Ausprobierungshalber — Chicorée mit schicker Coco-Yamswurzel (Taro) in Mango-Sahne-frischer Grüner Pfeffer-Sauce und das Ganze dann noch hurtig mit schmelzigen Käseraspeln überbacken und das war ganz schön…

Der Geschmack von leicht bitterer angenehmer Note war Grund genug dieses Wochende Chicorée auf den Speiseplan zu setzen und außerdem sah das bei Bolli sehr lecker aus in einer überbackenen Variante, die sogleich den Wunsch nach „Auch haben wollen“ sprießen ließ. Rezept war ja sehr ausführlich beschrieben, aber dann war ja doch mal wieder nicht alles da und so musste konnte mal wieder eifrigst improvisiert werden.
Da waren doch noch diese haarigen Kartoffeln, die waren neulich in einem Anflug von ichkaufjetztalleWurzelndieserWelt in den Einkaufskorb gewandert, und die bekamen jetzt die nötige Aufmerksamkeit.

Chicorée in Mango auf Coco-Yamswurzel (Taro) ueberbacken
Chicorée in Mango auf Coco-Yams-Wurzelscheiben (Taro) unter ordentlicher zart-weicher pointierter Krusten-Käsedecke

Erstmal erforschen und im Internet suchen was das eigentlich ist. Bei Spülkönig & Kitchenqueen waren die uns schon mal aufgefallen und siehe da, kaum waren sie als Neuheit im Blickfeld — schon wurden die überall in den asiatischen Läden auch gesichtet, weiß der Teufel warum die nicht schon vorher aufgefallen waren. Also gegoogelt und gesucht und sie dann nicht dort, sondern in einem tollen Buch dann auch entdeckt: Yams, Yamswurzel um genauer zu sein. Stärkehaltig und andernorts ähnlich reichlich wie in unseren Breitengraden Kartoffeln verzehrt.

[Update: Offensichtlich doch nicht ganz soo toll das Buch — Hedonistin wies und darauf hin, dass es sich um Taro und nicht um Jam zu handeln scheint — also gleich mal korrigiert ;-) Wird aber offensichtlich auch als Cocoyam bezeichnet, geschickterweise deshalb nicht ganz verschwinden lassen den Begriff ;-) ]

Sollten auch so zubereitet werden können. Warum also nicht mit hinein in den Auflauf. Im Kühlschrank war auch noch ein Stück Kassler, welches kleingeschnippelt auch passend erschien. Also die Wurzeln geschält und folgerichtig auch die ein klein wenig glitschige Konsistenz entdeckt.

Kasselerwürfelchen dann mangels Zwiebeln nur mit ein paar Blättern des Chicorée in Öl angebraten, mit etlichen frischen grünen Pfefferkörnern vervollständigt und mit Resten eines Weißweines abgelöscht. Schmeckte schon mal gut und probehalber waren auch schon mal ein paar kleine Stücke Yams mit angebraten worden. Gar nicht so schlecht, aber doch etwas eigen, sehr stärkehaltig halt, aber nach genügender Bratzeit war die geschmackliche Harmonie deutlich besser werdend. Braucht also Zeit zur vollen Entfaltung der Geschmacksaromen.

yamswurzel
>Yams Taro (Cocoyam) — die weiche Erdknollenkokosnussvariante

Mit den gescheibelten Coco-Yamwurzeln oder dann doch besser Tarowurzeln zusammen verrührt und noch etwas gesalzen ab in eine Backform. Jetzt zum Blattgemüse, und während die in hälftige Anteile geschnittene Ware in Olivenöl vor sich hinbrutzelte kam noch ein wenig Schwarzer Pfeffer hinzu und eine angenehm auftretende Geruchswolke ließ schon ein leckeres Ergebnis erahnen.

