Archiv für Januar 2007

Zarte Chicoree-Gondeln mit frisch zerstampften Grünen Pfefferkörnern, die sich zart um in Ahornsirup marinierte sehr leckere Putenbrustfilet-Streifen schmiegen, die auf Orangenfilet gebettet sind – darauf gewürfelter Mozarella di buffalo und Spritzer von Balsamico Reserva (Rezept)

Chicoree-Gondeln mit pfeffrigen Putenstreifen
Der Chicoree vermochte den frischen Akzent zu süß-mittelscharfer Raffinesse zu setzen

Der letzte Tag, um endlich den Blogeevent Chicoree mit unserem Beitrag zum bitteren Gewächs zu versüßen und deshalb musste schnell auch noch der Gegenstand des Wettbewerbes geordert werden. Und was jetzt damit anstellen? Chicoreesalat wäre optimal und mit Pampelmuse und frisch gepresst daherkommenden Orangensaft und Kürbiskernöl immer gerne mal wieder verkostet. Und weil es so kommen muss, war einfach keine saure Frucht aufzutreiben und fauler WG-Inhalt antwortet auf hilfesuchende Anrufe nur mit: Es ist sooo kalt und ich ich liege sooooo faul auf dem Sofa. Das ist natürlich ein schlagendes Argument während von anrufender Person selber im Regen und Grapefruit suchend die nass heraufziehende Kälte begutachtet wird — also rasch umdisponiert und spontan was kreiert, was sich als sich so köstlich erwies, dass dies unbedingt noch mal als protzerisches Angebot bei der nächsten Massenverköstigung in unserer kulinaria-katastrophalia-küche dargeboten werden muss.

Und dabei ist es ganz einfach und wir haben es mal wieder bedauert, dass wir das zur Mittagszeit in die Küche strömendes Sonnenlicht nicht auszunutzen wussten. Und dabei waren erst Zweifel geäußert worden, die alsbald als noch nie getätigte Aussage schändlich dem Vergessen anheimgestellt wurde während sich um die kläglichen Reste gestritten wurde. Vorher wurde natürlich noch ein bißchen ausprobiert und herumgewerkelt — Versuche in einer überbackenen Variante oder mit Tomaten waren nicht ganz so auf Gegenliebe gestossen und so konnte die alle zufriedenstellende Endvariante nur punkten. Also zusammengfasst: sehr, sehr lecker wars mal wieder!

Wie gehts denn jetzt und was wird benötigt:

Chicoree
Ahornsirup
Putenbrust
Grüne Pfeffer-Körner (am besten gefriergetrocknete!)
Öl
Orangen
Deko-Basilikum
Balsamico Riserva
Mozarella de Buffalo

Putenbrustfilet in Streifen schneiden und in Ahornsirup für ca. eine Stunde marinieren. Währenddessen grüne Pfefferkörner grob zerstampfen und dann die Streifen darin wenden und in Sonnenblumenöl auf höherer Stufe für ein paar Minuten (je nach Dicke) braten und immer wieder rasch drehen damit es nicht anbrennt und zu trocken wird.
Chicoree drapieren, Orangen-Filet-Stücke verschönern die geschmackliche Komponente und darauf dann die gepfefferten Filetstreifen. Zur Verfeinerung dann Mozarella di buffalo gewürfelt, der mit Spritzern des hervorragenden Balsamico Reserva verfeinert werden konnte. Ein Hochgenuss – mal ganz unbescheiden, der die Kombination der bitteren Grundlage mit Süße der Orangen und des Balsamico dezent wirkend zum Pefferton um die Putenbrust, die ihrerseits leichte delikate Ahornsiruptöne aufwies, zu verbinden wusste. Gerade der Chicoree wirkt als Ausgleich zum eher mild als allzu scharf daherkommenden Grünen Peffer als I-Tüppfelchen.

Saftiges Putenfilet im Pfeffermantel auf Chicoreegondeln
Köstlich wunderbar frisch gepfeffert mit dem Akzent der bitteren Frische, die nur durch Süße unterbrochen zu einer Komposition sondergleichen werden konnte — was sonst ;-)

Quiche Lorraine, die Übersicht über das sonstige kulinarische Geschehen, die Lücke im Geschehen und fragliche Offerten vielfältigster Art

Quiche frisch aus der Röhre
ordentlich durchgequirlt: erst Mehl, Wasser, Salz — dann Lauch, Eier, Schinkenwürfel, Blattpetersilie und Zwiebeln.

