
Süß-verführerische Paprikastreifen gar köstlicher Natur
Der Abgabeschluss für den Blogevent Paprika im Gärtnerblog näherte sich gestern der Überlegung an, dass es doch mal Zeit wäre, sich ausführlichere Gedanken über die zu gestaltende kulinarische Kreation zu machen, die einzureichen Ruhm und Ehre bringen würde. Wenn da nur nicht dieser verdammt frühe Abgabetermin heute um 22. Uhr wäre den Paulchens Foodblog als Mitgestalterin uns(retwegen?) vor die Nase gesetzt hatte — so werden harmlose BloggerInnen förmlich gezwungen schon vor 12 Uhr Mittags aufzustehen, was jetzt zugebenermaßen nicht das Schlechteste war, weil sich da zwischen den vielen Wolken dezente Sonnenstrahlen zeigten, die auszunutzen nun die eingeschlafenen geistigen Kapazitäten nach nur einer Tasse Kaffee beanspruchen sollten.
Also Paprika war zuhauf in der kulinaria-katastrophalia-Küche
eingelagert und stapelte sich bis zur Decke, weil im Gegensatz zu vernünftig aussehenden und hoffentlich dann auch schmeckenden Aprikosen oder Pilzen, die in den letzten Wochen vergeblich gesucht worden sind, diese im reichhaltigen Sortiment vorhanden waren.
Aber jetzt schnell gehandelt, sich kurz süßer Träume erinnert und daran anknüpfend herbere Kostmöglichkeiten ausgeschlossen und beschlossen sich der süßen Verführungskunst hinzugeben. Blitzartig war die Ideenfee nämlich erschienen und wies auf den köstlichen Agavendicksaft hin, der so wunderbare Ergebnisse zu zeitigen weiß. Wunderbar, ja, das sollte unser Beitrag zum Blogeevent schließlich sein.
Rote Paprika schien die geeignete Wahl für die erste Versuchsreihe und flugs wurde sie in grobe leicht kurvige Streifen geschnitten und in der Wokpfanne kurz erhitzt, um sodann gleich Agavendicksaft hinzuzufügen. 3 Minuten karamellisiert und das erste Resultat verköstigt. Schon mal ein guter Ansatz — aber noch nicht das Optimum; die Süße des Agavendicksaftes war einen Tick zu dominierend.
Und dann kam die glorreiche Idee – Μαστίχα musste da rein! Das gab es neulich auch bei Küchenlatein und der leicht herbe einzigartige Geschmack würde hier ganz harmonsich einfügenden Charakter besitzen, gewiss! Also Mastixa, das Baumharz besonderer griechischer Pistazienbäume, hervorgeholt und erst die kleinen erhärteten Teilchen in Agavendicksaft aufgelöst, was ziemlich schnell geht (auf niedriger Temperatur gehalten).

Mastixa
Dann die zweite Versuchsreihe gestartet und nach dem Erhitzungsvorgang der Paprika die Masticha-Agavendicksaft-Mischung rübergegeben und wiederum drei Minuten karamelisieren lassen. Ah, lecker war die erste Gesamteindrucksbestätigung der Geschmacksnerven, und süß mit leicht herben Unterton, schon sehr gut, aber noch nicht ausgezeichnet. Und da Limonen sich mit Agavendicksaft so in vollendeter Harmonie präsentieren, wurde diese Zutat jetzt auch noch schnell hinzugegeben. Sehr gut. Dies würde also mal wieder einer jener fulminaten Beiträge für einen Blogevent werden.
Dann natürlich noch weiter herumprobiert und gedacht, dass auch Pinienkerne sich geschickt in die Köstlichkeit einfügen würden und das schnellerhand mal einfach ausprobiert und sie in der letzten Versuchsreihe zusammen mit dem Limonensaft hinzugegeben. Superexcelentwunderbarunnachahmlichkööööstlich!
Die sanft und doch leicht knackig frischen Paprikastreifen hatte die schnelle Zubereitungsmethode schmeckbar äußerst gut getan, die schon vorhandene Süße bekam mit dem Agavendicksaft eine prima ergänzende neue Süßgeschmacksnote hinzu, die durch Μαστίχα bremsenderweise komplettiert und durch Pinienkerne als I-Tüpfelchen sich einschmiegen konnte in die zu verkostende genusssüchtig erwartungsvolle Zubereitungskreativität. Super-lecker!
Und hier nochmal die Zutaten:
Rote Paprika, in Streifen
Agavendicksaft, so ca. 4 Esslöffel
Limonensaft, ein paar Spritzer
Mastixa, ca. 1-2 Teelöffel voll
Pinienkerne, nach Bedarf
Und die Zubereitung auf die Schnelle:
Paprika kurz erhitzen und mit zuvor in Agavendicksaft aufgelösten Mastixa in ca. 3 Minuten karamelisieren; Limonensaft und Pinienkerne hinzu; kurz umrühren. Fertig!

Köstliche karamellisierte Paprikastreifen in Mastixa-Agavendicksaft-Limonen-Pinienkernen-Umgebung
Perfekterweise zu reichen als besondere Vorspeise, wenn das Essen nicht ganz reichhaltiger Natur ist, da die vollendete Kreation erwartungsgemäß eher in die süße Richtung ganz sättigend tendiert ![]()


aus Sizilien und eher flüssig daherkommenden Balsamico dann auch noch so frische Kräuter wie Basilikum, Minze, Salbei und Estragon, die fast zum Ende der Köchelei mit getrockneten Pfeffer schwarzer Natur und rieselig daherkommenden Salzes ergänzt werden konnten. Auf andere Kräuterzutaten wurde ausprobierungshalber diesmal verzicht (andere wären auch gar nicht da gewesen und was diese undefinierbaren zwei Stängel waren, die da mit reinkamen, weiß hier jetzt auch niemand mehr), da ja öfters mal was Neues auszuprobieren gilt und so die Teilnahme am neu ins Leben gerufenen 






entwickelnden Gesichtzügen führte und da Patates ebenfalls zubereitet daneben lagen war die Perfektion nur noch durch einen griechischen Salat mit delikat und gar nicht scharf schmeckenden sich leicht rötlich durchsetzt gebenden Zwiebeln südlicher Herkunft zu ergänzen. 






