Die auszugestaltende Betitelung dieser Köstlichkeit war nicht so einfach vorzunehmen, da die genaue Bestimmung an Kleinigkeiten festmachend nicht das gewünschte Ergebnis zeitigte und so wurde das mal kurzerhand einfach als Löwenzahnwegerichleckerei kredenzt (Blickpunkte in Wuchs und Servierform)

Da haben wir es doch letztens aufgrund urlaublicher Verreisebestrebungen nicht geschafft den Beitrag für den Blogevent Antipasti und dergleichen abzuliefern (dabei hatten wir noch eine nette Kleinigkeit als Idee im Angebot, die demnächst dann dokumentiert zu werden wünscht). Den Sieg trug RezkonvSuite mit arabischen gefüllten Lammhackbällchen, Hummus und Auberginenpaste. Herzlichen Glückwunsch!

Aber der nächste Blog-Event im Kochtopf-Blog steht aber auch schon an und passend zu heißen Temperaturen darf auf Bier zurückgegriffen werden. Da darf vermutet werden, dass das zu wahren Begeisterungsstürmen — schon aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der Ausprobiereistudien — führen wird, die dann hoffentlich auch zu interessantesten Menüdarreichungen geeignet sind ;-)

loewenzahn wegerich
Löwenzahn-Wegerich oder gar gar kein Wegerich…

Nun wird die auf ländlichen Erkundungstouren verbrachte Zeit nicht untätig verbracht — und so konnte zur allgemeinen Erbauung auf zahlreiche Wegrand-und-weiter-weg-Gewächse zielstrebig zurückgegriffen werden, um allerlei Leckeres sonst nicht bedachtes zu kreieren. Hauptzutat durfte diesmal ein Wegerich-Gewächs sein, das auch als Spitzwegrich bekannt sich weitester Verbreitung zu erfreuen weiß.
Spitzwegerich hat einen leicht bitteren auf der Zunge durchaus bemerkbaren Geschmackston, der vielleicht nicht das für zarte Gemüter geeignete Verkostungsgericht ist; die aber eher zu Rucola und dergleichen Hintendierenden dürfen hier getrost zulangen und einfach mal den Versuch der Pflückerei und Verkocherei starten. Denn gut schmecken tut es, auch mit Zugabe anderer Kräuter, allzumal!
Diesmal fiel die Wahl auch auf eine eher an Löwenzahn erinnernde Wegerichpflanze, die zackig in Erscheinung zu treten pflegt und nicht ganz so bitter schmeckt, sondern vorzüglich als gedünstete Variantenzutat geeignet ist, wenn ohne allerlei Gewürze das Kochhandwerk begangen wird. Getauft wurde das mal Löwenzahnwegerich. Vielleicht ist ja der ein oder anderen der richtige Name geläufig.

Die Zubereitung ist absolut simpel und benötigt werden zur Herbeizauberung nur äußerst einfach zu besorgende Zutaten:

Löwenzahnwegerich (Spitzwegerich oder Blattwegerich tun es auch)
Frühlingszwiebel
weiße Zwiebel,
ev. Wilder Fenchel oder Dill (die Spitzen)
Bio-Olivenöl
Salz
weißer Peffer

loewenzahn wegerich gedünstet
So — ab aufs Feld und nachmachen…

Und so gehts dann:

Kleingeschnittene Zwiebeln, Wegerich (ruhig samt Blüten), wilder Fenchel, Olivenöl und später noch Salz in einem offenen Topf dünsten und nach ein paar Minuten des Vorgangs auf einem Teller anrichten und mit frisch gemahlenem weißen Pfeffer bestreuen. Sehr lecker!


6 Antworten auf “Die auszugestaltende Betitelung dieser Köstlichkeit war nicht so einfach vorzunehmen, da die genaue Bestimmung an Kleinigkeiten festmachend nicht das gewünschte Ergebnis zeitigte und so wurde das mal kurzerhand einfach als Löwenzahnwegerichleckerei kredenzt (Blickpunkte in Wuchs und Servierform)”


  1. Gravatar Icon 1 Bolli 21. Mai 2007 um 15:21 Uhr

    Der Löwenzahn stammt aber nicht aus Berlin, oder?
    Sehr sehr lecker!!!!!!!! Ist denn der frz. pissenlits ( ja ja, guter Name, gelle?)der dt. Löwenzahn?

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 21. Mai 2007 um 18:21 Uhr

    Leider nicht aus Berlin stammend (sonst gäbe es das öfters. Löwenzahn (pissenlits) haben wir das nur genannt, weil das so ähnlich zackig von der Blattform aussieht. Es ist aber Wegerich — auf Französisch müsste das plantain heißen. Wächst aber genauso überall und ist nicht zu bremsen ;-)
    Gedünsteter Löwenzahn schmeckt allerdings auch lecker, wenn er nur ganz kurz gedünstet wird oder als Salat. Sehr lecker übrigens auch Vlita (Chénopode Bon-Henri oder L’arroche des jardins müsste das heißen), welches als „Unkraut“ bezeichnet wird und gedünstet sehr schmackhaft ist.

  3. Gravatar Icon 3 Bolli 21. Mai 2007 um 18:47 Uhr

    Ich bin geplättet, nicht nur gute Köche seid Ihr, auch super Botaniker! Mes compliments!
    Ja, pissenlits en salade, avec lard!!! Gibt’s hier nur im Feb/ März. Dann haue ich aber rein und meine, ich sei eine Kuh…

  1. 1 Wildgemüse | kulinaria katastrophalia Pingback am 17. Juni 2007 um 15:43 Uhr
  2. 2 Wilder Fenchel versüßte Meerbrassen und Kartoffeln und wusste auch noch Lauchzwiebeln und Löwenzahnwegerich den gebotenen Platz einzuräumen (Zitronenspalten gab es auch noch) | kulinaria katastrophalia Pingback am 01. Juli 2007 um 1:23 Uhr
  3. 3 Gedünstete Mohnblätter mit wilden Fenchelspitzen zu versüßen ist mitunter von Gelingen getragen bei Verwendung kleinster Mengen geernteter Löwenzahnwegerich-Blätter — und selbstredend Olivenöl und Schalotte und Frühlingszwieb Pingback am 31. Mai 2010 um 12:51 Uhr
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