Erinnerungen an eine äußerst schmackhafte Verköstigungsspezialität, deren dafür zur Verfügung stehende Zutaten nicht im Optimum als vorhanden zu bezeichnen gewesen wären — dies hielt natürlich nicht davon ab, sich dann mit dem Vorhandenen für eine Wiederholung zu entschliessen und es war zwar mit ebendiesen nicht dasselbe, aber gut war es trotzdem (dunkle UFO-Perspektive) und Wahnsinnsbeteiligungen realer Art

Eigentlich sollte es ja diesmal Kaninchenrücken sei, der in die engere Auswahl gelangte und sicher sehr schmackhaft hätte überzeugen können, wenn da nicht der Blick auf die im Angebot befindliche Kaninchenleber gefallen wäre, die zweifelsohne zu den leckersten Lebersorten überhaupt gehört. Profitierend von dem Umstand, dass die meisten damit nichts anfangen können war also die Gelegenheit da, die Köstlichkeit mal wieder zuzubereiten. Auf klassische Art gebraten und mit Rotwein abgelöscht, mit frisch gemahlenem Pfeffer und ebenso frisch zerriebenen Rigani gewürzlich ergänzt war der erste Gedanke an eine Spezialität.

Aber dann war die Versuchung da, doch wieder dieses absolut leckere Gericht herbeizuzaubern, welches vor einiger Zeit schon für den Blogevent Chokolade eigens kreiert wurde und zu dem Besten gehört, was bei uns gekocht wurde in diesem Jahr.

Die wunderbare Fotodarstellung bei Tageslicht konnte dieses Mal natürlich nicht wiederholt werden – die fortgeschrittene Tagesendzeit war nicht zugeneigt und der Hunger für größere Fotoexperimente zu groß. Erstmal war aber die Frage geschickt zu lösen, ob der jahreszeitlich bedingte Wegfall des gar köstlich unauffällig und dennoch delikat in Erscheinung zu tretende Bärlauch überhaupt ersetzungsfähig wäre. Die Frage so grundsätzlich sie in ihrer Bedeutung auch ist, fand ihre Grenze im vorhandenen Kochbetätigungsbestand und stellte eigentlich nur Rote Bete-Blätter oder Frühlingszwiebeln zur Auswahl. Spontan für ersteres entschieden und schon mal mit einem scharfen Riesenmesser die zarte Leber in kleinere Stückchen geschnitten, während die Birne geschmacklich als geeignet eingestuft werden konnte.

kaninchenleber mit birne und schoki
Mal so ganz ohne anstrengende Lampenhinundherhaltung abfotografiert – gut lecker war es

Mittelmäßiger Wein war zwar nicht vorhanden, aber besserer ;-) und so wurde streng (nun ja fast) nach diesem wunderbaren Rezept vorgegangen.
Das Resultat war gut, aber noch lange nicht so, dass es an die fein abgestimmte Bärlauchvariante herangereicht hätte (Rote Bete auch zu bitter in diesem Zusammenspiel); auch erwies sich die Birnenauswahl im Bratvorgang als zu süß. Die Williamsbirne eignet sich da doch viel vorzüglicher.
Dennoch waren wir mal wieder zufriedenermaßen gut gesättigt. An Kaninchenleber kommt halt doch nichts ran :-)

Dann auch noch festgestellt, dass sagenhafte knappe 200 Foodblogs (die fehlende Anzahl traute sich nur nicht die angebrannten Resultate zu präsentieren) und solche, die es werden wollen den Kochtopf mit ihren Varianten zum Weltbrottag beehrt haben. Was für eine tolle Arbeit. Da zeigt sich mal wieder, welche Foodblogs wirklich angenommen und am besten was zur allgemeinen Lust an der Bloggerei und Foodfreude beizutragen haben (auch wenn es ja durchaus solche gibt, die kleinkariert andere Maßstäbe zu setzen wünschen).


4 Antworten auf “Erinnerungen an eine äußerst schmackhafte Verköstigungsspezialität, deren dafür zur Verfügung stehende Zutaten nicht im Optimum als vorhanden zu bezeichnen gewesen wären — dies hielt natürlich nicht davon ab, sich dann mit dem Vorhandenen für eine Wiederholung zu entschliessen und es war zwar mit ebendiesen nicht dasselbe, aber gut war es trotzdem (dunkle UFO-Perspektive) und Wahnsinnsbeteiligungen realer Art”


  1. Gravatar Icon 1 Bolli 24. Oktober 2007 um 17:25 Uhr

    Gefällt mir so gut, dass ich es heute abend machen werden…..Nein, Ihr braucht morgen nicht nachzuschauen, ist ne andre Zeitzone….Irgendwann mal…

    Ich kannte diese ganzen nominierten Blogs bei diesem Award gar nicht…ausser Ulrike, Petra und Claudia, die andren, oh my dear!……..Na ja, schaut Euch doch mal deren Blogs an, vollgepackt bis oben hin mit Werbung, und und……Arme Claudia, ihr zu unterstellen, dass sie die Leser animiert zum wähen, das hat, was man so hört, jawohl mehr dieser Knabe gemacht!!!!!!!!!!

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 24. Oktober 2007 um 20:17 Uhr

    Die Köstlichkeit schmeckt zum Frühling am besten — bis dahin ist auch ein Lieferbetrieb für Bärlauch aufgetrieben ;-)

    Die Auswahl der Blogs ist natürlich Geschmackssache, auffällig ist dennoch eine Orientierung zu gewerblichen Geschmäckern und die wollen schließlich Profit daraus schlagen; dies ist jetzt nicht das Schönste, aber auch nicht das Schlimmste. Peinlich wird es aber, wenn allzu offensichtlich die Promotion offenbar und unangebrachtes hochnäsiges Verhalten an den Tag gelegt wird, dass nur das eigene kommerzielle Siegertreppchen das einzig wahre sei. Wie gesagt — einfach nur peinlich.

  3. Gravatar Icon 3 lamiacucina 25. Oktober 2007 um 7:19 Uhr

    wenn ein Gericht in einem Blog zweimal gekocht wird, muss es gut sein. So gut, dass man es ruhig nachkochen darf.

  4. Gravatar Icon 4 kulinariakatastrophalia 25. Oktober 2007 um 13:55 Uhr

    Ähem – wenn da köstlich steht (wie bei fast allen unseren Kreationen) dann ist das so :d Das braucht gar nicht oft gekocht werden, weil dieser wunderbare Geschmack monatelang derart auf den Geschmacksknospen eingebrannt ist, dass nur bei einem kleinen Gedanken bereits die entsprechenden Signale befriedigenderweise ausgesandt werden ;-)

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