Und wie wäre es denn mit einer Mango, das müsste absolut ergänzend sein zu den Zutaten und nach Feststellung der deutlich sichtbaren Überschreitung der Mindesthaltbarkeitsgrenze der einzig vorhandenen Frucht war der Griff ins Vorratsregal zur pürierten Mangosauce schon obligatorischer Natur, wie auch die Ergänzung mit zwei Bechern Sahne und die erste Geschmackskostung war klar in Richtung Mango Lassi de luxe tendierend, so wird das Zeug also gemacht. Sehr lecker.chicorée haelftig

Die angebratenen Chicoréehälften dann drapiert und mit der Mangosahne übergossen und ab in den vorgeheizten Backofen und backen und backen und nach 40 Minuten ca. dann geraspelten Käse drauf und wunderbar duftend raus auf die Teller.

Ja, nicht schlecht, aber eigentlich auch nicht so überragend. Die Mangosoße dominiert dann doch ganz schön und die Yamswurzeln sind in Öl gebraten dann doch die bessere Wahl, als in die Auflaufform roh gebettet. Auf jeden Fall sehr sättigend (die vorherigen Gläser Lassi taten natürlich schon ihr übriges).
Mal schauen, was wir mit dem ebenfalls noch auf Kochvorgänge in unserer Küche wartenden Riesenteil von Maniok noch so anstellen können ;-)


7 Antworten auf “Ausprobierungshalber — Chicorée mit schicker Coco-Yamswurzel (Taro) in Mango-Sahne-frischer Grüner Pfeffer-Sauce und das Ganze dann noch hurtig mit schmelzigen Käseraspeln überbacken und das war ganz schön…”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 10. Dezember 2007 um 7:36 Uhr

    mangosahne mit chicorée will ich auch :d

    aber die yams dürft ihr gerne selber essen ;)

  2. Gravatar Icon 2 Hedonistin 10. Dezember 2007 um 8:06 Uhr

    Hmm – bist du sicher, dass das Yams ist? Ich dachte immer, Yams wären glatt, und die haarigen Dinger wären Taro-Wurzeln.

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 11. Dezember 2007 um 1:42 Uhr

    @sammelhamster Die Yamswurzel ist ja offenischtlich gar keine ;-)

    @hedonistin So richtig sicher nicht, da war nur so ein ähnliches Bild im Lexikon. Das wird morgen mal ordentlich recherchiert. Tarowurzel klingt aber auch gut :d

    Und nach kurzer Internetrecherche flugs geändert :">

  4. Gravatar Icon 4 Bolli 11. Dezember 2007 um 17:23 Uhr

    Jetzt komme ich endlich dazu, das Meisterwerk zu sehen!

    Ich kenn die Wurzel nicht, stelle mir das aber ganz gut vor, Photos sind einfach nur vernichtend schön, wenn man hier vor dem Computer ( im Laden…) kockt und Hunger hat……

    Oups, ist ja gar keine Wurzel, wie ich gerade sehen konnte, wie dem auch sei!!

  5. Gravatar Icon 5 lavaterra 11. Dezember 2007 um 21:35 Uhr

    Im chinesischen Geschäft sehe ich auch immer verschiedene Knollen und weiss nichts damit anzufangen. Nun kenn ich wenigstens die Yamswurzel und freu mich schon auf die Experimente mit der Manjok.

  6. Gravatar Icon 6 kulinariakatastrophalia 11. Dezember 2007 um 23:13 Uhr

    @bolli Dabei haben wir noch auf das farbenfrohe Bild mit der Hinzugabe der Mangosauce verzichtet, sah furchtbar knallig im Scheinwerferlicht aus. Also Taro scheint auch eine Wurzel oder Knolle zu sein. Das wird aber demnächst alles noch ausführlich angegangen.

    @lavaterra Zur Maniok haben wir schon erste Kocherkundungsvorschläge an Land gezogen. Offensichtlich muss der perfekte Zeitpunkt abgepasst werden bevor es zu glitschig wird.

  7. Gravatar Icon 7 Hedonistin 12. Dezember 2007 um 0:47 Uhr

    Jetzt wo ich den Beinamen lese, fällts mir erst auf – die haben ja wirklich Ähnlichkeit mit Kokosnüssen. :-) Ich sollte doch auch mal so eine Exotenknollenerkundung in Angriff nehmen. Beim Inder steh ich zwar immer mal interessiert davor, aber dann locken doch wieder die Gewürze und Essenzen und strapazieren das Budget bis zum Anschlag …

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