Archiv für August 2007

Süße Versuchung am Morgen mit sich gar köstlich und wunderbar darstellenden roten leicht süßlichen Paprikastreifen, Μαστίχα als komplettierende Gegenspielerin zum hinzugefügten Agavendicksaft und stimmig sich erweisende Limone sowie den lustigen Pinienkernen als I-Tüpfelchen für die leicht karamellisierte Kreation — Verköstigungshöhepunkt!

paprikastreifen gar wunderbar koestlicher Natur
Süß-verführerische Paprikastreifen gar köstlicher Natur

Der Abgabeschluss für den Blogevent Paprika im Gärtnerblog näherte sich gestern der Überlegung an, dass es doch mal Zeit wäre, sich ausführlichere Gedanken über die zu gestaltende kulinarische Kreation zu machen, die einzureichen Ruhm und Ehre bringen würde. Wenn da nur nicht dieser verdammt frühe Abgabetermin heute um 22. Uhr wäre den Paulchens Foodblog als Mitgestalterin uns(retwegen?) vor die Nase gesetzt hatte — so werden harmlose BloggerInnen förmlich gezwungen schon vor 12 Uhr Mittags aufzustehen, was jetzt zugebenermaßen nicht das Schlechteste war, weil sich da zwischen den vielen Wolken dezente Sonnenstrahlen zeigten, die auszunutzen nun die eingeschlafenen geistigen Kapazitäten nach nur einer Tasse Kaffee beanspruchen sollten.

Also Paprika war zuhauf in der kulinaria-katastrophalia-Küche paprikaeinkaufeingelagert und stapelte sich bis zur Decke, weil im Gegensatz zu vernünftig aussehenden und hoffentlich dann auch schmeckenden Aprikosen oder Pilzen, die in den letzten Wochen vergeblich gesucht worden sind, diese im reichhaltigen Sortiment vorhanden waren.

Aber jetzt schnell gehandelt, sich kurz süßer Träume erinnert und daran anknüpfend herbere Kostmöglichkeiten ausgeschlossen und beschlossen sich der süßen Verführungskunst hinzugeben. Blitzartig war die Ideenfee nämlich erschienen und wies auf den köstlichen Agavendicksaft hin, der so wunderbare Ergebnisse zu zeitigen weiß. Wunderbar, ja, das sollte unser Beitrag zum Blogeevent schließlich sein.
Rote Paprika schien die geeignete Wahl für die erste Versuchsreihe und flugs wurde sie in grobe leicht kurvige Streifen geschnitten und in der Wokpfanne kurz erhitzt, um sodann gleich Agavendicksaft hinzuzufügen. 3 Minuten karamellisiert und das erste Resultat verköstigt. Schon mal ein guter Ansatz — aber noch nicht das Optimum; die Süße des Agavendicksaftes war einen Tick zu dominierend.

Und dann kam die glorreiche Idee – Μαστίχα musste da rein! Das gab es neulich auch bei Küchenlatein und der leicht herbe einzigartige Geschmack würde hier ganz harmonsich einfügenden Charakter besitzen, gewiss! Also Mastixa, das Baumharz besonderer griechischer Pistazienbäume, hervorgeholt und erst die kleinen erhärteten Teilchen in Agavendicksaft aufgelöst, was ziemlich schnell geht (auf niedriger Temperatur gehalten).

mastixa
Mastixa

Dann die zweite Versuchsreihe gestartet und nach dem Erhitzungsvorgang der Paprika die Masticha-Agavendicksaft-Mischung rübergegeben und wiederum drei Minuten karamelisieren lassen. Ah, lecker war die erste Gesamteindrucksbestätigung der Geschmacksnerven, und süß mit leicht herben Unterton, schon sehr gut, aber noch nicht ausgezeichnet. Und da Limonen sich mit Agavendicksaft so in vollendeter Harmonie präsentieren, wurde diese Zutat jetzt auch noch schnell hinzugegeben. Sehr gut. Dies würde also mal wieder einer jener fulminaten Beiträge für einen Blogevent werden.

