Gut wäre es gewesen, wenn wir es so gemacht hätten, wie es beim erstmaligen Anblick des Banners zum Kresse-Blog-Event des Gärtnerblogs, erdacht, geplant und quasi in Gedanken schon fortgeführt wurde: Einfach mal raus fahren und die allseits beliebte und begehrte Brunnenkresse ernten und rasch verarbeiten.
Wie immer war die Faulheit stärker und außerdem hat es doch zwischendurch so ganz übel geschneit, so dass das ja eigentlich eher keine Fehlplanung war, sondern die ungünstige sich darbietende Natur die eigentlich Schuldige ist.
Selbstverständlich hatten wir da noch was der kulinarischen Welt nicht ganz Unerschlossenes zu bieten — trara: Kressepesto; leider war die Kresse dermaßen gar nicht gut schmeckend, so dass die zwar vielfältig vorhandene aber eben dann doch ungeeignte Keimlingefortschrittsstadiumspflänzerle dann doch ganz anders zu bearbeiten wäre. Am besten mit Walnußöl, hatten wir sogar da und nach eingehendem Studium der Qualität, die durch fachgemäßes Erschnuppern vonstatten ging, wurde besagtes Öl einfach der Vergessenheit anheimgegeben und in den Abguss gegeben. Tja, dann vielleicht was mit den Pinienkernen, die gestern in einem Anfall von Fresssucht verkonsumiert zu werden wünschten?

Das Zanderfilet wusste sich unter dem Star des Abends — der grün-goldig daherkommenden Kressemischung — als geschmackliche Verstärkung optimal in Szene zu setzen.
Die Ungeduld steigerte sich erwartungsgemäß und so musste rasch eine Lösung gefunden werden, die unsere Kreativität wenigstens annähernd der erwünschten Zufriedenheitsbekundung als Mittelpunkt unserer Bestrebungen präsentieren würde.
Zutaten, die wir zu verarbeiten gedachten:
Brunnenkresse,
Walnußöl,
Pinienkerne,
gute wohlschmeckende leicht scharf daherkommende Kresse
Zutaten, die dann zum Gelingen tatsächlich beitragen konnten:
Zanderfilet,
Zitronensaft,
Salz,
grüne Kresse in Spezialanmischung
Kürbiskernöl,
Olivenöl
Couscous
Feldsalat und Trauben
Also delikaten Zander in Filetform hervorgeholt aus den Tiefen der Gefriergelegenheit und in noch etwas der vorherigen Aufbewahrungsart angepassten Zustand gesalzen und gesäuert und natürlich ganz leicht mit Mehlstaub versehen, um den feinen (böse Zungen sprechen von schlammigen) Geschmack voll zum Tragen kommen zu lassen. Während der fröhlich in Öl angebraten wurde, kam die große Stunde der Kresse!
Die Bio-Kresse wurde von geschultem Personal sorgfältig geschnitten und von Hand aussortiert. Mit viel Liebe dann die Anhäufung in einer Glasschale, die den weiteren Produktionsprozess für alle anschaulich machen konnte.
Hinzu kam ein Schuss edelstes Olivenöl und ein winzig kleiner von dem dominat aufzutreten pflegenden Kürbiskernöl, welches mit ein bissl Zitronenspritzer zu bändigen war. Ganz famos für die Unbilligkeiten, die zuvor unser Hungergefühl bis an die Grenze der Zuträglichkeit zu strapazieren wussten.

leichte Ahnung von frischer kressiger Schärfe, unterbrochen von aromatischer Oliven-Kürbiskern-Ölmischung an Zitronenspritzer zur genussvollen Unterstützung der Erwartungen
Die Kressemischung kam dann auf den Fisch aus dem Fluss und alle waren glücklich; nun waren wir zugegebenermaßen ja auch sehr hungrig und verkonsumierten auch den dazu gereichten Feldsalat mit grünen Trauben und den lecker-lockeren Couscous eifrig und mit Inbrunst. Aber für ein mit der zarten Kresse zu kreierendes Mahl war es doch gar nicht so schlecht (suboptimal gut halt
) Und es war integraler Bestandteil und nicht nur Verzierung! Und das ist ja auch schon mal was: Unser Beitrag zum Blogevent Kresse!





Der war auch gar nicht schlecht, wurde teilweise bevorzugt, während wahre GeniesserInnen einem exclusiven Sekt mit eher zum Weine tendierenden Inhalt zugetan waren, der dem Abschluss unangenehmer Taten gewidmet war, weshalb er natürlich besonders den kulinarisch-perligen Mittelpunkt setzen konnte. Sehr lecker.






