Archiv für September 2007

Lustige Linsensprossen zu Zucchiniwürfeln, frischen Erbsen und allerfeinsten Dillspitzen, mittendrin auch noch süßliche griechische Urzwiebeln (die letzten mitgebrachten Schnüff) zur gedanklichen Zurückholung sommerlicher Geschmackserinnerungen — Köstliches Rezept und photogene Darreichungsversuche

frische erbsenLinsensprossen zur Begutachtung
Die Zubereitung der famosen Linse mit feinen Schotenerbsen ist nur anzuraten

Frische Sprossen eignen sich ja bekanntlich als famose Berieselung zu kleinen Brotschnitten, trendigen Bagels und sind natürlich auch sehr fein anzuschauen. Einmal die entsprechende Gerätschaft zur Aufzucht in Betrieb genommen wird allerlei Saatgut die Gelegenheit gegeben zu zeigen, was drin steckt.

linsen allerlei im glas
Allerlei Linsensorten in einträchtiger Zusammenkunft

Seit Tagen also wird gewässert was das Zeug hält (Tag 1) und aufmerksam wird der Wachstumsprozess der vier Linsensorten, die die Ehre hatten für unseren Beitrag zum Blogevent Linsen im Gärtnerblog herzuhalten, beobachtet (Tage 1+2+3+4). Schließlich war die Gelegenheit günstig, dass für den Fortschrittsprozess schon leicht angestaubte Gefäß hervorzuholen (Tag 0), eine bekannte Einmachfirma hat übrigens dasselbe, linsen bereit zum keimen
und gelbe Linsen , zwei Sorten rote (nun ja eher orange) und eine grüne zusammen hineinzurieseln. Das sah schon zu Anfang sehr vielsprechend aus und als erst die ersten Sprossen vorsichtig hervorlugten (Tag 3) war die Freude ungebrochen und selbst die zumeist auseinandergefallenen gelben runden Linsen zeigten vereinzelt Fortschrittstendenzen.
Zwar war die wetterliche Komponente nicht so ganz dem Keimprozess zugeneigt (Tage 2-4), was aber durch ausgiebigen Aufenthalt und Anhauchen des Glases kompensiert werden konnte (Tag 2), was zumindest zu ordentlichem Beschlagen führte und suggerierte, dass wir es gut meinen.

Und heute war der letzte Tag für den Event — also raus mit den Keimlingen aus dem Glas. Optimale zartgliedrige Grundlage für eine exzellente an geschmacklicher Komponente nicht mehr zu übertreffende Speise ;-) wurde hervorgeholt, Staunen und Raunen beim Betrachten. Ach Wunder der Natur, wie kann das nur sein, blabla, erste Blättchen, können die gegessen werden, hmhm, jaja, Foto machen.

Rasch die Biozucchini zu kleinen Würfelchen verarbeitet und in die Pfanne gegeben, zuvor dort die Dillstiele kleingehackt und mit den letzten griechischen Zwiebeln in gutem Olivenöl glasig angedünstet; damit ist der mitgebrachte Vorrat dann leider auch alle — der Geschmack ist linsensprossendarreichung im ueberblick
unübertroffen gut (Schalotten müssen dann wohl jetzt als Ersatz herhalten). Dann Erbsen mit rein, pfeffern, salzen, minzen und endlich den Linsenglasinhalt hinzu und die feinen Dillspitzen, die auf ca. 3 cm geschnitten die richtige Rührfähigkeit gewährleisten, Pfeffer und getrocknete Minze ev. zum Nachschmecken. Rasch umrühren, probieren, umrühren, zur Probe verkosten. Leckerlecker! Und schon ist es fertig zur edlen Kredenzung.

Der zarte Geschmack der Zucchini, die weich auf der Zunge liegt, wird von den vielfältigen farbenfrohen Linsen, noch leicht knackig, als Konterpart ergänzt, der unterstützend perfekt durch den dillig-zwiebligen auch die verwöhntesten Geschmacksnerven treffenden Part versorgt wird. Und erst die frischen Sprossen und Erbschen, lieb anzusehen und köstlich zu erschmecken. Sommerlich-lecker-gut!

