Es war ja schon im Gespräch — auch wenn nicht simpel, sondern überaus geeignet: Die Schweizer Warmhaltetragi (oder wie wird das Teil genannt?)

Irgendwie ist ja schon lustig die Antworten anzuschauen (es gab sogar Leute, die die Neuladtaste über Gebühr in Anspruch zu nehmen wussten) und eigentlich war das Rätsel ja auch eher als Lückenauffüllendesetwas gedacht, da zur Zeit die Abwesenheit Ausfälle in Kontinuierlichkeit bedingt. Aber schönschön, so war die Antwort ja lamiacucina schon klar als Schweizer und auch reibeisen scheint das Ergebnis schon im Kopfe gehabt zu haben — oder war das falsch vermutet?
Rosa (zur Zeit leider ganz der Blogabstinenz hingegeben) hingegen stocherte durch Formulierungen in die Irre geleitet etwas herum wie auch erst Paulus und dann mutant. Auch Stefan war auf dem Irrweg, wenngleich die Option „Dampfkochtopf“ wohl eher zu weiteren Schäden geführt hätte; „simples Soldatenfraßwarmhaltegedöns“ traf es schon richtiger, Paulus lag mit dem Tipp eigentlich schon ziemlich richtig — nur simpel ist es nicht und nur der Warmhaltetechnik verdingt sich die Apparatur auch nicht, die übrigens auch etwas unvollständig abgebildet ist ;-)gulaschkanone“ traf es dann als Alternativformulierung von Flugsaurier oder wie mutant erwägte „spezieller henkelmann“ auch nicht so ganz richtig.

hineinbetrachtungsweise warmhalte und auch noch tragi
Drinnen keine Spur von Rührmechanismus oder obskuren Eiskulturen

Der findige Verkäufer auf dem Züricher Zürcher Flohmarkt (das bringt wieder Traffic ;-)) hatte goldrichtig das Entzücken auf den betrachtenden und jubilierenden Gesichtern bemerkt, die sich der Ansammlung diverser dieser Behältnisse zu nähern wussten, was aber beim Geschick auch den Preis in die Höhe zu schieben als aussichtsloses Unterfangen galt und angesichts der Variante Totgelabbert werden entschied er sich für die durchaus preisgünstige Option diese Gerätschaft doch einfach für fast nix wegzugeben. Damit war zwar das Problem des Transportes noch nicht gelöst, aber da wurde auf die Gelassenheit der Schweizer Flugabfertigung gesetzt, die sicher Verständnis aufzubringen in der Lage sein würde angesichts des so schick anzusehenden Objektes. Und damals sprach auch noch niemand von gefährlichen Leitungswassertröpfchen, welche erst mal im Flugzeug freigesetzt augenblicklich zum Absturz desselbigen führen.

Dessen ungeachtet warten nun alle noch auf Aufklärung bezüglich angepriesener Eigenschaften. Nun denn:
Richtigerweise handelt es sich um ein ehemaliges Ausstattungsobjekt der Schweizer Armee, die ja bekanntlich alle ihre Abgänger aus der Armee mit Gewehren auszustatten weiß aber nicht mit was Sinnvollem wie Kochgeschirr. Apropos Militärkritik: Der Informationsstelle Mililtarisierung soll die Gemeinnützigkeit aberkannt werden, weil sie sich nicht für die Pflege der Soldaten- und Reservistenbetreuung verdingt.
Das wirft nebenbei die Frage auf, ob unser Behältnis getarnt war, bevor es zivilisiert wurde? Das Teil dient neben dem Transport schon zubereiteter Speisen selbstverständlich auch der Zubereitung diverser einfach zu vervollständigender Suppen. Suppe! Blogevent Suppe – aktuelle Thematik :D Übrigens noch herzliche Glückwunsche an die Gewinnerinnen des letzten Event Tomate: Bolli mit Tomatissimo! und genussmousse mit Weißes Tomatengelee!

Dazu gibt es noch eine akkurat angepasste Eisenaufsetzvorrichtung, die einmal umgedreht sich als stehender Grillaufsatz oder so ähnlich entpuppt (die rostet im Keller, dessen Schlüssel dafür verlorengegangen ist, vor sich hin). Darunter können dann aus nahen Wäldern geklaute Holzversatzstücke oder Kohlen aus einem der zahlreich mehr oder minder gut getarnten Bunker, die die Schweiz überziehen wie ein Marienkäfer Punkte hat, geordert und entfacht werden. Eine prima Kochgelegenheit. Alljährlich durften damit also Abenteuerspiele bewerkstelligt werden und dafür eignen sich diese Behältnisse tatsächlich immer noch — wenngleich die Warmhaltetragi mehr dekorativen Charakter in unserer Küche hat ;-)

