprika quasi gegrillt kopfueber
quasi gegrillt, echt lecker (warum schälen einige bloß die Schale?)

Also hohe Ansprüche. Gegrillte Paprika war mit den leicht dem schwarzen Tone zugeneigten Aroma schon eine vortrefflich zuzufügende Zutat, die der Einfachheit halber ohne schwieriges Holzkohleschleppen oder Backofentemperierungsversuche vonstatten ging, sondern auf eine mit nussigem Sesamöl gefüllte Pfanne zurückgreifen ließ, die zuvor schon für den äußerst feinstreifig geschnittenen Ingwer den frittierten Auftritt brachte. Das Öl damit schon mal ingwerisiert, war für die dann auf leichter Flamme brutzelnden Paprikastreifen, die nach einigen Minuten in schönster Pracht auf dem Teller lagen und in kleine Stücke grob geschnitten wurden, die prima Grundlage.

Dann wurde das neue Riesenpaket Schafskäse hervorgeholt (wobei uns auffiel, dass neuerdings Ziegenmilch als Beigabe erwähnt wird — wahrscheinlich EU-Vorgaben, dabei ist doch allbekannt, dass guter allerbester griechischer Schafskäse immer mit Schafsmilch und Ziegenmilch zu Feta ingwer frittiert verarbeitet wird) und ein verschwindend geringer Teil grob gehackt und Trara mit den roten angebratenen Paprikastücken gut durchmischt, um sodann noch einigen Fenchelsprossen den wohlschmeckenden Auftritt zu gönnen. Daraus dann kleine Kugeln geformt. Die Köstlichkeit war schon förmlich zu erahnen.

Der Ingwer in den frittierten Streifen kam dann als abschlüssliche köstliche Umrundung für die in kleine Kugeln gebrachte quasi gegrillte Paprika grob kleingeschnippelt in Schafsziegenkäserund und lecker mundend sich grün herauswagende Fenchelsprossen zum pikant angenehm scharfen Resultat dazu.

Gebettet auf salatliche Vielfalt wurde die wunderbare Vorspeisenerscheinung präsentiert, serviert und zufrieden mit dem Ausdruck höchster Wertschätzung für die Spezialität verzehrt. Wieder mal ein aus spontanen Einfällen geborener Beitrag aus unserer kulinaria-katastrophalia-küche zum unbedingten vorspeislichen Nachmachen empfohlen! Sehr lecker — unser Beitrag zum Blogevent Ingwer!
blogevent ingwer
Die Schalen des Inwers fanden dann noch eine schöne Verwendung zusammen mit Salbeiblättern für einen angenehm scharfen Tee, der alsbald nach getroffener Wertschätzung wieder zur Zubereitung gereichen soll.

Zutaten:

Ingwer, ein paar Knollen
Paprika, rote
Schafs(ziegen)käse, ein guter!
Fenchelsprossen
Sesamöl
Salatliche Vielfalt

Zubereitung auf die Schnelle:

Ingwer in feine Streifen schneiden, frittieren, in demselben Öl die ebenfalls streifig geschnittene Paprika großzügig braten, dann in kleinere Stücke schneiden und mit grob gehackten Schafskäse vermischen und nach Hinzugabe von Fenchelkeimlingen zu kleinen putzigen Kügelchen formen und mit den Ingwerstreifen verhüllen. Auf Salat liegend präsentieren und Lob einheimsen. Entweder für Party und Dinner auf Tauglichkeit testen oder am besten für sich selbst als köstliche Wahrnehmbarkeit ungewohnter von feinen Fencheltönen und dezent scharfen Ingwergeschmäckern getragenen Aromenzusammenspielerei in cremigen Schafskäsegenuss kredenzen.

ingwerbaellchen
Mjammjammjam

Und der Tee eignet sich wirklich vorzüglich auch noch für mehrere Aufgüsse. So muss Resteverwertung sich geschmacklich in den höchsten Geschmacksnuancen ergeben :-)

p.s.
So was — gerade gemerkt, dass heute ja erst der 14. Januar ist. Glatt um einen Tag beim Blogevent geirrt. Sachen gibts.

Winterzwiebel in Bohnenkonkurrenz und komischen Spagetti

Was für ein Schreck — die Nudelvorräte am Ende und im Mehl gierige kleine und obendrein fiese Käfer (diese braunen) und trotzdem Hunger auf Mehlspeisen. Also missmutig auf schnelle Einkaufssuche begeben und trotz schon aufkeimender Gewissheit, dass die in der nächsten Einkaufsmöglichkeit vorherrschende Versorgungslage bezüglich der exclusiven Wünsche nicht in Übereinstimmung zu bringen sein wird trotzdem zugeschlagen. Na ja, sah immerhin wie Spagetti aus und irgendwie schmeckte das auch danach.
Gleich noch ein paar Winterzwiebeln als derzeitige Hauptgemüsezutat geordert und festgestellt, dass das doch perfekt zu noch vorhandenen Bohnen, roter Paprika und zwei Tomaten passen würde und siehe da — zusammen war es dann ganz passabel.

bohnen und spaghetti und fruehlingszwiebel