Archiv für März 2007

Der allgemeinen Beliebtheit anheimgestellte Kresse-Kreationen zu finden ist wahrlich nicht das Einfache, was so schwer zu machen ist fernab von Decoqualitäten, kritischen Begebenheiten und Fehlplanungen (suboptimale Kressedarreichung mit delikat daherkommenden Zander-Filet)

Gut wäre es gewesen, wenn wir es so gemacht hätten, wie es beim erstmaligen Anblick des Banners zum Kresse-Blog-Event des Gärtnerblogs, erdacht, geplant und quasi in Gedanken schon fortgeführt wurde: Einfach mal raus fahren und die allseits beliebte und begehrte Brunnenkresse ernten und rasch verarbeiten.
Wie immer war die Faulheit stärker und außerdem hat es doch zwischendurch so ganz übel geschneit, so dass das ja eigentlich eher keine Fehlplanung war, sondern die ungünstige sich darbietende Natur die eigentlich Schuldige ist.
Selbstverständlich hatten wir da noch was der kulinarischen Welt nicht ganz Unerschlossenes zu bieten — trara: Kressepesto; leider war die Kresse dermaßen gar nicht gut schmeckend, so dass die zwar vielfältig vorhandene aber eben dann doch ungeeignte Keimlingefortschrittsstadiumspflänzerle dann doch ganz anders zu bearbeiten wäre. Am besten mit Walnußöl, hatten wir sogar da und nach eingehendem Studium der Qualität, die durch fachgemäßes Erschnuppern vonstatten ging, wurde besagtes Öl einfach der Vergessenheit anheimgegeben und in den Abguss gegeben. Tja, dann vielleicht was mit den Pinienkernen, die gestern in einem Anfall von Fresssucht verkonsumiert zu werden wünschten?

Fisch mit Kresse 2
Das Zanderfilet wusste sich unter dem Star des Abends — der grün-goldig daherkommenden Kressemischung — als geschmackliche Verstärkung optimal in Szene zu setzen.

Die Ungeduld steigerte sich erwartungsgemäß und so musste rasch eine Lösung gefunden werden, die unsere Kreativität wenigstens annähernd der erwünschten Zufriedenheitsbekundung als Mittelpunkt unserer Bestrebungen präsentieren würde.

Zutaten, die wir zu verarbeiten gedachten:

Brunnenkresse,
Walnußöl,
Pinienkerne,
gute wohlschmeckende leicht scharf daherkommende Kresse

Zutaten, die dann zum Gelingen tatsächlich beitragen konnten:

Zanderfilet,
Zitronensaft,
Salz,
grüne Kresse in Spezialanmischung
Kürbiskernöl,
Olivenöl
Couscous
Feldsalat und Trauben

Also delikaten Zander in Filetform hervorgeholt aus den Tiefen der Gefriergelegenheit und in noch etwas der vorherigen Aufbewahrungsart angepassten Zustand gesalzen und gesäuert und natürlich ganz leicht mit Mehlstaub versehen, um den feinen (böse Zungen sprechen von schlammigen) Geschmack voll zum Tragen kommen zu lassen. Während der fröhlich in Öl angebraten wurde, kam die große Stunde der Kresse!
Die Bio-Kresse wurde von geschultem Personal sorgfältig geschnitten und von Hand aussortiert. Mit viel Liebe dann die Anhäufung in einer Glasschale, die den weiteren Produktionsprozess für alle anschaulich machen konnte.
Hinzu kam ein Schuss edelstes Olivenöl und ein winzig kleiner von dem dominat aufzutreten pflegenden Kürbiskernöl, welches mit ein bissl Zitronenspritzer zu bändigen war. Ganz famos für die Unbilligkeiten, die zuvor unser Hungergefühl bis an die Grenze der Zuträglichkeit zu strapazieren wussten.