Die feinen Geschmacksunterschiede herauszuschmecken, die den Genuss erst vollkommen werden lassen, ist nicht die Sache von nur die schlichte Kost bevorzugenden Grundversorgern. Da wird bisweilen danebengebissen und dann wird verwundert der Frage nachgegangen welche Kost die Präferenz verdient. Seis drum: Wenn also demnächst wir uns anschicken, ein missliebiges Essen zu präsentieren, welches denjenigen schon seit Kindestagen eher ein nicht als fröhliches Grunzen bekanntes Gegenteil entlockte, gibts halt nur noch trocken Brot.

Besser geht es zu bei diversen kulinarischen Offerten, die wir entdeckt haben und uns deshalb mal wieder zu einem Rundgang durch die Foodwelt veranlassen. Hüftgold hat sich was Leckeres mit Garnelen und Wirsing zubereitet, was uns ja schwer animiert auch mal wieder etwas mit dem leckeren Gemüse zu fabrizieren. Passend zum Wetterumschwung findet sich bei tschoerda lecker in Schokolade ummantelte Fruchtauswahl, die ja schon seit ewigen Zeiten nicht mehr selbst fabriziert worden ist, was sich selbstverständlich ändern muss :-) Paulchens Foodblog klärt uns schließlich auf, was an samstagnachmittäglicher Beschäftigung so mit Knoblauchecken vonstatten geht.
tofusofa klaut Stöckchen und Schnuppensuppe betreibt Hehlerei damit.
Was wir schon immer mal wissen wollten teilt uns ganz ungezwungen der Metzger- und Fleischer-Blog nebenbei mit.
Der Crockyblog („Sahne statt Sushi“) widmet sich karamellartigen (nicht minder schweren kalorienlastigen) Versuchungen Namens Butterscotch-Soße. Genussmousse beteiligt sich erstmals an einem Blogevent mit Kaspressknödel.

Quiche an Salat
Lecker wars und die Exegese zu betreiben erforderte nicht sonderlich viel Fingerspitzengefühl…

Ja – und was gibt es sonst noch so: Nimmersatt vertreibt sich die Zeit mit Essengehen in Berlin. Da wollen wir mal nicht so sein und können ja mal eines des besten italienischen Restaurants empfehlen: Das Due Forni in der Schönhauser nahe Rosa-Luxemburg-Platz (die Pizza ist ein Traum). Zum Schluss noch der Essblog, der auf einer ganz komischen Gerätschaft Entenbrust mit Koriandernudeln zubereitet.

Spaghetti an Pilz-Sahne-Champagner-Soße, scharf gewürzte Katzen und andere nicht minder pikante Vorlieben

Zugegeben — die Zugriffszahlen auf unseren Blog sind merkwürdigerweise in den letzten Tagen gestiegen. Darunter sind auch so Bonmots wie die google-Such-Treffer
anleitung für männer, GESICHTSSTUDIEN, wie topfe ich eine pflanze ab und aufhängösen.
Da passt ja alles zusammen und die Lösung ist auch gleich ergoogelt. Pikanter sind da noch die Suchen kulinaria stalin und rezepte extra scharf katze — dies wiederum lässt auf Forschungsdrange schliessen, der nicht uninteressanter Natur zu sein scheint. Mal schaun, was sich da an neuen Rezepten auftreiben lässt :D

Bisweilen was ganz Profanes: Spagetti (neuerdings ohne h) mit Pilzen und roten Zwiebeln in Sekt-Sahne-Sauce mit einem Hauch von Muskat.

Spaghetti an Pilzsahneso�e
Der Sekt war halbsüßer Natur und harmonisierte mit süßer Zwiebel an geschmacklosen weißen Pilzen, die durch Muskat angenehm wohlschmeckend in der zugegebenen Sahne wirkten und die Spaghettis angenehm zu bereichern wussten.