bunte auswahl
welches Farberl hättens denn gern…

Das führt jetzt aber zu der nicht minder interessanten Frage, wie der angepriesene kleine Gewinn unters Volk zu bringen ist. Irgendwie haben ja viele schon das richtige Ergebnis angesteuert. Aber was war jetzt die erste richtige Antwort. Die Überlegungen dauern noch an. Meldungen erwünscht… ;-) Die sich für den Gewinn prädestiniert fühlende Belegschaft kann bisweilen schon mal eine Farbauswahl treffen — angeblich gibt es das nur im Norden, das Abgebildete…


7 Antworten auf “Es war ja schon im Gespräch — auch wenn nicht simpel, sondern überaus geeignet: Die Schweizer Warmhaltetragi (oder wie wird das Teil genannt?)”


  1. Gravatar Icon 1 flugsaurier 24. August 2007 um 11:38 Uhr

    hallo,
    ich will mich ja nicht wichtig machen, aber hier ein auszug aus wikipedia zum stichwort gulaschkanone:

    Ein Feldkochherd (FKH), auch Feldküche, oder umgangssprachlich Gulaschkanone genannt, ist ein Anhänger, auf dem eine Feldküche, die aus einem oder mehreren Kesseln und einer Feuerstelle besteht, montiert ist.

    Karl Rudolf Fissler von der Firma Fissler aus Idar-Oberstein erfand den Feldkochherd im Jahr 1892. Dieser wurde unter anderem während des Ersten Weltkriegs als Feldküche verwendet. In der Gulaschkanone kann nicht nur Gulasch zubereitet werden, sondern es können neben Suppen und Eintöpfen auch komplette Mahlzeiten gekocht werden. Auch Heißgetränke (Tee, Kaffee)können mit dem Feldkochherd hergestellt werden. In Kriegszeiten wurde auch die Wäsche der Soldaten darin gekocht. Der Feldkochherd kann auch zur Erhitzung von Wasser genutzt werden.

    euer teil ist vielleicht ein wenig kleiner als die klassische kanone, aber von zweck scheint es doch in die gleiche richtung zu gehen.

    liebe grüße, flugsaurier

  2. Gravatar Icon 2 zorra 24. August 2007 um 14:50 Uhr

    Und was ist das Farbige? Eins noch, muss ich als Schweizerin loswerden, es heisst nie Züricher sondern immer Zürcher.

  3. Gravatar Icon 3 kulinariakatastrophalia 24. August 2007 um 16:44 Uhr

    @ Flugsaurier
    Hmm, eine Feuerstelle ist ja gerade nicht dranmontiert. Ist halt doch nur annähernd, die Beschreibung ;-)

    @zorra
    Natürlich Zürcher Flohmarkt! Sofort geändert. Immer diese Fachausdrücke ;-) Ob jetzt eine neue Raterunde gestartet wird, was diese farbigen Teile sind :D

  4. Gravatar Icon 4 mutant 24. August 2007 um 23:16 Uhr

    eine gulaschkanone ist ja eher son grosses teil, wo man so 150liter suppe drin machen kann.
    so etwa:
    http://i24.ebayimg.com/02/i/000/b0/87/4b28_2.JPG

  5. Gravatar Icon 5 lamiacucina 25. August 2007 um 6:50 Uhr

    Der wichtigste Teil fehlt auf dem Bild: die Holzkiste. Ohne Holzkiste bleibt das Essen nicht warm. Die Kiste schützt das empfindliche Blech vor Aus- und Einbeulungen und vor allem ist sie militärgrün bemalt.

  6. Gravatar Icon 6 kulinariakatastrophalia 25. August 2007 um 14:28 Uhr

    @lamiacucina
    Verdammt — es gab also noch ein Accessoire dazu ;-)

    @ alle
    Irgendwie lagen ja alle ganz gut und mitmachen ist ja bekanntlich Alles; schickt uns, wenn ihr wollt, über unser Kontaktformular oder unsere email eure Adresse, wählt eine Farbe und Ersatzfarbe aus und freut euch :-)

  7. Gravatar Icon 7 Ro - Li 30. August 2007 um 13:35 Uhr

    Hallo Alle

    Dieses Teil ist das innenleben einer Schweizer Militärkochkiste und wird benützt um auf dem Feld Essen zuzubereiten. Dazu gehört dann noch der Benzin Verbrenner so was wie ein tragbarer Kochherd. Grässlich bis diese Dinger jeweils wieder sauber sind.
    *lol*

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