Fisch mit Kresse 1
leichte Ahnung von frischer kressiger Schärfe, unterbrochen von aromatischer Oliven-Kürbiskern-Ölmischung an Zitronenspritzer zur genussvollen Unterstützung der Erwartungen

Die Kressemischung kam dann auf den Fisch aus dem Fluss und alle waren glücklich; nun waren wir zugegebenermaßen ja auch sehr hungrig und verkonsumierten auch den dazu gereichten Feldsalat mit grünen Trauben und den lecker-lockeren Couscous eifrig und mit Inbrunst. Aber für ein mit der zarten Kresse zu kreierendes Mahl war es doch gar nicht so schlecht (suboptimal gut halt ;-) ) Und es war integraler Bestandteil und nicht nur Verzierung! Und das ist ja auch schon mal was: Unser Beitrag zum Blogevent Kresse!

Doch ganz famos schmeckende Thymianblättchen und konkurrenzweise Oreganoblättchen an zweierlei gewürzten Pilzen, die in, unter, auf einer Zusammenstellung aus Feldsalat und aromatischem Jaroma-Kohl, der in feinen Streifen hinzugefügt, doch weder dominierend noch zurücktretend dem Ganzen das gewisse Etwas verleihen konnte — zumal auch rote Zwiebeln, weißer Balsamico und exclusives Olivenöl den Thymian-Pfeffer-Muskat-Oregano-Meersalz-Ton verstärken konnten

Da die Lust auf salatliche Verköstigungsmöglichkeiten durch in unserer Küche vörratigen Feldsalat und einen sogenannten Jaroma-Kohl unterstützend durch hinzuzufügende braune Champignons als mithin gesichert gelten konnte, war dem Umstand der eilfertigen Zubereitung nur noch wenig entgegenzusetzen, um dem perfekten Gelingen durch ebendieses auch hübsch Ausdruck zu verleihen.

Salat mit Pilzen nah
Irgenwo drunterdrinnendrauf waren zweierlei mit gewürzlichen Beigaben versehene Edelpilze dabei

Jaromakohl ist ja seit einigen Jahren wieder vermehrt im Handel erhältlich und hat ganz zu recht einen verdienten Spitzenplatz im Küchenplan verdient. Nicht ganz so kugelrund wie der typische Weißkohl, sondern eher etwas flachgedrückter entpuppt er sich als aromatische Wunderwaffe gegen ödes Kohleinerlei. Locker und leicht ist der erste Eindruck und zusammen mit Olivenöl, welches einige Minuten einziehen darf, braucht es auch nur noch einer ganz kleinen Prise Meersalz.
Eigentlich klingt die Zusammenstellung Feldsalat — Weißkohl erstmal nicht so interessant. Der feine Jaromakohl hingegen erschien den Erwartungen gerecht werdend optimal in Anpassung und Ergänzung. Ein kleiner Schuss weißer Balsamicoessig waren dann auch noch die einzigen Zutaten neben kleingehackten Roten Zwiebeln.

Die bereits erwähnten Pilze, braune Champignons, wurden in zweifacher absolut schnell zu bewerkstellender Fertigung fabriziert und zwar einmal als Variante mit Olivenöl, Oregano, schwarzer Pfeffer und dann noch als Thymian, Olivenöl, Muskat Version. Alles beide sehr lecker und den Salat wunderbar unterstützend, so dass keine Zutat dominieren und die geschmackseigenen Inhalte ihr Treiben derart fortsetzen konnten, um das Verzücken allseits in einem kreativen Akt umzusetzen. Gibt es bald mal wieder!

Salat mit Pilzen weit
Neben der schnell-leichten Verköstigung wurde auch noch gespielt

Und was gibt es sonst noch so? Der Kresse-Blogevent steht noch an und wir haben noch nicht das Richtige in dieser Hinsicht, was uns gut zu Gesicht stehen würde, gefunden.
Hingefunden jedenfalls haben wir durch einen kleinen Hinweis zur Seitan-Herstellung, deren Ergebnisse wohl gut gemundet haben müssen — dem Abwasch nach zu urteilen hat die VoKü jedenfalls einiges zu verarbeiten gewusst.