Broccoli und Möhrchen in Mangosoße an Couscous mit Minzjoghurt und sogar dekorativen Mandelplättchen und sogar noch interessanterer schwedischer Häppchen als Nebenbeivergnügung (Rezept)

Es muss kommen, wie es kommen muss: Alle hatten nach anstrengendem Tätigkeitsbedarfsverabsolutierungseinerlei dem Verlangen nachgegeben doch endlich jetzt, sofort und zwar schnell was leckeres zu Essen zu fabrizieren, um wenigstens einmal was Richtiges am Tage zu kriegen. Nun war zwar der erbittert geführte Streit, was der Inhalt dieses zu fabrizierenden Bedürfnisses sei, auf der Tagesordnung — aber was solls. Das Lachen ist schon anderen vergangen die dasdagenauhier entdeckt und darüber gar nicht lachen konnten — oder nein — um es geschickter auszudrücken angesichts der Nichtbeantwortung, der noch anstehenden, Generierungsbeantwortung höheren Interesses, ihr Allerbestes zu liefern bereit sind.

Broccoli und Möhrchen in Mangoso�e an Couscous
frisch gewokt und verzehrt mit einem Hauch von frischer Minz-Agavendicksaft-Joghurt-Creme

so gehts ganz einfach:
Möhrenscheiben in Öl angedünstet und mit Mangocreme, Rosinen und Curry extra scharf versehen. Rumköcheln lassen während einfrig gerührt wird, um die optimal-leicht-karamellisierte-Geschmacksnote zu erreichen und feststellen, dass die einzige in unserer Chaosküche verbliebene rote Minipeperoni geradezu danach schreit das Wokgericht zu verfeinern mit dezent abgegebener Schärfe. Broccoliröschen drauf und nach 5 Minuten mit gedeckelten Erhitzungsvorgangoptionen frisch auf den Teller zu Couscous und Biojoghurt mit frischer Minze und leckerem Agavendicksaft.
Als Dessert dann ein Ego-Shooter. Mmmhhh

Fisch in Estragon-Grüner-Pfeffer-Soße für ein sonniges Mittagessen

Die Sonn´ scheint ohne Unterlass und eilends haben wir uns gesagt — diesen Umstand fürs Köcheln und tolle Dokumentationsfotos nicht auszunutzen, wäre allgemein als das zu bezeichen, was der Volksmund töricht nennt. Und dieser Anschuldigung wollen wir uns ja nun nicht ohne Weiteres aussetzen. Ganz im Gegenteil z.Bsp. zur Frankfurter Rundschau — jenem laut Eigenwerbung links-liberal eingestellten Blatte, das sich nun in dem im Boulevardjournalismus beliebten Tabloid-Format anzusiedeln wünscht. Ein Umstand schlechthin, der wohl neue LeserInnen anlocken und alte vergraulen soll. Im FR-Blog darf dazu Stellung genommen werden — nicht, dass die neuerdings zum DuMont-Verlag gehörende Zeitung auf die Meinung der LeserInnen Wert legen würde – ein Umfragebogen, was diese davon halten würden erreichte sie zwar, als die Entscheidung schon lange gefallen war, aber das wird wohl nur das letzte Zucken vor dem endgültigem Abfall in den Provinzialismus sein.
Dezent wird verschwiegen, dass schon bei den letzten Umstellungsversuchen vor einigen Jahren ein mittlerer Sturm durch die LeserInnschaft ging, als aus Aktualitätsgründen mal eben im ersten Buch mit überregionaler Berichterstattung auch die Seite Aus aller Welt zu finden war (schätzungsweise 10 Tage dauerte damals dieses Experiment bevor kleinlaut eingeknickt wurde).

Fisch in Estragon Pfeffer So��e
Estragon beliebte frische Akzente zu setzen

Das Drama tritt schließlich jeden Morgen am Küchentisch auf: Diejenigen, die es nicht früh genug dorthin schafften, weil nächtliche Erkundungsversuche ihren Tribut zu zollen pflegten, sahen sich des ersten Teils der Informationsquelle beraubt und konnten sich nur noch auf die weniger interessante Restzeitung stürzen, ja!, wenn sie noch nicht mit einem breiten Grinsen auch schon in Beschlag genommen wurde — ein mißlicher Umstand, der dann dazu führte, dass die taz zur Hand genommen werden müsste. Und das am frühen Morgen! Aber immerhin macht die für die morgige Abstimmung in Sachen Dutschke-Str. Werbung.
Das ärgert einen in der Straße ansässigen Verlag so schön, dass es uns eine Freude sein wird, das Ergebnis der Abstimmung und die langen Gesichter der Springer-Freunde anzusehen.