Dann natürlich noch weiter herumprobiert und gedacht, dass auch Pinienkerne sich geschickt in die Köstlichkeit einfügen würden und das schnellerhand mal einfach ausprobiert und sie in der letzten Versuchsreihe zusammen mit dem Limonensaft hinzugegeben. Superexcelentwunderbarunnachahmlichkööööstlich!
Die sanft und doch leicht knackig frischen Paprikastreifen hatte die schnelle Zubereitungsmethode schmeckbar äußerst gut getan, die schon vorhandene Süße bekam mit dem Agavendicksaft eine prima ergänzende neue Süßgeschmacksnote hinzu, die durch Μαστίχα bremsenderweise komplettiert und durch Pinienkerne als I-Tüpfelchen sich einschmiegen konnte in die zu verkostende genusssüchtig erwartungsvolle Zubereitungskreativität. Super-lecker!

Und hier nochmal die Zutaten:

Rote Paprika, in StreifenBlogevent Paprika klein
Agavendicksaft, so ca. 4 Esslöffel
Limonensaft, ein paar Spritzer
Mastixa, ca. 1-2 Teelöffel voll
Pinienkerne, nach Bedarf

Und die Zubereitung auf die Schnelle:

Paprika kurz erhitzen und mit zuvor in Agavendicksaft aufgelösten Mastixa in ca. 3 Minuten karamelisieren; Limonensaft und Pinienkerne hinzu; kurz umrühren. Fertig!

koestliche paprikastreifen in mastixa-agavendicksaft-limonen-karamelisiert mit pinienkernen
Köstliche karamellisierte Paprikastreifen in Mastixa-Agavendicksaft-Limonen-Pinienkernen-Umgebung

Perfekterweise zu reichen als besondere Vorspeise, wenn das Essen nicht ganz reichhaltiger Natur ist, da die vollendete Kreation erwartungsgemäß eher in die süße Richtung ganz sättigend tendiert ;-)

Violette Bohnen und so allerlei frische Kräuter waren im angebotlichen Warenbestand des sich auf dem Markte befindlichen mit allerlei Gemüse aufwartenden Versorgungsstandes und so war das Augemerk auf diese langen Dinger gerichtet und Entzücken kam auf bei dem Gedanken, wie dies wohl auszusehen beliebte, wenn es erst mit diesen netten kleinen Zucchini und ebenso kugelrunden Kürbissen erst der Zubereitung anheimgefallen ist — und so gab es auch kein Halten mehr — zumal gerade ein Berg mit leicht überreifen sizilianischen Biotomaten mitgenommen werden konnte und zur Perfektion rote runde Zwiebeln, die sich aber auch wirklich hervorragend eigneten für die dann mittels Balsamico etwas säuerlicher gestaltende abendliche Speiseneinnahme gar leckerer Bewertungshingabe

violette bohnen und klitzekleine runde zucchini und kuerbisse
von der Sonne verwöhntes Gemüse

Klitzeklein und rund — das sind die sich so wunderbar präsentierenden Gemüsekreationen, die geeignet erscheinen, das Resultat als witzige Gegebenheit des Kochverganges mit Entzücken zu betrachten und sich vergewissernderweise zu sagen: Violett-grün wäre es zwar noch lustiger gewesen — aber auch so kann unumwunden bestätigt werden, dass diese Überraschung als gelungen betrachtet werden konnte.