Zutaten:
linsenblogevent
Linsen, Sorten derer völlig egal
Zucchini
frische zuckersüße Erbsen
Dill
Zwiebeln, griechische Ursorte (Schalotten passen auch gut)
Zeit, Wasser, Muße
Pfeffer, getrocknete Minze, Salz

Zubereitung noch mal auf die Schnelle in aller gebotenen Kürze:

Linsen 12 Stunden wässern, dann drei Tage regelmäßig im Glas mit klarem Wasser durchspülen, Zwiebeln und Dillstiele dünsten, Zucchinwürfel, dann etwas später Erbsen und sodann ersprössliche Linsen rein, Dillspitzen auch noch. Zwischendurch würzen. Umrühren. Fertig! Köstlichkeit servieren. Übrigens auch hervorragend geeignet als kalte Beilage. Dazu passt wunderbar ein kräftiges Vollkornbrot und ein leicht zum Perlen tendierender Weißwein.

wunderbare linsensprossen mit zucchini und erbsen und dill geduenstet
Das wunderbare Resultat köchlicher Leichtigkeit verheißt nicht nur erinnerlich sommerlichen Hochgenuss

Die blutrote Apfelnacht – aparte Reispapierrollen schärfsten Inhaltes mit Makrele, Ingwer, Zitrone, Agavendicksaft, Rote Bete und delikat aufgetischten Apfelscheiben — nebenbei katastrophale Mixversuche

blutende reispapierrollen in halbwegs harmonischer eintracht
Leicht durchschimmernde Apfelstücke waren in der linken Reispapiertasche ziemlich angesagt

Die sagenumwobene Apfelnacht zum Ende des Septembers stand also an — und da wäre es doch gelacht, wenn es nicht gelänge diese lustige Idee, die da neulich so im Raume stand, für den Appleday die Apfelnacht im Kochtopfblog in die Tat umzusetzen…
…wenn da nicht der Umstand gewesen wäre, dass irgendwie jetzt die ersonnenen Zutaten sich jetzt trotz eifrigen Vorsprechens jetzt nicht so als vorhanden zeigen konnten, was jetzt aber auch nicht so schlimm war: Äpfel waren ja schließlich geordert und außerdem gebot der Anlass applenightdoch einfach mal diese Anchovis zur Geltung zu bringen und so geschah was geschehen musste und zusammen mit dunkelroter Bete wurde eine Paste angemixt, die jetzt eher als katastrophal einzustufen gewesen wäre (wurde ganz schnell — weil schlichtweg furchtbar — entsorgt), was aber immer noch nicht zum Umstand führte, einfach sich dem Aufgeben hinzugeben und so wurde beschlossen (zumal doch so langsam die Zeit fortgeschritten war) was Neues zu ersinnen.

Also quasi ganz schnell an tolle Reispapierrollen gedacht, die sich mit Apfel harmonisch einzufügen wussten — zuvor wurde aber noch Rote Bete nachdem sie sowieso schon geschält war mit frischem Ingwer und ein paar Spritzer einer Zitrone und etwas Agavendicksaft vermengt und mittels Mixerfuellung als da waeren apfel makrele ingwer rote bete zitrone zu einer schön färbenden grob strukturierten und diesmal wohl abgeschmeckten Paste gefertigt. Apfelscheibchen angerichtet und irgendwie in verschiedenen Fallstudien verschiedene Rote-Paste-Aufstreichmethoden ausprobiert. Als da wären drauf, drunter, quer, in Streifen, rund und mit Muster.
Makrele, frisch geräuchert in kleinen Stücken war passenderweise auch optimal als Ergänzung und so konnte durch einen Einwicklungs- bzw. Umschlagvorgang unsere bald gut durchgebluteten Reispapierrollen kreiert werden, die sich einerseits durch scharfe Geschmacksintensivität der Paste und andererseits mit dem frischen und knackigen Apfel in milder Reisnote auszeichneten.
Kurz überlegt, ob sich das jetzt angebraten als das besondere Etwas herausstellen könnte und gedanklich verneint, d.h. vielleicht im Sesammantel (wozu jetzt natürlich Sesam vorhanden sein müsste, was sich ja schon letztens als ein kleines Problem darstellte).