Dann schon lieber sich nicht ärgern und wenigstens schnell was kochen. Das musste diesmal ganz schnell gehen, weil wichtige Termine lockten und so wurde entschieden Fisch in einer Estragon-Wein-Sahnesoße blitzschnell zur Verfügung zu stellen. Und so kams: Zwiebeln in kleingehackten Zustande angedünstet, mit Weißwein abgelöscht und dann mit Sahne versehen. Estragon, weißer Pfeffer und Salz hinzu nach 5 Minuten gemerkt, dass Estragon im Winter nach fast gar nichts schmeckt und noch Grüne Pfefferkörner hinzugefügt. Fisch rein und Alles war in 10 Minuten fertig und konnte so pünktlich wie noch nie zur allgemeinen Zufriedenheit verspeist werden.
Der Fisch war übrigens Rotbarsch und mundete gerade wegen seiner etwas festeren Konsistenz hervorragend zu der feisten Sahnesoße. Lecker.

Glückwunsch übrigens an die Siegerin des Garnelen & Co Blogevents Brot und Rosen, die mit Feldsalat mit Orangen-Garnelen den Sieg davontrugen. Danke übrigens an den treuen Fan ;-) Wunderbar lecker waren diesmal übrigens viele der dargereichten Köstlichkeiten. Mehr dazu demnächst.

Filigrane Flusskrebsschwänzchen mit grünen Mangoldblättchen in delikaten Yufkaröllchen

Yufka gestapelt
frische delikate Röllchen, die zu bezaubern wissen mit ihrem Inhalt

Es wurde diesmal wieder verdammt knapp mit der Einreichung des fulminant aufzutretenden Wettbewerbsbeitrages, den einzureichen wir uns diesmal — ganz fernab sonstiger ausführlicher Begehrlichkeiten hinsichtlich knapp gehaltener Ausführungen kulinarischer Art — erlauben.
Also wie gehabt auf die letzte Minute neue Kreationen köstlichster Raffinesse, die nicht ohne ausführliche wochenlange Testreihen vonstatten gehen konnten, und die in einem fulminanten Auswahlprozess (die Rolle mit dem und dem war gut) endete und uns dann vor die schwierige kaum zu lösende Kompliziertheit der Auswahl stellte, weil die Rollen sich nun mal verdammt ähnlich zu sehen erlaubten. Ein Umstand der schlechthin nicht von Vorteil für die eigentlich nun zu erfolgende Auswahl war. Selbstverständlisssch kompetent gelöst durch Fachsimpelei und nochmaligen keinen Aufwand scheuenden Zubereitungsvorgang!

Blog-Event XIX: Garnelen, Scampi & Co.

Die Favoritin ist die Yufka-Rolle mit in Weinsauce an roten Zwiebelchen gedünsteten Mangold und frischen Flußkrebschenschwänzchen

dicht gefolgt von der Filloteig-Rolle mit frischen Spinat-Blättern und frischen Meeresgetier und gedünsteten roten Zwiebelchen

Yufkateig (diesmal aus kaufvertraglicher Quelle stammend) ist insgesamt nicht so fein von der Grundstruktur — während der Phylloteig an Blätterteig erinnert und das aufzusaugende Öl beim Bratvorgang allzu optimal auszunutzen pflegt (was für alkoholträchtige Abende ja auch nicht das Schlechteste zu sein pflegt ;-) ). Aber gut schmecken beide Varianten der teiglichen Auswahl.

Yufka in Reihe
viele Füllungen und viele EsserInnen waren gefragt für die delikaten Röllchen

Wie jetzt aber die Variante Nummer 1, die die Siegerin des Abends war, zubereiten?

Die schmackhaften roten Zwiebeln und die weißen Mangoldstiele in kleingehacktem Zustand in gutem Olivenöl andünsten und nach einigen Minuten des scharfen Bratprozesses die grünen Mangoldblätter hinzugeben (die diesmal ganz bleiben dürfen); ein kleiner Schuß Weißwein kommt mit rein und etwas Salz und weißer Pfeffer. Deckel drauf und eigentlich ist die Füllung dann auch schon fertig und bereit eingerollt zu werden — wozu zwei Blätterrollen übereinander gelegt werden für die Füllung, auf die natürlich reichlich (!!) leckere Flußkrebsschwänze gestreut werden. Nicht vergessen die äußeren Ränder beim Rollvorgang nach innen zu knicken (um missliche Verluste zu vermeiden) und dann gehts auch schon zum Bratvorgang in nicht zu heißes Öl für wenige Minuten.

