Vegetarische Moussaka mit kleinen eher unwesentlichen Hindernissen, die aber auch zu beseitigen waren durch geladenen Besuch, der mit Kenntnissen in der Bechamelsoßenaufbereitung zu glänzen wusste und einer nicht minder uninteressanteren Frage, warum denn Antifa-Macker immer so grimmig daherschaun müssen (Rezept und Frage)

Moussaka ist nicht unbedingt das, was sich VegetariererInnen so unter dem Paradies vorzustellen belieben. Da leiden wir dann immer ganz doll mit und einmal im Jahr wird dann vegetarische Moussaka aufgetischt. Das Gelingen hängt immer (wie immer) von mehreren Faktoren ab: Zeit, Schafskäse, Bechamelsoßenzubereitungswissen.

Aber mal historisch vorgegangen. Da wurden erstmal Berge von Kartoffeln, Auberginen und Zucchini geordert, die sich nachher auch noch als nicht in dem benötigten Ausmaße vorhanden zeigten, was aber letztendlich auch nicht so schlimm war.
Das, was so lange dauert ist eher die Art der Zubereitung, die dann doch einen variierenden Charakter aufwies, als es um den genauen Vorgang der Zubereitung ankam. Es war doch eine auftretende Unstimmigkeit zu vermerken, die damit zu tun hatte, dass es in Griechenland offensichtlich unterschiedliche Zubereitungsarten gibt, die jeweils von anderen präferiert zu werden wünschten. Nachdem die Zeit eines langen Telefonates einfach ausgenutzt wurde, war auch dieses Problem bewerkstelligt und die einzig richtige Zubereitung gewählt, die auch ein Tickerl weniger kalorienlastig ist und außerdem den Bratvorgang angenehmer werden lässt.

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Vor dem Genuss sind also wie immer die Mühen reichhaltig auszusähen gewusst (blabla…) und so wurden die Zucchini und Auberginen in mehr oder minder akkurate gleichmäßige länglich auftretende Scheiben, mit etwa 2-3 cm-Dicke, unter außerordentlichen Anstrengungen geschnitten, die dann ordentlich gesalzen wurden damit das darin befindliche Flüssigkeitsdepot etwas erleichert werden kann.
Das dabei austretende Wasser wird extra aufgefangen (das kommt später wieder hinzu). Die Teile werden dann über 2-3 Stunden immer mal wieder einem leichten Pressvorgang unterzogen und die Flüssigkeitsansammlungsvorrichtung wird wieder bemüht. Derart behandelt vollzieht sich der anschließende Bratvorgang genauso wie es mit dem spritzarmen Vergnügen am Herd sein sollte.
Zum Braten wird einfach eine ordentlich Mischung aus Olivenöl und Sonnenkernblumenöl (bitte keine Billigware) genommen.

Wenn die Zucchini nach mehrmaligem Wenden auf mittlerere Stufe schön braun außen werden können sie raus aus dem Öl und beiseitegestellt werden. Das Gleiche kann dann mit den Auberginen und Kartoffelscheiben (die nicht ganz durchgebraten werden dürfen) wiederholt werden. Dauert Alles ungefähr 1- 1 1/2 Stunden; zwischendurch sollte das Öl und die Sauerstoffvorräte in der Küche mal ausgewechselt werden.

Für die vegetarische Variante wird auf das Hackfleisch verzichtet und stattdessen eine nicht minder leckere Schafskäse-Tomatenmark-Füllung verwendet. Und die geht so:

Kleingehackte Zwiebeln in Olivenöl andünsten bis sie etwas braun werden (was Geschmack gibt), ordentlich Tomatenmark hinzu (ruhig mit etwas Wasser vermischt) und dann warten bis das Ganze kurz vorm unheimeligen Anbrennen ist, was dann blitzartig mit Rotwein abgelöscht wird. Lorbeer, Zimtstange, Nelken, Knoblauch, Pfeffer, Rigani und ein Schuß vom aufgefangen Wasser kommt auch noch hinzu. Einköcheln lassen und immer mal wieder etwas Wein hinzu. Dann kleingehackten Schafskäse rein, kurz umrühren, aufkochen lassen und fertig ist die Mischung.
Wir hatten diesmal auf bulgarischen Schafskäse zurückgegriffen, der leider wie da schon bemerkt nicht mehr das nonplusultra kulinarischen Vergnügens ist, und kamen zum derm Schluß beim nächsten Mal wieder den griechischen Schafskäse (von Mevgal) zu nehmen, der einfach geschmackvoller und fester in der Konsistenz ist.