Zuvor war ein heimeliger Markt aufgesucht und ebendiese runden Kürbisse und Zucchini nebst langen Bohnen geordert worden. Dazu, weil schon so praktisch zusammengefügt, ergab sich die Gelegenheit auch noch frische Kräuter zu ordern, die zur Verfeinerung des anstehenden Mahles schon jetzt die grandiosesten Kochgedankengänge aktivierten.

violette bohnen
Vorherbild: violette längliche Erscheinungen

Im Mittelpunkt diese apart zu betrachtenden Kugeln, die aber sicherlich länger brauchen würden als die Bohnen, die erfahrungshalber selbstverständlich niieee länger als eine Stunde brauchen würden bei richtiger Anwendungsgabe. Also gedacht, dass angesichts des wieder leicht kühler werdenden Wetters doch zweierlich Lösungsmöglichkeiten sich ergeben, die mit einem Handstreich zu lösen wären mittels Hinzugabe von Balsamico und natürlich ganz viel Tomaten. Säuerliche Geschmackskomponente mit anhaltender Formwahrung im Garendprozessstadium des Kürbisses — fürwahr so sollte es sein.

Hinzu kamen nach dem Andünstprozess in Olivenöl der grob gehackten roten Zwiebeln und Schalotten und der Bohnen und natürlich der ebenfalls in größere Stücke geschnippelten Bio-Tomaten kraeuterkarneval erntezauber aus Sizilien und eher flüssig daherkommenden Balsamico dann auch noch so frische Kräuter wie Basilikum, Minze, Salbei und Estragon, die fast zum Ende der Köchelei mit getrockneten Pfeffer schwarzer Natur und rieselig daherkommenden Salzes ergänzt werden konnten. Auf andere Kräuterzutaten wurde ausprobierungshalber diesmal verzicht (andere wären auch gar nicht da gewesen und was diese undefinierbaren zwei Stängel waren, die da mit reinkamen, weiß hier jetzt auch niemand mehr), da ja öfters mal was Neues auszuprobieren gilt und so die Teilnahme am neu ins Leben gerufenen Kräuter Karneval Erntezauber im Herbavesum-Kräuter-Zauber-Blog als gesichert gelten konnte mit diesen Ernteergebnissen unserer Kochkunst, die dann auch gleich zwei Stunden im diesmal verwendeten Schmortopf benötigte, um auf den abendlichen Küchentisch so Stelldicheinmäßig abgelichtet zu werden, was zwar grell resultierend aussah — aber gekonnt durch Bildnachbereitende Tätigkeiten geschickt ausgeglichen werden konnte. Und die kleinen Kürbisse erwiesen sich nach dem Knacken als erfrischende Überraschung, die vergnügunghalber blitzschnell ausgelöffelt wurden.

violette bohnen und runder kuerbis
Nachherbild: sich wollig einfühlende Bohnen im Tomatenhackgewusel mit Kräutern im Blitzlichtschein

Dazu passt hervorragend Brot oder Naturreis, der nach dem Kochen mit der Wunschflüssigkeit versetzt zu munden weiß. Und wenn es nicht so säuerlich werden soll, empfiehlt es sich den Essig wegzulassen und als gewürzliche Kräuterbeigabe Oregano, Dill oder wilden Fenchel zu verwenden.

Fischige Aussichten in gemehlter und zitronierter Umgebung, die mit Standardzutat Salzkartoffel und äußerst lecker daherkommenden frischen jungen Spinatblättern mit ausgereiften roten Zwiebelstückchen und Balsamico und natürlich Olivenöl bester Herkunft aufzuwarten wusste

Nachdem eigentlich favorisierte Pilze nicht so zahlreich in ansprechender Qualität vorhanden waren, wurde einfach mal umdisponiert. Und da neulich bei der Blogbetrachtung sich bei sammelhamster die Fische so ansprechend darzustellen wussten und bei Barbaras Spielwiese der Fisch mit Kartoffeln und Gemüse als Filetvariante so lecker aussah, war die Wahl klar, die sich mit dem leckeren Erinnerungen an ebendiese Zutat hervorragend in Verbindung zu setzen wusste.

forelle gemehlt und zitroniert
Forelle gemehlt und zitroniert mit leckerer Spinatzutat

