Spinatförmchen nebst leckerer Auberginen-Tomaten-Sardellen-Sauce in ganz schlichter Bistro-Variante auf die letzte Minute — was sonst (vielleicht noch den Titel ändern ;-)

Die Zeit ist knapp während diese Zeilen nur so herunterrattern und das Essen grad frisch erst kredenzt, fotografiert und angeknabbert für eine Einstimmung zur schreiblichen Freude, die da jetzt fürwahr sagen kann, dass es lecker war.
Ganz schlicht die Kost und dennoch so wie im Bistro, jenem süßen dereinst.
Schnell serviert nach langer Wartezeit, zum Weine zu verkosten, angenehme Gespräche dabei führend und wie üblich auf die langsame Gangart setzend bei Dämmerlicht.

Unser schlichter Beitrag zum Blogevent Bistro im Kochtopfblog mit so ganz ungewöhnlich knapp gefassten Worten ist der Zeitnot, der verdammten gewidmet, der die schludddrige, die Abgabezeit schnöde verhöhnende Kochlust entgegengesetzt wurde, was vielleicht noch schnellstens einer Korrektur unterzogen werden kann, da ja nicht zu erwarten ist, dass sofort alle sich den Betrag um diese zeitige Stunde anzuschauen pflegen ;-)

Gestern hätte es natürlich auch gekonnt zur Ausgestaltung kommen können, da gab es aber den favorisierten Spinat nicht und außerdem was es lausig kalt draußen. Da wird nicht lange rumgerannt, wenn noch ein ganzer Tag zur Verfügung steht.

Spinat und Bechamel im Foermchenformat nebst Auberginen-Tomaten-Sardellen-Sauce
Ganz famos — doppelt präsentierte spinatige Kuchenförmchen nebst Sauce und Salatdeko

Heute dann die große Stunde, dem Gemüsewegpackschergen in letzter Ladenöffnungszeitminute die Kiste mit den Spinatblättchen entrissen und schnell zur Kasse gerannt und festgestellt, dass ewige lange Wartezeit im Stehen auf zugigen Bahnsteigen nicht auf alsbaldig anstehende warme Gepflogenheiten schließen lassen.

Zuhause angekommen dann zwischen angestauten Abwaschbergen die ins Auge gefasste Bistrokost begonnen zu bewerkstelligen. Das ging auch ganz flott, die Butter brannte gleich an und sowieso klappte heute erst mal gar nichts. Jetzt bloß keine Novemberdepression bekommen, weil dieses Feuerzeug irgendwo nur nicht in greifbarer Nähe war. Und wie sollte das noch mal vonstatten gehen. Argh, verdammt.

Wo war der Zettel mit der draufgekritzelten Überlegung. Ah da und ah ja, sollte gar kein Spinat sein, sollte ein Zucchini-Törtlein werden. Stimmt die Erinnerung kehrte wieder.
Na, geht auch so. Also Ei mit frisch gerieben Parmesan verrührt, währenddessen Spinat blanchiert, mit eiskaltem Wasser Bekanntschaft gemacht und dann nebenbei die zweite Versuchsreihe Bechamelkompositioneinerlei betrieben.
Ups, gleich noch zuviel Mehl rein AAAAArrgggHHHH!!! Gut, mit noch mehr Butter und noch mehr Milch kompensiert. Dann alles zusammengeschüttet und ab in kleinen Förmchen ins Wasserbad, welches praktischerweise gleich aus der Spinatbrühe gefertigt werden konnte und — nicht anders zu erwarten — gleich ein bißchen Wasser reingeschüttet Grumpf! Beim nächsten Mal also abdecken. Alles schon so lange nicht mehr gemacht und die Zeit rennt und rennt.