Geschichtet wurde die Mussaka folgendermaßen:
Kartoffeln,
Auberginen,
Schafskäse-Tomaten-Mischung,
Kartoffeln,
Zucchini,
Auberginen.

Zwischendurch wird die aufgefangene Flüssigkeit der Auberginen und Zuccchini hinzugegeben, die einen schöne (ganz leicht) geleeartige Konsistenz hervorruft und dafür Sorge trägt, dass auch die Kartoffeln noch schön durch werden.

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Oben drauf dann die berühmt-berüchtigte Bechamelsauce, die diesmal unter schweißtreibender, rührender Tätigkeit von Besuch, der sich nebenbei geschickt eines mitgebrachten Adventskranzes zu entledigen wusste, hergestellt mit einer Fertigkeit, die den Verdacht aufkommen ließ, das dies wohl zu den bevorzugten Tätigkeiten in der eigenen Küche gehört.
Vonstatten ging das so, dass ein Paket Butter nach dem Erhitzen mit langsam hineingestreuten Mehl fleissigst und schnell verrührt wird bis es etwas geröstet wird. Nachdem eine derart vortrefflich cremeartige Masse entstanden ist, wird noch schnell ein Liter Milch langsam hinzugegeben und immer weiter emsig gerührt bis dann auch noch die letzten 4 Eier den weg hineinfanden. Salz, etwas Zimt, ein Teelöffel Backpulver (alternativ) und Vanilliepulver (oder noch besser frische Vanille) kamen auch noch rein. Dann über die Gemüsefüllung schütten und für 30 Minuten in den Backhofen geben bis die Decke schön braun zu werden beginnt.
Ganz gut gelungen wurde das Moussaka dann in Riesenportionen aufgetischt und mit Endiviensalat als Abwechslung dekorativ versehen.
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Dazu Rot-und Weißweine und interessante Fragestellungen, die aus weggehnächtlicher, politischer und sonstiger Betätigung ihren Ursprung zeitigten.

Dabei wurde mal wieder die griesgrämige Konsistenz äußerlicher Gesichtszüge bei immer szeneakkuratteuergekleideten Antifas thematisiert und die Frage aufgeworfen, warum das denn nun so sein müsse; nicht das dies nicht zu einem wenig belustigendem Geplausch führen würde ob dieses Zustandes, nein, aber warum die meisten einfach des Lachens oder Normalbenehmens unfähig zu sein scheinen ist es doch wert beantwortet zu werden. Mal schaun was sarah-tv dazu zu sagen hat, dort können jetzt wohl derartige Fragestellungen umfassender Beantwortungsgenerierung unterzogen werden. Da sind wir dann mal gespannt…


3 Antworten auf “Vegetarische Moussaka mit kleinen eher unwesentlichen Hindernissen, die aber auch zu beseitigen waren durch geladenen Besuch, der mit Kenntnissen in der Bechamelsoßenaufbereitung zu glänzen wusste und einer nicht minder uninteressanteren Frage, warum denn Antifa-Macker immer so grimmig daherschaun müssen (Rezept und Frage)”


  1. Gravatar Icon 1 sarah 09. Dezember 2006 um 19:21 Uhr

    ja, also das kompetenzteam von sarah tv ist dabei, der frage nachzugehen. mit einer abschließenden beantwortung kann allerdings vermutlich erst 2007 gerechnet werden, da wir uns zur zeit in der datenerfassungsphase befinden.
    vorerst präsentieren wir heute der öffentlichkeit ein ausgearbeitetes konzept zur gewaltprävention: schaut rein!

  1. 1 Sollten die fluffigen Maccaroni nun durch gerade Anordnung oder wild-kunterbunt die Grundlage für ein einfaches Pastizio bilden und so die Herzen im dunklen Antlitz der nächtlich-anstehenden Dämmerung erfreuen? | kulinaria katastrophalia Pingback am 05. Dezember 2007 um 0:25 Uhr
  2. 2 Traumhafte Zusammenstellungskunst zaubert allseits die von den leckeren Zutaten herrührende kugelrund sich präsentierende Zufriedenheit delikatest auftretender Backofengemüseformklassik (furchige Versuchung anbei) hervor | kulinaria katastrophali Pingback am 25. Oktober 2008 um 0:59 Uhr
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