Erst scharf und dann etwas langsamer angebratenes Kotelett schmeckte trotz etwas längerer Zubereitungsdauer wie immer ganz famos (war ja auch Bio) und kleinere Unbilligkeiten wie fehlende Koordinierungstechniken wurden galant übersehen, während sich indessen alle gegenseitig die Schuld in die Schuhe zuzuschieben bemühten; ferner wurde aufgrund einer Art plötzlicher Eingebung beschlossen keine Pilze hinzuzufügen, was geschmacklich in durchaus vertretbarer Weise vonstatten ging

Gut — erst war der Gedanke, dass braune Champignons doch perfekt zu dem eben erspähten Stück Biofleisch passen würden und nach Vergewisserung das eben dieses Vorhaben sich als mal eben dann eben doch nicht als so schnell durchführbar erweisen sollte, um eben dieses Vorhaben dann unter Ausschmückung der Vorstellung doch andere Pilzsorten zu verbraten, ebenfalls unter Beachtung weiterer Erörterungen schließlich ganz fallen zu lassen. Wobei nicht ganz — später bekamen wir dann noch weiße Pilze zu Gesicht, die zwar geordert dann aber doch nicht gebraucht werden konnten, weil erst mal andere wichtige Dinge zu erledigen waren.

Zurückgekehrt kam dann aber die Stunde zumindest der Koteletts, die mit einer Schmandsauce, angreichert mit Olivenöl, Paprika, Salz und Pfeffer und Oregano und noch irgendwas dann im Zusammenspiel mit dosigen Erbsen und Möhrchen für ein schnelles Essen zu sorgen wüssten, wäre da nicht eine koordinierungsfeindliche Gesinnung aufgetreten, die den Vorgang des einfachen Kartoffelkochens als feindlichen Akt des freundlichen Miteinanders offenbarte.

Die geschälten Kartoffeln ignorierend wurde bereits dem Bratvorgang sein ihm Ureignes Brutzeln abverlangt und die Erkenntnis, dass doch zuvorderst die geeignete Kochtemperatur der Kartoffeln hätten abzuwarten seien, kam dann plötzlich in alle baff erstaunten Gesichter geflogen, die ob des misslichen Ungeschicks nur sich gegenseitig die Frage und gleichzeitige Beantwortung der ureigenen Unschuldigkeitsthematik stellen konnten, warum denn bitteschöön nicht daran zu denken beliebt wurde.

Kotelett
Bio-Kotelett in schmantiger Versuchung an dosigen Zutaten und fertig gekochten Kartoffeln

Verflixt – die Lösung ergab sich durch vorübergehende dauerhafte Reduzierung der Gaszufuhr zur Kochflamme und anschließenden hektischen Alufolienabdeckungsbestrebungen, die das Fleisch dann halt eben langsam mit Restwärme durchschmurgeln lassen sollten. Die Kartoffeln sich neutral verhaltend, waren dann auch ganz schnell fertig und alle versöhnungshalber ob des leckeren Mahles auch nicht unangemessen zufriedengestellt.

Trockene harte (fast) geschmacklose Tomatenbrote mit nicht mehr ganz knackigen roten Zwiebeln — Salz und Peffer (aber dummerweise kein Olivenöl) waren auch dabei

Die Zeit für Tomaten scheint noch nicht gekommen; allerorten wird auf Dosenware zurückgegriffen und doch der Wunsch nach dem frischen Ambientewohlfühlgeschmack was allzu starker Natur und so wurde auf griffbereite Ware, die dankenswerterweise angeschafft wurde, zurückgegriffen. Das vorhandene Reststück des Sesam-Haselnuss-Brotes war zwar schon älterer Natur, was jedoch gekonnt ignoriert wurde, um nun doch endlich schnell zum gewünschten Egebnis gelangen zu können, was auch alsbald geschah — selbstverständlich nicht ohne, dass die Aufmerksamkeit vorher den nicht mehr ganz so knackigen Zwiebeln gewidmet wurde, die dann auch in gewürfeltem Format zur Verschönerung und allseitigen Geschmacksaufwertung beitragen konnten, was zugegebenermaßen auch nicht das Schlechteste zu sein schien — zumal Meersalz und schwarzer gemahlener Pfeffer auch noch das Ihrige beizutragen pflegten