blutende reispapierrollen neben apfel in der nacht.jpg
Blutende Reispapierrollen neben Dekoapfel in der regnerischen Nacht

Der optische durchaus nicht zu verachtende Effekt hatte schon was von Halloween — aber im Vergleich zu der eigentlich favorisierten flambierten Variante dann doch etwas anders. Zum Linsenvent wird — soviel steht schon fest — dann auf Bewährtes zurückgegriffen, die ständig begutachteten Vorbereitungen laufen schon…

Bis zum nächsten Appleday ist dann ja noch ein Jahr Zeit ;-)

Vorwinterliche eisige Naturbonbon-Fertigung mit anschließendem Himbeerumhüllungsbruch (mal wieder sehr lecker) und Fresspaketorgien

naturbonbon gefuellte himbeeren
Eisige Juliperlen Naturbonbons putzig gefüllt mit Minze, Limone und Agavendicksaft im Rohzustand

Der Himbeerreichtum der Sommerszeit war nicht das, als dass er diese Bezeichnung mal so eben verdienen dürfte — nur gut, dass es auch im Herbst noch welche dieser köstlichen Früchtchen zu ergattern gibt (auch wenn die nicht ganz so süß ob der fehlenden Sonne mehr sind). Da die, die zu haben sind, inzwischen auch in den preislichen Grenzen akzeptabel sind, gab es mal wieder Juliperlen, knallhart geeist und filigran mit erlesener Minze und feinster Agavendicksaftzugabe verwöhnt unter Hinzufügung einiger Spritzer reinsten Limonensaftes (Zitronenmelisse war grad aus).

Furchtbar einfaches Rezept hier! Nachmachen, sofort! ;-)
Blogevent Paprika klein Eitel Freude Sonnenschein ist Euch und den NutznießerInnen gewiss.

Kulinarisch-versandtechnisch kann sich jetzt wieder mal am Fresspakete-Austausch (DFSSGF) bei Schnuppensuppe beteiligt werden. Das geht so: mail mit Adresse schicken, Gegenpartblog zulosen lassen und ab mit den 100 10 Euro-Devotionalien. Überraschungspreisgabe dann im eigenen Blog. Mitmachen können alle – also nicht nur kulinarisch versierte ZeitgenossInnen. Das ist doch mal was!

Außerdem ist übermorgen Apfelday im Kochtopfblog — alle müssen da Apfelessen kredenzen. Führt kein Weg dran vorbei…

Und wir haben auch eine lustige Idee — Näheres alsbald, dann, die Tage, sowieso ;-)

linguine bolognese

linguine bolognese
bald sind die Linguini-Vorräte aufgebraucht ;-)

Schnell, einfach & gut. Ausführende Kochvorgangsverantwortliche nahm sogar eine Prise Zucker so ganz traditionell. Unser zuckriger Apfel-Hauptgewinn ist auch sehr lecker ausgeführt worden mit allerlei Gewürzen und Blumen. Da werden die endsommerlichen Lichtblicke doch gleich anschaulicher.