Nebenbei übrigens noch Auberginen, gesalzen und zusammen mit Sardellen und Zwiebeln und Wein und irgendeinem neuen Gewürz was hier rumsteht, desssen Name grad nicht präsent ist, gewürzt, gesalzt, gepfeffert und weinlich abgeschmeckt, Tomaten aus der Dose rein. Was Schmackhaftes in roter Reinform war nicht mehr auffindbar.
Nach kostbaren verstreichenden 40 Minuten dann Förmchen unter waghalsiger Vermeidung von Verbrennungen rausgeholt gestürzt und gestürzt und gestürzt grAAAAAhhhh und mit einem kleinen Messerchen nachgeholfen. Sauce dazu, feinfein, und Salat drumherum.
Wein, von der Kochwütigkeit schon fast verzehrt, durfte auch noch kredenzt werden — ist schließlich ein Beitrag zum Blog-Event Bistro. Kippen waren auch aus (also auch Rauchverbot notgedrungen), wie soll da Bistrofeeling aufkommen. Musik! Französische Kost aufgelegt (auf Nachfrage Näheres) und dann ganz weit oben steht es ja schon, gekostet und getippt. Fertig! Hurra. Essen ist kalt. Wie im Bistro. Hurra!

Blogevent Bistro quer und lang

Zutaten:

Spinat, viel Spinat, vielleicht ein Kilo
3 Eier
Parmesan, gerieben
Butter, zuviel Butter
Mehl, auch zuviel
Milch, genau richtig
Pfeffer, Salz und dieses Gewürz

Für die Sauce:
Sardellen, einige
Zwiebel, zwei große
Aubergine, gesalzen
Tomaten, ganze, gedost.
Gewürze, Thymian und ganz nach Geschmack
Knoblauch
Sumac!
und ganz vergessen: Olivenöl, viel Olivenöl
;-)

Salat
Kochunfreundliche Zeitgestaltung und unauffindbare Feuerzeuge.
schnelle musikalische Bistrogestaltung

bistroevent musikgestaltung des abends
wie gewünscht noch der musikalische Teil der Abendgestaltung: Bistromusik


7 Antworten auf “Spinatförmchen nebst leckerer Auberginen-Tomaten-Sardellen-Sauce in ganz schlichter Bistro-Variante auf die letzte Minute — was sonst (vielleicht noch den Titel ändern ;-)”


  1. Gravatar Icon 1 lamiacucina 16. November 2007 um 6:38 Uhr

    Dieses Gewürz ? wars das rote, oder das im bauchigen Fläschchen oder das bei dem man erst drehen muss ?

  2. Gravatar Icon 2 Bolli 16. November 2007 um 7:37 Uhr

    Echt auf den letzten Drücker, aber, dann auch gleich doppelt, also, vergeben!!!!

    Jetzt ruht Euch erstmal in Ruhe aus!!!

  3. Gravatar Icon 3 sammelhamster 16. November 2007 um 7:42 Uhr

    stress #:-s !
    das ist nicht gut :-(.

    lieber in ruhe kochen und genießen ;).

    obwohl ich die leckeren spinattörtchen ja schon gerne bei euch im bistro bestellen würde!!:(

  4. Gravatar Icon 4 reibeisen 16. November 2007 um 9:26 Uhr

    das sind aber schicke teile. die musikbegleitung würd‘ uns übrigens schon interessieren?!

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 16. November 2007 um 12:33 Uhr

    @lamiacucina Ok, ok! Wir haben das eruiert — es war das rote ;-) und es handelt sich um Sumac. Sehr delikat übrigens.

    @bolli Keine Ruhezeit beim Kochen! :)

    @sammelhamster Im Bistro sind noch zahlreiche Bestelloptionen möglich, das Essen war unglaublich sättigend und vor allem unglaublich viel und was gerade gesehen wird, das wichtigste in der Aufzählung vergessen: Olivenöl, viel Olivenöl; wird gleich mal korrigiert.

    @reibeisen Moderne französische Bistromusik ;-) N&SK (Nomades & Skaetera) ein sehr ansprechender Mix aus arabischer Musik mit SKA-Einflüssen; außerdem etwas wilder aber durchaus passend im melodischen Ton Maximum Kouette in Liveversion, auch sehr zu empfehlen. Ein bildhafter Eindruck folgt sogleich.

  6. Gravatar Icon 6 reibeisen 16. November 2007 um 20:29 Uhr

    klingt in der tat sehr interessant – könnte genau unseren geschmack treffen. danke für den tip!

  1. 1 Die klassische Kochvariante verheißt mitnichten nur Schnödes — stattdessen sondern und sowieso drei in Eins-Schmankerl (inzwischen schmeckt die Hauptzutat zu Drei ja wieder) « kulinaria katastrophalia Pingback am 12. August 2009 um 0:10 Uhr
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