Und so war der Einkauf schnell bewerkstelligt und ein paar Forellen geordert. Allerdings — allzu wohlschmeckende Forellen scheint es in den Fischbedarfsläden der näheren Umgebung nicht mehr zu geben. Die gesalzenen und ausgiebig in Zitrone gebadeten Fische waren jetzt nicht schlecht — aber dann doch wohl zu eindeutig Massenzuchtware, die für feinere Geschmacksnerven jetzt auch mal nicht so das vergnügungssüchtig sich darstellende Genussparadies sind. Kartoffeln waren jetzt dementsprechend geschmacklich angepasst und das Highlight war eigentlich der Salat aus frischen Bio-Spinatblättchen ganz junger Herkunft, der mit roten Zwiebeln versetzt und durch Beigabe von Bioolivenöl allerbester Herkunft und weißem Balsamico zu neuen Höhen im Salatgenuss zu führen wusste. Vielleicht also doch mal demnächst ins Umland fahren und richtige Forellen ordern, um ein ausgewogenes Mahl zu kredenzen.

Es war ja schon im Gespräch — auch wenn nicht simpel, sondern überaus geeignet: Die Schweizer Warmhaltetragi (oder wie wird das Teil genannt?)

Irgendwie ist ja schon lustig die Antworten anzuschauen (es gab sogar Leute, die die Neuladtaste über Gebühr in Anspruch zu nehmen wussten) und eigentlich war das Rätsel ja auch eher als Lückenauffüllendesetwas gedacht, da zur Zeit die Abwesenheit Ausfälle in Kontinuierlichkeit bedingt. Aber schönschön, so war die Antwort ja lamiacucina schon klar als Schweizer und auch reibeisen scheint das Ergebnis schon im Kopfe gehabt zu haben — oder war das falsch vermutet?
Rosa (zur Zeit leider ganz der Blogabstinenz hingegeben) hingegen stocherte durch Formulierungen in die Irre geleitet etwas herum wie auch erst Paulus und dann mutant. Auch Stefan war auf dem Irrweg, wenngleich die Option „Dampfkochtopf“ wohl eher zu weiteren Schäden geführt hätte; „simples Soldatenfraßwarmhaltegedöns“ traf es schon richtiger, Paulus lag mit dem Tipp eigentlich schon ziemlich richtig — nur simpel ist es nicht und nur der Warmhaltetechnik verdingt sich die Apparatur auch nicht, die übrigens auch etwas unvollständig abgebildet ist ;-)gulaschkanone“ traf es dann als Alternativformulierung von Flugsaurier oder wie mutant erwägte „spezieller henkelmann“ auch nicht so ganz richtig.

hineinbetrachtungsweise warmhalte und auch noch tragi
Drinnen keine Spur von Rührmechanismus oder obskuren Eiskulturen

Der findige Verkäufer auf dem Züricher Zürcher Flohmarkt (das bringt wieder Traffic ;-)) hatte goldrichtig das Entzücken auf den betrachtenden und jubilierenden Gesichtern bemerkt, die sich der Ansammlung diverser dieser Behältnisse zu nähern wussten, was aber beim Geschick auch den Preis in die Höhe zu schieben als aussichtsloses Unterfangen galt und angesichts der Variante Totgelabbert werden entschied er sich für die durchaus preisgünstige Option diese Gerätschaft doch einfach für fast nix wegzugeben. Damit war zwar das Problem des Transportes noch nicht gelöst, aber da wurde auf die Gelassenheit der Schweizer Flugabfertigung gesetzt, die sicher Verständnis aufzubringen in der Lage sein würde angesichts des so schick anzusehenden Objektes. Und damals sprach auch noch niemand von gefährlichen Leitungswassertröpfchen, welche erst mal im Flugzeug freigesetzt augenblicklich zum Absturz desselbigen führen.