Pfeffriger Bullenauflauf (Anleitung, Fabrikation und Verköstigung)

Heute war Demo gegen Überwachungswahn — Bericht auf heise. Zehntausende und damit weit mehr als erwartet demonstrierten heute in Berlin gegen die staatliche Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten, heimlichen Online-Durchsuchungen u.a. mittels gefälschter Behörden-emails (Bundestrojaner) und andere Maßnahmen, die den Sicherheitsbehören Daten für eine Überwachung der Bevölkerung geben sollen.
Schon zu Anfang fanden dem Thema entsprechend Durchsuchungen der TeilnehmerInnen durch die Polizei statt, schließlich muss auch der inzwischen zum polizeilichen Standard gewordene Eingriff in die Demonstrationsfreiheit gerade auch hier ausgiebig zelebriert werden.
Trotz der Schikanen zieht die Demo dann überwacht durch dutzende Polizeikameras, die alle DemoteilnehmerInnen abfilmen, durch die Stadt. Merkwürdigerweise mit dabei führende Vertreter der Grünen, Linkspartei und Teile des FDP-Landesverbandes die sich mal eben als Bürgerrechtsparteien zu präsentieren wünschen. Dumm eigentlich nur, dass sich gerade diese Parteien bei der Überwachung kompetent für vielfache Einschränkungen in ebendiese Rechte eingebracht haben. Erinnert sei nur an Verschärfungen wie die Videoüberwachung im Berliner Polizeigesetz.

Danke
Danke für das Pfefferspray — da wird der Bullenauflauf besonders schön! Dank auch dem SPD-Linkspartei-Senat für die kompetente Beschneidung der Demonstrationsfreiheit.

Und dann konnte mal wieder ein passendes Beispiel für die Wahrung der Demonstrationsfreiheit der vom Berliner Senat gezielt geschickten bekannten Prügelhorden gemacht werden. Kaum war die Demo außerhalb der von TouristInnen besuchten Innenstadtlage — schon gingen sie massiv ohne jeden Grund in die Demo rein, knapp vor uns wurde massiv mit Pfefferspray den Leuten ins Gesicht gesprüht, mehrere wurden festgenommen. Offensichtlich nur der Auftakt: vor der Humboldt-Universität kam es dann zu weiteren Übergriffen. Die Taktik der Polizei ist dabei immer die Gleiche: Erst kurz rein und die Stimmung aufheizen, um dann die DemonstrantInnen, die sich das verständlicherweise nicht gefallen lassen wollen, zu verhaften. Teile der Demonstration erklärten dann, dass sie unter diesen Umständen nicht weiterdemonstrieren könnten. Das Linkspartei-Führungspersonal war auch ganz schnell verschwunden — schließlich liefern sich gerade der Berliner Vorsitzende Lederer und der Fraktions-Vorsitzende der Grünen Ratzmann einen Wettbewerb, wer mehr Polizeikontrollen fordert. Da wäre Präsenz fehl am Platze. Medienwirksam Transparente für die Medien in die Luft halten ist da doch viel angenehmer.
Alles nur ein Vorgeschmack auf kommende Verschärfungen.

Dringend gewünscht und prompt serviert: Leckerer Salat mit allerlei Bestandteilen und grünpfeffrigen Putenbruststreifen (eigentlich war Sesam als Umrundung vorgesehen, der aber aus unerfindlichen Gründen nicht gefunden werden konnte — dabei wurde neulich erst in den Vorratsregalen aufgeräumt)

allerlei salatsorten mit gruenpfeffrig marinierten Putenstreifen
Lecker weiß sich die salatliche Vielfalt um die Mozzarellastückchen und die Putenbruststreifen zu präsentieren

Salat, Salat her — war der dringende Gedanke nach einem unerquicklichen Imbiss fleischlicher Art (manchen sollte wirklich der Betrieb untersagt werden…). Also rasch eingekauft und sich vorgestellt, wie sich Putenbruststreifen in Honig-Chili-Sauce mariniert mit Sesamkörnen machen würde. Sicherlich wunderbar gut.
Zuhause angekommen dann die sich etwas hinziehende Suche im doch neulich erst so umfassend von fiesen Motten gereinigten Küchenregalen. Irgendwo musste das Zeug doch sein. Statt sich Fluchvorgängen, allerliebsten, hinzugeben wurde schnell umdisponiert und sich für die leckeren in Ahornsirup marinierten Putenbruststreifen in zerstampften Grünen Pfefferkörnern entschieden, die flugs zubereitet dann auch hervorragend zu passen beliebten. Da für die Sesampanade schon die Streifen etwas dünn geschnitten waren, wurden die Streifen schnell trocken — die zweite Fuhre war dann auch diesem Umstand angepasst. Lecker salatig frisch!

