Durch erhoffte angenehm sanfte Geschmacksnuancen erfreuten die Kalamares mit den lustigen kleinen Fangarmen, die mittels Bierzutat etwas zu einem ganz neuen und gloriosen höchstwahrscheinlich noch nie dagewesenen Zubereitungsprozess beizutragen wussten und so bewundernde Blicke bei den zur Verköstigung Erschienenen hervorzurufen wussten, die nun endlich einmal der Ersatzsojasaucenherstellung beiwohnen konnten

Das müsste doch zu schaffen sein, dass wir in den letzten Stunden des ablaufenden Einreichungszeitraumes des Blog-Event Bier im Kochtopfblog noch was hinkriegen, was weder schon von anderen als Beitrag eingereicht noch sich auf gut gemeinte Ratschläge anderer, die Bier als allein zu verkonsumierende Flüssigkeit ansehen, beschränkt.

Biergevergewaltigter armer Tintenfisch

Hah! War da nicht gestern eine geschmacklich in höchsten Tönen zu lobende Kleinigkeit zubereitet worden, die ihren Nachklang noch heute auf den empfindlichen Geschmacksknospen hatte — und war da nicht noch dieser unangenehme Klang in den Ohren, der da beständig rief: „Ihr habt mir gar nichts übriggelassen!“.

Grund genug sich auf die sich tieferen Temperaturen zugeneigten Gerätschaften zu besinnen und ein Paket Mini-Kalamares zum Ausgleich hervorzuholen, sie einem Auftauprozess hinzugeben und zu beschliessen, dass das jetzt mal mit Bier verköchelt wird. Blog-Event Bier Also flugs Schwarzbier geordert und als allererstes Bierteig ausgeschlossen (da schon anderweitig untergebracht von Teilnehmerinnen) und sowieso nicht so das Richtige für neue zu entdeckende Zubereitungsschöpfungen.

Und dann ging alles auch schon ganz schnell: Zur Verteidigung des Bieres wurde eiskalter schön fruchtig auftretender Vinho Verde mit Eiswürfeln serviert. Sehr angenehm bei diesen Temperaturen übrigens.
Die Kalamares wurden nach dem Entfernen der feinen Haut in einem guten Schuss Olivenöl angebraten. Dann kam Zitronenschale in Streifen geschnitten aus kontrolliert biologischen Anbau zum Zuge, die sich schlängelnd der Grundztutat anzupassen wusste und dann kam auch gleich das glorreiche Schwarzbier aus ostdeutscher Produktion zum Zuge, welches sich dem Fischton anzuzupassen wünschte und nach kurzer einköchelnder Tätigkeit wurde auch schon ein absolut ungewohntauf der Zunge auftretender Kalamar serviert. Salz und schwarzer Peffer aus der Mühle drauf und Wunderbar! ausgerufen… Halt, Stopp, gute Güte -- war das überhaupt nicht krakenartig gut. Die Sauce schmeckte …na, ja lassen wir das.
Auch die erhoffte Rettung mit hinzugefügten Agavendicksaft war nicht das nonplusultra — aber immerhin war dadurch das Geheimnis der Soyasaucenersatzherstellung gelüftet (so schmeckte die kreierte Substanz nämlich irgendwie). Rubrik katastrophalia — schließlich müssen wir am Jahresende da auch was vorzuweisen haben. Schnell die restlichen Tintenfische vom Sud abgewaschen, um zu retten, was zu retten war und sie dann mittels Olivenöl und Zitrone doch noch geniessen zu können.

Dann das gestrige Zubereitungsverfahren ausgenutzt und zufriedene Gesichter mit den restlichen nicht verköchelten Kalamares herbeigezaubert und geschworen, künftig sich frühzeitiger Gedanken für die Blogeventgestaltungsteilnahme zu machen ;-)


3 Antworten auf “Durch erhoffte angenehm sanfte Geschmacksnuancen erfreuten die Kalamares mit den lustigen kleinen Fangarmen, die mittels Bierzutat etwas zu einem ganz neuen und gloriosen höchstwahrscheinlich noch nie dagewesenen Zubereitungsprozess beizutragen wussten und so bewundernde Blicke bei den zur Verköstigung Erschienenen hervorzurufen wussten, die nun endlich einmal der Ersatzsojasaucenherstellung beiwohnen konnten”


  1. Gravatar Icon 1 Bolli 16. Juni 2007 um 7:59 Uhr

    Schickt nur das Photo ein…Das ist doch ok, ansonsten, bizarre, bizarre……

    Hättet besser das Bier getrunken und den vino
    verde zur Krake gegeben….Okay, ging nicht…ich weiss!

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 16. Juni 2007 um 13:11 Uhr

    Ja — andersrum wäre besser gewesen :D

  1. 1 Noch bessere Katastrophen des Jahres — alles samt und sonders missgeschickliche Darbietungskunst - (veranschaulichendes Bildmaterial anbei) | kulinaria katastrophalia Pingback am 10. Januar 2008 um 17:19 Uhr
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