Notschlachtung auf Grund verweichlichender Tendenzen und erste Versuchungen (zum Liebhaben)

kaki geschaelt und glubschig
Einfach zum Liebhaben — Kaki, glubschig, tiefmittelorange

Jetzt war es doch mal eiligst Zeit sich besonderen Dingen zu widmen und deshalb haben es uns nicht nehmen lassen der Kaki in Kaffeebohnengewimmel die präferierte Zuwendung zukommen zu lassen. Allerdings nicht jenem Exemplar, welches sich standhaft weigert reif zu werden, sondern unseren Vergleichskakis, die schicklich woanders lagen und nun viel eher Verweichlichungstendenzen nachgaben.

Und das war auch ganz schön nötig — eine Seite war jeweils jetzt schon arg weich geworden und die andere(n) würde es auf jeden Fall nicht mehr lange machen. Also zuschlagen. Notschlachtung sozusagen. Und dann musste jetzt nur noch schnell überlegt werden mit welchen weiteren Zutaten denn noch Verschönerungen angesetzt werden könnten. Kaki und Kaffeebohne war klar, super Kombination und schick sieht es ja auch noch aus.
kaffebohnen gekruschel

Vielleicht Schokolade und Kaffeebohne geraspelt und vielleicht auch noch ein wenig weißer Rohrzucker, das Ganze in Schokomantel und nur ein Teil rausschauen lassen? Leider nicht so viel Zeit gerade für derlei sicherlich mit viel Schmiererei verbundenen Tätigkeiten. Aber eventuell karamellisiert?
Ja das könnte schnell gehen und ebenso rasch kam die Erkenntnis beim Ausprobieren mit dem Bunsenbrenner, dass das eben zumindest mittels der angefertigten Mischung doch noch keine so gute Idee war (kokelt ein wenig durch die Bohnen und die Schokolade); die Eignung dann doch eher erstmal im ersten Gedankengange suchen.

kaki unter kaffeebohnengekruschel

Die schön glubschigen Kakistücke, die im Gegensatz zur fest daherkommenden Persimon-Neuzüchtung Sharon, die nicht ganz so aromatisch ist, nur in diesem Zustande verzehrbar sind (es sei denn pelzige Geschmackserfahrungen im Zungenbereich sind erwünscht) noch rasch mit und ohne Zimtpulver drapiert und dann mehr oder minder frisch geröstete milde Kaffeebohnen gehackt und in verschiedenen Streuungen herüber. Die Kaiki ist sowas von die Sinne erfreuend. Einfach Lecker!

An der Kaffeebohnensorte könnte noch was gemacht werden, eine etwas kräftigere kaki unter kaffeebohnengekruschel kleinvielleicht oder eventuell noch das Kaffeebohnengekruschel mit etwas Schokolade direkt umgeben oder wie bei Lavaterra mit Karamell.
Zimt auf jeden Fall super, passt richtig gut. Aber nicht so eine starke Mischung nehmen. Die milden Zimtstangen aus Sri Lanka sind optimal. Im Weltladen gibt es welche von El Puente, die eignen sich auch zum Kochen formidabel.

Die Kakikredenzung wird dann in den nächsten Versuchsstadien noch weiter verfeinert und ausprobiert werden. Kaki-LiebhaberInnen dürfen natürlich schon mal eigene Probierkünste walten lassen ;-)

Sammelhamster zumindest wäre es bei ihren 1-Tonnen-Verbrauch pro Woche von dieser Frucht zuzutrauen, dass demnächst flüssige Kaki-Kaffeemischungen zu sehen sind ;-) und auch Hedonistin wagt sich ja des Öfteren daran.

Kaki in Zimtbohnen
Kaki in Zimtbohnenmischung

Kaffeebohnen halten offensichtlich den Reifungsprozess auf — das Teil wird sogar trotz Hinzugabe einer dekorativen Zimtstange nicht reif. Dafür ist ein wohliger Kaffeeduft mit einem Hauch Zimt vernehmbar.


7 Antworten auf “Notschlachtung auf Grund verweichlichender Tendenzen und erste Versuchungen (zum Liebhaben)”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 22. Dezember 2007 um 15:18 Uhr

    na, solch glubschige varianten habe ich ja eigentlich nicht so gerne, aber bei euch sieht es durchaus ansprechend aus mit zimt und schoko ;)

    und das langzeitexperiment mit kaffeebohnen ist wirklich interessant!
    haltet mich unbedingt auf dem laufenden, was den reifungsprozess des testexemplars betrifft :d

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 22. Dezember 2007 um 15:35 Uhr

    Schokolade war nur anfangs probehalber drauf. Das auf dem Bild sind nur die schönen Kaffeebohnen.
    Glubsch schmeckt aber besser — gaaanz aromatisch (besser als die Sharons) und auf die Einwirkungsdauer der Bohnen sind wir auch sehr gespannt, vielleicht werden wir ja reich mit Kaki-Caffee-Anti-Aging-Creme :D

  3. Gravatar Icon 3 lavaterra 22. Dezember 2007 um 16:22 Uhr

    Die experimentelle Küche im Hause katastrophalia ist, wie immer, ein Genuss! Ganz besonders gefiel der Mandarinello.

  4. Gravatar Icon 4 Dandu 22. Dezember 2007 um 16:41 Uhr

    Ich wäre der glubschigen Variante sofort zugeneigt, denn meine Erfahrung mit nicht erreiften Kaki’s kräuseln mir heute noch den Gaumen.
    Kaffeebohnen zum dazukauen? Interessant. Kenne da ein tolles Getränk mit dem klingenden namen „Koks“.

    Ein paar Kaffeebohnen mit EL Zucker in den Mund schieben – feste kauen und mit Strohrum-Cola hinunterspülen. Bitte nicht vor dem einschlafen nehmen. :-)

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 22. Dezember 2007 um 17:50 Uhr

    @lavaterra
    noch Testfeld, das Experiment ;-) Danke — der Mandarinello gefiel auch uns, besonders jetzt nachdem er noch mehr durchgezogen ist blüht er noch mehr auf! Unbedingt nachmachen.

    @Dandu
    Jaa — dieser Pelzflaum wird wirklich nicht zweimal benötigt ;-)

  6. Gravatar Icon 6 Bolli 30. Dezember 2007 um 18:15 Uhr

    Na endlich!

    Sieht ganz lecker aus, wobei ich mich noch nicht an die Kakifrüchte gewagt habe, keine Ahnung weshalb!
    Muss ich dann mal machen, im neuen Jahr……

  7. Gravatar Icon 7 kulinariakatastrophalia 30. Dezember 2007 um 19:44 Uhr

    @bolli Ranhalten — die Kakizeit ist bald vorbei!

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