Und es gibt einen Hauptgewinn wie gerade bei Sammelhamster gesehen — für uns. Hurra!
Gewonnen haben im Kochtoppblog beim Blogevent Suppen übrigens Zorra mit mandeligen Ajo Blanco und Brot und Rosen mit witzig anzuschauender Apfelsuppe mit Sauerrahmeis. Herzlichen Glückwunsch!

Als nächstes stehen dann Walnüsse auf dem Programm, so jahreszeitlich bedingt. Allerdings schmecken Walnüsse eigentlich viel früher wesentlich besser — nämlich als grüne Früchte, die gekocht und mit Gewürzen wie Nelken in viel Honig eingelegt werden. Die werden dann mit der jungen schale verkonsumiert. Seeeehr süüüß, seeeehr gut….. :D

Die letzten grünen Zuckungen: warum nicht mal Rote-Bete-Blätter zu Nordisch-Scholle und Lecker-Krabbe an Kartoffelbreitürmchen garniert mit Blüten

scholle mit nordseekrabben an kartoffelhaeufchen mit mangold in tomatensud und wilder fenchel
Kartoffelhäufchen hinter Scholle in Mehl an Fenchelblüte wild — davor rotblättrige Bete

Scholle schnell gebraten, dem Hunger entsprechend feinfühlig mit Krabben belegt, die zuvor in Löffeln von Bratöl geschwenkt ihre frische Geschmacksnote zu bewahren wussten.
Währenddessen festgestellt, dass der bis an den Rand gefüllte Topf mit Kartoffeln etwas ungeeignet als Behältnis für gestampfte Kartoffeln ist. Dennoch fröhlich weitergestampft und mit Milch und wilden Fenchelspitzen versehen, die geschmacklich aber überhaupt nicht zu Tage treten wollten. Dann später noch mit entsprechenden Blüten versetzt und famos schmeckbare Ergebnisse erzielt.

rote bete blaetter geduenstet mit zwiebeln und knoblauch
Rote Bete gedünstet mit Knoblauch und Zwiebelstückchen

Als überaus passende Ergänzung wurden frische Blätter der Roten Bete zubereitet. Damit der Fisch nicht erdrückt wird diesmal mit Olivenöl und etwas Wasser gedünstet. Sehr schön!

Mangoldrisotto und federleichte wild-fenchelige Spitzen unter gelber Blütenpracht an Mangold-Tomaten-Komposition (Lichtstudien, Vollkornreisexperimente und übervoller Teller)

mangold-risotto mit wilder-fenchel-bluete
Ganz entzückend — Blüten wilder Fenchelspitzen auf Risotto

Der im Garten abgeerntete Wilde Fenchel passt bekanntermaßen zu allerlei Speisen — warum nicht auch zu Risotto? Da war es vom Gedanken bis zur Tat nur ein kleiner Schritt und — hoppla — war der Tatendrang durch fehlende spezielle Risottoreisvorräte gebremst. Der Blick fiel auf leckeren Vollkornreis aus ökologischen Anbau, der schon so maches Mal schmackhaft zu munden wusste. Die Risottoverantwortliche erklärte sich bereit, die schon erahnte langandauernde Reiskochvariante auszuprobieren und als Zutat wurde noch reichlich Mangold auserkoren, der jedoch erstmal in Form der kleingeschnippelten weißen Stielstücke zuvor in der Pfanne in Olivenöl angebraten wurde bis er schön süßlich schmeckte, was der geschmacklichen Aufwertung des Gemüses nur entgegenkommt. Nach eineinhalb Stunden muss es mit dem Risotto und den Anfängen einer Sehnenscheidenentzündung dann ungefähr so weit gewesen sein und die Kräuter kamen schon verführerisch duftend hinzu.

mangold mit tomaten und nebenbei auch noch risotto
Bei vielen Rezepten viel zu selten im Vordergrund — leckerer Mangold

Dazu dann Mangoldblätter in Tomatensud. Statt extra zubereiteter Tomatensoße wurden diesmal dann noch die Mangoldblätter, die ebenfalls rasch angebraten wurden, mit Tomatenwürfelchen versehen und später noch mit Zitrone, die im Zusammenhang mit diesem famosen Gewächs sowieso allerbeste Wahl ist.