Tomatenbrot
Vergessen: Feinste Olivenöltropfen zur geschmacklichen Aufwertung

Diesmal in der Dämmerung dem Löwenzahn in riesiger Ausformung mit klitzekleinen Tomatenwürfelchen zugetan, wurde auch noch Natur-Langkornreis mit angebratenen Zwiebel-Minz-Stückchen gefrönt und als Beilage gabs mal wieder gemehlten Rotbarsch

Löwenzahn ist ja immer wieder eine tolle Leckerei, die in unterschiedlichsten Variationen FeinschmeckerInnenzungen zu den unwiderstehlichsten Begeisterungsstürmen veranlasst, auf dass auch die ungnädige Umwelt ihren Teil zu dessen sich so zu verausgabender Liebelei beitragen kann.

riesen loewenzahn
riesiger Löwenzahn harrt der Verarbeitung

Auf dem Gärtnerblog beispielsweise wird die Löwenzahn-Sirup-Herstellung bildhaft dargestellt und wenn der Sommer hinter den traurigen Regenwolken hervorkriecht wird das auch mal nachgemacht — allein schon, weil die Pusteblume zweckgerichtete Tätigkeit verspricht).

In Stadtteilen mit dem Gemüse aufgeschlosseneren Bevölkerungsschichten ist das Angebot bisweilen größer als in landwirtschaftlich geprägten Außenbezirken, was nun zu unserem leckerem Mahl geführt hat, weil dieses Riesenteil einfach geordert und verkonsumiert zu werden beliebte (auch wenn der nebenanliegende Mangold auch sein verführerisches Äußeres zur Schau zu stellen wusste).

Und da der riesengroße Zuchtlöwenzahn nicht ganz so bitter daherkommt, konnte zwiebelige Zutat (die den bitteren Geschmack somit nicht zu unterdrücken wusste) mit gekonnt durch arbeitseifrigen Besuch in Szene gesetzten Tomatenwürfelchen in Olivenöl gedünstet verarbeitet werden. Zitrone sollte auch noch rein, war aber bereits bei der Verarbeitung der Fischzutat zwecks Säuerung ausgegegangen, weshalb kurzerhand auf sauer daherkommenden Weißwein zurückgegriffen wurde. naturreis mit loewenzahnDer war auch gar nicht schlecht, wurde teilweise bevorzugt, während wahre GeniesserInnen einem exclusiven Sekt mit eher zum Weine tendierenden Inhalt zugetan waren, der dem Abschluss unangenehmer Taten gewidmet war, weshalb er natürlich besonders den kulinarisch-perligen Mittelpunkt setzen konnte. Sehr lecker.

Währenddessen brutzelte die ebenfalls von Besuch auf kleinstmögliche Größe reduzierte weiße Zwiebel zusammen mit Minzblättchen ebenfalls in einem guten Schuss Bioolivenöl und konnte derart zubereitet zum Bio-Langkornreis, der mal wieder verdammt lange zu kochen wünschte, geschmacklich einschlagend hinzugefügt werden. Optimal als Begleitung erwies sich der ausgiebig in Mehl gebadete Rotbarsch, von dem unsinnigerweise noch die Behauptung aufgestellt wurde von ungläubigen Personen, dass dieser niemals nur für die wenigen Kochgemeinschaftsmitglieder reichen würde, sondern allenfalls für die doppelte, ach was dreifache Menge geeignet sei. loewenzahn in inniger erwartung von rotbarsch

Beim Pastaevent gab es auch noch gewinnträchtige Spezialitäten. Gewonnen haben natürlich wie immer alle die mitgemacht haben/konnten/wie auch immer und die Auswahl fiel sehr schwer, was aber auch an originellen Ideen (darunter eingearbeitete Blätter und vielfältige Tintenspezialitäten ;-) ) lag — aber macht Euch ein eigenes dem Hunger zuträgliches Bild. Die meisten Stimmen erreichte der Blog Hüttenhilfe mit Offenen Ravioli vom Steinbutt und Langustinos mit tourniertem Gemüse und Weißweinschaum. Herzlichen Glückwunsch!

rotbarsch
Der gebratene Fisch erwies sich mal wieder als zu wenig reichhaltig, dafür aber optimal in Biss, Farbgebung und Krustenherstellungskunst

