Fisch in Estragon-Grüner-Pfeffer-Soße für ein sonniges Mittagessen

Die Sonn´ scheint ohne Unterlass und eilends haben wir uns gesagt — diesen Umstand fürs Köcheln und tolle Dokumentationsfotos nicht auszunutzen, wäre allgemein als das zu bezeichen, was der Volksmund töricht nennt. Und dieser Anschuldigung wollen wir uns ja nun nicht ohne Weiteres aussetzen. Ganz im Gegenteil z.Bsp. zur Frankfurter Rundschau — jenem laut Eigenwerbung links-liberal eingestellten Blatte, das sich nun in dem im Boulevardjournalismus beliebten Tabloid-Format anzusiedeln wünscht. Ein Umstand schlechthin, der wohl neue LeserInnen anlocken und alte vergraulen soll. Im FR-Blog darf dazu Stellung genommen werden — nicht, dass die neuerdings zum DuMont-Verlag gehörende Zeitung auf die Meinung der LeserInnen Wert legen würde – ein Umfragebogen, was diese davon halten würden erreichte sie zwar, als die Entscheidung schon lange gefallen war, aber das wird wohl nur das letzte Zucken vor dem endgültigem Abfall in den Provinzialismus sein.
Dezent wird verschwiegen, dass schon bei den letzten Umstellungsversuchen vor einigen Jahren ein mittlerer Sturm durch die LeserInnschaft ging, als aus Aktualitätsgründen mal eben im ersten Buch mit überregionaler Berichterstattung auch die Seite Aus aller Welt zu finden war (schätzungsweise 10 Tage dauerte damals dieses Experiment bevor kleinlaut eingeknickt wurde).

Fisch in Estragon Pfeffer So��e
Estragon beliebte frische Akzente zu setzen

Das Drama tritt schließlich jeden Morgen am Küchentisch auf: Diejenigen, die es nicht früh genug dorthin schafften, weil nächtliche Erkundungsversuche ihren Tribut zu zollen pflegten, sahen sich des ersten Teils der Informationsquelle beraubt und konnten sich nur noch auf die weniger interessante Restzeitung stürzen, ja!, wenn sie noch nicht mit einem breiten Grinsen auch schon in Beschlag genommen wurde — ein mißlicher Umstand, der dann dazu führte, dass die taz zur Hand genommen werden müsste. Und das am frühen Morgen! Aber immerhin macht die für die morgige Abstimmung in Sachen Dutschke-Str. Werbung.
Das ärgert einen in der Straße ansässigen Verlag so schön, dass es uns eine Freude sein wird, das Ergebnis der Abstimmung und die langen Gesichter der Springer-Freunde anzusehen.

Dann schon lieber sich nicht ärgern und wenigstens schnell was kochen. Das musste diesmal ganz schnell gehen, weil wichtige Termine lockten und so wurde entschieden Fisch in einer Estragon-Wein-Sahnesoße blitzschnell zur Verfügung zu stellen. Und so kams: Zwiebeln in kleingehackten Zustande angedünstet, mit Weißwein abgelöscht und dann mit Sahne versehen. Estragon, weißer Pfeffer und Salz hinzu nach 5 Minuten gemerkt, dass Estragon im Winter nach fast gar nichts schmeckt und noch Grüne Pfefferkörner hinzugefügt. Fisch rein und Alles war in 10 Minuten fertig und konnte so pünktlich wie noch nie zur allgemeinen Zufriedenheit verspeist werden.
Der Fisch war übrigens Rotbarsch und mundete gerade wegen seiner etwas festeren Konsistenz hervorragend zu der feisten Sahnesoße. Lecker.

Glückwunsch übrigens an die Siegerin des Garnelen & Co Blogevents Brot und Rosen, die mit Feldsalat mit Orangen-Garnelen den Sieg davontrugen. Danke übrigens an den treuen Fan ;-) Wunderbar lecker waren diesmal übrigens viele der dargereichten Köstlichkeiten. Mehr dazu demnächst.