Noch schnell die optimale Fotoposition gesucht mittels Zuhilfenahme diverser Lichtquellen und Abstandsverringerungen und -erweiterungen und dann alles ganz, ganz rasch verzehrt. Lecker!

Mangold und Tomaten

p.s. fast hätte der übervolle Teller als Beitrag zum Suppenevent herhalten können ;-) (für den leider am letzten Tage die Zeit fehlte) Da sind aber so interessante dünn- und dickflüssige Rezepte zu begutachten, dass es genügend Anregungen für die nächste Zeit gibt. Abstimmung noch bis Dienstag.

Die feine Küche beliebte mal wieder mittels Ausdruck allerhöchster Zufriedenheitsbekundungen dies zu sein, was sich im Allgemeinen und Besonderen anhand von delikaten Zucchiniblüten und gar Kürbisblüten mit Reis, famosen wilden Fenchelspitzen, ein paar kleinen Tomatenwürfelchen, etwas Wein und Gewürzen wie Meersalz und weißem Pfeffer gefülltermaßen zeigte, als dementsprechend erwartungsvoller Anspruch von großartiger Köstlichkeitszelebrierungsdarreichungskunst, erträumt wird (auch nicht schlecht: Vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag)

zucchini und kuerbisblueten in vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag
Wunderschön anzusehende Kürbis- und Zucchiniblüten in Vorbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag

Die zarten Blüten waren gerade in aromatisch verklärter Erinnerung erschienen, als angesichts des anfangenden neuen Jahresabschnittszeitraumes sich die Gelegenheit ergab, doch einfach fast alle vorhandenen Exemplare allererster Güte einzusammeln, von Kleinstgetier zu befreien und sich anzuschicken diese in gefüllter Darreichungsweise als Köstlichkeitshöhepunkt zu servieren.
Mittels Resten von delikaten Risottoreis gelangten auch die im besten Zubereitungszustande befindlichen Schalotten und eine halbe Biotomate in kleingehacktem bzw. gewürfelten Format zum als Füllung vorgesehenen Inhalt für die mit Meersalz und weißem Pfeffer stimmig versehene Wildkräutermischung, die in diesem Fall wohlschmeckenderweise aus ebenso zart daherkommenden wilden Fenchel-Spitzen bestand, die sich perfekt einzufügen wussten. Auch der einen Tick zu herbe Wein war durch das langsame Rührverfahren harmonierend aufgesogen worden und so konnte als Idee noch kleingehackte Pinienkernsubstanz hinzugegeben werden.
Schon im Probierstadium äußerst lecker, was sich durch Hinzugabe wertvollen Bio-Olivenöles nur noch weiter manifestierend zum Ausdruck brachte, als das, was sich im Allgemeinen und Besonderen so davon erträumt wird.

zucchini und kuerbisblueten in nachbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag
Unvergleichlich zarte wohlschmeckende Zucchini- und Kürbisblüten in Nachbereitungsphasenabschnittszelebrierungsdarreichungsvorschlag an genussvoller Glücklichkeit

Der Schwierigkeit der Füllung und anschließender Verschließungskunst war geschickt durch schlampiges Falten aus dem Wege gegangen und durch leichtes Aneinanderdrücken im Topfe, der mit Wasser leicht gefüllt wurde, kaschiert worden. Knackigweich im Biss (vielleicht einen Tick zu weich) war der Genuss beim Aufeinandertreffen von Vorstellung und Realität nicht mehr zu bremsen.

Wahnsinnig lecker!