Für die Spinatblatt-Variante werden die Blätter frisch in den Teig eingerollt — was sehr lecker-frisch zu schmecken beliebt und auch kalt noch mundete. Eine gewagte Kombination mit frischen Zwiebelchen wurde eine kategorische Absage erteilt, da ein zu dominierender Charakter bemerkbar war, so dass auch hier der gedünstete Vorgang der richtige war. Da natürlich auch noch frische Flußkrebsschwänze rein!

Yufka angeschnitten
Mangold mit Flusskrebsschwanz und den süßen roten Zwiebelchen in Weinsud waren perfect!

Das war dann auch noch die Möglichkeit, dass die Schalentierchen mitgedünstet wurden — was aber dem frischen Geschmack abträglich war. Nein die vorherigen Varianten waren perfekt zu geniessen und sind daher unser Beitrag zum Blog-Event Garnelen Scampi & Co. der sich erlaubt heute zuendezugehen und schon jetzt kann das Resümee gezogen werden: die leichte Zubereitungsart scheint sich hier durchzusetzen ;-)

Lustig-liebe-Demonstration der Rouladen-Herstellung, Entwicklung und die Drapierung besonderer Art (LL-Demo)

So etwa im Januar überkommt der genüssliche Heisshunger auf traditionelle Kost das Hauspersonal und da geladene MitesserInnen hier zu verweilen pflegten wurden diesmal Rouladen mit Steinpilzen der Verköstigung anheimgestellt, die erstmals des Ausprobierens für würdig empfunden worden waren. Dazu gab es gewürzten Rotkohl und Semmel-Knödel, die wir eigentlich selbst anfertigen wollten (leider war unsere Aufmerksamkeit in Bezug auf vorher zu ordernde Zutaten nicht ganz dem schnellen Zubereitungsprozess gewidmet, so dass zähneknirschend auf andere Ware zurückgegriffen werden musste). Unter Zuhilfenahme vieler guter Tipps gelangen die dann auch zu unserer Zufriedenheit und konnten die schon durch eingelegte rote Tomaten besänftigten hungrigen WettesserInnen in ihrem Tatendrang etwas bremsen. Lustig die entspannten Versuche das verwirrend umgarnte Endprodukt von der Last zu befreien, die wir ihm angedeihen haben lassen, um die formvollendete Schönheit bis zum letzten Momente der geneigten Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen (beim nächsten mal gibts es dann die Soße erst dannach gereicht :D ).

Rouleden-Drappierung
lecker,lustig, gut

Die Steinpilze gingen leider etwas unter, so dass die wohl beim nächsten Zubereitungsprozess schon in der Vorbereitungsphase zusätzlich in die Sauce (etwas herb herausschmeckenden Rotwein konnte dort übrigens mit Lingonbeeren Einhalt geboten werden, die ganz klar bereichender Natur waren in diesem Zusammenhang) gerührt werden müssen, um zu formvollendeten Feinheiten zu gelangen. Die herauszuschmecken und auf falsche Komplimente (die zurückzugeben nur in derlei unerfahrenen Ambiente aufhaltende Personen zu vollbringen vermögen) nicht hereinzufallen ist also angesagt. Und nachdem alle kugelrund erstmal mit alkoholischen Pfirsisch-Erfrischungsgetränken versorgt wurden, war auch Gelegenheit die kunstvoll arrangierte Aufteilung der Roulade in verschiedene Blöcke zu bewundern. Etwas eng wurde es nur zwischen den Begrenzungen der vorgegebenen Tellergröße — zumal das grüne Basilikumblatt Platz einnehmend in Erscheinung trat. Aber das tat dem Spaß schließlich keinen Abbruch ;-)

verzettelten Nachtisch gab es natürlich auch noch!