Dessen ungeachtet warten nun alle noch auf Aufklärung bezüglich angepriesener Eigenschaften. Nun denn:
Richtigerweise handelt es sich um ein ehemaliges Ausstattungsobjekt der Schweizer Armee, die ja bekanntlich alle ihre Abgänger aus der Armee mit Gewehren auszustatten weiß aber nicht mit was Sinnvollem wie Kochgeschirr. Apropos Militärkritik: Der Informationsstelle Mililtarisierung soll die Gemeinnützigkeit aberkannt werden, weil sie sich nicht für die Pflege der Soldaten- und Reservistenbetreuung verdingt.
Das wirft nebenbei die Frage auf, ob unser Behältnis getarnt war, bevor es zivilisiert wurde? Das Teil dient neben dem Transport schon zubereiteter Speisen selbstverständlich auch der Zubereitung diverser einfach zu vervollständigender Suppen. Suppe! Blogevent Suppe – aktuelle Thematik :D Übrigens noch herzliche Glückwunsche an die Gewinnerinnen des letzten Event Tomate: Bolli mit Tomatissimo! und genussmousse mit Weißes Tomatengelee!

Dazu gibt es noch eine akkurat angepasste Eisenaufsetzvorrichtung, die einmal umgedreht sich als stehender Grillaufsatz oder so ähnlich entpuppt (die rostet im Keller, dessen Schlüssel dafür verlorengegangen ist, vor sich hin). Darunter können dann aus nahen Wäldern geklaute Holzversatzstücke oder Kohlen aus einem der zahlreich mehr oder minder gut getarnten Bunker, die die Schweiz überziehen wie ein Marienkäfer Punkte hat, geordert und entfacht werden. Eine prima Kochgelegenheit. Alljährlich durften damit also Abenteuerspiele bewerkstelligt werden und dafür eignen sich diese Behältnisse tatsächlich immer noch — wenngleich die Warmhaltetragi mehr dekorativen Charakter in unserer Küche hat ;-)

bunte auswahl
welches Farberl hättens denn gern…

Das führt jetzt aber zu der nicht minder interessanten Frage, wie der angepriesene kleine Gewinn unters Volk zu bringen ist. Irgendwie haben ja viele schon das richtige Ergebnis angesteuert. Aber was war jetzt die erste richtige Antwort. Die Überlegungen dauern noch an. Meldungen erwünscht… ;-) Die sich für den Gewinn prädestiniert fühlende Belegschaft kann bisweilen schon mal eine Farbauswahl treffen — angeblich gibt es das nur im Norden, das Abgebildete…

RÄTSELRÄTSELRÄTSEL — GEWINNGEWINNGEWINNGEWINN (Hurra!)

raetselgewinn linksschraegbetrachtungsweise
linksschraegbetrachtungsweise-gewinn-hurra-raetselsloesung

Die schon im Titel allzu deutlich in Erscheinung tretende Erwartung eines rätseligen Vergnügens ist eigentlich ganz einfacher Natur und erschöpft sich in der Fragestellung was dieses Teil, was dereinst in Zürich (soviel sei verraten) erworben werden konnte, denn so ist. Ein kleiner Tipp: Hochaktuelle Thematiken gehen mit der Lösung einher — und wenn die leichterweise gefunden ist….

Hurra! Gibt es einen kleinen Gewinn für die schnellste und selbstredend dann auch richtige Antwort. Also hurtighurtig — damit alsbaldig die eifrigen Postangestellten Überraschungen überstellen können. Hurra!

gewinnraetsel obenaufsichtlichebetrachtungsweise
obenaufsichtlichebetrachtungsweise

p.s. diejenigen, die sich der Kenntnis über die Praktikabilität aus näherer Betrachtungsweise in der kulinaria-katastrophalia-küche rühmen können, sind natürlich ebenso wie Rechtsweg und so Krams ausgeschlossen :D