Nicht am Event teilnehmend war ein neuer veganer Kochblog kochen mit flisa, der bei Blogsport sein Stelldichein zu geben weiß mit ganz, ganz vielen Anregungen. Heuer mit veganen Nudeln. Wir sind bei sowas ja immer sehr gespannt, was da noch so rauskommt…

Verwegen daherkommende Octopusgreiffangundwürgarme auf (fast) tiefschwarzen Tintennudeln, die in Limonen-Olivenöl geschwenkt und mit einem Hauch ganz kurz angebratener Scheibchen aus frischem Knoblauch versehen waren und zur Formvollendung noch mit zerriebenen wilden Oreganoblättern und exclusiven Bio-Olivenöl beträufelt aufzuwarten wusste (Rucola sollte auch noch decorativerweise dabei sein – aber den hatten wir vergessen käuflich zu erwerben — aber hey, das sieht doch auch so toll aus)

Zugegeben: frisch gegrillt wäre der charmante vielarmige Oktopus noch eine Spur besser gewesen. Aber auch so mundete die mit frischem Limonensaft und frisch zerriebenen wilden Oreganoblättern im getrockneten Zustande versehene Hauptblickfangspeise ganz toll. Dieser einzigartige Geschmack von frischem Octopus ist super-lecker! Und während nur noch eine sanfte Brise und das Merresrauschen zu fehlen schien, gab es einen fruchtig-trockenen spanischen Bio-Weißwein vorweg, der in kleinen Osteria-Gläsern, die wir neulich erstanden hatten, serviert zu werden wünschte.

leckeres �rmchen
die mit Tintenfischtinte gefärbten frischen Nudeln liessen durchaus im bestechenden Tone die Grundsubstanzen deutlich erkennen

Und dem Anlass entsprechend mussten es natürlich Bandnudeln mit schön schwarzer Sepia-Tinte sein, die ordentlich hinzufügend in den Nudelteig als Beigabe optimale Ergebnisse zeitigte, um auch schön damit protzen zu können. Keine Angst — geschmacklich lässt diese Zutat sich eher im neutralen Raume verorten. Erhältlich ist die gar nicht so teure Tintenfischtinte in praktischen kleinen Plastikbeutelchen, die beim Großhandel eures Vertrauens sorgfältig aufbewahrt für euch bereitliegen, um die Herzen erfreuen zu können bei ach so viel Farbkraftgebung.
Und da des Abends die kulinaria katastrophalia Küchenkochkünste anstehen, wurde es mal wieder nix mit der Ausnutzung von Tageslicht, welches für optimale Darstellung schlechterdings nicht das Schlechteste gewesen wäre — zumal schwarze Grundtöne für unseren, die profane Nudel in einem anderen Lichte erscheinden, Beitrag zum Kochblogevent Pasta doch den etwas anderen Akzent zu setzen weiß….

pasta quer

Aber wenden wir uns dem leckeren Essen zu, das mit immer wieder leckeren frischen Octopus nicht nur optisch so schmackhaft daherkommt (die vergessenen Rucola-Blättchen einfach mit hinzudenken, gell ;-) ).

Benötigt wird wie immer fast gar nichts, um den Kochgenuss zu zelebrieren:

Octopus (unser hatte nur noch sieben Arme)
Rucola ;-)
Tintenfischtinte (Sepia)
und natürlich Zutaten für einen frischen Nudelteig wie Mehl, Salz, Eier
und etwas Wasser und Olivenöl
letzteres auch noch zum Braten des Oktopus
ganz wichtig – Limonen und Oregano
(sozusagen die Symbiose für die gewürzte Krake)

Und so klappts innerhalb kürzester Zeit:

Nudelteig so wie hier beschrieben anfertigen und die Tintenfischtinte frühzeitig und schmierigerweise hinzugeben (später färbt die auch schön das Wasser)
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen (oder den Holzkohlegrill anschmeißen) und den vorher von der dünnen Haut befreiten Oktopus so ca 10 Minuten unter ständigem Wenden anbraten. Kurz bevor die sich windenden Fangarme fertig sind noch gescheibelten Knoblauch für 30 Sekunden hinzugeben.
Limonen ausdrücken und mit gutem Bio-Olivenöl versehen und die fertig gekochte Pasta und den Rucola kurz mitschwenken auf den Teller drapieren und je nach Belieben den Octopus zwischen den schön schwarz anzuschauenden Bandnudeln verstecken oder oben drauf drapieren. Die Knoblauchscheibchen auch noch hinzu und auf jeden Fall noch Oregano frisch zerreiben und noch ein Schuss Limonensaft und Bioolivenöl drauf! Fertig zum Servieren und Verspeisen. Wunderbar lecker!