Frische Sardinen vermissend wurde geschickterweise auf bedoste Spezialität zurückgegriffen, die auch mangels frischer Zutat von Fenchel mit Fenchelsamen bereichert wurde und ein für das aufkeimende Hungergefühl zufriedenstellenden Resultat einer Ahnung von Pasta con le Sarde schuf (incl. dämmeriger Fotos)

Dose
Bedoste Grundzutat für Pasta con le Sarde

In Zeiten knapper Ressourcen an kostbaren Kontingenten von Zeit macht sich auch die Kochkunst verlustig bemerkbar, die dann aber doch nicht ganz spurlos an uns vorüberzuziehen gedachte.
Spontan kam die Idee auf, doch ein typisch sizilianisches Gericht aufzutischen, um noch schnell ein den Ansprüchen gerecht werdendes nahrhaftes Kalorienpaket für die anstrengenden nächsten Tage, die mit arbeitszeitlicher Beanspruchung reichlich übersät sind, zur moralischen Aufbesserung müder Augen, abgeschlaffter Tätigkeit normaler Artikulationsfähigkeiten und dies vor dem drohenden Abwaschberg im Rücken, die Notwendigkeit der Verminderung durchaus erkennend, der mahnend aufforderte ihn noch zu bereichern.
Die letzten Katastrophen führten übrigens doch zu erstaunlichen Interessensschüben bei auch Kochblogs nicht so ganz zugeneigten BloggerInnen, die von der voyeuristischen Begierde angetrieben sich vermehrt auf unserem Blog herumtrieben. zu TischEndprodukte kulinarischer Sensationsdarbietungen bereichern dann auch eher das Gefühl, dass es doch ganz normal zugeht bei uns (wir müssen das jetzt vorsorglich schreiben, bevor wildgewordene Champagner-LiebhaberInnen vor unserer Tür herumzulungern pflegen, die wir vielleicht doch lieber nicht hereinzulassen gedenken, um unsere schmalen Vorräte genügend zu sichern). Ansonsten war der absolute Hit der letzten Zeit die Barbararieente, die wir inform des Bavarien-Enten-Brust-Stückes ja schon zweifach zur allgemeinen Zufriedenheit allerhöchsten Maßes verbloggt hatten.

Jedenfalls, so leicht wie die Zubereitung dieses präsentierten Essens vonstatten ging, war es auch schon verputzt und sorgte für die Idee doch mal nach dem genauen berühmten Rezept zu kochen, das sogar in einem unserer Kochbücher erfasst ist. Das ist eines von denen, die ganz toll aussehen, noch tollere Bildstrecken aufzuweisen haben – aber noch nie, absolut noch nie dafür Sorge getragen haben, dass daraus wirklich mal was fürs Kochergebnis Gescheites fabriziert wird.

Bavette heikle nahaufnahme
Semmelbrösel gabs auch noch dazu

Nächste Woche dann (wenn sich ein kleines Zeitfenster aufzutun gedenkt) wird auch endlich mal wieder eine neue kulinarische Blogrundschau betrieben, da doch einige Alt- und Neuzugänge begutachtet zu werden wünschen. Vorher muss aber unser Ergebnis zum Krustenschalenetc-Blog-Event noch gekocht und ausgiebig beschrieben werden – was das wieder an Zeit kosten wird… ;-)

Die besten Katastrophen des Jahres

Während zur Zeit die Ergebnisse der besten kulinarischen Kochkünste feilgeboten werden (u.a. Kochtopf, Chili und Ciabatta, Fool for Food, Kaffeebohne, FoodFreak, Brot und Rosen, Küchenlatein , die natürlich ganz lecker daherkommen, ist es an der Zeit auch mal die Präsentation der Dinge vorzulegen, die unserem Teil-Namen mehr als gerecht werden lassend, unser aller Herz so erfreut haben in den vergangenen Monaten unseres ach so reinen und jungen Bloglebens :D

NEU!!! Noch nicht verbloggt!!!! Angefangen bei einem Missgeschick allererster Güte NEU!!! Noch nicht verbloggt!!!!

seetang kaviar
Würg…… Kaviar aus Seetang (Cholesterinfrei und Caviar Ersatz)… ekliger geht es nicht mehr…

Platz 1 gebührt eindeutig dieser Katastrophe:

Au�en hui, innen pfui
Außen hui — innen pfui

Platz 2 teilen sich das angebrannte Reisnudelpech:

huhn mit tomatigen reisnudeln

und der ekelhafte Wein aus Pulver:

pulverisiertes Etwas
genaues Testergebnis hier

Der Kampf um 3. Platz gebührt letztlich einem unsäglichen Lebensmittelskandal. So was hätte es in der sozialistischen Planwirtschaft nicht gegeben.

Über die geheimen selbstverständlich schamhaft verschwiegenen ;-) Katastrophen der Anderen können … und … und… am ehesten Auskunft geben…

!!!NEU: Großer Wink mit dem Zaunpfahl NEU!!!