Lecker pflegte der Octopus zu nicht minder famosen Patates und griechischem Salat aufzutreten — was aber auch am zuvor vom Riganibusch heruntergestreiften würzig-frisch daherkommenden kleinen Blättchen gar reizender Natur zu liegen pflegte, die samt stimmigen Olivenöl exclusiver Qualität die Unterstützung garantierte (leckerlecker)

octopus mit rigani und bioolivenoel
Der Klassiker der mediterranen Kochkunst in Olivenöl mit Rigani und Zitrone

Die Wahl fiel in den späten Nachmittagsstunden auf ein im aufgesuchten Fischladen ausliegendes Exemplar eines kleinen Octopus, der sich zwar eines Armes zuwenig rühmte — aber dennoch den hochgesteckten Erwartungen zu entsprechen wusste, was aber auch an der zugegebenermaßen perfekt passenden Zugabe gar wunderbar sich einfügenden Olivenöls lag, welches mit kleinen getrockneten Riganiblättern frisch vom Busch heruntergerieselt zu zufrieden und entspannt sich griechischer Salatentwickelnden Gesichtzügen führte und da Patates ebenfalls zubereitet daneben lagen war die Perfektion nur noch durch einen griechischen Salat mit delikat und gar nicht scharf schmeckenden sich leicht rötlich durchsetzt gebenden Zwiebeln südlicher Herkunft zu ergänzen.

Die Verwendung eines leicht prickelnd auf der Zunge sich entwickelnden Chardonnaygeschmacks unterstützend aus etlichen Schluck Wein gewonnen war auch dazu geeignet den nun sich ergebenden Ausblick auf die mildwarmen Temperaturen unterworfene Abendgestaltung zu komplettieren, die dermaßen gestärkt, nun nur durch ausgiebiges Treppensteigen unterbrochen, den Genuss eisgekühlter nonalkoholischer Getränke mit sich brachte, deren Genuss aber auch dringend notwenig erschien angesichts des nun einzunehmenden Ouzo aus riesigen mit Eiswürfeln hübsch dekorierten Gläsern leicht eckiger Provenienz.

octopus mit patates und salat
Weißbrot mit Oliven wurde auch gereicht

Und nach dermaßen sich dem erfrischenden Moment zugeneigten Punkte ergab sich die schon seit einigen Tagen gehortete Überraschungsmöglichkeit, die eigentlich für einen späteren Zeitpunkt auserkoren sich nun doch eignete — unter Hinweisen auf unlauter sich auffindende Punkte kleinsten Ausmaßes, die aber als ungeeignet für die sich anschickende freudige Begutachtung erwiesen und deshalb der Einfachheit halber unbeachtet blieben. Schönschön!

Optimal vonstattengehende Restverwertung mittels Linguini und reichlich delikat hinzugefügten Ziegenkäseraspeln

Reste größeren Ausmaßes waren noch von unseren Tomateneventbeitragsköstlichkeiten zu verkonsumieren und so kam die optimale Zusammenstellung für solcherlei Kulinaria ins Spiel — Linguini gekocht und mit den leicht erwärmten Resten serviert und mit einem Berg geriebenen delikaten Ziegenkäse bestreut. Lecker!

resteverwertung von auberginen und tomaten und zwiebeln mittels linguinigrundlage

Grandiose frisch verköchelte Tomaten als leichte Sommerköstlichkeit im Zusammenspiel mit Auberginen größerer Natur und vielerlei Zwiebeln und als Gewürz nur zweierlei (ebenfalls zu sehen leckerer Ziegenkäse im angehenden Festformat als glorreicher Verköstigungshöhepunkt) — und besonders glorios: Stunden später beliebte es noch formidabler zu munden! So soll es sein.

