Die Grünkohlzeit ist mal wieder angebrochen und da wäre es doch angebracht, ausgiebig die Fertigung des Federkohls zu zelebrieren und so wurden leichte Zubereitungsrezepte aus den Tiefen unseres Archives hervorgekramt und siehe da es war mittels nur kurzer Garzeit die perfekte Methode, um Vitamine und so mal wieder richtig zur Geltung zu bringen (dazu ummantelte gebratene Polenta in bruchstückartiger Konsistenz)

polenta gegriesst
Polenta gegrießt

Es ist kalt und deshalb auch Grünkohlzeit. Allerorten wird sich des delikaten Gewächses entsonnen und zumeist wird es in Unmengen Schmalz geschmacklich kaputtgekocht. Dabei mundet der aus der Mittelmeergegend stammende Grünkohl erst so richtiglockerleckerleicht, wenn er nur kurz zubereitet wird (was nebenbei bemerkt die Vitamine und so Zeugs natürlich jauchzend jubilieren lässt).

Das entzückt auch immer wieder und dank unseres wieder zur Verfügung stehenden tollen Live-Archiv-Plugin durften wir in den Tiefen unserer Kochkünste herumfischen und siehe da, das hatten wir zum Blogevent Grünkohl schon mal präsentiert. Dieses gar einfach, unkompliziert zuzubereitende und auch argwöhnische ZeitgenossInnen zufriedenstellende köstliche Rezept wird dann HIER auch ausführlich beschrieben.

Zwar hatten wir keinen Dill, der sich wirklich überaus passend einfügt und aufgrund der späten Koch- und Einkaufsmöglichkeitszeit haben wir deshalb Wilden Fenchel, von welchem noch was eingefroren war, verwendet. Zum Grünkohl schmeckte der Fenchel ganz gut, aber Dill ist hier die bessere Wahl, weil die Aromen besser ergänzt werden.
Übrigens – baut diesen Wilden Fenchel im Garten wie Dill an — ungeahnte Geschmackserfahrungen werden der Dank sein. Eigentlich die Marktlücke für aufstrebende Biomarktstände.

Aus puren Faulheitsgründen hatten wir die harten Stängel nicht herausgeschnitten, was aber auch nicht weiter schlimm war; die etwas härtere Konsistenz im Vergleich zu den zwar nicht zartschmelzend auf der Zunge zergehenden Blättern, sondern weich-aromatisch noch kaufähigen die Form überaus entzückend noch wahrnehmbaren, war auch so schmackhaft und passte auch zum eher weich auftretenden Polentabruchstück, welches in zahlreicher Formgebung das leichte Essen perfekt ergänzte.

gruenkohl mit zwiebeln und wildem fenchel und lecker polenta

Eine wunderbare Erfindung dieser Mais-Grieß. Sammelhamster bracht uns drauf, mal wieder Polenta zuzubereiten. Zubereitung ganz einfach, weil auf Schnellkochvariante zurückgreifend ;-) Schön fleissig köcheln, salzen, pfeffern und mit geriebenen Pecorino versehen, dann auf ein Blech streichen (so fingerdick) und abkühlen lassen bis sich eine festere Konsistenz zeigt und dann nicht so belassen, sondern in ganz nach Wahl verschieden große Bruchstücke zerreißen oder auch schneiden für die akkurate Präsentierung. Flugs in groben Originallangkochpolentagrieß wälzen und ab in die Pfanne und nur ein paar Minuten in Öl zusammen mit frischem Rosmarin (sehr lecker!) braten. Zusammen mit dem Grünkohl die perfekte Wahl!

Beim Blogevent Bistroküche haben übrigens Bolli mit Terrine de poulet au foie gras und Küchenlatein mit Ratatouille-Gratin die Bestellung des Monats für sich entschieden. Herzlichen Glückwunsch!

gruenkohl und gegriesste polenta

Zum Nachtisch dann wunderbar überreife Mango und viele kleine Kakineuzüchtungssharons, die in Scheiben geschnitten so rasch weg waren, dass keine Fotodoku mehr gemacht werden konnte. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, die kommen wieder — keine Frage ;-)

Zurückgekehrt tätig im Bloggeschäft ist übrigens wieder Mademoiselle Différentielle, die von zum Kochen Messer mit- und wieder wegbringenden boyfriends zu berichten weiß.
Es gibt ja auch schon wieder eine Menge neuer Sachen zu beobachten (muss bald mal wieder eine neue Blogbeschau gemacht werden), Kochknecht z. Bsp. macht Wirsing-Morchel-Enten-Teigtaschen ganz akkurat-apart und die anderen Kochen auch bzw. lassen kochen und kochen — ein ganz neuer und überaus praktischer Trend, demnächst dann also mehr…


5 Antworten auf “Die Grünkohlzeit ist mal wieder angebrochen und da wäre es doch angebracht, ausgiebig die Fertigung des Federkohls zu zelebrieren und so wurden leichte Zubereitungsrezepte aus den Tiefen unseres Archives hervorgekramt und siehe da es war mittels nur kurzer Garzeit die perfekte Methode, um Vitamine und so mal wieder richtig zur Geltung zu bringen (dazu ummantelte gebratene Polenta in bruchstückartiger Konsistenz)”


  1. Gravatar Icon 1 sammelhamster 20. November 2007 um 17:17 Uhr

    aha, so soll sie also aussehen, die perfekte polenta ;-)
    lecker!

    aber die kakisharonpersimons hätte ich schon auch gerne gesehen…
    beim nächsten mal bitte nicht so heißhungrig kochen ;-)

  2. Gravatar Icon 2 Barbara 20. November 2007 um 18:07 Uhr

    Da habt Ihr ja wieder was schönes gekocht. :x

    Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich je schon Grünkohl gegessen habe! Zerkocht würde ich ihn ebenso wenig mögen wie totgekochter Mangold, totgekochter Spinat usw., was man halt in vielen Gaststätten so bekommt… So wie Ihr in zubereitet, klingt es sehr frisch und lecker.

  3. Gravatar Icon 3 Bolli 20. November 2007 um 18:28 Uhr

    Super, die Blätter noch schön grün und so voller Vitamine, ich glaube, entweder man machts so, oder lässt es lange köcheln.

    Alles top, ich bin schon unterwegs, wartet auf mich!
    Und die Polenta, habe ich schon beim Sammelhamster bewundert….

    Also, bis gleich!

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 21. November 2007 um 0:28 Uhr

    @sammelhamster Ganz so perfekt ist sie nicht geworden ;-) und ganz vergessen zu erwähnen und geschmacklich reizvoll: Rosmarin zum Braten mit in die Pfanne geben. Zusammen sehr lecker!

    @Barbara Unbedingt probieren – wirkt nicht nur optisch sehr frisch. Allein zubereitetes totgekochtes Gemüse schmeckt wirklich nur im Ausnahmefall. Die kurze Andünstzeit tut den meisten Gemüsesorten das geschmackliche Beste abverlangen und wenn dann noch ein Schuss leckeres Olivenöl rüberkommt… unvergleichlich gut

    @Bolli 1x im Jahr darf auch Grünkohl zerkocht gegessen werden ;-) – die anderen Tage im Jahr warten dann auf mediterrane erfrischende Grünkohlkost.

  5. Gravatar Icon 5 rosa 21. November 2007 um 12:52 Uhr

    Also, mein Grünkohl schmeckt mir erst, wenn er so richtig schön totgekocht ist :)

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