Oktopus auf Tintennudeln
Der rot gebratene Octopus wusste sich galant auf schwarzer Pasta dem gediegenen Anlass entsprechend lecker zu präsentieren

Herumflezend in der Sonne war die Versorgung mit natürlich super gesunden Früchten im kleingeschnippelten praktischen Format sehr trendy – zumal frischer Biojoghurt die Komposition zu verfeinern beliebte

Obstsalat
Apfelscheibchen, Blutorangenbestandteile und Banane beliebten zu Joghurt wie immer formidabel zu schmecken

Immer wieder, wenn die Sonne so schön in unsere Küche reinzuscheinen wünscht, sind wir – auch angesichts der weniger beglückten BewohnerInnen des Hinterhauses – in einer durchaus komfortablen Situation, die natürlich weidlich ausgenutzt zu werden wünscht. Also schnell all das verarbeiten, was sich in greifbarer Nähe befindet und es sich bequem machen, während noch schnell die Texte für nachher anstehende Referate im Schnelldurchgang verarbeitet werden müss(t)en. Außerdem dürfen dank anstehender Hilfeleistung im simpel ausgedrückt Endlebensabschnittsabschlussarbeitendurchlesens die nötigen Kräfte für die ebenfalls nötige Korinthenkackerei gesammelt werden, um schon nahe am Nervenzusammenbruch Partizipierenden noch die letzten Lebensfunken zu verschönern. Das geht dann so: das stimmt aber nicht und diese Aussage ist so was von unverständlich….
Wie wird eigentlich flezen geschrieben? Vielleicht eher fleezen? Oder ganz anders?

Und morgen kochen wir dann endlich unsere leckere Pastagerichtkreation, welche uns schon jetzt das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt ;-)

widada

leerer Tisch
Das, was vor Begutachtung der leeren Teller drauf war, war mal wieder sehr lecker

Grad mal der Genesung gefrönt — und gleich mit dem kulinaria katastrophalia Lieblingsmahl durchgestartet, dazu ein etwas zu frisch daherkommender Rotwein, der nicht alle Geschmäcker zu befriedigen wusste und ein Husten- und Bronchial-Tee, der so langsam aus den Ohren herauskommt.
Die Woche gehts natürlich ganz groß los – schließlich steht der Pasta-Blogevent noch bis zum 15. März an und das müssen wir ja noch mitnehmen! Herzlichen Glückwunsch noch an Hüftgold für ihren Grünkohl-Siegerinnenbeitrag, die Wintercremesuppe mit Grünkohl und Sherry, die zu überzeugen wusste.

Kocherlebnisse sind in der Woche auch im fritzblog zu erwarten, die wahrscheinlich ganz der kreativen Art sein werden :D Und wenn das alles nichts hilft, wird die Rote Gourmet Fraktion letzten Schliff zum Wochenende anlegen; die erklären dann den Vorgang des Grundzutaten-Verköchelns zum mitschreiben…

Flusskrebs mit Nordseekrabbe
fast wurde die Tomatenzugabe vergesssen: leckere Flusskrebsschwänze mit Nordseekrabben an etwas salzarm daherkommenden Linguini

Salbeiteeverköstigung als Hauptbeschäftigung

Nachdem nun alle den unterschiedlichsten Krankheiten frönen und der Umgang obskure Blüten treibend die Hinwendung zu allerlei Teesorten mit sich bringt hier mal eine anschauliche Dokumentation unseres Alltags, für die, die sich gewundert haben, dass in den letzten Tagen nichts geköchelt worden ist.

frischer Salbeitee
frischer Salbeitee weiß zu entzücken