tomaten mit auberginen 3
Perfekt für den lichten Sommerabend

Es gibt so Gerichte, die sind von nicht minder uninteressanter Natur und gehören zum Süden dazu wie die putzigen Zikaden, die für harmonische Zwischenklänge zu sorgen wissen. Da rackern sich sogenannte Spitzenköche bisweilen mit einer unglaublichen Zusammenstellung an Zutaten und Fertigungsmethoden ab, um ihren Ruf einer wahrenden Tätigkeit den Anschein zu geben — aber einfachste Köstlichkeiten gelingen ihnen auch auf Grund von Unkenntnis und weil sie dann wohl doch nicht so das Händchen dafür haben nie so richtig. Und weil es am Mittelmeer immer so gut geschmeckt hat, musste diese Spezialität jetzt auch hier auf den Tisch und den Blogevent Tomate bereichern, der im Kochtopf-Blog noch bis Mitte des Monats ansteht. Diesmal ausgesprochen früh also für unseren Beitrag. Für das Thema kann sich aber auch unumwunden begeistert werden und — dies nebenbei bemerkt — geschlagen sind die Tomaten-abstinent lebenden ZeitgenossInnen.

Das Rezept ist so simpel wie die verwendeten Zutaten. Und leider in der Beschaffung der Ingredienzen etwas umständlicher, als das mal gestern so spontan auffiel, war es zu spät noch neben den fünf erkundeten Gemüsebedarfslädchen noch weitere aufzusuchen.

Blogevent Tomate

Verwendung findet nämlich eine kleine Auberginensorte, die hierzulande nicht zum reichhaltigen Sortiment zählt und nur in Ausnahmefällen zu erhalten ist, was aber gekonnt unter den Tisch gekehrt wurde und nur für kleine Abänderungen des eigentlich dafür vorgesehenen Fertigungsvorganges sorgte, die aber gekonnt umgesetzt zu werden wussten (während der Abwasch im Eiltempo vonstatten gehen konnte). Das Gericht eignet sich nämlich hervorragend, um auch anderweitige Betätigungen nicht außer acht zu lassen ;-)

Aber zu den Zutaten:

natürlich Tomaten (Unmengen von Tomaten — aber nicht irgendwelche, sondern äußerst gut schmeckende Tomaten mit einem gewissen Flüssigkeitsgehalt).
Auberginen (am besten Mini-Auberginen, die wesentlich delikater sind, als die großen schwarzen Auberginen und deren Geschmacksnuancen wesentlich vielfältiger sind aber nicht so kleine thailändische wie von Spülkönig und Kitchenqueen verwendet, sondern etwas größere und länglichere mit hellerer dunkel bis rosa-grüner Struktur (es gibt da ja eh unzählige Sorten). Die sind dermaßen delikat, dass es an ein Wunder grenzt, dass diese hier noch nicht dauerhaft im Angebot zu finden sind. Glücklichkeit in Ehren also für die, die diese aromatischen Glücksgemüse im eigenen Garten anzubauen wissen — zumal die beim Kochvorgang ihre Form wesentlich besser zu wahren wissen.

griechische Zwiebel

Zwiebeln (ganz wichtig) — Zwiebeln unterschiedlichster und vielfältigster Couleur passen hier (optimal sind klassische Sorten, die durch Zuchtware weitgehend verdrängt sind, sich aber dennoch in südlichen Ländern finden lassen. Ein paar solcher Zwiebeln haben den Weg zu uns gefunden und ihr aromatisch-milder Geschmack weiß nur eines zu bewerkstelligen: zufriedene Gesichter allenthalben. Also Anbauen das Zeug, Salate werden damit so köstlich wie noch nie!
Bio-Olivenöl bester Qualität (nicht zimperlich damit sein) und an Gewürzen nur Salz und ev. ein Lorbeerblatt.

ziegenkaese
Ziegenhartkäse — hier noch im frühen Stadium (und etwas angeknabbert)

Das war es und wie so häufig sind die Zutaten, die so einfach daherzukommen wissen, der Garant für ein schmackhaftes sommer-leichtes Essen, welches sich auch hier auf den verwöhnten Zungen blicken zu lassen wusste, um Entzücken und vielsagende Blicke mit sich brachten, was schließlich nur einen Schluss zulässt: Grandios geeignet für den Blogevent Tomate!

Zubereitung:

Zwiebeln grob geschnitten werden in gutem Olivenöl angedünstet, Wenn Miniauberginen vorhanden, werden die gleich im Ganzen mit hinzugegeben (die grünen „Blätter“ dürfen dranbleiben, da sie gar nicht so schlecht zu munden wissen). Die üblicherweise erhältlichen violetten Auberginen kommen später in große Stücke geschnitten hinzu (oder, wenn sie klein sind im Ganzen), da sie leichter zerfallen.
Dann die grob geschnittenen Tomaten, so dass sich nach kurzer Zeit genügend Flüssigkeit im Topf findet. Wenn nicht sollte ein wenig Wasser hinzugegeben werden. Dann auch Salz und ev. ein Lorbeerblatt. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen und Hurra! fertig ist die Köstlichkeit.

Sehr lecker und eine Bereicherung für leichte Kostrezeptsammlungen — nicht nur an heißen Tagen zu geniessen. Dazu lockerflockiges Weißbrot, welches in den Sud getaucht auch so ein weiteres Geschmackserlebnis herbeizuzaubern weiß und wenn es denn sein muss (weil etwa die Zutaten nicht ganz so geschmackvoller Natur waren) kann Pfeffer hinzu.

tomaten mit auberginen 2
Frisch und leicht wusste die Tomate hier zu glänzen

Auf jeden Fall sollte noch ein pikant daherkommender geriebener Ziegenkäse (dann natürlich nicht mehr als vegan zu bezeichnen ;-)) zum rüberstreuen aufgetischt werden, der optimal für diese Spezialität ist, wenn er noch in einem frischeren Stadium erhältlich ist. Also liebe Kulinaria-Katastrophalia-LeserInnen: Nachmachen! Nix geht einfacher, nix ist geeigneter für den Sommer!

Verbibbscht — geschmorter Fisch benötigt doch die übliche Sorgfältigkeit

Das auch mal gar nicht so uninteressante Geplapper während des Kochvorganges hat bisweilen ja den sympathischen Effekt des entspannt zur Hand gehenden Gewohnte-Handgriffe-Ausführens. Da aber mal wieder die Erzählstruktur reichhaltiger bemessen war, als in Zusammenhang mit den Zutaten zuträglich — war es auch schon geschehen: Zu spät bemerkt, dass nur noch Olivenöl da war (dabei sollte es ein neutrales sein), zu spät bemerkt, dass die Chilis schon eher der etwas trockenen Zustandbeschreibung entgegenkamen und leider zu spät bemerkt, dass die grob geschnittenen Ingwerstreifen doch bitte vor der Zugabe von Reiswein und Sojasauce und Fisch hätten angebraten werden sollen. Hmm. Hat auch geschmeckt, war aber nicht so wie immer. Überhaupt kann festgestellt werden, das diese Speisenzusammenstellung recht häufig zu sehen ist.

geschmorter Fisch
geschmort, verbibbscht und ohne Dekoration verspeist

Die letzten Blogevents sind irgendwie an uns vorbeigegangen. Beim us-amerikanisch Kochen-Event gewann Tofusofa mit einem komischen Gerät und beim Himbeerevent errangen gleich zwei Blogs das goldene Küchenmesser: Annes` Food mit Raspberry Limoncello Semifreddo (was es auch gleich nochmal auf schwedisch zu bestaunen gibt) und hedonistin mit Risotto mit Himbeeren und Ziegenkäse. Herzlichen Glückwunsch!
Die demnächst anstehenden Kochwettbewerbe im Kochtopfblog Tomate und im Gärtnerblog zu Paprika werden dafür dann ausgiebigst bekocht mit schon förmlich in der Nase duftenden Köstlichkeiten.